Doktorspiele

von Jaromir Konecny 
3,7 Sterne bei66 Bewertungen
Doktorspiele
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Positiv (38):
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Ich habe das Buch Jahre vor dem Film gelesen und liebte es. Im Film (er war auch gut!) wurde viel verändert und manche Sachen rausgelassen.

Kritisch (9):
P

Der Schreibstil hat mir so gar nicht gefallen

Alle 66 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Doktorspiele"

Liebe, Chaos, Pubertät! Eine herrlich schräge Komödie über die Wirren des Erwachsenwerdens

Andi hat das im Kopf, was man als Sechzehnjähriger so im Kopf hat, wenn einen die Pubertät schüttelt wie ein Tsunami: Mädchen, Mädchen, Mädchen ... Dabei gilt Andis permanente Sorge der Größe seines besten Stücks, seit ihn seine Cousine Lilli damals bei den Doktorspielen gefragt hat: „Sind die alle so klein?“
Doch dann steht genau diese Lilli – inzwischen mit Himmelsaugen und brisanten Brüsten ausgestattet – eines Tages vor ihm. Vergessen ist die süße Katja aus der 10b, völlig egal, dass seine Fußballmannschaft ihn braucht. Andi hat nur ein Ziel, und das heißt: Lilli zu beweisen, dass er kein Schlappschwanz ist. Und dafür nimmt er einiges in Kauf ...

Leserstimmen
„der Schreibstil des Autors ist jugendlich, authentisch und unverblümt“
„Witzig, spritzig und voller Anekdoten! Klasse, ein Bauchmuskeltrainer in Buchform!“
„Noch besser als die Verfilmung!“
„American Pie war gestern – jetzt kommen die Doktorspiele“
„Provokant, herrlich komisch und nicht nur für Jugendliche!“
„Wahnsinnig direktes und witziges Buch. Nun weiß man, wie Jungs wirklich ticken ...“

Über den Autor
Jaromir Konecny wurde 1956 in Prag geboren. Er arbeitete als Techniker in Libyen, war Arbeiter in der Metallindustrie und Schiffsmeister bei der tschechischen Elbe-Oder-Schifffahrt, bevor er 1982 in die Bundesrepublik emigrierte. In einem Sammellager in Niederbayern brachte er sich mit Kreuzworträtseln Deutsch bei und studierte schließlich Chemie an der TU München, wo er über die Entstehung des genetischen Codes promovierte. Er war wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Theoretische Chemie der TU München und lebt heute als freier Schriftsteller und Publizist in München.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783960873549
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:120 Seiten
Verlag:dp DIGITAL PUBLISHERS
Erscheinungsdatum:18.06.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.08.2014 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Kuhni77s avatar
    Kuhni77vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Mich konnte Die Geschichte leider nicht so überzeugen.
    Leider nicht mein Humor

    INHALT:


    Andi ist ein typischer Teenager in der Pubertät. Er hat nur noch eins im Kopf: Mädchen, Mädchen, Mädchen. Im Moment findet er ja Kati sehr gut, doch dann kommt Lilli zu Besuch. Lilli ist seine Cousine, die er schon lange nicht mehr gesehen hat. Das letzte Mal waren sie 6 Jahre alt und spielten Doktorspiele. Die Frage:„Sind die alle so klein?“ konnte er bis heute nicht vergessen.


    Jetzt steht Lilli nach 10 Jahren wieder vor ihm – inzwischen mit Himmelsaugen und tollen Brüsten. Sofort ist Kati vergessen und auch seine Fußballmannschaft ist im völlig egal. Von nun an zählt nur noch Lilli. Ihr will er endlich beweisen, dass er kein Schlappschwanz ist.


    Dafür nimmt er so einiges in Kauf …


    INHALT:

    Das Buch ist recht dünn und dadurch schnell gelesen. Hätte es mehr Seiten gehabt, weiß ich nicht, ob ich es zu Ende gelesen hätte. Andi war mir einfach zu hormongesteuert und die Sprüch doch ziemlich derb. Ich war leider irgendwann nur noch genervt von ihm. Stellenweise war die Geschichte auch mal lustig, aber konnte mich letztendlich nicht überzeugen.

    Ich habe schon andere Geschichten rund um die erste Liebe gelesen, die haben mir besser gefallen.

    Für diese Geschichte und den Humor war ich dann wohl doch zu alt.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen das die Jungs in der Pubertät wirklich so ticken. Ich kenne auf jeden Fall keine, die so sind wie Andi oder sie können sich sehr gut verstellen.


    Andi ist ziemlich hormongesteuert und denkt nur an – Mädchen, Brüste und den ersten Sex. Er befriedigt sich ständig selbst und will einfach nur Lilli ins Bett bekommen. Er wollte einfach nur seine Ehre retten und beweisen, dass nicht nur er gewachsen ist.

    Ja, die Geschichte sollte humorvoll werden, aber mir wäre es lieber gewesen, wenn man auch von Gefühlen gelesen hätte. So war es einfach nur alles dafür tun, damit er Lilli ins Bett bekommt und endlich sein erstes Mal erlebt hat.


    Das Buch wurde verfilmt und lief im August 2014 in den deutschen Kinos.


    FAZIT:


    Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen.


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    pura-bellavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Der Schreibstil hat mir so gar nicht gefallen
    Jungs in der Pubertät

    Der Titel und die Beschreibung haben leider nicht ganz gehalten, was sie versprochen haben. Der Autor hat sich um eine authentische, jugendliche Sprache bemüht - heraus gekommen ist aber eher ein vulgärer Schreibstil, der mich so gar nicht angesprochen hat. Sprechen Jungs heute so? Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen. Schade, denn die Grundidee war richtig gut.

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    MiniBonsais avatar
    MiniBonsaivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Gedankenwelt eines 16jährigen pubertierenden Jungen hautnah erzählt
    Doktorspiele (Jaromir Konecny)

    Doktorspiele (Jaromir Konecny)
    Die Gedankenwelt eines 16jährigen pubertierenden Jungen hautnah erzählt

    Zum Inhalt
    Andi ist mit 16 mitten in der Pubertät. Die "Schaltzentrale" wird umgebaut, der eigene Körper und das andere Geschlecht interessant. Es kommt zum "Hahnenkämpfen" mit Gleichaltrigen und Bemühungen vor den Mädels gut da zu stehen.
    Tja und dann kommt seine gleichaltrige Cousine Lilli zu Besuch, die er zuletzt als 6jähriger gesehen und damals mit ihr Doktorspiele gespielt hat ... und er will sie beeindrucken und bei ihr landen.
    Dabei versucht er insbesondere den Weiberheld aus seinem Freundeskreis auszustechen ...

    Die Verwicklungen innerhalb der Clique, der Klasse, zwischen Cousin und Cousine sind chaotisch wie das Denken in der Pubertät. Und auch die Familiensituation macht es zusätzlich amüsant rasant chaotisch.
    Klar, dass es auch noch eine

    Mein Eindruck
    Das Buch wurde auch verfilmt, den Film kenne ich selber nicht. Aber Ausschnitte, die ich einer Freundin vorgelesen habe, bestätigen eine gewisse Nähe zum Filmgeschehen. Und sie bestätigte auch, dass die vorgelesenen Szenen (und der Film) durchaus die Gedankenwelt ihrer beiden pubertierenden Jungs darstellen.

    Für mich war diese männliche Pubertät neu und nicht immer einfach nachvollziehbar. Ich habe selber eine jetzt 25 jährige Tochter. Und wahrscheinlich bin ich einfach zu alt für dies Buch mit über 50 Jahren...

    Stellenweise fand ich es hoch amüsant, dann wieder eher abstossend. Die Sprache war mir einfach zu derbe... Deshalb habe ich mich streckenweise auch sehr durchs Buch gequält ... und das Gespräch mit der Freundin hat mir beim Verständnis sehr geholfen!

    Der Schreibstil des Autors ist in jugendlicher Sprache, von daher authentisch, und unverblümt.

    Empfehlen würde ich es am ehesten Eltern von pubertierenden Jungs, den Jungs selber und ggf. auch Mädels in dem Alter...

    Coverbild
    Es geht um Jungs in der Pubertät, die quasi mit ihren Gedanken die Hosen runter lassen ... und genau das symbolisiert das Cover - VOLLTREFFER!

    Der Autor
    Jaromir Konecny (* 1. November 1956 als Jaromír Konečný in Prag) ist ein tschechisch-deutscher Schriftsteller, Slam-Poet und Naturwissenschaftler.
    Format: Kindle Edition 2,99 Euro
    Dateigröße: 1136 KB Seitenzahl der Print-Ausgabe: 192 Seiten 8,90 Euro ISBN-10: 3960874243 ISBN-13: 978-3960874249 Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS (18. Juni 2018) Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. Sprache: Deutsch ASIN: B07DTFD3TB

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    ManuelaBevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht mein Fall da die heranwachsenden sehr einseitig dargestellt werden und mir der Sprachstil nicht gefällt.
    Bemüht Jugendlich

    Doktorspiele heißt ein kurzer Roman des Autors Jaromir Konecny in dem er das Chaos erzählt in dem sich Andi befindet. 16 Jahre jung, männlich, voller Testosteron und verliebt in die süße Kati aus der Nachbarklasse und dann wird noch der Besuch von Lilli angekündigt. Andi hat Lilli das letzte Mal gesehen als sie sechs Jahre alt waren und Doktorspiele veranstaltet hatten. Nun will Andi zeigen das er kein Schlappschwanz ist und versucht alles um Lilli zu beeindrucken.


    Der Schreibstil des Autors ist rasant und die Gedanken von Andi prasseln auf den Leser ein. Einige Szenen sind ganz humorig aber das Lesen wurde mir durch die derbe und in Teilen vulgäre Sprache vergällt. Andis Gedanken kreisen nur um die weiblichen Attribute und die Namen die er dafür hat haben mir nicht gefallen. Immer wieder darf der Leser daran teilhaben wie sich Andi mehrfach am Tage selber befriedigt. Im Laufe des Buches drängte sich mir der Gedanke auf, das der Autor sich bemüht eine Jugendsprache zu sprechen von der er glaubt das sich Jugendliche so unterhalten. Derb, vulgär und bemüht Pubertär. So habe ich meine Kindern und deren Freunde nie sprechen gehört.


    Freunde der derben Sprache und des plumpen Witzes werden sicherlich Vergnügen an dem Buch haben, mir persönlich hat es nicht gefallen.

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    fantasyfan55s avatar
    fantasyfan55vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Am Anfang erzählt es über Andi als er noch ziemlich jung war. Doch dann ist er 16 und mitten in der Pupertät. Das Buch hat mich zum Lachen g...
    Romantik und Humor garantiert

    Dieses Buch wird aus der Sicht von Andy, einem 16 Jährigen Jungen erzählt.  Er befindet sich in der Pubertät und hat nur Mädchen im Kopf. Er schwärmt für Katja aus der 10b. Allerdings macht er sich Sorgen um sein bestes Stück, da seine Cousine Lilli, ihn vor paar Jahren bei den ,,Doktorspielen" gefragt hat, ob die alle so klein sind. Und dann ist Lilli auf einmal bei ihm zu Besuch und Katja ist vergessen. Um bei Lilli zu punkten riskiert er so manche Peinlichkeiten.


    Meinung:

    Die Gedanken und Gefühle von Andy waren gut beschrieben. Ich hab sehr schnell in die Geschichte rein gefunden. An manchen Stellen musste ich schmunzeln und ab und zu auch echt lachen. Es war so gut geschrieben, dass ich es mir bildlich vorstellen konnte, und umso lustiger war es dann.  Auch die Charaktere waren gut getroffen. 
    Ich kann dieses Buch nur empfehlen, gerade jetzt für die Urlaubszeit. 

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    Zanzarahs avatar
    Zanzarahvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Irrwitzige Geschichtre über das Erwachsenwerden und das Wirrwar der Gefühle.
    Einmal Pubertät bitte...


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    bk68165s avatar
    bk68165vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Aus dem Leben geschrieben
    Aus dem Leben geschrieben


    Man hat es schon nicht einfach als Sechzehnjähriger! Von den Hormonen geplagt dreht sich im Leben auf einmal nur noch um das eine Thema. So geht es auch Andi! Und einen Komplex hat Andi auch noch. Hat er doch in jungen Jahren mit seiner Cousine Lilli bei Doktorspielen knallhart die Frage gestellt bekommen, ob denn alle so klein seien? Und Lilli hat Andi dabei nicht in die Augen gesehen, sondern genau in seinen Schritt! Tja, und diese Lilli soll nun einige Zeit bei Andi und seiner Familie verbringen, da ihre Erzeuger in die Staaten fliegen. Und damit eigentlich nicht genug. Andis Familie hatte auch schon bessere Zeiten. Stehen sie wirklich vor dem finanziellen Ruin? Und mit seinem ehemals besten Freund liegt Andi auch schon einige Zeit im Clinch. Probleme über Probleme und das mitten in der Pubertät. Da muss Rat aus dem Internet her! Wird es Andi schaffen Lilli zu zeigen, was für ein toller Hecht er ist? Und stehen die Mädeln überhaupt wirklich auf solche Typen?
    Was kann ich zu diesem Buch erzählen? Es ist perfekt geschrieben und liest sich schnell und flüssig. Die Sprache passt einfach perfekt zum Alter der Protagonisten. Ein Angriff auf die Baumuskulatur, hier bleibt beim Lesen einfach kein Auge trocken. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, finden wir uns in diesem Buch an der ein oder anderen Stelle auch selbst wieder. Eine interessante Lektüre für alle, die mitten in der Pubertät stecken, aber auch für alle, die die Pubertät schon lange hinter sich haben um mal wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das eigentlich so war. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne geben und hoffe, dass sich Andi mal wieder meldet!

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    Rolchenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Die Pubertät aus der Sicht eines Jungen betrachtet - echt zum Lachen!
    Witzig und direkt

    Als Kinder haben Andi und Lilli zusammen Doktor gespielt und sich gegenseitig untersucht. Das ist das letzte Mal gewesen, dass sie sich gesehen haben. Jetzt sind beide 16 und stecken mitten in der Pubertät. Und plötzlich besucht Lilli in den Ferien Andi und seine Familie. Andi, mit dem Körper voller Testosteron, möchte Lilli beeindrucken. Doch das fällt dem schüchternen Jungen nicht leicht. Und so blamiert er sich immer wieder, bis er schließlich Hilfe aus dem Internet bekommt. Dieses Buch ist offen und ehrlich und nimmt kein Blatt vor den Mund. Manche Ausdrücke sind schon ziemlich direkt, gleichzeitig macht es das aber auch sehr lustig. Ich als Frau finde es spannend, die Pubertät einmal aus der anderen Sicht zu betrachten. Definitiv sollten wir viel häufiger versuchen, unser Gegenüber besser zu verstehen und dazu kann das Buch vielleicht ein kleines bisschen beitragen.

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    Sorriso1966s avatar
    Sorriso1966vor 3 Monaten
    Doktorspielchen

    Das Buch war wirklich witzig. 😊 Mehr als einmal musste ich laut lachen!

    Zwar fand ich die Ausdrucksweise der Jugendlichen ziemlich krass, aber wahrscheinlich bin ich schon zu alt, um solche Wörter gut zu finden.
    Ich wuchs mit drei Brüdern auf, habe bereits einen erwachsenen Sohn und einen fast zehnjährigen, aber diese Extreme, die Andi erlebt, habe ich in meiner Familie nie so gespürt. Daher finde ich es sehr interessant, einige Einblicke in das Gefühlsleben pubertierender Jungs zu erhalten. Denn oft genug machen sie einen auf cool und dass sie das gar nicht sind, zeigt uns Doktorspiele auf eine vergnügliche Art.

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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Endlich ein Buch über pubertierende Jungs, die sich nicht nur bemitleiden, sondern Ideen haben. Witzig! 4,5 Sterne!
    Auch männliche Pubertiere haben es nicht leicht

    Andi ist 16 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und der jüngsten seiner 3 Schwestern in einem Einfamilienhaus, im besseren Teil von Neuperlach (München). Sein Vater ist eigentlich Studiomusiker, aber findet keine Aufträge mehr, daher bringt seine esoterische Mutter sie mehr schlecht als recht mit ihrer Naturheilpraxis durch. Seine Mutter findet er dabei oft ziemlich peinlich und verrückt und seinen Vater ein Weichei, der nichts auf die Reihe bekommt. Das macht seinen altersbedingten Hormonstau natürlich nicht besser. Seinen besten Freund aus Kindergartentagen hat vor zwei Jahren seine Mutter beleidigt, seitdem sind sie Ex-Freunde. Nun hängt er mit Harry ab, der versucht mit derben Witzen Mädchenherzen zu erobern, dabei hat er vor ihnen genauso Schiss wie Andi, bis auf seine Sandkastenfreundin, die schöne Bea. Auch wenn Andi auf dem Fußballplatz der große Stürmer ist, bringt er bei Mädchen keinen gescheiten Satz raus. Doch dann soll seine Großcousine zwei Wochen in den Ferien bei ihnen verbringen, ausgerechnet Lilli, mit der als er sie das letzte Mal sah, als 6 jährige Doktorspiele machte. Sie fand sein bestes Stück damals sehr klein, wenn sich das rumspricht!

    Eigentlich habe ich mir nach „Der Fänger im Roggen“ und „Die neuen Leiden des jungen W.“ geschworen, keine Bücher mehr über Jungs mit Hormonstau zu lesen. Das Gejammere, ohne eigene Originalität langweilt mich. Der Titel hätte mich also abgeschreckt, wenn es nicht der erste große Erfolg von Jaromir Konecny gewesen wäre, der mich immer wieder laut zum Lachen bringt. Es ist nun kein schöngeistiger, feinsinniger Humor, sondern der der Pannen der Pubertät, des Alltags und des Fremdschämens. Dennoch ungemein lustig.

    Die Geschichte beginnt, wie viele dieser Art. Andi ist frustriert, bekommt bei den Mädels nichts gebacken, legt selbst Hand an und bemitleidet sich schon etwas selbst. Er hat es aber auch nicht leicht, in diesem Haushalt, der alles andere als Durchschnitt ist. Andi erzählt in der Ich-Form, frei von der Seele, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, also sehr direkt. Allerdings erspart der Autor seinen Lesern eine überzogen aufgesetzte Jugendsprache, andernfalls hätte ich abgebrochen. Mit hormongesteuerten Jungs, die Hand anlegen, habe ich literarisch wenig Geduld. Doch diesmal hat es sich endlich mal gelohnt weiter zu lesen, ich wurde nicht enttäuscht. Die Ausgangslage ist die gleiche, wie bei allen männlichen Jungfrauen von 16 Jahren, also ziemlich vielen Jungs. Aber anders als in anderen Büchern ist Andi kein Jammerlappen. Er erwartet nicht, daß er über Nacht einfach so der Mädelsschwarm wird, nein, er ist bereit was zu tun und zu ändern. Er überlegt sich so allerhand, was aber nicht unbedingt so erfolgreich klappt, sondern ziemlich peinlich für ihn und lustig für den Leser wird. Auch hiervon lässt er sich nicht unterkriegen. Während seine 18 jährige Schwester Christine ihr Wissen aus der Zeitschrift „Mädchen“ bezieht, treibt er sich in Internetforen herum, hoch motiviert. Was echt toll ist: Andi ist kein Depp. Auch wenn sein Vater ein Bücherwurm ist und damit die Mutter auf die Palme bringt, studiert Andi auch eifrig Physikbücher, wenn die Aushilfslehrerin attraktiv ist, aber nicht für die blöden 08/15-Lehrer. Er fragt viel und bekommt auch entsprechend viele Antworten. Er kämpft sich beharrlich durch den Dschungel der verschieden Antworten und sucht seinen eigenen Weg und seinen eigenen Stil. Ganz klar geht das nicht ohne Peinlichkeiten von statten. Aber Andi merkt, wie auch schon der Autor: nichts ist für Frauen so attraktiv, wie zum Lachen gebracht zu werden. Das ist ein wirklich weiser Rat an die jungen männlichen Leser und bringt auch meinen Mann immer wieder zum Lachen, da ich ihm meine Lieblingsszenen verraten habe. Sich selbst hat Jaromir Konecny auch in die Geschichte mit hineingeschrieben, gemeinsam mit seinen zwei Söhnen auf dem Bolzplatz. Da das Buch erstmals 2009 erschien, ist es noch Whatsapp frei, die Teens haben zwar Handies, aber sie sprechen noch wirklich in der Realität miteinander und chatten nicht nur. Sehr entspannend zu lesen. Für diese erste eBook-Ausgabe, wurde es jedoch nochmal neu überarbeitet.
    Außerdem fand ich toll, daß diese Geschichte ein Ende hat und nicht einfach an einer beliebigen Stelle endet (wie der Fänger im Roggen meines Erachtens). Lose Fäden werden zu einem großen Ganzen verknüpft zu einem ermutigenden Happy End. Da hat es sich wie gesagt gelohnt, das Buch zu Ende zu lesen.
    Für Mädels ist das Buch aber auch interessant, es ist eigentlich die nackte ungeschönte Wahrheit, denn Andi kommt dem 16-jährigen Normalo deutlich näher als Vampir-Schönling Edward. Auch wenn Andi im Hormonrausch ist, ich mag ihn. Er ist einfallsreich und witzig.

    Jaromir Konecny ist nach seinem Chemie Studium aus der Tschechischen Republik in die Bundesrepublik geflohen. Dennoch hat er sich als Poetry Slammer und Autor in einer für ihn fremden Sprache einen Namen gemacht. Besonders beachtenswert, da Naturwissenschaftler meist nicht sprachbegabt sind und die wenigen, die es gibt, werden meist Patentanwälte, da dort das große Geld winkt. Er hat sich zum Glück dagegen entschieden. Ist einfach auch keine humorvolle Berufswahl. Der Poetty Slam Einfluß macht sich auch in diesem Buch in Andis Liedtexten bemerkbar.

    Auch wenn ich zum Einstieg etwas länger brauchte, so hat es mich dann doch richtig gepackt und viel Spaß gemacht. 4,5 Sterne

    Kommentare: 2
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    jaromirs avatar

    Liebe Leute,

    mein Name ist tschechisch - Jaromir Konecny. Also kein Künstlername. :-) Mein Jugendbuch "Doktorspiele" wurde verfilmt und kam am 28.08.2014 in die Kinos. Gleich am Startwochenende erreichte „Doktorspiele“ den Platz 2 in den deutschen Kinocharts. In Folge des Filmstarts möchte ich bei LovelyBooks eine Leserunde mit "Doktorspiele" starten. Mein Verlag (cbt/Randomhouse) spendet dafür 15 Exemplare von "Doktorspiele"-Taschenbuch. 

    In den „Doktorspiele“-Lostopf kommen alle, die hier etwas über ihre eigenen "Doktorspiele" oder ihr „Erstes Mal“ schreiben. Dabei kann es sich auch nur um eine kurze Anekdote, ein flüchtiges Erlebnis, ja, um einen kreativen bzw. weisen Satz handeln. Bitte schreibt hier nichts „Privates“, was Euch irgendwo schaden könnte, sondern nur „Literatur“. Postet hier auch keine "Hardcore"-Geschichten für Erwachsene – obwohl „Doktorspiele“ Sexualität thematisiert, handelt es sich um ein Jugendbuch.

    Warum behandle ich in meinen Jugendbüchern Sexualität?

    Jeder von uns hatte in der Pubertät mit seiner Körperlichkeit Probleme, die uns unser Leben lang prägen, oder sogar belasten und krank machen. Ein Junge bekommt zwischen seinem 9ten und 15ten Lebensjahr einen 25fachen Testosteronüberschuss und muss mit dieser Sexualhormonbombe zurechtkommen. Wie kann ein Erwachsener seine Nöte als "feuchte Träume" abtun? Oder sogar eklig finden? Als ein Journalist den New Yorker Stand-Up-Comedian Lenny Bruce fragte, warum denn all seine Witze unter die Gürtellinie gehen würden, sagte Lenny: "Wenn Sie am menschlichen Körper etwas anekelt, beschweren sie sich beim Hersteller."

    Eine Bekannte sagte mir: „Sex ist nicht wichtig!“ Wohl ohne überlegt zu haben, dass sie selbst nur dank Sex auf die Welt gekommen ist. Wie jeder anderer Mensch.

     Klar sind die Medien heutzutage übersexualisiert. Ist das mediale Bild der Sexualität aber nur annähernd wahr? Welche Sexualität kann ein Junge entwickeln, der sie nur aus idiotischen (frauenfeindlichen und gewaltverherrlichenden) Videos im Web kennt? Warum ist Gewaltdarstellung in unserer Kultur „anständiger“ als die Darstellung von Sexualität?

    Vor einigen Jahren waren die Medien voller Berichte über sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Wie ist es möglich, fragte ich mich damals, dass ein Mann zwanzig Jahre lang immer neue Kinder missbraucht, und niemand erfährt das? Nun, Sex wird immer noch als etwas "Schmutziges" angesehen. Die Opfer trauen sich nicht, über den Missbrauch zu reden, weil man über solche Sachen nun mal nicht reden solle. Weil sie sich selbst schuldig fühlen. Nicht zufällig findet Missbrauch vor allem in Strukturen statt, in denen das Sprechen über Sexualität tabuisiert wird.

    Wenn die Jugendlichen und wir auch über diese ganzen körperlichen Sachen lachen und reden lernen, finden wir vielleicht irgendwann einen gesunden Zugang zu dem Schönsten, was uns von der Natur oder - für die Gläubigen unter uns - von Gott geschenkt wurde. Je offener wir mit unseren Kindern über die Sexualität sprechen, umso weniger Missbrauch wird es geben. Davon bin ich überzeugt.

    In meinem Buch spielt der Ich-Erzähler Andi mit etwa sieben „Doktorspiele“ mit Lilli und wird davon traumatisiert. :-) Neun Jahre später verliebt Andi sich in seine Mitschülerin Katja. Da taucht Lilli wieder auf.

     Wer sich vom Sprechen über Sexualität oder von expliziter Umgangssprache verletzt fühlt, sollte wohl nicht weiter lesen und schauen.

    Hier ein Video zu meinem Auftritt mit einem Auszug aus "Doktorspiele":

    https://www.youtube.com/watch?v=MMNG-XCffF0

    Und hier derselbe Auszug als Text:

    Die Pimmelparade

    Der Schnee lag auf den Schwarzwaldhügeln wie ein großer Doktorkittel. Anfang März und echt höchste Zeit, den weißen Rock auszuziehen.

    „Zieh das Höschen aus!“ sagte Tim.

    „Na, gut!“ sagte Lilli, hob ihren Bauch hoch, als baute sie eine Brücke, und zog sich das Höschen runter. Wir guckten uns ihr Ding aus der Nähe an. Sah saukomisch aus!

    „Und jetzt du!“ sagte Lilli.

    „Ich bin der Doktor!“ sagte Tim.

    „Ich auch!“ sagte ich.

    „Der Doktor kann auch krank sein!“ sagte sie. Tim schlüpfte aus seiner Pyjamahose.

    „Nicht du!“ sagte Lilli zu ihm. „Dich kenne ich schon!“ Sie zeigte auf mich. „Der andere Doktor!“

    „Ich bin ganz gesund!“ sagte ich.

    „Alle müssen zeigen!“ sagte Tim.

    Ich holte mein Ding raus. Lilli beglotzte ein Weilchen meine siebenjährige Nudel und seufzte dann. „Sind die alle so klein?“

    „Die wachsen noch!“ sagte ich.

    „Bestimmt!“ sagte Tim.

    „Glaube ich nicht!“ sagte Lilli.

    Seitdem habe ich meine entfernte Cousine Lilli nicht mehr gesehen. Jetzt war ich sechzehn. „Lillis Eltern fliegen nach Amerika!“ sagte meine Mutter kurz vor den Ferien beim Frühstück. "Lilli wird bei uns zwei Wochen lang wohnen."

    „He?“ Lilli sollte bei uns wohnen? Lilli? Die mir mal sagte, dass mein Pimmel zu kurz ist?

    Am letzten Schultag schleppten Harry und ich unseren ganzen Kram von der Schule nach Hause.

    „Wann kommt diese Krankenschwester zu euch?“ fragte Harry. „Mit der du im Schwarzwald Doktor gespielt hast?“

    „Lilli?“ sagte ich. „Morgen! Scheiße!“

    „Die Hitze ist echt krass!“, sagte Harry.

    „Gleich gehe ich unter kalte Dusche!“ sagte ich. „Kommst du zu uns? Am Freitag ist bei uns keiner zu Hause.“

    „Fünf Minuten später wanden wir uns unter dem kalten Wasserstrahl.

    „Warum jammerst du immer, dass du so ’n kleines Ding hast?“ fragte Harry. „Meiner ist auch nicht größer.“

    „Soll’n wir messen?“

    „Klar!“ Auf der Waschmaschine lag zufällig ein Lineal. :-) Unsere Pimmel waren tatsächlich gleich lang.

    „Vielleicht ist deiner sogar länger als meiner, wenn er steht?“ sagte Harry. So rubbelten wir etwas und maßen unsere Ständer. Auch gleich.

    „Yogis können ziemlich große Gewichte am Pimmel tragen“, sagte Harry.

    „Ich kann dran die Blumenkanne tragen!“ sagte ich und haute mir die Plastikkanne zum Blumengießen auf den stehenden Schwengel. Tätärätä! Harry hängte sich die Kosmetiktasche meiner Schwester Christine dran, und wir marschierten aus dem Badezimmer. „Hey, hey, gib’s mir, Baby! Hey, hey, gib’s mir!..“ Wir brüllten beide unseren neuen Song, marschierten zum Spiegel im Flur und schmissen dort ein paar playgirlreife Posen.

    „Soll’ma uns nicht so abblitzen?“ fragte ich.

    „Wäre sicher lustig“, sagte Harry. Wir marschierten mit der Kanne und der Kosmetiktasche an unseren Pimmeln ins Wohnzimmer, zu Mutters Digitalkamera. Die Kamera lag im Regal über der Glotze. „Hey, hey, gib’s mir, Baby! Hey, hey, gib’s mir!..“ Wir schwenkten unsere Hüften im Rhythmus des Songs wie Hulla-Hulla-Tänzerinnen. Die Kanne und die Kosmetiktasche immer hoch in der Luft. Ich packe die Kamera, hole noch mal tief den Atem, um so richtig los zu brüllen, Harry hinter mir wohl auch, weil ich in der so kurz entstandenen Stille plötzlich, „ehmm, ehmm“, aus der Ecke, wo das Sofa steht, höre, und gleich, „hüstel, hüstel…“ Nackt wie ich bin, mit der Kamera in der Hand, und der Blumenkanne an meinem Ständer hängend, drehe ich mich um und starre. Harry inzwischen auch! Auf dem Sofa hockt ein blonder Engel mit Zöpfen und einem Buch in der Hand. Statt aber zu lesen, glotzt sie uns an. Wir sind ja interessanter als ein Buch. Sie steht vom Sofa auf und kommt zu uns. „Ich bin Lilli!“ sagt sie. „Hey! Andi! Du bist seitdem ganz schön gewachsen! Erinnerst du dich noch an mich!“

    „Kl…ar!“ stammele ich hervor, reiße die Kanne von meinem Pimmel runter und stecke ihn hinein. Auch Harry zögert nicht, haut seinen Ständer in die Kosmetiktasche und wir beide hop, hop in Känguru-Schritten zur Wohnzimmertür. Verdammt! Harry und ich kommen uns in die Quere, stürzen zum Boden, doch wie Hirsche springen wir sofort auf und jagen hinaus. Gleich im Flur sind unsere Ständer flöten gegangen.

    „War das deine Krankenschwester aus Kiel?“ fragte Harry.

    „Ja!“ sagte ich. „Wir machen halt bei den Doktorspielen weiter, wo wir aufgehört haben.“

    „Das waren keine Doktorspiele mehr!“, sagte Harry. „Das war Porno Dancing, Mann!“ Und da kriegten wir beide einen Lachkrampf, bis wir vor lauter Lachen mit den Köpfen in den Wäschekorb trommelten. Mann! Jetzt hatte ich mich bei Lilli im besten Licht gezeigt! War echt neugierig, ob ich’s in den kommenden zwei Wochen noch steigern konnte.

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    jaromirs avatar
    Liebe Leute,

    mein Name ist tschechisch - Jaromir Konecny. Also kein Künstlername. Ich schwör’s! J Mein Jugendbuch "Doktorspiele" wurde verfilmt und kam am 28.08.2014 in die Kinos. Gleich am Startwochenende erreichte „Doktorspiele“ den Platz 2 in den deutschen Kinocharts. In Folge des Filmstarts möchte ich bei LovelyBooks eine Leserunde mit "Doktorspiele" starten. Mein Verlag (cbt/Randomhouse) spendet dafür 15 Exemplare von "Doktorspiele"-Taschenbuch. 

    In den „Doktorspiele“-Lostopf kommen alle, die hier etwas über ihre eigenen "Doktorspiele" oder ihr „Erstes Mal“ schreiben. Dabei kann es sich auch nur um eine kurze Anekdote, ein flüchtiges Erlebnis, ja, um einen kreativen bzw. weisen Satz handeln. Bitte schreibt hier nichts „Privates“, was Euch irgendwo schaden könnte, sondern nur „Literatur“. Postet hier auch keine "Hardcore"-Geschichten für Erwachsene – obwohl „Doktorspiele“ Sexualität thematisiert, handelt es sich um ein Jugendbuch.

    Warum behandle ich in meinen Jugendbüchern Sexualität?

    Jeder von uns hatte in der Pubertät mit seiner Körperlichkeit Probleme, die uns unser Leben lang prägen, oder sogar belasten und krank machen. Ein Junge bekommt zwischen seinem 9ten und 15ten Lebensjahr einen 25fachen Testosteronüberschuss und muss mit dieser Sexualhormonbombe zurechtkommen. Wie kann ein Erwachsener seine Nöte als "feuchte Träume" abtun? Oder sogar eklig finden? Als ein Journalist den New Yorker Stand-Up-Comedian Lenny Bruce fragte, warum denn all seine Witze unter die Gürtellinie gehen würden, sagte Lenny: "Wenn Sie am menschlichen Körper etwas anekelt, beschweren sie sich beim Hersteller."

    Eine Bekannte sagte mir: „Sex ist nicht wichtig!“ Wohl ohne überlegt zu haben, dass sie selbst nur dank Sex auf die Welt gekommen ist. Wie jeder anderer Mensch.

     Klar sind die Medien heutzutage übersexualisiert. Ist das mediale Bild der Sexualität aber nur annähernd wahr? Welche Sexualität kann ein Junge entwickeln, der sie nur aus idiotischen (frauenfeindlichen und gewaltverherrlichenden) Videos im Web kennt? Warum ist Gewaltdarstellung in unserer Kultur „anständiger“ als die Darstellung von Sexualität?

    Vor einigen Jahren waren die Medien voller Berichte über sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Wie ist es möglich, fragte ich mich damals, dass ein Mann zwanzig Jahre lang immer neue Kinder missbraucht, und niemand erfährt das? Nun, Sex wird immer noch als etwas "Schmutziges" angesehen. Die Opfer trauen sich nicht, über den Missbrauch zu reden, weil man über solche Sachen nun mal nicht reden solle. Weil sie sich selbst schuldig fühlen. Nicht zufällig findet Missbrauch vor allem in Strukturen statt, in denen das Sprechen über Sexualität tabuisiert wird.

    Wenn die Jugendlichen und wir auch über diese ganzen körperlichen Sachen lachen und reden lernen, finden wir vielleicht irgendwann einen gesunden Zugang zu dem Schönsten, was uns von der Natur oder - für die Gläubigen unter uns - von Gott geschenkt wurde. Je offener wir mit unseren Kindern über die Sexualität sprechen, umso weniger Missbrauch wird es geben. Davon bin ich überzeugt.

    In meinem Buch spielt der Ich-Erzähler Andi mit etwa sieben „Doktorspiele“ mit Lilli und wird davon traumatisiert. J Neun Jahre später verliebt Andi sich in seine Mitschülerin Katja. Da taucht Lilli wieder auf.

     Wer sich vom Sprechen über die Sexualität oder von expliziter Umgangssprache verletzt fühlt, sollte wohl nicht weiter lesen und schauen.

    Hier ein Video zu meinem Auftritt mit einem Auszug aus "Doktorspiele":

    https://www.youtube.com/watch?v=MMNG-XCffF0

    Und hier derselbe Auszug als Text:

    Die Pimmelparade

    Der Schnee lag auf den Schwarzwaldhügeln wie ein großer Doktorkittel. Anfang März und echt höchste Zeit, den weißen Rock auszuziehen.

    „Zieh das Höschen aus!“ sagte Tim.

    „Na, gut!“ sagte Lilli, hob ihren Bauch hoch, als baute sie eine Brücke, und zog sich das Höschen runter. Wir guckten uns ihr Ding aus der Nähe an. Sah saukomisch aus!

    „Und jetzt du!“ sagte Lilli.

    „Ich bin der Doktor!“ sagte Tim.

    „Ich auch!“ sagte ich.

    „Der Doktor kann auch krank sein!“ sagte sie. Tim schlüpfte aus seiner Pyjamahose.

    „Nicht du!“ sagte Lilli zu ihm. „Dich kenne ich schon!“ Sie zeigte auf mich. „Der andere Doktor!“

    „Ich bin ganz gesund!“ sagte ich.

    „Alle müssen zeigen!“ sagte Tim.

    Ich holte mein Ding raus. Lilli beglotzte ein Weilchen meine siebenjährige Nudel und seufzte dann. „Sind die alle so klein?“

    „Die wachsen noch!“ sagte ich.

    „Bestimmt!“ sagte Tim.

    „Glaube ich nicht!“ sagte Lilli.

    Seitdem habe ich meine entfernte Cousine Lilli nicht mehr gesehen. Jetzt war ich sechzehn. „Lillis Eltern fliegen nach Amerika!“ sagte meine Mutter kurz vor den Ferien beim Frühstück. "Lilli wird bei uns zwei Wochen lang wohnen."

    „He?“ Lilli sollte bei uns wohnen? Lilli? Die mir mal sagte, dass mein Pimmel zu kurz ist?

    Am letzten Schultag schleppten Harry und ich unseren ganzen Kram von der Schule nach Hause.

    „Wann kommt diese Krankenschwester zu euch?“ fragte Harry. „Mit der du im Schwarzwald Doktor gespielt hast?“

    „Lilli?“ sagte ich. „Morgen! Scheiße!“

    „Die Hitze ist echt krass!“, sagte Harry.

    „Gleich gehe ich unter kalte Dusche!“ sagte ich. „Kommst du zu uns? Am Freitag ist bei uns keiner zu Hause.“

    „Fünf Minuten später wanden wir uns unter dem kalten Wasserstrahl.

    „Warum jammerst du immer, dass du so ’n kleines Ding hast?“ fragte Harry. „Meiner ist auch nicht größer.“

    „Soll’n wir messen?“

    „Klar!“ Auf der Waschmaschine lag zufällig ein Lineal. :-) Unsere Pimmel waren tatsächlich gleich lang.

    „Vielleicht ist deiner sogar länger als meiner, wenn er steht?“ sagte Harry. So rubbelten wir etwas und maßen unsere Ständer. Auch gleich.

    „Yogis können ziemlich große Gewichte am Pimmel tragen“, sagte Harry.

    „Ich kann dran die Blumenkanne tragen!“ sagte ich und haute mir die Plastikkanne zum Blumengießen auf den stehenden Schwengel. Tätärätä! Harry hängte sich die Kosmetiktasche meiner Schwester Christine dran, und wir marschierten aus dem Badezimmer. „Hey, hey, gib’s mir, Baby! Hey, hey, gib’s mir!..“ Wir brüllten beide unseren neuen Song, marschierten zum Spiegel im Flur und schmissen dort ein paar playgirlreife Posen.

    „Soll’ma uns nicht so abblitzen?“ fragte ich.

    „Wäre sicher lustig“, sagte Harry. Wir marschierten mit der Kanne und der Kosmetiktasche an unseren Pimmeln ins Wohnzimmer, zu Mutters Digitalkamera. Die Kamera lag im Regal über der Glotze. „Hey, hey, gib’s mir, Baby! Hey, hey, gib’s mir!..“ Wir schwenkten unsere Hüften im Rhythmus des Songs wie Hulla-Hulla-Tänzerinnen. Die Kanne und die Kosmetiktasche immer hoch in der Luft. Ich packe die Kamera, hole noch mal tief den Atem, um so richtig los zu brüllen, Harry hinter mir wohl auch, weil ich in der so kurz entstandenen Stille plötzlich, „ehmm, ehmm“, aus der Ecke, wo das Sofa steht, höre, und gleich, „hüstel, hüstel…“ Nackt wie ich bin, mit der Kamera in der Hand, und der Blumenkanne an meinem Ständer hängend, drehe ich mich um und starre. Harry inzwischen auch! Auf dem Sofa hockt ein blonder Engel mit Zöpfen und einem Buch in der Hand. Statt aber zu lesen, glotzt sie uns an. Wir sind ja interessanter als ein Buch. Sie steht vom Sofa auf und kommt zu uns. „Ich bin Lilli!“ sagt sie. „Hey! Andi! Du bist seitdem ganz schön gewachsen! Erinnerst du dich noch an mich!“

    „Kl…ar!“ stammele ich hervor, reiße die Kanne von meinem Pimmel runter und stecke ihn hinein. Auch Harry zögert nicht, haut seinen Ständer in die Kosmetiktasche und wir beide hop, hop in Känguru-Schritten zur Wohnzimmertür. Verdammt! Harry und ich kommen uns in die Quere, stürzen zum Boden, doch wie Hirsche springen wir sofort auf und jagen hinaus. Gleich im Flur sind unsere Ständer flöten gegangen.

    „War das deine Krankenschwester aus Kiel?“ fragte Harry.

    „Ja!“ sagte ich. „Wir machen halt bei den Doktorspielen weiter, wo wir aufgehört haben.“

    „Das waren keine Doktorspiele mehr!“, sagte Harry. „Das war Porno Dancing, Mann!“ Und da kriegten wir beide einen Lachkrampf, bis wir vor lauter Lachen mit den Köpfen in den Wäschekorb trommelten. Mann! Jetzt hatte ich mich bei Lilli im besten Licht gezeigt! War echt neugierig, ob ich’s in den kommenden zwei Wochen noch steigern konnte.

     

     

    Zur Leserunde
    jaromirs avatar

    Liebe Leute,

    mein Name ist tschechisch - Jaromir Konecny. Also kein Künstlername. Ich schwör’s! J Mein Jugendbuch "Doktorspiele" wurde verfilmt und kam am 28.08.2014 in die Kinos. Gleich am Startwochenende erreichte „Doktorspiele“ den Platz 2 in den deutschen Kinocharts. In Folge des Filmstarts möchte ich bei LovelyBooks eine Leserunde mit "Doktorspiele" starten. Mein Verlag (cbt/Randomhouse) spendet dafür 15 Exemplare von "Doktorspiele"-Taschenbuch.

     

    In den „Doktorspiele“-Lostopf kommen alle, die hier etwas über ihre eigenen "Doktorspiele" oder ihr „Erstes Mal“ schreiben. Dabei kann es sich auch nur um eine kurze Anekdote, ein flüchtiges Erlebnis, ja, um einen kreativen bzw. weisen Satz handeln. Bitte schreibt hier nichts „Privates“, was Euch irgendwo schaden könnte, sondern nur „Literatur“. Postet hier auch keine "Hardcore"-Geschichten für Erwachsene – obwohl „Doktorspiele“ Sexualität thematisiert, handelt es sich um ein Jugendbuch.


    Warum behandle ich in meinen Jugendbüchern Sexualität?

    Jeder von uns hatte in der Pubertät mit seiner Körperlichkeit Probleme, die uns unser Leben lang prägen, oder sogar belasten und krank machen. Ein Junge bekommt zwischen seinem 9ten und 15ten Lebensjahr einen 25fachen Testosteronüberschuss und muss mit dieser Sexualhormonbombe zurechtkommen. Wie kann ein Erwachsener seine Nöte als "feuchte Träume" abtun? Oder sogar eklig finden? Als ein Journalist den New Yorker Stand-Up-Comedian Lenny Bruce fragte, warum denn all seine Witze unter die Gürtellinie gehen würden, sagte Lenny: "Wenn Sie am menschlichen Körper etwas anekelt, beschweren sie sich beim Hersteller."

    Eine Bekannte sagte mir: „Sex ist nicht wichtig!“ Wohl ohne überlegt zu haben, dass sie selbst nur dank Sex auf die Welt gekommen ist. Wie jeder anderer Mensch.

     

    Klar sind die Medien heutzutage übersexualisiert. Ist das mediale Bild der Sexualität aber nur annähernd wahr? Welche Sexualität kann ein Junge entwickeln, der sie nur aus idiotischen (frauenfeindlichen und gewaltverherrlichenden) Videos im Web kennt? Warum ist Gewaltdarstellung in unserer Kultur „anständiger“ als die Darstellung von Sexualität?

    Vor einigen Jahren waren die Medien voller Berichte über sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Wie ist es möglich, fragte ich mich damals, dass ein Mann zwanzig Jahre lang immer neue Kinder missbraucht, und niemand erfährt das? Nun, Sex wird immer noch als etwas "Schmutziges" angesehen. Die Opfer trauen sich nicht, über den Missbrauch zu reden, weil man über solche Sachen nun mal nicht reden solle. Weil sie sich selbst schuldig fühlen. Nicht zufällig findet Missbrauch vor allem in Strukturen statt, in denen das Sprechen über Sexualität tabuisiert wird.

    Wenn die Jugendlichen und wir auch über diese ganzen körperlichen Sachen lachen und reden lernen, finden wir vielleicht irgendwann einen gesunden Zugang zu dem Schönsten, was uns von der Natur oder - für die Gläubigen unter uns - von Gott geschenkt wurde. Je offener wir mit unseren Kindern über die Sexualität sprechen, umso weniger Missbrauch wird es geben. Davon bin ich überzeugt.

    In meinem Buch spielt der Ich-Erzähler Andi mit etwa sieben „Doktorspiele“ mit Lilli und wird davon traumatisiert. J Neun Jahre später verliebt Andi sich in seine Mitschülerin Katja. Da taucht Lilli wieder auf.

     

    Wer sich vom Sprechen über die Sexualität oder von expliziter Umgangssprache verletzt fühlt, sollte wohl nicht weiter lesen und schauen.


    Hier ein Video zu meinem Auftritt mit dem Anfangskapitel von "Doktorspiele":

    https://www.youtube.com/watch?v=MMNG-XCffF0

    Die Pimmelparade

    Der Schnee lag auf den Schwarzwaldhügeln wie ein großer Doktorkittel. Anfang März und echt höchste Zeit, den weißen Rock auszuziehen.

    „Zieh das Höschen aus!“ sagte Tim.

    „Na, gut!“ sagte Lilli, hob ihren Bauch hoch, als baute sie eine Brücke, und zog sich das Höschen runter. Wir guckten uns ihr Ding aus der Nähe an. Sah saukomisch aus!

    „Und jetzt du!“ sagte Lilli.

    „Ich bin der Doktor!“ sagte Tim.

    „Ich auch!“ sagte ich.

    „Der Doktor kann auch krank sein!“ sagte sie. Tim schlüpfte aus seiner Pyjamahose.

    „Nicht du!“ sagte Lilli zu ihm. „Dich kenne ich schon!“ Sie zeigte auf mich. „Der andere Doktor!“

    „Ich bin ganz gesund!“ sagte ich.

    „Alle müssen zeigen!“ sagte Tim.

    Ich holte mein Ding raus. Lilli beglotzte ein Weilchen meine siebenjährige Nudel und seufzte dann. „Sind die alle so klein?“

    „Die wachsen noch!“ sagte ich.

    „Bestimmt!“ sagte Tim.

    „Glaube ich nicht!“ sagte Lilli.

    Seitdem habe ich meine entfernte Cousine Lilli nicht mehr gesehen. Jetzt war ich sechzehn. „Lillis Eltern fliegen nach Amerika!“ sagte meine Mutter kurz vor den Ferien beim Frühstück. "Lilli wird bei uns zwei Wochen lang wohnen."

    „He?“ Lilli sollte bei uns wohnen? Lilli? Die mir mal sagte, dass mein Pimmel zu kurz ist?

    Am letzten Schultag schleppten Harry und ich unseren ganzen Kram von der Schule nach Hause.

    „Wann kommt diese Krankenschwester zu euch?“ fragte Harry. „Mit der du im Schwarzwald Doktor gespielt hast?“

    „Lilli?“ sagte ich. „Morgen! Scheiße!“

    „Die Hitze ist echt krass!“, sagte Harry.

    „Gleich gehe ich unter kalte Dusche!“ sagte ich. „Kommst du zu uns? Am Freitag ist bei uns keiner zu Hause.“

    „Fünf Minuten später wanden wir uns unter dem kalten Wasserstrahl.

    „Warum jammerst du immer, dass du so ’n kleines Ding hast?“ fragte Harry. „Meiner ist auch nicht größer.“

    „Soll’n wir messen?“

    „Klar!“ Auf der Waschmaschine lag zufällig ein Lineal. :-) Unsere Pimmel waren tatsächlich gleich lang.

    „Vielleicht ist deiner sogar länger als meiner, wenn er steht?“ sagte Harry. So rubbelten wir etwas und maßen unsere Ständer. Auch gleich.

    „Yogis können ziemlich große Gewichte am Pimmel tragen“, sagte Harry.

    „Ich kann dran die Blumenkanne tragen!“ sagte ich und haute mir die Plastikkanne zum Blumengießen auf den stehenden Schwengel. Tätärätä! Harry hängte sich die Kosmetiktasche meiner Schwester Christine dran, und wir marschierten aus dem Badezimmer. „Hey, hey, gib’s mir, Baby! Hey, hey, gib’s mir!..“ Wir brüllten beide unseren neuen Song, marschierten zum Spiegel im Flur und schmissen dort ein paar playgirlreife Posen.

    „Soll’ma uns nicht so abblitzen?“ fragte ich.

    „Wäre sicher lustig“, sagte Harry. Wir marschierten mit der Kanne und der Kosmetiktasche an unseren Pimmeln ins Wohnzimmer, zu Mutters Digitalkamera. Die Kamera lag im Regal über der Glotze. „Hey, hey, gib’s mir, Baby! Hey, hey, gib’s mir!..“ Wir schwenkten unsere Hüften im Rhythmus des Songs wie Hulla-Hulla-Tänzerinnen. Die Kanne und die Kosmetiktasche immer hoch in der Luft. Ich packe die Kamera, hole noch mal tief den Atem, um so richtig los zu brüllen, Harry hinter mir wohl auch, weil ich in der so kurz entstandenen Stille plötzlich, „ehmm, ehmm“, aus der Ecke, wo das Sofa steht, höre, und gleich, „hüstel, hüstel…“ Nackt wie ich bin, mit der Kamera in der Hand, und der Blumenkanne an meinem Ständer hängend, drehe ich mich um und starre. Harry inzwischen auch! Auf dem Sofa hockt ein blonder Engel mit Zöpfen und einem Buch in der Hand. Statt aber zu lesen, glotzt sie uns an. Wir sind ja interessanter als ein Buch. Sie steht vom Sofa auf und kommt zu uns. „Ich bin Lilli!“ sagt sie. „Hey! Andi! Du bist seitdem ganz schön gewachsen! Erinnerst du dich noch an mich!“

    „Kl…ar!“ stammele ich hervor, reiße die Kanne von meinem Pimmel runter und stecke ihn hinein. Auch Harry zögert nicht, haut seinen Ständer in die Kosmetiktasche und wir beide hop, hop in Känguru-Schritten zur Wohnzimmertür. Verdammt! Harry und ich kommen uns in die Quere, stürzen zum Boden, doch wie Hirsche springen wir sofort auf und jagen hinaus. Gleich im Flur sind unsere Ständer flöten gegangen.

    „War das deine Krankenschwester aus Kiel?“ fragte Harry.

    „Ja!“ sagte ich. „Wir machen halt bei den Doktorspielen weiter, wo wir aufgehört haben.“

    „Das waren keine Doktorspiele mehr!“, sagte Harry. „Das war Porno Dancing, Mann!“ Und da kriegten wir beide einen Lachkrampf, bis wir vor lauter Lachen mit den Köpfen in den Wäschekorb trommelten. Mann! Jetzt hatte ich mich bei Lilli im besten Licht gezeigt! War echt neugierig, ob ich’s in den kommenden zwei Wochen noch steigern konnte.

     

     

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