Jaroslav Kalfar Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

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Inhaltsangabe zu „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ von Jaroslav Kalfar

Jakub Procházka, erster Raumfahrer der tschechischen Geschichte, träumt davon, seinem Land Ruhm und Ehre zu bringen. Doch nach dreizehn einsamen Wochen im All beginnen Jakubs Sinne verrückt zu spielen. Als dann auch noch seine Frau mit ihm Schluss macht, nimmt die Mission einen ungeahnten Lauf.

»2018, Odyssee im Weltraum: Jaroslav Kalfars außergewöhnliches Debüt ist nicht von dieser Welt.«
The Guardian

April 2018: Die JanHus 1, das erste Raumschiff in der tschechischen Geschichte, erhebt sich in den Himmel. Eine ganze Nation ist auf den Beinen, um den Start vom staatseigenen Kartoffelacker aus mitzuverfolgen. Die Besatzung besteht aus einem einzigen Raumfahrer: Jakub Procházka, Spross einer Kollaborateursfamilie und Professor für Astrophysik mit einschlägiger Erfahrung in der Erforschung interstellaren Staubs. Nach dreizehn eintönigen Wochen im All ist der Forscherdrang Jakubs jedoch beinahe erloschen. Einziger Lichtblick sind die wöchentlichen Video-Chats mit seiner Frau Lenka. Doch als die ihn verlässt, gerät Jakubs Leben im Orbit in Schieflage. Und als wäre das nicht genug, schleicht sich auch noch ein haariger, achtbeiniger Mitbewohner in Jakubs Raumschiff ein. Jaroslav Kalfars Debüt ist verrrückt und voll überbordender Phantasie, dabei romantisch und ein klein wenig philosophisch.

Anders als erwartet - eher Familien- und Landesgeschichte statt abgefahrene Raumfahrtgeschichte.

— Forti

Insgesamt hat mir das Buch super gefallen und ich bin gespannt, was uns in Zukunft von Debutautor Jaroslaf Kalfar noch so erwartet.

— BonniesBuchemotion

Sci-Fi-Fantastereien à la Solaris, vermischt mit der tschechischen Geschichte, einer Prise Philosophie und einer Nutella-vernarrten Spinne!

— killmonotony

Kafka mit Kosmos

— SABO

Ein Buch mit vielen schönen Ansätzen und Ideen - leider keine davon richtig zu Ende gebracht, die Story zog sich dann nur belanglos hin.

— karrrtigan

Das Gegenteil eines Wohlfühlbuches, dessen Sinn sich mir bis zum Schluss nicht erschließen wollte.

— Archer

Ein herrlicher Unfug mit ungeahntem Tiefgang.

— miss_mesmerized

Kalfars Erstling hat den Schalk im Nacken, und so liest er sich wie eine neckische, feine Anekdote. Eine gelungene, kurzweilige Unterhaltung

— frenx1

Kleiner Mann auf großer Mission

— Lovely90

Unterhaltung pur

— guemue

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  • Anders als erwartet

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    Forti

    01. November 2017 um 12:27

    Der Titel und das Cover haben mich gleich angesprochen. Ich erwartete eine etwas abgefahrene, osteuropäische Geschichte. Daran dass der Autor schon seit seiner Jugend in den USA lebt, soll das auch nicht unbedingt scheitern. Es fing auch vielversprechend an: eine ganz schön absurde Geschichte, die in einer sehr nahen Zukunft angesiedelt ist. Tschechien schickt das erste Mal ein Raumschiff los, besetzt mit nur einem Astronauten. Klar, dass der irgendwann spinnt. Es war aber selten witzig und auch nicht so absurd, locker und abgefahren, wie ich erwartet (gehofft?) hatte. Das Buch von Jaroslav Kalfař ist oft eher nachdenklich und arbeitet zudem die böhmisch-tschechische Geschichte auf: von Jan Hus über die Wende bis zur Jetzt-Zeit. Der Ich-Erzähler arbeitet in der Einsamkeit des Weltalls seine persönliche (Familien-)Geschichte - wenn nicht sogar die jüngere Geschichte seines ganzen Landes - auf. Das ist zwar interessant, wirkt auf mich aber manchmal etwas lang und schwermütig. Verpackt ist das vom Autor (und Übersetzerin) aber in eine flüssige, gut zu lesende Sprache. Das Buch war nicht schlecht (keinesfalls!), aber ich hatte etwas anderes erwartet und vielleicht auch deshalb hatte das Buch für mich zwischendurch Längen.Wenn man sich nicht auf eine phantastievolle Raumfahrtgeschichte einstellt, sondern auf eine Aufarbeitung der neueren tschechischen Geschichte, wird man gut und durchaus ungewöhnlich unterhalten.

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  • Auf ins All...

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    Aqua__

    15. September 2017 um 15:21

    Auf ins All - So lautete für mich das Stichwort zu Jaroslav Klafars Roman "Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt". Bisher habe ich mich nie großartig mit der Raumfahrt beschäftigt, noch wirklich an sie gedacht. Ich weiß, dass der Hund Laika das erste Lebewesen im All war, nun macht sich im Jahr 2018 der Tscheche Jakub Prochaska als erster Raumfahrer seiner Nation auf den Weg. Es hat sich nämlich eine Wolke im Weltall gebildet, die genauer untersucht werden soll. Nach einigen Wochen im All glaubt Jasolav ein spinnenähnliches Wesen in seinem Raumschiff zu sehen, dass er Hanus tauft. Nachdem sich auch noch seine Frau von ihm getrennt hat, bleibt ihm im All nur noch Hanus mit dem er philosophische Gespräche über Gott und die Welt führt. Irgendwie absurd, aber irgendwie auch gut. Es ist ein Anstoß zu Philosophie, ein Anstoß von elementaren Fragen, die sich die Menschheit schon lange stellt und die sich auch jeder selbst stellen kann.        

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  • Langatmig

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    campino246

    28. August 2017 um 14:41

    Die Geschichte über den ersten böhmischen Astronauten in der Zukunft hat mich sehr interessiert. Es hörte sich alles etwas abgedreht und surreal an. Leider war ich von dem ebook sehr enttäuscht. Der Erzählstil hat mich nicht überzeugt. Schon zu Beginn des Buches erfolgt die Trennung von Jakub und seiner Frau. Das war mir zu früh, da ich Jakub gefühlt noch nicht richtig kannte und es dann schon surreal wurde. Die Rückblenden aus Jakubs Kindheit wären interessant, aber nicht in dem Kontext. Die Probleme die die Tschechen beschäftigen, die Uneigenständigkeit, der Druck durch die EU und natürlich die nicht aufgearbeitete Vergangenheit wären zusammen ein spannendes Thema. Aber als Rückblick wie in diesem Buch konnte dem meiner Meinung nach nicht Rechnung getragen werden.Meiner Meinung nach fehlte dem Buch ein Charakter, den der Leser mag und eine gute Prise Humor. Statt einer Liebesgeschichte wäre mir Humor wichtiger gewesen und hätte auch besser gepasst.

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  • enttäuschend

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    wusl

    20. August 2017 um 18:06

    Dieses Buch hat mich wahnsinnig interessiert, ob seiner äußerlichen Qualitäten. Zum einen ist dass das schöne Cover und zum anderen der vielversprechende Klappentext. Also habe ich es mir gekauft und freudig losgelegt. Aber wo, bitte, ist die Romantik, von der hier geschwärmt wird. Und das bisschen Philosophie, dass hier so lautstark angepriesen wird, ist schwer zu finden und doch eher Hausfrauengeplapper. Verrückt ist hier vor allem der Hauptdarsteller. Ob er das nur wird, weil er so lange alleine im Weltraum rumsegelt oder doch eher, weil die Eifersucht ihm im Nacken sitzt, sei mal dahingestellt. Der Erzählstil ist abschweifend und langatmig und ergeht sich in Ergüssen über die Vergangenheit der Tschechischen Republik, der Vergangenheit des Hauptakteurs und über allerlei Dinge, die eigentlich gar nichts mit der Handlung zu tun haben. Apropo Handlung. Die ist frei von Spannung und Aktion und ich fühlte mich bald ähnlich wie der Raumfahrer im luftleeren Raum, dem Wahnsinn nahe. Am Ende habe ich nur noch quergelesen. Schade.

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  • Interessante Geschichte, die ans Herz geht

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    DreamingBooks

    19. August 2017 um 21:18

    Ich muss sagen, dass mich dieses Buch zu erst gar nicht unbedingt überzeugen konnte, denn ich finde sowohl das Cover als auch der Titel, führen den Leser ein wenig in die Irre, auch wenn er auf andere Art und Weise wieder sehr treffend ist. Hätte ich allerdings nicht den Tipp einer Freundin zu Herzen genommen, wäre mir wohl ein wundervolles Leseerlebnis durch die Lappen gegangen Denn natürlich erzählt dieses Buch, das leben eines Astronauten im Weltall, doch diese Geschichte erzählt eigentlich so viel mehr, der Inhalt des Buches geht unfassbar zu Herzen, den es erzählt, über Einsamkeit, über verlassen und verlassen werden und es erzählt über das Leben im allgemeinen, mit aller Schwermütigkeit, aber auch mit allem schönen Und das alles wiedergespiegelt innerhalb einer ungewöhnlichen Kulisse, mit einem außergewöhnlichen Protagoniste, der mir spätestens nach der Hälfte des Buches ans Herz wuchs. Für mich ein 4 Sterne Buch, da es doch eine weile gebraucht hat, bis ich Zugang zur Geschichte fand, doch dann ist es ein herzergreifendes manchmal auch humoristisches Buch

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  • Schwerelosigkeit im All und Gedankenausflug der besonderen Art

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    BonniesBuchemotion

    15. August 2017 um 06:43

    Worum geht es? Jakub Procházka ist Raumfahrer, der erste in der tschechischen Geschichte. Außerdem ist er Professor für Astrophysik mit einschlägiger Erfahrung in der Erforschung interstellaren Staubs. Und das bringt ihm so einige Probleme ein... denn die tschechische Nation steht vor einer einmaligen Gelegenheit: Der Erforschung eines galaktischen Nebels, der Chopra-Wolke. Nachdem eine amerikanische Mission bereits gescheitert ist, stehen die Tschechen bereit und wollen herausfinden, wie groß die Bedrohung der Erde durch die Wolke im All ist.  Jakub würde gerne ein Held sein und nimmt daher die Strapazen einer Vorbereitung auf die Raumfahrt auf sich, die ihm schon viele Schwierigkeiten bereiten. Er startet ins All, alleine - jedoch nicht ganz. Schon nach kurzer Zeit findet er heraus, dass er einen Begleiter an Bord hat, mit dem er so einige spannende Gespräche führt... und sein Nutella teilt ;-) "Nicht allein unsere Wissenschaft und unsere Technologie reisen durch dieses Vakuum, nein, auch unsere Menschlichkeit, unsere Schönheit in Gestalt Jakub Procházkas, des ersten Raumfahrers aus Böhmen, der die Seele der Republik zu den Sternen tragen wird." (S. 14)Meine Meinung Jakubs Geschichte hat mich schon vom Klappentext her gleich in ihren Bann gezogen. Und das Buch hat mich nicht enttäuscht. Man darf keine großen Abenteuer erwarten, keine SciFi Beschreibungen der Vorgänge im All. Vielmehr vermittelt das Buch ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Man lässt sich treiben in Jakubs Gedanken, in seinen Gefühlen und sinniert mit ihm und seinem außerirdischen Begleiter über Sinn und Unsinn des Lebens, der Menschheit, der Missionen ins All. Was würdest Du tun, wenn Du 13 Wochen alleine im All wärst? Jakub hat eine wahnsinnig interessante Hintergrundgeschichte, in die wir phasenweise eintauchen dürfen. Sein Vater war im kommunistischen Dienst mitverantwortlich für die Folterung zahlreicher Menschen. In früheren Zeiten wurde die Familie dafür gefeiert, hatte überall ein hohes Ansehen und auch hinsichtlich der staatlichen Leistungen einen sehr hohen Stand. Doch nach dem Zusammenbruch des politischen Systems hat Jakub als Kind einen harten Einschnitt erleben müssen. Was das mit ihm gemacht hat kann man durch die eingängige Beschäftigung mit Jakub selbst, aber auch durch zahlreiche Dialoge mit seinem Begleiter erforschen, aber auch in seiner Verarbeitung des ganzen in einer späteren Phase des Buches. "Ich wollte sehen, wie Gott das Universum berührte und durch den schwarzen Vorhang griff, um die Fäden zu schütteln, an denen die Planeten hängen." (S. 255)Mein Fazit"Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt" hat es mir als Buch sehr angetan, denn ich liebe die philiosophische Sprache und den gewandten Wortwitz in diesem Buch. Gegen Ende wurde es mir dann doch etwas zu langatmig, zu viele Stränge wurden konsequent zu Ende geführt - was einerseits rein schriftstellerisch gut ist, jedoch beim Lesen doch die ein oder andere Länge erzeugte. Insgesamt hat mir das Buch super gefallen und ich bin gespannt, was uns in Zukunft von Debutautor Jaroslaf Kalfar noch so erwartet. 

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  • Rezension: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    killmonotony

    06. August 2017 um 10:30

    Wie unwahrscheinlich! Und doch sind wir hier. Ohhh, dieses Cover!  Wie sehr hat es mich gelockt! Und dann klang auch noch der Klappentext so vielversprechend… Wo ist der Haken? Spoiler: Es gibt keinen! Jaroslav Kalfars Debütroman „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ hat mich so von den Socken gehauen, dass es echt schwer war, fast drei Monate nichts zu verraten. Aber jetzt ist die Pressesperre vorbei und endlich darf ich euch etwas über dieses wunderbare Buch erzählen. Beginnen wir mit dem Inhalt: Jakub, ein Astrophysiker aus Tschechien, wird im Frühjahr 2018 mit dem Raumschiff JanHus1 ins All geschossen, um eine mysteriöse Staubwolke zu erkunden, die aus dem Nichts erschienen ist und den Menschen auf der Erde ein permanentes Lichterspektakel beschert. Woher kommt dieser Staub? Wieso scheint er sich zu verändern? Das sind die Fragen, denen Jakub nachgehen muss. Und er soll auch eine Probe mit zurück auf die Erde bringen. Während des doch sehr zeitintensiven Fluges erinnert sich Jakub zurück an seine Kindheit, die irgendwo in einem kleinen tschechischen Dorf seinen Lauf nahm, sein Vater ein Kommunist, dessen Handeln irgendwann der ganzen Familie schadet. Spätestens, nachdem seine Frau Lenka sich weigert, mit ihm zu telefonieren und plötzlich wie vom Erdboden verschluckt scheint, ist Jakub in der Einsamkeit des Alls dazu gezwungen, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Eines Tages bekommt er sogar Gesellschaft an Bord des Schiffes: Ein riesiges Spinnenwesen mit 34 Augen und einer Vorliebe für Nutella („Köstlich, dieser Nutellaaufstrich. Reichhaltig und cremig, wie die Shtoma-Larven zu Hause. Man knackt sie auf und saugt das Fett heraus.“) hat sich in seinem Raumschiff eingenistet und ist auf einen Plausch aus. Doch ist das nur ein Hirngespinst Jakubs oder ist Hanuš real? Und was wird aus seiner Ehe, wenn er wieder zu Hause ankommt? Ich wollte sehen, wie Gott das Universum berührte und durch den schwarzen Vorhang griff, um die Fäden zu schütteln, an denen die Planeten hängen. Ein Beweis. […] Ich wollte einen Beweis für das Chaos. So sehr wollte ich ihn, dass ich ihn gar nicht wollte. Ich wollte, was jeder Mensch will. Dass jemand mir sagt, wofür ich mich entscheiden soll. Jaroslav Kalfar hat mit seinem Erstlingswerk eine Perle geschaffen, die inmitten der Belletristik-Neuerscheinungen funkelt und glänzt. „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ ist nämlich nicht nur das, sondern auch eine Geschichte über Tschechien, seine Kriege, seine Kämpfer, und mittendrin Jakub und seine Familie und eigentlich über Jakub gesamtes Leben. Kalfar erzählt hier mit einer derben, aber doch poetischen und nachdenklichen Sprache, wie Jakub im Weltraum über all diese Dinge kontempliert, und ich muss sagen, obwohl ich gar nicht der Geschichts-Typ bin, fand ich das Buch doch zu keinem Zeitpunkt langweilig. Kalfar nimmt uns mit auf eine Reise, nicht nur in vergangene Zeiten Tschechiens, sondern auch in ferne Weiten. Dass Jakub im All Besuch bekommt, ist dank dem Klappentext keine Überraschung mehr, trotzdem ist man positiv überrascht, als Hanuš das erste Mal in der JanHus1 erscheint. Jakub wächst das große Spinnenwesen im Verlauf des Buchs doch ziemlich ans Herz, aber was passiert, wenn er erst einmal wieder auf der Erde ist? Erfährt er Geheimnisse von Hanuš‘ Welt? Bekommt er sie vielleicht sogar zu Gesicht? All diese Fragen geistern dem Leser während der Lektüre im Kopf rum, und auf manche erhält man auch tatsächlich die Antwort. „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ ist so hervorragend erzählt, dass ich, obwohl ich noch nicht ahnte, wohin die Reise geht, von Anfang an schon gemerkt habe, dass ich hier ein wahres Schätzchen in den Händen halte. Humor und Philosophie ecken hier aneinander, gewürzt mit einer kräftigen Ladung „Was ist der Sinn?“. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Nutella im All

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    Fornika

    05. August 2017 um 17:36

    Ein kosmischer Sternennebel verändert den Nachthimmel. Während sich die Großen der Raumfahrt noch zieren, legt das kleine Land Tschechien vor und schickt Jakub Procházka als Ersten auf eine Aufklärungsmission ins All. An Bord reichlich Technik, ausreichend Wodka und jede Menge Nutella. Gerade die braucht Jakub dringend, denn nach endlosen Wochen Flug ist er plötzlich nicht mehr allein an Bord. Und sein Mitbewohner sehr angetan von der Haselnuss der Erde.  Eine Geschichte über einen böhmischen Raumfahrer in gefährlicher Mission, in nicht allzu ferner Zukunft; klingt doch interessant, oder nicht? War es auch. Der Autor schrieb witzig, gleichzeitig nachdenklich und lies noch einiges an jüngerer böhmischer Geschichte einfließen. Ein wunderbarer Roman. So bis zur Hälfte. Ab da hatte ich wirklich keine Ahnung mehr, wohin der Autor eigentlich mit seiner Handlung wollte. Er wahrscheinlich auch nicht. Sollte es ein Sci-Fi-Abenteuer werden, mit haarigen, achtbeinigen Aliens? Ein psychologisches Kammerstück über einen einsamen, einsamen Astronauten? Ein Eheratgeber (Quintessenz: sei kein Egoist, flieg nicht 8 Monate ins All, das hält deine Frau nicht aus)? Ein Sachbuch über böhmische Geschichte mit besonderem Augenmerk auf die Revolution um 89? Ein Nutellawerbespot?? Ich neige zu Letzterem, den alles andere gibt nicht so wirklich Sinn. Die Handlung verlief sich im Sternenstaub… ähm Sande und ich war letztendlich froh das Ende erreicht zu haben. Sprachlich fand ich die Geschichte recht ansprechend, das konnte aber über die inhaltlichen Mängel nicht hinweghelfen. Eine schöne Romanidee, die bei mir allerdings eine derbe Bruchlandung hingelegt hat.

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  • Kafka mit Kosmos

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    SABO

    05. August 2017 um 17:21

    Jaroslav Kalfar - Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt - Klett Cotta "April 2018: Die JanHus 1, das erste Raumschiff in der tschechischen Geschichte, erhebt sich in den Himmel. Eine ganze Nation ist auf den Beinen, um den Start vom staatseigenen Kartoffelacker aus mitzuverfolgen. Die Besatzung besteht aus einem einzigen Raumfahrer: Jakub Procházka, Spross einer Kollaborateursfamilie und Professor für Astrophysik mit einschlägiger Erfahrung in der Erforschung interstellaren Staubs."   Während Jakub in trostloser Langeweile durch den Weltraum gleitet, schweifen seine Gedanken immer wieder in Richtung Erde, böhmische Ecke  ab. Er denkt über seine Kindheit, seine Jugend und seine Zeit als früher Erwachsener nach.Die unerforschte graue Staubwolke ist noch weit entfernt und nach der 13. Woche ist der heldenhafte Reiz des einsamen Astronauten auf geheimer Mission zwischen Protein-Riegel und Kosmos-Windel auf ein seichtes Level gerutscht.Die Sehnsucht zu seiner Frau Lenka endet in sexueller Frustration, er spürt diesen Mangel an Zuwendung mit jeder Faser seiner Teflon-Unterwäsche.Die wöchentlichen Video-Dates mit ihr, erhalten ihm am Leben, doch auch Lenka hat Probleme und lässt die Termine einfach saußen.Jakub glaubt zu halluzinieren. Das müsste jetzt der Weltraumkoller sein, den sein Therapeut vorhersagte. Da..ein zischelndes Geräusch, der Schatten 8 haariger Beine. Jakub blickt in 34 (!), ihm freundlich zuzwinkernde Augen.Die Spinnenkreatur öffnet ihren roten Kussmund und sagt:"Sancta Simplicitas!" Heilige Einfalt - "So jemanden wie dich, suche ich!"Das Wesen gibt sich als Gelehrter seines Volkes zu erkennen:"Ich kreise auf eurer Umlaufbahn und erforsche die Geheimnisse der Menschheit!"Diese Odyssee im Weltraum ist eine zeitlose Kafkaeske mit viel Selbstironie und zynischem Witz, spannend, melancholisch und trotz des Jahres 2018, nostalgisch. Skurril und unterhaltsam.1 Extrastern für die wunderschöne Ausstattung, ein Eyecatcher in jedem Bücherregal. Mit vielen "Nichtantworten" im Kopf ist Jakub der Held der ersten böhmischen Raumfahrt und ein "Major Tom" seiner Zeit."This is Major Tom to Ground ControlThough I'm past one hundred thousand milesI'm feeling very stillAnd I think my spaceship knows which way to goTell my wife I love her very much she knowsHere am I floating 'round my tin canFar above the moonPlanet Earth is blueAnd there's nothing I can do"David Bowie

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  • Hat sich leider stark gezogen.

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    karrrtigan

    04. August 2017 um 11:33

    Es mag daran gelegen haben, dass ich von diesem Buch etwas völlig anderes erwartet habe als es war, aber ich konnte damit letztendlich leider wenig anfangen.Wir folgen Jakub Procházka, der als erster tschechischer Raumfahrer Proben von der geheimnisvollen Chopra-Wolke im Weltall einsammeln soll. Er wird binnen kürzester Zeit zum Helden der Nation und von allen Seiten gefeiert, glleichzeieitg verlässt ihn jedoch seine Frau und er glaubt während seiner wochenlangen Einsamkeit im Raumschiff langsam verrückt zu werden.Ich hatte eine spannende Raumfahrt-Geschichte erwartet mit einem leicht verrückten Stil und sarkastischem Unterton (ein bisschen wie der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand vielleicht), stattdessen habe ich ein Buch bekommen, das aus relativ wenig Handlung, dafür aber viel ernsthafter Introspektive besteht. Was an sich ja nicht schlecht ist, wenn der Autor vermocht hätte, mir den Charakter Jakob von Anfang an näher zu bringen, doch leider blieb er mir von Anfang bis Ende unsympathisch. Zudem bleib die ernsthafte Introspektive leider für meine Begriffe immer zu sehr an der Oberfläche und war daher für mich leider nicht besonders interessant.Insgesamt ist es sicher kein Zufall, dass ich mehrere Wochen gebraucht habe, um das Buch zu beenden, denn es hat sich über weite Strecken leider wirklich einfach nur gezogen. Es sind viele kreative Ideen und gute Ansätze darunter (die Beschäftigung mit der eigenen Identität von Jakub und der Identität des Staates Tschechien, die Begegnung mit der Kreatur Hamus, etc.), aber leider ist für meinen Geschmack zu wenig davon zu Ende gedacht und so hinterlässt das Buch bei mir leider nicht wirklich einen besonders bleibenden Eindruck.

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  • Kleiner Raumfahrer

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    Archer

    02. August 2017 um 18:37

    Als sich eine Wolke unbekannten Staubs im heimischen Sonnensystem einnistet, ist sich keine Raumfahrernation ganz einig, wer sich darum kümmern soll. Die große Stunde des kleinen Tschechien schlägt, denn sie schicken Jakub Prochazka in den Weltraum, alles für Ruhm und Ehre und Aufmerksamkeit in der Welt. Doch das All ist langweilig, die Tage in der Raumkapsel eintönig, und die Welt für Jakub weit weg. Was macht so ein Mann also den ganzen Tag? Jakub dreht am Rad, als seine Frau die Schnauze von ihm voll hat, unterhält sich mit einem Außerirdischen, der vielleicht da ist oder auch nicht und erzählt seine Lebensgeschichte, die als Sohn eines linientreuen Parteigenossen, der nach der Wende nicht mehr als linientreu, sondern als Kollaborateur bezeichnet wurde, begann. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, was mir das Buch sagen wollte, worauf es hinauswollte. Ab einem gewissen Punkt war es mir aber auch fast egal, weil ich sowieso niemanden leiden konnte, und ob da einer lebt oder tot umfällt, kam mir unwichtiger vor als wenn in Prag ein Fahrrad umfällt. Ganz bestimmt sollte es eine Art Satire darstellen, das kleine Tschechien, das sich mit den Großen messen wollte? Oder Aufarbeitung der tschechischen Geschichte zur Zeit, als Bespitzelung in war? Meine persönliche Meinung ist ja, dass Kalfar mit irgendwem gewettet hat, im Drogenrausch ein Buch zu schreiben, und das kam dabei raus. Hauptsache provokant, Alter!, hat er zu seinem Wettpartner gesagt. Ich werde ganz oft irgendwelchen blöden Hasen die Kehle aufschlitzen, dass das Blut spritzt, oder auch mal einem Schwein, und auf alle Fälle werde ich alle paar Seiten was übers Fressen, Saufen, Scheißen und Ficken erzählen. Das ist modern, das wird gelesen, das wird geliebt, das wird ein Bestseller, Alter! Nun denn. Es sei ihm vergönnt. Aber nicht aufgrund meiner Rezension.

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  • Hin und her gerissen

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    SLovesBooks

    31. July 2017 um 15:14

    Meine Meinung: Die Leseprobe hatte mich sehr begeistert und in ihren Bann gezogen. Ich mochte diese neue Frische die sie versprühte. Dieser ausgefallene Schreibstil. Leider bin ich aber vom Buch nicht so begeistert. Es war mir irgendwann einfach zu viel. Es war überzogen und zog die gesamte Geschichte in die Länge. Der Humor dieses Romans ist gewöhnungsbedürftig. Man sollte sich schon darauf einlassen können. Überwiegend fand ich es lustig, bis es mir gegen Ende zu aufgesetzt daher kam. Die Figuren finde ich aber recht aussagekräftig. Der Protagonist Jakub war mir sympathisch. Seine Art ist sehr speziell, was ihn aber ausmacht. Das Buch mutet auch sehr intellektuell und philosophisch an. Dieser Aspekt, welcher auch die Weltsicht der meisten Menschen betrifft hat mir gut gefallen. Die Spannung blieb manchmal leider auf der Strecke. Der Schreibstil war nicht schlecht, aber nicht immer meins. Ich bin deswegen auch recht langsam voran gekommen. Insgesamt ist es ein Buch, was wirklich schwer zu bewerten ist, weil es so durchwachsen ist. Es gibt auf beiden Seiten große Argumente, weswegen ich mich einfach für die Mitte entscheide und drei Sterne vergeben werde. 

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  • Jaroslav Kalfar - Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    miss_mesmerized

    31. July 2017 um 06:33

    Die Welt steht kurz vor einer Katastrophe: die Chopra Wolke nähert sich und wie gefährlich sie wirklich ist, scheint kaum absehbar. Ein Flug mit einem Affen zu ihr war erfolgreich und nun muss eine bemannte Raumsonde sich dem Phänomen nähern und es untersuchen. Ausgerechnet Tschechien wird diese Mission unternehmen. Das kleine Land sieht seine Chance für internationalen Ruhm gekommen und Jakub Procházka soll Böhmen in dieser schwierigen Unternehmung vertreten. So richtig geeignet ist er mit seinem labilen Magen nicht, aber die Aussicht auf Berühmtheit ist verlockend. Nur wenige Wochen nach Anbruch der achtmonatigen Reise ins Ungewisse gerät jedoch Jakubs Welt aus der Ferne aus den Fugen: seine Frau Lenka verlässt ihn völlig unerwartet und verweigert den Kontakt. Einsam fern des Heimatplaneten beginnt Jakub zu phantasieren und philosophische Gespräche mit außerirdischen Wesen zu führen. Mit dem Eintritt in die Wolke scheint jedoch sein Schicksal besiegelt: das Raumschiff ist der Materie nicht gewachsen und Jakub wird wohl für sein Land sein Leben geben müssen.Schon der Titel des Romans weckt ob der Kuriosität das Interesse, kopiert er einerseits die typischen Sachbuchtitel und ruft doch sofort ungläubiges Stutzen hervor: Böhmen? Raumfahrt? Was soll dieser Unfug denn? Und es ist ein herrlicher Unfug, den Jaroslav Kalfar da verfasst hat. Sein Protagonist Jakub ist ein etwas kauziger Astronaut, der mit der ebenfalls leicht verschrobenen Lenka eine passende Partnerin gefunden zu haben scheint. Auch das außerirdische Wesen, von Jakub Hanuš getauft und sein einziger Begleiter und Gesprächspartner, ist ein interessanter Charakter, der die Welt und ihre Bewohner mit einem herrlich neugierig-distanzierten Blick beobachtet und versucht diese Spezies zu verstehen. Vor diesem kuriosen Hintergrund breitet Kalfař jedoch noch eine ganz andere Geschichte aus, die dem Buch eine ungeahnte Tiefe verleiht. Jakubs Vater war einst als Diener des einst kommunistischen Staates für Folterungen zahlreicher Mitmenschen verantwortlich. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks erlebt die Familie einen Umschwung: jahrelang haben sie finanziell von der Position profitiert, doch nun werden sie verachtet und bedroht. Der kleine Jakub wird Opfer nicht nur von verbalen Beschimpfungen, sondern auch von Angriffen, die ihn schwer verletzten. Ein auf Rache sinnender Mann vertreibt die Großeltern gar aus ihrem Haus, das sie jahrzehntelang bewohnten. Dies hinterlässt Spuren und Jakub ist vermutlich repräsentativ für eine ganze Generation von Kindern, die den Umbruch erlebten und die in unterschiedlicher Weise Verantwortung tragen müssen für Dinge, die ihre Eltern getan hatten.Die Beziehung zwischen Lenka und Jakub ist ebenfalls interessant zu beobachten. Auch wenn hier ein extremer Ausnahmefall geschildert wird, bleibt die Grundkonstellation doch ein tagtägliches Phänomen: der Mann macht Karriere und die Frau muss alle damit verbundenen Entbehrungen ungefragt ertragen. Lenka hatte keine Wahl, sie durfte noch nicht einmal eine Meinung haben und nun steht sie allein zurückgelassen auf der Erde. Ich fand ihren Einwand im Gespräch mit Dr. Kuřák, dass eine Ehe ein Vertrag darüber sei, dass man das Leben gemeinsam meistern wolle und dann nicht einfach einer abhauen kann, durchaus nachvollziehbar und richtig. Ihre Rolle als Penelope, die als treue Ehefrau die Hände in den Schoß legen und auf die Rückkehr des Mannes warten muss, lehnt sie zurecht ab und folgt so dem Vorbild moderner Frauen.All dies wird in einem charmanten Ton erzählt. Kalfar und die Übersetzerin Barbara Heller finden Formulierungen, die einem immer wieder schmunzeln lassen. Vor allem Hanuš werden wunderbare Beobachtungen in den Mund gelegt: „Wenn du mich fragst, stehen die soziokulturellen Rituale deiner Gesellschaft im Widerspruch zur biologischen Realität.“ oder „Das kardiovaskuläre Organ, das deine biologischen Funktionen steuert, löst unregelmäßige Vibrationen aus – ein schlechtes Zeichen, nehme ich an.“Ganz nebenbei wird auch noch die Geschichte des tschechischen nationalheiligen Jan Hus erzählt, die unerwartete parallelen mit Jakub aufweisen wird und so einem breiten Publikum auch außerhalb des kleinen Nachbarlandes bekannt wird. Ein überraschend vielschichtiger Roman, der jedoch vor allem durch den lockeren, bisweilen fast ironischen Ton zu einer unterhaltsamen Lektüre wird.

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  • Kurzweilige Unterhaltung

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    frenx1

    30. July 2017 um 22:32

    Es ist ein herrlich verspieltes Buch, das uns Jaroslav Kalfar bietet. Schon der Titel verweist darauf, wie das Buch geschrieben ist: amüsant und kurzweilig. Die kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt beschränkt sich auf eine einzige Fahrt ins All. Und das auch nur, weil alle anderen Nationen die gefährliche Fahrt ins All zu der kosmischen Staubwolke Chopra zu gefährlich scheint. Das aus der sozialistischen Lethargie erwachte Tschechien hingegen sieht die Raumfahrt als neue nationale Aufgabe und schickt die JanHus1 ins All. An Bord: Jakub Procházka. Doch der ist alles andere als ein kühner Held. Schon kurz nach dem Start der Raumfähre verlässt ihn seine Frau wie auch das Interesse an der Mission zur Erforschung der Staubwolke Chopra und er beginnt Gespräche mit einem außerirdischen Wesen, das in die JanHus1 eingedrungen ist, zu führen. Während Jakubs Geschichte im All zwischen Wahn und Wirklichkeit balanciert, ist die seiner Kindheit von grausamer Realität. Immer wieder sind Rückblicke in Kindheit, Jugend- und Studentenzeit eingeflochten. Als Kind eines Mitarbeiters der Staatssicherheit hatte es Jakub nach der Wende alles andere als einfach. Die Eltern kommen bei einem Seilbahnunglück ums Leben und die Großeltern müssen das Haus einem früheren Opfer von Jakubs Vater übergeben. Jaroslav Kalfar beherrscht die Erzählkunst virtuos. Manches ist vielleicht etwas zu weitschweifig erzählt, aber Kalfars Debütroman hat den Schalk im Nacken, und so liest er sich wie eine neckische, feine Anekdote. Eine gelungene, kurzweilige Unterhaltung.

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  • Science Fiction einmal anders

    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    Isis55

    30. July 2017 um 15:59

     Der Titel des Buches und die ersten Seiten lassen eine Geschichte im Stil von Douglas Adams vermuten. Der Astrophysiker Jakub Procházka wird mit der Mission betraut, eine ungewöhnliche violette Wolke in der Nähe der Venus zu erforschen. Während der mehrwöchigen Mission verlässt ihn seine Frau Lenka. Dafür findet er an Bord seines Raumschiffs einen geheimnisvollen Außerirdischen, der eine Schwäche für Nuss-Nugat-Creme und Philosophie hat. Jakub ist sich nicht ganz darüber im Klaren, ob dieser Außerirdische real ist oder ob ihm seine Fantasie aufgrund der Einsamkeit im All einen Streich spielt. Mehrere Rückblenden geben Einblick in Jakubs bisheriges Leben und die Geschichte Tschechiens. Das Buch ist kein Science-Fiction-Roman, wie ich ihn erwartet hatte. Es enthält witzige und fantasievolle Passagen, hat aber auch nachdenkliche, tiefgründige Momente. Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut. Es fällt leicht, den Handlungen in Gegenwart und Vergangenheit zu folgen. In meinen Augen ein gelungener Roman.       

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