Jasmin Ramadan Hotel Jasmin

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 3 Rezensionen
(1)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Hotel Jasmin“ von Jasmin Ramadan

Eigentlich will Roland mit seiner Mutter nichts mehr zu tun haben. Doch als die unscheinbare Grundschullehrerin Christiane Tarpenbek beschuldigt wird, eine somalische Schülerin beleidigt zu haben, interessiert sich ihr Sohn plötzlich wieder für sie. Mit scharfem Blick und zwanglosem Sound beschreibt die Autorin die Selbstfindung einer Mutter in einer zunehmend rassistischen Gesellschaft. Christiane Tarpenbek führt ein zurückgezogenes Leben. Dessen einziger Inhalt: Zigaretten, Gewinnspiele und ihr Sohn Roland, Vater unbekannt. Nachdem Roland den Kontakt zu ihr abbrach, weil sie seinen Lebensstil nicht tolerierte, geriet Christianes Welt ziemlich aus dem Gleichgewicht. Doch so richtig über den Kopf wächst ihr alles erst, als die Medien auf sie losgehen, weil sie Wind bekommen haben von der Geschichte mit der Somalierin. Christiane beschließt abzuhauen und tritt eine Reise nach Kairo an, die sie gewonnen hat. Dort angekommen, trifft sie auf einen alten Ägypter – der erste Mensch, der ihre Sehnsüchte und Ängste versteht. Einen langen Spaziergang später weiß Christiane endlich, was zu tun ist: Weg von allen Zwängen und raus in die Wüste!

Gigantisches Porträt einer willensstarken Frau.

— beerenbücher
beerenbücher

Sehr ungewöhnliches Buch über Wahrheit und Selbstbestimmung. Starke Ausarbeitung der Nebenfiguren!

— Gruenente
Gruenente

Stöbern in Romane

Der Vater, der vom Himmel fiel

Ein "Glücksgriff" in Buchform: Witzig, geistreich, einfach.nur.zum.Brüllen.komisch - und so wahr ;) 5 Sterne reichen hier nicht aus ;))

SigiLovesBooks

Underground Railroad

Eine tolle Heldin, die trotz aller Widrigkeiten nie aufgibt und immer wieder aufsteht, auch wenn es das Schicksal nicht gut mit ihr meint.

Thala

Swing Time

Eine sehr lange, gemächliche Erzählung, der streckenweise der Rote Faden abhanden zu kommen scheint. Interessanter Schmöker.

kalligraphin

Vintage

Überraschend gute und spannende Unterhaltung für jeden Blues- und Rock'n'Roll-Fan und alle die es noch werden wollen!

katzenminze

Die Geschichte der getrennten Wege

Fesselnd und langatmig, mal begeisterte mich der Roman, mal las ich quer. Ein gemischtes Leseerlebnis.

sunlight

Wie der Wind und das Meer

Liebesgeschichte, die auch einen Teil der deutschen Geschichte wiederspiegelt - mir fehlten die Emotionen

schnaeppchenjaegerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

    Mehr
    • 2951
  • "Hotel Jasmin" von Jasmin Ramadan

    Hotel Jasmin
    beerenbücher

    beerenbücher

    05. December 2016 um 13:05

    Autor: Jasmin RamadanTitel: Hotel JasminGattung: Roman, Gesellschaftskritk, ErzählungErschienen: 2016Gelesene Ausgabe: Tropen, 2016ISBN: 978-3-608-50142-1Gelesen auf: DeutschGelesen im: November 2016   Zum Buch: Christiane Terpenbeck versucht ihr Leben lang möglichst wenig aufzufallen, keine zu engen Bindungen zuzulassen, niemanden an sich heran zu lassen - um ja keinen zu großen Eindruck zu hinterlassen, wenn sie geht. Doch plötzlich ist sie über Nacht bekannt. Ihr Name in jeder Munde. Sie hat ein somalisches Flüchtlingsmädchen vor der ganzen Klasse gedemütigt. Kurz darauf verschwindet Christiane und es ist an ihrem Sohn Roland sie zu finden. Doch der hatte eigentlich den Kontakt mit ihr abgebrochen.Als zentrales Thema des Romans steht das Leben von Frau Terpenbeck und die Frage nach ihrer Schuld, eingebettet in die heutige Flüchtlingsproblematik. Der Leser nährt sich ihr durch die Beschreibungen, die ihre Freunde und Bekannten geben. Außerdem werden die letzten Wochen der Christiane Terpenbeck beschrieben. Unglaublich kraftvoll und kreativ erzählt Jasmin Ramadan in ihrer starken Sprache von dem ganz normalen Leben einer Frau, deren Art ganz und gar außergewöhnlich ist, auch wenn sie sich bemüht, genau dies zu verschleiern.Ich habe das Buch nur so verschlungen, Christiane, ihr Umfeld, waren mir nah, obwohl sie doch so fern und unbegreifbar sind.   Eine der Lieblingsstellen:Zitat: "Er musste woandershin zum Sterben, er wollte schwitzend in die Fremde hinein sterben. Aber nun, Nikolausabend. Dienst schieben. Die Glieder abwechselnd steif oder schlaff. Stunde um Stunde. Organe und Gedanken beiseite, In die vertraute Form des Fristens zurück. Aufrecht im Bürostuhl."[1] Stil und Sprache: Kraftvoll, direkt und stark.Zitat: "Ich schreibe über romantische Liebe und kuschelige Erotik, immer mit Happy End. Normal. Das Positive war stets meine Stärke, auch privat, ich war da schon immer anders als Christiane."[2] Schlüssigkeit der Handlung: Letzte Wochen, Tage von den zwei Hauptfiguren und ihrem Umfeld; Monologe von Bekannten als Erzählung der Lebensgeschichte. Das hat mir gefallen: Charakterisierung der Personen, Leichtigkeit mit der aktuelle Themen gestriffen werden. In One Sentence: Gigantisches Porträt einer willensstarken Frau. Sterne: 5 [1] S.19[2] S.51

    Mehr
  • Grundschullehrerin in der Zwickmühle

    Hotel Jasmin
    Gruenente

    Gruenente

    15. October 2016 um 14:04

    Ronald hat sich von seiner ihn einengenden Mutter Christiane losgesagt. Doch dann erscheint ein Bild von ihr in der Presse. Sie ist plötzlich eine Frau die unausgesprochene Dinge mit einem Kind aus Somalia angestellt hat. Was da genau abgelaufen ist, erfährt der Leser erst später. Monate später sucht Ronald doch nach seiner Mutter. Sie scheint verschwunden. Im Polizeirevier möchte der unmotivierte Polizist keine Vermisstenanzeige aufnehmen. Doch Ronald gibt nicht auf. Er geht zu einer Detektei, die von der esoterisch veranlagten Laila Voss geführt wird. Mit seinem letzten Geld beauftragt er sie mit der Suche nach seiner Mutter. Laila drückt Ronald ein Diktiergerät in die Hand, er soll die anhand einer Fragenliste über seine Mutter sprechen und dabei immer bei der Wahrheit bleiben. Im zweiten Teil des Buches werden die Monologe auf dem Aufnahmegerät wiedergegeben. Denn nicht nur Roland kommt zu Wort, sondern auch viele andere Menschen aus Christianes Umfeld. So wird ein sehr vielseitiges, zum Teil sich total widersprechendes Bild von Christiane gezeichnet. Erst im dritten Teil kommt auch Christiane zu Wort. Sie beschreibt die sechs Wochen vor dem mysteriösen Vorfall und nachher auch die brisanten Ereignisse selbst. Natürlich aus ihrer Sicht. Was da so genau passiert ist, möchte ich nicht verraten. Christiane sieht keine andere Möglichkeit als das Land zu verlassen, fliegt nach Kairo und landet dort im Hotel Jasmin. In diesem vierten Teil des Buches wurde ich eine Welt wie von David Lynch geführt. Zeit, Raum, Realität spielt keine große Rolle mehr. Die Autorin nutzt die Gelegenheit Teile der Lebensgeschichte ihres Vaters zu erzählen und ermöglicht ihrer Protagonistin Christiane einen ungewöhnlichen Ausstieg aus der Geschichte. Das Buch ist sehr ungewöhnlich, weil die einzelnen Teile sehr unterschiedlich geschrieben sind. Die Stärke liegt für mich in der Ausgestaltung der Nebenfiguren. Auch die Örtlichkeiten sind so lebendig beschrieben, dass ich im Kopf direkt die Verfilmung laufen hatte. Etwas ausführlicher hier: http://leckerekekse.de/wordpress/hotel-jasmin/

    Mehr
  • Verwirrung mit Happy End

    Hotel Jasmin
    Elena9985

    Elena9985

    06. September 2016 um 19:51

    Der Roman "Hotel Jasmin" von der Autorin Jasmin Ramadan ist am 27.08.2016 im Tropen Verlag erschienen. Einfach ausgedrückt geht in diesem Buch um den Hauptcharakter der Grundschullehrerin Christiane Tarpenbek. Christiane Tarpenbek hat nur drei Leidenschaften: Glücksspiel, Zigaretten und Ihren Sohn Roland.  Als Roland sich von ihr abwendet, weil sie seinen neuen Lebensstil nicht nachvollziehen kann, bricht ihre kleine Welt zusammen. Zusätzlich wird sie noch beschuldigt ein kleines somalisches Mädchen aus ihrer Grundschulklasse rassistisch beleidigt zu haben und nachdem ein Sturm der Medien über sie hereinbricht, beschließt sie abzuhauen.   Meinung: Dieses Buch ist sehr komplex und trieb mich als Leser schon an den Rand der Verzweiflung. Zumindest im ersten Teil des Buches. Ab Teil zwei bis vier konnte man dem Inhalt sehr gut folgen. Das Cover des Buches sieht sehr ansprechend aus und erinnert an eine alte Leuchtreklame eines Hotels, passend zum Titel des Buches. Wie oben angesprochen, ist das Buch in vier Teile gegliedert, die jeweils noch in mehrere weitere Teile mit prägnanten, gar skurrilen Titeln wie "Rhinozeros", "Schwellung" und "Säure" unterteilt sind. Teil eins wird aus der Sicht Rolands erzählt und gibt zunächst Einblicke in sein derzeitiges Leben in einer WG mit Yolanthe und Nil. Roland ist wesentlich jünger als die Beiden und dennoch ging er ein Verhältnis mit Yolanthe ein und ist unsterblich in sie verliebt. Yolanthe erwidert seine Liebe jedoch nicht. Nil ist seines Zeichens Autor und Roland kann ihn nicht ausstehen. Eines Tages sieht Roland, der eigentlich Ronald nach Ronald McDonald benannt werden sollte und durch einen Fehler des Amtes als Roland in die Geburtsurkunde eingetragen wurde, seine Mutter auf der Titelseite einer Zeitung mit dem Inhalt, dass diese ein somalisches Mädchen rassistisch beschimpft haben soll. Als Christianes Vermieterin anruft, dass Roland ihre Sachen aus der von ihr gekündigten Wohnung entfernen soll, merkt er, dass seine Mutter nicht mehr da ist. Wo sie ist, weiß er nicht und so macht er sich auf zu einer Detektivin, die ihm ein Diktiergerät übergibt, worauf er alles sprechen soll, was ihm zu seiner Mutter einfällt und ihr helfen würde, sie wiederzufinden. Teil eins ist sehr verwirrend geschrieben. So verwirrend, dass ich es gar nicht in Wort ausdrücken kann. Ein Beispiel von Seite 27, wo ich dachte "Was zum Henker ist da los?": "Nur so eine Eingebung, habe das manchmal, kann es aber immer schlechter regulieren, je mehr Erinnerungen ich anhäufe. Bin ja nicht mehr die Allerjüngste. Deshalb esse ich auch nur noch im Urlaub Fleisch, andere DNA wirkt wie eine Funktionsstörung....Schon Gelatine...Meine Fähigkeiten reduzieren sich sofort, wenn eine Spur Tier im Magen ist." Im folgenden zweiten Teil spricht zunächst Roland in das Diktiergerät. Ihm folgen seine Patentante Lerke, deren Mann Hauke, die Schulleiterin der Schule an der Christiane arbeitet, Christianes Nachbar Egon Dittmers, die Inhaberin der Kneipe in der Christiane zuweilen einkehrte, ein weiterer Gast der Kneipe, Rolands Mitbewohnerin Yolanthe und zu guter Letzt Rolands Mitbewohner Nil. All diese Leute sollen über Christiane erzählen und gegebenenfalls Auskunft darüber geben, wo diese sein könnte. Im Beitrag von Lerke, der Patentante von Roland und Christianes Freundin und auch allen weiteren Beiträgen, dreht sich die Aufnahme auf dem Gerät zunächst kurzweilig um Christiane und danach zunehmend um die Person selbst, ihre Probleme und Sorgen. Auffallend in den Beiträgen sind vor allem die Aussagen Lerkes und des Nachbars Egon Dittmers. Beide Beiträge beinhalten zunehmen rassistische Äußerungen. Im Grunde weiß jedoch niemand von den oben genannten, wo Christiane sein könnte. Der dritte Teil bringt Licht ins Dunkel. Er ist komplett aus der Sicht Christianes geschrieben und beginnt damit, dass sich Christiane zunächst über Egon Dittmers, ihren Nachbarn, auslässt und dann über ihre Freundin Lerke. Nach und nach versteht man auch die Verhaltensweisen von Christiane, welche von ihren Bekannten zuvor auf den Diktiergeräten festgehalten wurden. Man sagt ja gerne, dass die Geschichte zwei Seiten hat. Dies wird hier auch sehr deutlich. Es ist nicht alles so, wie es zu sein scheint ( gerade auch im Hinblick auf die angeblich von Christiane getätigten Äußerungen gegenüber dem Mädchen) und wie es von den Menschen aufgenommen wird, daher sollte man sich immer erst beide Seiten anhören / ansehen, bevor man sein Urteil bildet. Im letzten Teil des Buches erfährt der Leser, wohin Christiane verschwunden ist. Hier möchte ich nicht zu viel verraten. Sehr gut hat mir gefallen, dass Christiane auf den Vater der Autorin trifft. Eine Wendung, die ich so noch nie in einem Buch gelesen habe, eine sehr coole Idee. Ich frage mich, ob es tatsächlich so ist, dass die Autorin ihren Vater nie besucht hat und ob er dann zu ihr gekommen ist und sie besucht hat. Gerne möchte ich auch noch etwas zu dir sagen, Christiane: Liebe Christiane, für mich bist du kein Unmensch. Falls ich Roland einmal treffen sollte, werde ich ihm dies auch sagen! Für dieses Buch vergebe ich 4 von möglichen 5 Punkten. Wäre Teil eins für mich besser nachvollziehbar gewesen, wären 5 Punkte drin gewesen. Aber was nicht ist, ist leider nicht. Ich werde dieses Buch auf jeden Fall noch einmal lesen. Vielleicht ist der erste Teil dann nicht so schwer für mich und es liest sich einfacher.

    Mehr