Jaron Lanier

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Jaron Lanier

Lebenslauf von Jaron Lanier

Jaron Lanier, geboren im Jahr 1960, studierte an der Universität in New Mexiko und war anschließend im Atari-Forschungslabor tätig, wo er das eine oder andere technische Gerät entwickelte. Wenig später gründete er seine eigene Firma (VPL Research), die er jedoch 1992 wieder verließ, um professionell als Musiker zu arbeiten. Nebenbei arbeitete er an mehreren Universitäten als Dozent für Informatik, unter anderem an der Yale University. 2014 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

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Anbruch einer neuen Zeit

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Neu erschienen am 15.09.2018 als Hardcover bei Hoffmann und Campe.

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Neue Rezensionen zu Jaron Lanier

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Der versierte amerikanische Computerwissenschaftler Jaron Lanier (*1960) arbeitet seit den 80ern im Silicon Valley und ruft nun jeden User zum Löschen seiner Social-Media-Accounts auf. Da fragt man sich als Leser schon, warum tut er das? Gerade ein Chefstratege von Microsoft Research sollte doch das Gegenteil einfordern oder nicht?


Doch Internetpionier Lanier sieht das große Ganze und weiß besser als jeder andere um die Gefahren von Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, WhatsApp oder Instagram. Wer hier blindlings seine Daten einspeist, der wird nicht nur umfassend überwacht, sondern vor allem manipuliert. Ob personalisierte Werbung, Fake News oder getürkte Kundenrezensionen wie Facebookkommentare, wir werden auf Schritt und Tritt getäuscht. Wohl dem, der da noch den Überblick wahrt. Wenn Algorithmen mehr und mehr unser Leben bzw. Verhalten bestimmen, dann ist laut Lanier unser freier Wille und unsere eigene Meinungsbildung in Gefahr. Wer will das schon? Ich sehe diese manipulative Tendenz der sozialen Medien genau wie Lanier sehr kritisch und verzichte daher größtenteils auf die genannten Dienste. Die von Lanier skizzierten, meist perfiden Techniken der Social-Media-Konzerne, mit denen diese Abhängigkeiten sowie sozialen Druck ankurbeln, sind schon erschreckend. Auch das Einfluss von Twitter & Co auf die Politik ist nicht zu unterschätzen. 

Laniers allgemeinverständlicher und damit flüssiger Schreibstil machte die Lektüre leicht, was auch an seinen gelungenen Vergleichen lag. So stellt er beispielsweise den Leser vor die Wahl, ob er in Bezug auf die sozialen Medien Katze oder Hund sein möchte. Darüber hinaus duzt er den Leser ab der ersten Seite, was Vertrauen schafft. Mich haben seine offenen, ungemein erhellenden Erklärungen beeindruckt - gerade auch, weil sie alles andere als anbiedernd bzw. oberlehrerhaft daherkommen.

FAZIT
Ein überzeugender Essay, der zum bewussteren Umgang mit Social Media und damit zu mehr Selbstbestimmung aufruft. Sapere aude!

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Rezension zu "Wem gehört die Zukunft?" von Jaron Lanier

Nur was für Nerds?
dominonavor 7 Tagen

Ich bin ehrlich, ich habe nicht alles zu 100 Prozent gelesen, sondern manche Teile nur überflogen, u.a. auch, weil mit der Schreibstil nicht zugesagt hat. 

Informativ ist das Buch auf jeden Fall. Ich weiß jetzt mehr über Google, Facebook usw. und auch, was ein Sirenenserver ist. Ob die vom Autor vorgeschlagenen Lösungen funktionieren, kann man nicht wissen ohne sie auszuprobieren. Manches über die Funktionsweise von Big Data ist auch interessant und ich mache mir Gedanken über das aktuelle Musikgeschäft. 
Das Geschäft mit den Daten wird noch lange ein Thema sein und das hier nicht das letzte Buch zum Thema.

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S

Rezension zu "Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst" von Jaron Lanier

Ein sehr gutes Buch, dass für viele Pflichtlektüre sein sollte
Stefanie_1985vor einem Monat

Ich besitze weder einen Facebook-Account noch Whats-App, weil ich es in einer Gesellschaft, in der Menschen hungern nicht richtig finde, dass jahrelang das umsatzstärkste Unternehmen der Welt ein Konzern war, der Social Media betreibt und den durchsichtigen Bürger schafft. Ich denke, dass vielen Menschen nicht bewusst ist, wie viele Informationen über sie durch Social Media Portale gespeichert werden.
Mir hat an dem Buch besonders gefallen, dass auf die Manipulationsmöglichkeiten von Social Media hingewiesen wurde. Die Wahrheit bleibt dabei auf der Strecke. Auch kommt in dem Buch sehr gut zum Vorschein, dass die Menschen durch Social Media nicht mehr darüber nachdenken, was sie online sagen. Würden Sie wirklich jemandem ins Gesicht sagen, dass er zu fett / hässlich / dumm oder bescheuert ist? Nein. Online haben sie offenbar keine Skrupel, das zu tun. Wir sind  im Netz nicht anonym, auch wenn die meisten das denken mögen. 
Alle, die sich mit Social Media beschäftigen, sollten dieses Buch gelesen haben.

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Zusätzliche Informationen

Jaron Lanier wurde am 03. Mai 1960 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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