Jaroslav Rudiš Grand Hotel

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Inhaltsangabe zu „Grand Hotel“ von Jaroslav Rudiš

In den Wolken zuhause. Von den Gästen geliebt. Vom Leben verschmäht.Fleischman arbeitet als Mädchen für alles im futuristischen Grand Hotel mitten in der tschechischen Provinz. Wenn ihm sein Chef und Cousin mit seinen angeberischen Frauengeschichten zu sehr auf die Nerven geht, träumt er sich in seine Lieblingswelt hinein: die Vielgestaltigkeit der Wolkenformationen. Bislang hatte noch nie eine Frau bei ihm eine Chance, denn Fleischman ist der hübschen Meteorologin aus dem Fernsehen versprochen, der er ständig Briefe schreibt, die mit immer den gleichen Autogrammkarten beantwortet werden. Wird es der Serviererin Ilja gelingen, ihm die echte Liebe beizubringen, und wird er mit ihr seinen größten Traum verwirklichen können: dem Provinzort und dem traurigen Glanz des Grand Hotel zu entfliehen?

Der tschechische Humor des Schriftstellers erinnert an den braven Soldaten Schwejk. Großartig beobachtet!

— gst
gst

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    Grand Hotel
    gst

    gst

    14. September 2013 um 10:04

    Eigentlich ist die Geschichte von Fleischman sehr traurig. Er ist in seinem ganzen Leben noch nie aus seiner Heimatstadt Liberec, dem früheren Reichenberg in der heutigen Tschechischen Republik herausgekommen. Als sich seine Eltern das erste Auto kauften, machten sie an der Stadtgrenze Bekanntschaft mit einem russischen Panzer, seitdem lebt er ohne sie. Zuerst in einem Heim, später bei seinem entfernten Verwandten im Grandhotel, das wie eine Rakete auf dem Berg sitzt. Fleischman, dessen Vorname keine Rolle zu spielen scheint, plaudert ungezwungen über sein Leben und seine Hobbys. Dabei erfährt der Leser nicht nur von seinen Besuchen bei Frau Doktor, sondern auch so einiges über die tschechisch-deutsche Vergangenheit. Jaroslav Rudis ist ein hervorragender Beobachter und kann mitreißend erzählen, was ich an einem kleinen Ausschnitt verdeutlichen möchte: "Dann fährt er mit der Hand übers Kinn und bürstet sich dabei die unrasierten Barthaare. Insgesamt hat er dort eintausendvierhundertdreiundfünfzig Haare. Echt, ich habe sie einmal gezählt, als er geschlafen hat. Vielleicht möchtet ihr wissen, warum ich das gemacht habe. Frau Doktor war auch neugierig. Keine Ahnung. Womöglich nur, weil es mir Spaß macht, alles Mögliche zusammenzuzählen. Ich habe zum Beispiel nur vierundneunzig Barthaare. Und auf der Brust insgesamt nur sechs. Unten sind es ein paar mehr, aber viel mehr auch nicht." Fleischman, der Protagonist, ist ein Außenseiter der Gesellschaft und hat sich damit abgefunden. Doch wie er das beschreibt, hat mir teilweise Tränen in die Augen getrieben. Nicht aus Mitleid, sondern wegen des trockenen Witzes, der zwischen den Zeilen hervorlugt. Ein Buch, das nicht nur Tschechienkennern Freude bereitet! Dieser Humor ist einfach umwerfend! 

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  • Rezension zu "Grand Hotel" von Jaroslav Rudis

    Grand Hotel
    Beagle

    Beagle

    12. April 2012 um 18:30

    Es sind drei grundlegende Dinge, um die es sich in Jaroslav Rudis´ Roman "Grand Hotel" dreht: eine tschechische Stadt, einen jungen Mann und Wolken. Die tschechische Stadt ist Liberec nahe der deutschen Grenze zu Sachsen. Früher, vor dem zweiten Weltkrieg war sie selbst einmal deutsch und hieß Reichenberg. In dieser Stadt lebt Fleischman, der Protagonist der Geschichte. Er ist noch nie aus Liberec herausgekommen, sein bisheriges Leben - und das sind immerhin fast dreißig Jahre - hat er hier verbracht. Seine Eltern kamen bei einem Autounfall ums Leben, woraufhin ihn Jegr, ein weitläufiger Cousin, bei sich aufgenommen hat. Nach dem Fall des eisernen Vorhangs übernahm er das Grand Hotel hoch oben auf einem Berg über der Stadt. Seither ist Fleischman dort als Mädchen für alles eingestellt. Er repariert kleine Dinge, bringt die Gäste auf ihre Zimmer und kümmert sich auch öfter um sie. Fleischman ist ein komischer Zeitgenosse, der es nie gelernt hat, richtig mit anderen Menschen zu kommunizieren. Immer bleibt er auf Distanz, sie bleiben ihm fern. Auch Jegr spricht er nach all den gemeinsamen Jahren noch immer mit Sie an. Und die Wolken? Sie sind es, mit denen sich Fleischman schon seit seiner frühesten Kindheit beschäftigt. Auf einem riesigen Plakat in seinem Zimmer notiert er sich 3x am Tag das Wetter. Denn, er ist sich sicher, dass alles, was die Menschen tun, mit dem Wetter zusammenhängt. Jaroslav Rudis hat mit seinem Protagonisten einen wunderbar liebenswerten Charakter eines Außenseiters und Träumers geschaffen. Aus seiner Sicht wird die Geschichte, angefangen bei der Kindheit, kindlich naiv erzählt. Nur, die Sache mit den Wolken wird meiner Meinung nach etwas übertrieben, sodass es zum Schluss schon nervt, davon zu lesen. Ansonsten ein gelungenes Buch für ein bewölktes Wochenende.

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  • Rezension zu "Grand Hotel" von Jaroslav Rudis

    Grand Hotel
    Brunnen_Buchhandlung

    Brunnen_Buchhandlung

    13. December 2011 um 20:33

    Rudis' Buch lebt von dessen verrückten Einfällen: der kauzige Protagonist, sein exzentrischer Boss und das Hotel mit seinem blätternden Glanz bilden ein wahres Kuriositätenkabinett.

    So lässt ist dieser Roman vor allem eins: höchst skurril!
    Herrlich tragikomisch, kurzweilig und unterhaltsam.