Jaroslav Poncar

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Tibet, Afghanistan und weiteren Büchern.

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Jaroslav PoncarAfghanistan
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Afghanistan
Afghanistan
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Erschienen am 10.10.2012
Jaroslav PoncarKlöster im Himalaja
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Klöster im Himalaja
Klöster im Himalaja
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Erschienen am 10.10.2015
Jaroslav PoncarHimalayan Kingdoms
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Himalayan Kingdoms
Himalayan Kingdoms
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Erschienen am 01.10.2008
Jaroslav PoncarEpisoden 1945-2015
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Episoden 1945-2015
Episoden 1945-2015
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Erschienen am 28.05.2017
Jaroslav PoncarAfghanistan
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Afghanistan
Afghanistan
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Erschienen am 17.08.2016
Jaroslav PoncarBurma / Myanmar
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Burma / Myanmar
Burma / Myanmar
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Erschienen am 17.08.2016
Jaroslav PoncarParis im Panorama
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Paris im Panorama
Paris im Panorama
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Erschienen am 01.10.2002
Jaroslav PoncarDas Tal der Loire
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Das Tal der Loire
Das Tal der Loire
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Erschienen am 01.10.1997

Neue Rezensionen zu Jaroslav Poncar

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Rezension zu "Tibet" von Jaroslav Poncar

Tibet vor dreißig Jahren
R_Mantheyvor 3 Jahren

Poncars Bildband über Tibet heißt nicht umsonst "Ein Blick zurück". Die jüngsten in ihm gezeigten Fotografien stammen aus dem Jahr 1993. Damals unternahm er seine letzte Tibet-Reise, immer im Gepäck seine sowjetische Panorama-Kamera FT-2. Sie mag selbst damals vorsintflutlich angemutet haben, aber sie war robust und klein. Und sie hatte vor allem ein 50mm-Objektiv - ein Alleinstellungsmerkmal, das sich besonders für Panorama-Gebirgsaufnahmen bestens eignet.

Wenn man sich Poncars Bilder heute ansieht, dann sollte man die Umstände ihrer Entstehung nicht vergessen. Für diese Verhältnisse sind sie geradezu hervorragend. Warum der Verlag diesen Band rund 30 Jahre nach Entstehen der meisten Bilder herausgibt, ist dagegen eine ganz andere Frage. Heute sieht es dort ein wenig anders aus. So gesehen bleiben Poncars Bilder Zeitzeugen einer nahen Vergangenheit soweit sie Städte und Infrastruktur zeigen. Die Landschaft hingegen hat sich wohl kaum geändert.

Im Inneren des Buchdeckels findet man eine Karte mit den vier Reiserouten Poncars. Leider fehlt dann im weiteren eine Zuordnung der Bilder zu diesen Reisen und erst recht zu den Orten ihrer Entstehung. Eine solche Verbindung hätte das Buch noch viel interessanter gemacht. Was bleibt sind einerseits die grandiosen Panorama-Bilder dieser gigantischen Landschaft. In der Zeit der Superlative hat sich vielleicht eine gewisse Abstumpfung in die Wahrnehmung eingeschlichen. Man kann jedoch solche Panorama-Bilder nicht genug preisen. Nur sie bieten dem Betrachter ungefähr das, was man auch selbst sehen würde, stünde man am Aufnahmeort. Keine Ausschnitte, sondern das ganze Bild.

Andererseits besitzen diese Fotografien einen gewissen historischen Wert, sowohl fototechnisch als auch als Dokument der Zeit. Vielleicht bekommt man das alles mit der modernen Digitaltechnik noch besser hin. Gerade im Angesicht der damals benutzten Primitivtechnik beeindrucken diese Bilder jedoch auch heute noch.

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Rezension zu "Afghanistan" von Jaroslav Poncar

Das andere Afghanistan
R_Mantheyvor 3 Jahren

Wie sehr unsere Vorstellungen über die Welt von den Massenmedien abhängen, kann man aus diesem Bildband und seinen kurzen, aber lehrreichen Texten lernen. In Afghanistan herrscht seit vielen Jahren Krieg. Was man uns im Fernsehen zeigt, sind Bilder von Straßen, an denen gerade wieder einmal ein ausländisches Militärfahrzeug auseinandergesprengt wurde, die Festungen der Bundeswehr, ankommende Politiker in kleidsamen Schutzwesten, ein paar Straßenszenen und vielleicht einmal die karge Bergwelt, durch die sich deutsche Soldaten mit einem unguten Gefühl bewegen müssen.

Davon ist in diesem Buch kaum etwas zu finden. Der Autor erhielt 2010 einen einjährigen Auftrag. Er sollte das kulturelle Erbe Afghanistans fotografisch dokumentieren und dabei auch einheimische Fotografen ausbilden. Man will so etwas kaum glauben: Poncar schreibt, dass es nur in einem Drittel der 34 afghanischen Provinzen tatsächlich Kampfhandlungen gibt, während der Rest davon kaum etwas mitbekommt. Was er im Rahmen seines Auftrages in Afghanistan fotografierte, können wir nun in diesem Bildband bewundern.

Panoramabilder haben eine ganz eigene Anziehungskraft. Man sieht auf ihnen das, was man mit eigenen Augen erblicken würde, wenn man am Standort des Fotografen stünde. Normale Fotografien geben dagegen das natürliche Blickfeld nicht wider. Neben eindrucksvollen Bildern aus dem Alltagsleben der Afghanen, findet man eben auch die ungewöhnlichen Panorama-Aufnahmen von Landschaften und großen Gebäudekomplexen, meistens von alten Festungen oder religiösen Bauten. Solche Bilder erstrecken sich dann manchmal über die ganze Buchbreite von knapp 80 cm.

Der Band beginnt in der Gegend, in der die Bundeswehr stationiert ist. Angesichts der kargen, fast vegetationslosen Bergwelt kann man nur staunen, dass dort überhaupt Menschen leben. Und selbst wenn man nicht wüsste, dass es in Kabul nicht lustig zugeht, machen die Bilder, die uns hier gezeigt werden, keine Lust auf einen baldigen Besuch. Aber sie sind dennoch eindrucksvoll, weil sie eine andere Perspektive liefern und unser Bild von diesem Land vielleicht verändern oder schärfen. Es verwundert nicht, dass die Afghanen, wie man im Vorwort lesen kann, als hart und unnahbar gelten. Genau diesen Eindruck macht auch die Landschaft.

Menschen, Autos, Stoffe und manchmal Häuserfronten bilden die einzigen Farbkleckse, die im Kontrast zum monotonen sandig-graubraunen Grundton der meisten Bilder stehen. Alte Zitadellen oder andere historische Gebäude besitzen eine fremdartige Architektur. Und sie heben sich gewaltig von der Winzigkeit der übrigen Behausungen ab. Bei vielen Ruinen weiß man nicht, ob sie traurige Opfer jüngerer Kampfhandlungen oder des Mahlstroms der Jahrhunderte sind. Einzig die Moscheen strahlen Erhabenheit und Schönheit aus.

Poncar ist mit diesem Bildband genau das gelungen, was er am Ende seines Werkes noch einmal unterstreicht, nämlich ein Bild dieses bitterarmen Landes zu zeichnen, das nicht nur mit Kriegen zu tun hat, sondern vor allem mit seinen rauen und kargen Landschaften, den flachen und eintönigen Städten, alten Bauwerken und Teilen von Überresten seiner wechselhaften und harten Geschichte. Man wird dieses Land nach dem Ansehen dieses Bildbandes nicht zu lieben beginnen, aber man bekommt als Europäer einen unvergesslichen Eindruck der Andersartigkeit.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Himalaja" von Jaroslav Poncar

Leben am Himalaja: ein scharfer Kontrast zu Modernität, Übersättigung und scheinbarer Sicherheit
R_Mantheyvor 3 Jahren

Wie klein und zerbrechlich wirkt doch die menschliche Zivilisation, wenn man ihre letzten Ausläufer bis in diese gewaltige Bergwelt verfolgt. Inmitten riesiger grauer Berge, Felsen und Geröllhalden sieht man von oben ein paar Hütten und dann einen kleinen bunten Teppich. Dort wachsen auf einem kargen, der Natur abgerungenen Boden die wenigen Kulturpflanzen, die unter den extremen Höhenbedingungen noch gedeihen.

Aus der Nähe sieht das Dorf wie eine mittelalterliche Siedlung aus. Alles wirkt für die Augen westlicher Betrachter primitiv und ärmlich. In der Nähe solcher Dörfer findet man fast immer fremdartige Klosterburgen, die dem Ganzen einen mystischen Grundton verleihen. Eine völlig fremde Welt, ein anderer Planet. Soweit weg und in einem ungeheuren Kontrast zu westlicher Modernität, Technik, Wohlstand und wenigstens gefühlter Sicherheit. Zusammen mit den gewaltigen Dimensionen der Bergwelt macht das vielleicht den Reiz aus, den das Himalaja-Gebiet auf einige Menschen aus den reichen Industrienationen seit Jahrzehnten ausübt.

Jaroslav Poncar bereist seit fast vierzig Jahren dieses riesige, um ein Vielfaches Deutschlands Ausdehnung übertreffende Gebiet. Aber was heißt schon Fläche, wenn man sie zu großen Teilen weder besuchen, noch gar besiedeln kann? Bei seinen Reisen hatte Poncar in den ersten 30 Jahren immer eine russische Panoramakamera vom Typ FT-2 dabei, die in einer Hosentasche Platz findet und robust genug ist, um das auch auszuhalten.

Man kann in den Tälern und auf den Hochplateaus des Himalaja sicher immer beeindruckende Fotos machen. Aber die Landschaft offenbart sich nur in der Panoramasicht. Die Dimensionen kommen sonst nicht zur Geltung, weil man auf normalen Bildern nicht das wahrnehmen kann, was das man in Höhe und Breite sieht, wenn man vor Ort steht. Jedes Panoramabild in diesem Band besitzt ungefähr die Ausmaße von 72cm in der Breite und etwas mehr als 18 cm in der Höhe. Die Qualität dieser Bilder ist vorzüglich.

Poncar bereiste das Gebiet systematisch. Seine Bilder beginnen im Westen, in Kashmir und enden im Osten, in Bhutan. Dazwischen liegen die alten Königreiche Ladakh, Zanskar und Mustang (in Nepal). Und natürlich spielt auch Tibet eine besondere Rolle.

Die Bilder sprechen eine ganz eigene Sprache. So jedenfalls habe ich dieses Gebiet noch nie sehen können. Neben den Panoramabildern findet man immer wieder Fotos von Dörfern und ihren Klosterburgen, meist von Standorten aufgenommen, die ihre Winzigkeit im Verhältnis zur gigantischen Umgebung verdeutlichen. Und natürlich sieht man auch die Menschen, die in dieser fast lebensfremden Welt ihr Zuhause haben.

Manchmal fehlt dem westlichen Betrachter vielleicht das Verständnis für das Dasein dieser Menschen. Das beginnt schon auf den ersten Seiten. Tausende Pilger klettern ein steiles Tal hinauf, bis sie über einen über 4500 Meter hohen Pass zur Amarnath-Höhle gelangen, in der der Gott Shiva seiner Gemahlin Parvati angeblich das Geheimnis der Unsterblichkeit verriet. Leider schlief die Gute dabei ein. Um den ganzen Kontrast zwischen dieser und unserer Welt zu begreifen, muss man sich nur einmal die Bekleidung dieser Pilger ansehen und sich dann vorstellen, wie ein westlicher Tourist in einer solchen Höhe wohl ausgerüstet wäre.

Natürlich spielt weiter östlich der Buddhismus eine immer größere Rolle. Neben den vielen Klöstern kann man auch den Potala, den ehemaligen Sitz des Dalai Lama, in diesem Buch wenigstens von außen bewundern. Die über 1.000 Zimmer, 10.000 Schreine und mehr als 200.000 Statuen im Inneren lassen die Dimensionen dieses Gebäudes erahnen, das in derselben Periode erschaffen wurde wie der Taj Mahal und das Schloss von Versaille.

Dieser Band bietet eine einzigartige Sicht auf das Himalaja-Gebiet. Wenn man sich eine wirklichkeitsnahe Vorstellung von dieser gigantischen Landschaft machen will, dann wird man wohl keine bessere Quelle ausmachen. Gleich zu Beginn findet man eine Übersichtskarte, auf der einige der Reiseziele von Poncar vermerkt sind. Ich hätte mir etwas genauere grafische Darstellungen auch gelegentlich im Text gewünscht, denn es fällt nicht immer leicht, die Übersicht über die Reisen und die Wegstrecken und Aufenthaltsorte des Autors zu behalten. Das schmälert aber den großartigen Eindruck, den dieser umfangreiche und schwere Bildband vermittelt, überhaupt nicht.

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