Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst

von Jaron Lanier 
4,2 Sterne bei12 Bewertungen
Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst
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Sehr interessante Einblicke und Gedanken eines Insiders, die mich meine Nutzung von Social Media auf jeden Fall überdenken lassen wird.

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Inhaltsangabe zu "Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst"

»Um „Zehn Gründe...“ zu lesen, reicht ein einziger Grund: Jaron Lanier. Am wichtigsten Mahner vor Datenmissbrauch, Social-Media-Verdummung und der fatalen Umsonst-Mentalität im Netz führt in diesen Tagen kein Weg vorbei.« Frank Schätzing

Jaron Lanier, Tech-Guru und Vordenker des Internets, liefert zehn bestechende Gründe, warum wir mit Social Media Schluss machen müssen. Facebook, Google & Co. überwachen uns, manipulieren unser Verhalten, machen Politik unmöglich und uns zu ekligen, rechthaberischen Menschen. Social Media ist ein allgegenwärtiger Käfig geworden, dem wir nicht entfliehen können. Lanier hat ein aufrüttelndes Buch geschrieben, das seine Erkenntnisse als Insider des Silicon Valleys wiedergibt und dazu anregt, das eigenen Verhalten in den sozialen Netzwerken zu überdenken. Wenn wir den Kampf mit dem Wahnsinn unserer Zeit nicht verlieren wollen, bleibt uns nur eine Möglichkeit: Löschen wir all unsere Accounts!

Ein Buch, das jeder lesen muss, der sich im Netz bewegt!

»Ein unglaublich gutes, dringendes und wichtiges Buch« Zadie Smith

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455004915
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Hoffmann und Campe
Erscheinungsdatum:05.06.2018

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    Marina_Nordbrezes avatar
    Marina_Nordbrezevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hochspannender Text. Wäre ich nur mutig genug, seine Forderung umzusetzen ...
    Warum dieses Buch richtig und wichtig ist und ich trotzdem meine Social-Media-Accounts nicht lösche

    Die Ironie, online über ein Buch zu sprechen, welches einen dazu auffordert, seine Social-Media-Accounts zu löschen, ist mir sehr bewusst und erheitert mich auch ehrlich gesagt sehr. Als ich zum ersten Mal das Buch in einer Instagram Story gezeigt habe, bekam ich auch einige aufgeregte Nachrichten, ob ich denn vorhabe, meinen Account zu löschen.

    Deswegen vorab zur Beruhigung: Nein, ich werde nichts löschen. Weder meinen Twitteraccount, noch Instagram oder Facebook. Was aber nicht bedeuten soll, dass Jaron Laniers Plädoyer keinen Eindruck bei mir hinterlassen hat.

    Ganz im Gegenteil.

    "Der Titel ist keine Lüge: in diesem Buch werden zehn Gründe präsentiert, alle deine Social-Media-Accounts sofort zu löschen. Ich hoffe, sie werden dich überzeugen. Aber selbst wenn du alle zehn Gründe richtig findest, wirst du vielleicht trotzdem ein paar deiner Accounts behalten wollen. Das ist deine eigene Entscheidung – als Katze." (Seite 9)

    Jaron Lanier gehört zu den Größen des Internets – ohne selbst ein Teil davon zu sein. Den Entwicklungen aus dem Silicon Valley steht er kritisch gegenüber. So kritisch, dass er keine Social-Media-Accounts hat. Laut seiner Einschätzung haben alle Sozialen Netzwerke eine Gemeinsamkeit: BUMMER. BUMMER steht für "Behaviors of Users Modified, and Made into an Empire for Rent" (Verhaltensweisen von Nutzern, die verändert und zu einem Imperium gemacht wurden, das jedermann mieten kann - Seite 43). Soziale Netzwerke sind nicht von Grund auf schlecht. Sie basieren nur auf einem Modell, welches BUMMER fördert und so die schlechte Seite der Menschen zum Vorschein bringt.

    Besonders aufrüttelnd war für mich das Kapitel "Social Media macht dich zum Arschloch". Denn genau das tut es. Social Media zieht Arschloch-Verhalten an. Wie oft scrolle ich durch meinen Instagram-Feed und denke mir "Och, die schon wieder!", rolle innerlich mit den Augen über dieses und jenes und fühle mich dabei nicht mal schlecht. Ich urteile über Menschen, die ich gar nicht kenne. Nun schreibe ich nicht unbedingt fiese Kommentare unter Bilder (jedenfalls hoffe ich das), aber wie schnell man selbst zum Arschloch durch Soziale Netzwerke werden kann, ist erschreckend. Die vermeintliche Anonymität lädt uns ein, unsere fiesen Charakterzüge auszuleben. Tut doch niemandem weh.

    Doch. Tut es. Auf der einen Seite unserem Gegenüber, der unsere Kritik ungefragt einstecken muss. Und auf der anderen Seite uns selbst, indem wir uns dieses negative Verhalten angewöhnen und uns davon runterziehen lassen.

    Was mir an "Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst" besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Jaron Lanier niemals hektisch mit dem moralischen Zeigefinger wedelt, sondern sehr anschaulich die wunden Punkte der Sozialen Netzwerke benennt, die einem ansonsten eher schwammig präsentiert werden. Und auch wenn er keine direkte Lösung parat hat, gibt er doch Denkanstöße für zukünftige Geschäftsmodelle, die Soziale Medien nutzen könnten, um sich von der Manipulation von Verhaltensweisen ihrer Nutzer zu entfernen. Nutzungsgebühren und Entlohnung für Content sind hier zwei interessante Stichpunkte.

    Wenn ich also auch nicht direkt meine Social-Media-Accounts nach der Lektüre von Jaron Laniers Buch lösche, so hat es mir doch wenigstens den Spiegel vorgehalten und ich hoffe, ich kann an meinem Nutzungsverhalten arbeiten, damit ich mich weniger schlecht fühle, wenn ich durch die Sozialen Netzwerke spaziere. 

    Kommentare: 3
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    himbeerbels avatar
    himbeerbelvor 2 Monaten
    Kritische Auseinandersetzung mit den sozialen Medien

    Das Thema Social Media lässt mich nicht los. Ich lerne gern von YouTube, zeige meine Bilder bei Instagram und mag meinen übersichtlichen Facebook-Account, mit dem ich in unterschiedlichen Themengruppen vertreten bin. Mein Facebook-Feed ist friedlich und ähnlich zurückhaltend, wie ich selbst. Angeschaut wird dieser meist am PC, wo mich uBlock Origin vor unerwünschter Werbung schützt. Meine kleine heile Welt der sozialen Medien könnte so schön sein, wenn mit der Zeit nicht immer mehr Dinge ans Licht gekommen wären, mit denen man als Nutzer einfach nicht einverstanden sein kann. Und doch scheint das Maß immer noch nicht voll zu sein, denn weder ich noch die Menschen meiner Freundesliste haben ihren Account bislang gelöscht.

    Und so machte mich der Clickbait-Titel „Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst“ neugierig, auch wenn ich diese effektheischenden Überschriften eigentlich nicht leiden kann und sie in meinem Facebook-Feed meist geflissentlich ignoriere. Aber geschrieben hat dieses Buch Jaron Lanier, der 2014 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt und ein Internetpionier der ersten Stunde ist. Er gilt als Figur des gefallenen und enttäuschten Internet-Optimisten und arbeitet heute für Microsoft Research. Seine Sicht der Dinge wollte ich erfahren und war gespannt auf das Buch.

    Jaron Lanier nähert sich den Problemen von Social Media in zehn Kapiteln von allen Seiten: Er zeigt, wie die künstliche Intelligenz uns immer perfider konditioniert, dubiosen Auftraggebern Daten über uns bereitstellt, um unser Verhalten zu manipulieren, und weshalb asoziale und verschwörungstheoretische Posts immer auf nahrhaften Boden fallen. Das Buch gibt Laniers Erfahrungen als Insider im Silicon Valley wieder und beschreibt das perverse aber höchst profitable Geschäftsmodell der Social-Media-Netzwerke, das unsere Gesellschaft fundamental bedroht.

    „Einer der wichtigsten Gründe, deine Social-Media-Accounts zu löschen ist, dass du keine praktikable Möglichkeit hast, auf andere Social-Media-Accounts umzusteigen. Nur wenn du möglichst bald ganz aussteigst, kannst du wirklich etwas verändern. Wenn du nicht aussteigst, schaffst du nicht den Raum, den das Silicon Valley braucht, um an sich zu arbeiten.“ (S. 36)

    Dementsprechend rät Lanier, dass „alle klugen Menschen ihre Accounts löschen sollten, bis es eine ungefährlichere Version davon gibt“. Nach dieser Aussage und nach dem Lesen des Buches fühle ich mich alles andere als klug. Der Wille, meine Accounts zu löschen ist aufgrund mangelnder Alternativen zu schwach und mir fällt auch gleich noch ein, dass es beispielsweise zu WhatsApp bereits Ausweichmöglichkeiten wie „Telegram“ gibt, die jedoch in meinem Umfeld kaum genutzt werden. Was nützt es also, wenn kaum einer mitmacht – aber wenn andererseits keiner den Anfang macht, wird es halt auch nichts.

    Gewünscht hätte ich mir in dem Buch einen Seitenblick zu anderen sozialen Netzwerken oder vielleicht sogar in Entwicklung befindlichen Alternativen, falls es sie gibt. Das hätte mich interessiert, da ich Social Media eigentlich mag und nicht gänzlich darauf verzichten möchte. Viel Neues habe ich nicht erfahren und so lässt mich das Buch insgesamt eher unzufrieden zurück. Die Aufforderung die Accounts zu löschen erfolgt am Ende jedes Kapitels natürlich zu Recht und läuft bei mir doch irgendwie ins Leere.

    Gelegentlich zieht und wiederholt sich der Text, so dass ich mir gewünscht hätte, dass der Autor schneller auf den Punkt kommt. Aber nichtsdestotrotz ist das Buch insgesamt eine interessante Lektüre, die viel Stoff zum Nachdenken bietet auch wenn leider das Wort „A….loch“ in alter Schimanski-Manier inflationär verwendet wird. Aber wer darüber hinwegsehen kann und sich mit der Frage, warum er seine Social-Media Accounts wenn vielleicht nicht gleich löschen, aber unbedingt kritisch im Auge behalten sollte, intensiver auseinandersetzen möchte, dem kann ich das Buch dennoch empfehlen.

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    thursdaynexts avatar
    thursdaynextvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Buch des Jahres, wenn nicht des Jahrzehnts. Sollte jede/r gelesen haben.
    10 Gründe warum du dieses Buch dringend lesen musst

    Jaron Lanier ist für mich einer der bestechensten Denker des neuen Jahrtausends. Als Internetpionier der von Beginn an involviert war und Begriffe wie VR (Virtual Reality) und Avatar geprägt hat. Die Encyclopedia Britannica bezeichnet ihn als einen der dreihundert wichtigsten Erfinder der Geschichte. Er ist Baujahr 1960, dachte also durchaus schon länger als ich ihn kenne, denn ich bin erst 2014 durch den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels auf ihn aufmerksam geworden. Seine Rede bewog mich "Wem gehört die Zukunft" zu lesen und danach hatte ich ihn im Fokus. Als Mutter bin ich, wie alle Eltern, dazu gezwungen mich mit (mittlerweile nicht mehr ganz so neuen) Medien und ihrem Einfluss auf die Kinder auseinanderzusetzen. Meine Söhne sind Digital Natives so bleibt es nicht aus sich damit zu beschäftigen womit sie sich umgeben.


    Lanier ist glücklicherweise nicht nur ein bestechender Denker, und eloquenter Redner, er versteht es auch, sich kurz und verständlich zu äußern und verfügt über die Art von Humor, die ich schätze. So ist "Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst" nur 201 Seiten stark und liest sich angenehm flüssig weg, trotz des provokanten Titels und des wirklich heftigen Inhalts.

    Heftig, weil er, der Cyberguru, in diesem dünnen Büchlein nachvollziehbar erläutert weshalb er diese Aussage sehr ernst meint. Aus soziologischer, psychologischer und allgemein wissenschaftlicher Sicht beleuchtet er die Auswirkungen von Social Media auf unsere Gesellschaft, die Welt, die Demokratie, die Politik und die Gehirne der Menschen und was sich dabei offenbart ist nur fatal zu nennen.

    Es lohnt sich, sich mit seinen Thesen, die er fast immer durch Studien belegt auseinanderzusetzen.

    Nach der "Einleitung mit Katzen" legt er direkt los mit den einzelnen Gründen und betreibt Ursachenforschung weshalb Social Media den freien Willen kasssiert, Bummer ist, einen zum Arschloch macht, die Wahrheit untergräbt, die Meinungsäußerung bedeutungslos macht, das Mitgefühl tötet, unglücklich macht, prekäre Arbeitsverhältnisse fördert, Politik verunmöglicht und weshalb Social Media die Seele des Menschen hasst.

    Wer sich unwohl fühlt mit den derzeitigen Verhältnissen, das System in Frage stellt, den Rechtsruck und die tumben Tyrannen und Diktatoren verabscheut die sich neuerdings immer ungenierter und widerwärtiger die Macht aneignen und gerne etwas über die Hintergründe erfahren möchte kann sich in vielen Publikationen informieren oder nur dieses eine Buch lesen. Es genügt.

    Danach kann man dann wieder von freiem Willen sprechen und sich entscheiden, was man mit diesem Infomaterial anfängt.

    Ein Must Read, und das wichtigste Buch des Jahres!

    28 Dodos

    Kommentare: 6
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    Erdhaftigs avatar
    Erdhaftigvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein feines, gut zu lesendes Buch für jeden, der social media nutzt und selbst Inhalte auf seinen Accounts poste
    ehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst

    er Autor Jaron Lanier kennt das Internet gut ebenso wie er die großen Internet-Firmen des Silicon Valley kennt. Er verfasste ein sehr überzeugendes Buch über die Wirkung von social media Accounts. Dabei beschreibt er vor allem die Wirkung, die die Nutzung von social media (sm) haben kann. Lanier ist der Meinung, dass sm die Verhaltensweisen von Nutzern gravierend verändert. Meist nicht zum Guten. Das heutige Internet hat die Kraft aus jedem sm-Nutzer Schlechtes und Egozentrisches heraus zu bilden. Je öfter man sm anwendet, desto mehr wird der freie Willen untergraben. Denn jeder setzt Beziehungen zu denjenigen, denen er folgt und passt gegebenenfalls sein Verhalten an.

    Social media als Propaganda-Werkzeug für Betrüger

    Viele Idealisten nutzen das soziale Netz im Internet, viele Menschen agieren gut oder nur zu ihren geschäftlichen Zwecken. So gesehen ist die sm-Welt in Ordnung. Nach Meinung von Lanier werden die sm-Netze sämtlichst von Gruppen und Einzeltätern unterwandert. Meist im Netz als Trolle bekannt, oft von der Polizei bereits als Propagandawerkzeuge für Gewalt, Rassismus, Pöbelei und Neonazis missbrauchte sm-Welt. Dies greife um sich und zwar nicht nur in Ländern der so genannten Dritten Welt sondern auch in demokratischen Staaten wie Deutschland, Österreich oder Kanada. So nutze nicht nur jemand wie Donald Trump Twitter, um demokratische Strukturen zu unterwandern sondern auch Hacker und Rassisten.

    #ichbinhier gegen Rechte und Trolle

    Fast jedem von uns sm-Nutzern ist klar, wie sich die Nutzung des Internets in den vergangenen Jahren veränderte. Man merkt es alleine an den Kommentaren auf den öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender-Websites, wie sich dort Pöbeleien um des Pöbelns willens durchsetzen. Oft auch in Kommentaren bei gewissen Zeitschriften und dazu gehörigen Facebook-Accounts. Zumindest mir und vielen Kollegen meiner eigenen Filterblase ist das häufiger aufgefallen. Nicht zuletzt deshalb gibt es Gegenwehr in Form von #ichbinhier-Kampagne bei Facebook bei der Freiwillige mit sachlichen Argumenten gegen rechte Stammtischparolen angehen.

    Lanier geht nicht auf die deutsche #ichbinhier-Kampagne ein. Er zeigt nur auf, was sm auslösen kann und er hat mit vielem Recht. Bei vielen Bekannten stelle ich zuweilen eine Art Sucht fest: „Moment, muss das mal eben posten“ – Jetzt, im Moment, wo das Blumenbild geknipst wird und dann direkt postet, damit alle Follower sehen, wo man gerade ist und ein Echtzeit-Posting absetzt. Das kann zur Sucht werden:
    Stets aktuell und up-to-date sein, immer Aufmerksamkeit erzielen mit zumeist unwichtigen Inhalten. Zumindest nicht so wichtig, dass sie nicht auch erst Stunden später gelesen werden könnten. Bei Messengern geht es noch weiter: man sieht, ob der Angeschriebene online ist – ob er sein Smartphone angestellt hat. Manch einer klopft förmlich mit Fingern herum, auf unmittelbare Antwort wartend.

    Ein feines,  gut zu lesendes Buch für jeden, der social media nutzt und selbst Inhalte auf seinen Accounts postet.

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    Flaventuss avatar
    Flaventusvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch verdeutlicht sehr eindringlich und einprägsam, welchen Einfluss die sozialen Medien auf uns User haben.
    Von Katzen und Bummer

    Wenn ein Internetpionier empfiehlt, seine Social Media Accounts zu löschen, dann lohnt es sich in jedem Fall, einen Blick auf seine Argumentation zu werfen. Jaron Lanier liefert gleich zehn nachvollziehbare Gründe.

     

    Differenziert

    Beim Lesen dieses Buchs wird sehr schnell ein relativ versöhnlicher Grundton deutlich, dem eine sehr differenzierte Sichtweise zu Grunde liegt, die ich so nicht erwartet hatte. Obwohl Lanier sehr tief in der Materie steckt und vermutlich für viele Funktionen zumindest in ihrer Grundidee verantwortlich ist, die soziale Medien heutzutage ausmachen, blickt er mit einem erfreulichen Abstand auf das Thema.

    Er bleibt oftmals auf der sachlichen Ebene, auch wenn zu spüren ist, wie sehr ihn das Thema bewegt. Dabei benutzt er eine sehr eingängige Sprache, um die wesentlichen Mechanismen zu erläutern, weshalb die sozialen Medien so sind, wie wir sie heutzutage vorfinden. Und warum es sinnvoll ist, sich deren Einfluss zu entziehen.

     

    Fachchinesisch?

    Jeder, der sich im Internet bewegt, wird sich in diesem Buch zurechtfinden. Nur selten kommen Fachbegriffe zum Einsatz, die für Laien unverständlich sind. Er benutzt vielmehr oftmals eine zugängliche Sprache, die er mit zahlreichen Bildern und sehr einprägsamen Vergleichen untermauert. Allein schon deshalb ist das Buch lesenswert, um zu erfahren, weshalb wir uns eher an Katzen als an Hunden orientieren sollten.

    Ebenso sind sehr viele Aussagen, die er in seinem Buch trifft, sehr gut recherchiert und mit vielen Belegen untermauert. Allerdings sticht auch hier der gemäßigte Ton hervor und es mag verwundern, dass Lanier im Grunde genommen gar nicht die sozialen Medien abschaffen, sondern durch die Deaktivierung der Accounts eine Änderung herbeiführen möchte.

     

    Fazit

    Dieses Buch ist für alle wichtig, die sich in den sozialen Netzwerken bewegen.  Es verdeutlicht sehr eindringlich und einprägsam, welchen Einfluss die sozialen Medien auf uns User haben. Dabei verteufelt er weder das System als Ganzes noch das gesamte Silicon Valley, sondern vielmehr die Mechanismen, die den sozialen Medien zugrunde liegen.

    Mir persönlich hat der gemäßigte Stil, der sich durch das gesamte Buch zieht, sehr gut gefallen. Lanier appelliert an den gesunden Menschenverstand und an die Menschlichkeit, ohne irgendwen direkt an den Pranger zu stellen. Das Buch sollte zur Pflichtlektüre alle Nutzer sozialer Medien sein.


    Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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    Evens avatar
    Evenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Absolut lesenswert
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    Daniliesingvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr interessante Einblicke und Gedanken eines Insiders, die mich meine Nutzung von Social Media auf jeden Fall überdenken lassen wird.
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    Nespavanjes avatar
    Nespavanjevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Pflichtlektüre für alle Nutzer von Social Medias. Aufrüttelnd und informativ!
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    Barbara_Frantals avatar
    Barbara_Frantalvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Lanier führt neue Begriffe ein, die ein Allgemeinverständis der Komplexität der Vorgänge in den Social Media-Plattformen ermöglicht.
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    Jule89s avatar
    Jule89vor einem Monat

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