Jasmin Schindler

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Rezension zu "Gestatten: Hochsensibel: Wie hochsensible Menschen den Alltag meistern" von Jasmin Schindler

Sich selbst und andere Menschen besser verstehen und behandeln
dietrich_pukasvor 8 Monaten

Sich selbst und die anderen Menschen besser verstehen und behandeln

Jasmin Schindler: Gestatten: Hochsensibel. Wie hochsensible Menschen den Alltag meistern 1.Auflage 2017 (www.healthyhabits.de)

Rezension von Dietrich Pukas 23.03.2018


Im Unterschied zu meinen üblichen Rezensier-Gepflogenheiten sowie der Thematik und direkten Ansprache im vorliegenden Werk angemessen, halte ich meine Buchbesprechung recht persönlich. Im Zusammenhang mit Patrick Hundts „ausgezuckert“-Veröffentlichung bei Healthy Habbits bin ich als Diabetiker auf Jasmins Thema „hochsensible Menschen“ (HSPs) aufmerksam geworden. Das weckte mein Interesse, weil ich mich bislang schon für ziemlich introvertiert und sensibel hielt und mich feinfühliger wähnte als die Mitmenschen ringsum. Also wollte ich erfahren, wie HSPs sind, was sie umtreibt, ob ich dazu gehöre und was ich von ihnen lernen könnte. Nach der angenehmen, aufschlussreichen Lektküre muss ich sagen: Es ist eine gute Fügung, dass ich an das ungewöhnliche Werk geraten bin, dadurch mein Wissen erweitern, meine Umgebung noch bewusster wahrnehmen und mein Leben bereichern kann. In diesem Sinne möchte ich dazu beitragen, dass auch Andere davon profitieren mögen.

Jasmin Schindler, keine professionelle Psychologin oder Therapeutin, sagt: „Es ist ein Buch von HSPs für HSPs“, insofern sie anhand zahlreicher authentischer Erfahrungsberichte von Hochsensiblen vor allem anderen Betroffenen helfen will, sich wieder zu erkennen und verstanden zu fühlen, damit sie sich das Leben leichter machen und sich weiterentwickeln können. Denn hochsensible Menschen plagen sich infolge ihrer feinfühligen Veranlagung mit etlichen Problemen, die „Normalos“ als solche nicht empfinden, nicht kennen und erkennen, nicht berücksichtigen, sodass sich die HSPs von ihnen nicht verstanden sehen und vielfach abgeschreckt werden. Jasmin zeigt ihnen, dass sie als Betroffene oft mit den gleichen Schwierigkeiten hadern, gegen Reizüberflutung und Abgrenzung kämpfen oder in ihrem „Gedankenkarussell“ gefangen sind. Das führt allzu häufig zu Selbstzweifeln bis hin zum Verzweifeln, auch zum Allein-Gelassen-Sein mit seiner zartbesaiteten Eigenart, schließlich zur inneren Leere und Ausgezehrtheit. Aber die besonders empfindsamen Eigenschaften erweisen sich nicht nur als Schwäche, sondern bergen auch Stärken zur Selbstbehauptung durch den fein erspürten und geschickten Umgang mit Gleichgesinnten und den Anderen. Aufgrund ihrer breiten Recherchen unter aktiven HSPs bis in die USA und ihrer eigenen erschöpfenden Erfahrung hat Jasmin zwölf hilfreiche Strategien entwickelt, die zum Abschirmen vor Gefährdungen zum und Aufladen der „Akkus“ animieren, andererseits zum Überwinden der Bequemlichkeit sowie zur Entfaltung der Persönlichkeit ermutigen.

Die von Jasmin in Bezug auf die zwölf Gewohnheiten von HSPs ermittelten und geschilderten Probleme und Komplikationen kenne ich durchaus aus eigener Anschauung und persönlichem Erleben, ich verstehe auch ihre Zuspitzung ins Extreme in den Beispielfällen und besonderen Lebensläufen der HSPs und kann die Strategien zu ihrer Bewältigung im Alltag rational nachvollziehen. Das betrifft als Erstes den Grundsatz, die eigene Hochsensibilität zu akzeptieren, die im detaillierten Wahrnehmen und tiefen Verarbeiten von Reizen sowie intensiven Empfinden und Erleben der Umwelt besteht. Also sollte man über das typische Grübeln, Analysieren, Zweifeln zur Selbstanerkennung und zum Selbstwertgefühl finden, indem man den Wunsch nach Normalität relativiert und sich um den Kontakt mit Gleichgesinnten bemüht. Des Weiteren gilt es, sich auf seine Stärken zu konzentrieren, wenngleich man die Schwächen nicht ausblenden, sondern positiv wenden bzw. umdeuten sollte. Die charakteristische und gute Eigenart, sich zu vertiefen, darf weder in Verzettelung noch Erschöpfung ausarten, sondern ist in gezielter Konzentration zu effektiven und zufrieden stellenden Ergebnissen umzusetzen. Sinnvolle Ratschläge zum „Aufräumen als Reinigungsprozess“ sowie „Ausmisten gegen Reizüberflutung“ schließen sich konsequent an. Unter der Überschrift „Input reduzieren“ folgen Empfehlungen zum geeigneten, schonenden Umgang mit der digitalen Umgebung: Einschränkung des Nachrichtenkonsums, Mediendiät, dosiertes Telefonieren, E-Mail-Reduktion, Apps löschen, Einsatz sozialer Medien, Lärmschutz, Erholungsphasen. In der heutigen hektischen Zeit und stressigen Arbeitswelt ist es für die Hochsensiblen, die meist auf Dauerempfang eingestellt sind und zur Perfektion neigen, besonders wichtig, mit ihrer Energie zu haushalten und den verdichteten Arbeitsmodus mit den vielfältigen Möglichkeiten aktiver Entspannung und gesunder, ganzheitlicher Lebensführung (Trio: Essen, Bewegung, Schlaf) erträglich zu gestalten. Die weiteren Strategien erstrecken sich auf Vorschläge zum „Kopf abschalten“ (Atmung, Entspannung, Meditation), „Sich mit Gleichgesinnten umgeben“ (HSP-Gruppen, Facebook, spezialisierte Blogs und Foren), „Nicht gefallen wollen“ (Nein sagen, Sucht nach Lob und Anerkennung widerstehen), „Sich abgrenzen“ (von eigenen Ansprüchen, anderen Menschen, Leid, effektiver Altruismus), „Seine Komfortzone ausdehnen“ (Bequemlichkeit überwinden, Gewöhnung überprüfen, Neues erproben), „Mehr spielen“ (Burn-out vermeiden, Lockerlassen, kreatives Gestalten).

Wie Jasmin treffend feststellt, gelten die Ratschläge zwar im Besonderen zur Problemlösung für die Hochsensiblen, betreffen im Grunde jedoch mehr oder weniger relevant alle Menschen, da Hochsensibilität ein weites Feld mit fließenden Übergängen darstellt, sich nicht messen und nicht von normaler bzw. weit verbreiteter feinfühliger Veranlagung abgrenzen lässt. So kann ich mich selbst hier auch nicht eindeutig zu ordnen. Ich bin ein sehr nachdenklicher Mensch, denke über vieles und etliches recht vertieft nach, habe mich mit zahlreichen Wissenschaften befasst und ein großes Themenspektrum schreibend bearbeitet. Mein breites rationales Interesse schließt emotionales Engagement und Elemente hoher Erregung ein, lässt mich Glücksmomente intensiv erleben und bei Schicksalsschlägen in niederschmetternder Trauer versinken, was ich sicherlich als hochsensibel strukturiert verbuchen kann. Aber bei mir „heilt die Zeit alle Wunden“, bevor Dauerschäden entstehen. Zwar vergisst man das Unglück oder ungerechte Ereignis nicht, jedoch tut es bald nicht mehr weh und hemmt nicht die persönliche Entwicklung. Der Grundstein für diese Abhärtung gegen die Unbill des Lebens wurde bereits in meiner Kindheit und Jugend in der entbehrungsreichen Nachkriegszeit gelegt, während mein ererbter Diabetes mir seit über 30 Jahren eine disziplinierte Lebensweise abfordert, wenn ich gesund und ohne Folgeschäden bleiben will; er ist nicht abzuschüttelnde Plage und Messstation für den Emotionspegel zugleich. Auf diese Weise hat meine Sozialisationsgeschichte eine abstumpfende Wirkung auf mein Gemüt gehabt und hält meine allzu sensible Ausprägung im Zaume, vielleicht als eine Art latente natürliche Überlebensstrategie. Meine Technikbegeisterung habe ich übrigens mit meiner Naturverbundenheit – wie ich meine – in ein ausbalanciertes, verträgliches Verhältnis gebracht, z. B. Ressourcen-Schonung durch Reparieren kaputter Gegenstände und Einrichtungen oder Verminderung des noch zu wenig erforschten Elektrosmogs, der die Kommunikation der Körperzellen stört und unbeachtet die Gesundheit beeinträchtigt.

Jedenfalls hat mich die Buchlektüre zum Nachsinnen über mein Dasein gebracht und ich gewahre Veränderungsbedarf zur Verbesserung der Verständigung mit meinen Mitmenschen. Möglicherweise kann ich mit meinen hinzu gewonnenen Einsichten jetzt eher Leute mit hochsensiblen Antennen in meinem unmittelbaren Umfeld ausmachen und mit ihnen Kontakt aufnehmen und pflegen. Deshalb hoffe ich und wünsche, dass der Buchtitel nicht die weniger Sensiblen ablenkt, sondern deren Neugier weckt und ihnen ebenfalls zu wertvollen Erkenntnissen verhelfen kann.

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Federzaubers avatar

Rezension zu "Esst echtes Essen!" von Jasmin Schindler

Sehr motivierendes Buch,das einiges wieder ins Bewusstsein rückt!
Federzaubervor 3 Jahren

Was ist gesund, was ist ungesund?  Was sollten wir Essen,  was nicht? Welchen Diäten sollte man folgen, um gesund zu bleiben oder zu werden? Fragen, die zur Zeit viele Menschen beschäftigen und auch durcheinander bringen durch die vielen neuen Trends,  die in den letzten Jahren wie Pilze vom Boden sprießen.  Zwischen Low Carb, Detox,  Vegan,  Low Fett, Paleo und was es nicht alles sonst noch gibt, kommt man ganz durcheinander und weiß nicht mehr was man glauben und folgen sollte. Was ist gesundes Essen, jetzt endlich?
Hier gehen beide Autoren auf das Thema ein,  ohne eine Diätform anzupreisen oder zu erklären ob Kohlenhydrate,  Proteine, Vitamine,  Laktose, Fleisch oder sonstiges gut sind oder nicht. In diesem Buch geht es darum bewusst "echtes" Essen zu essen, wie es unsere Großeltern es taten. Ohne Kalorien zu zählen oder Nährstoffe zu beachten.  Ohne Fertigprodukte und zusammengemischte Präparate, die das Blaue vom Himmel versprechen. 
Hierbei werden insbesondere das Thema "Gewohnheiten ändern"  stark im Fokus gesetzt und hilfreiche Tipps zum Gelingen seines Vorhabens gegeben. 
Auf sehr einfache,  ansprechende und sehr motivierende Art schaffen beide Autoren einiges wieder klar zu stellen und/oder wieder ins Bewusstsein zu rücken.  


Mit der Frage: " was ist denn nun gesund?" und das Gefühl komplett verwirrt und überfordert zu sein, mit den vielen verschiedenen Ernährungsansätze und Theorien, habe ich mit diesem Buch genau das Richtige gefunden. Es konnte mir genau das geben was ich gebraucht habe!!!


Ein Buch,  dass mir wieder das im Bewusstsein gerückt hat,  was ich längst schon wusste und vorwiegend tue. Und mich extrem motiviert hat, es weiter so zu sehen und zu führen wie bisher. 


Gesund essen ist einfach. Warum so kompliziert denken, mit Kalorien zählen, Milch vermeiden,  Fleisch und Fisch auslassen. Fett komplett weglassen und Zucker erst recht? Wir Menschen leben schon seit mehrere tausende von Jahren. Und waren deutlich gesünder als wir jetzt in unserer heutigen Zeit.  Also warum nicht so essen, wie sie es früher auch getan haben?


Das Buch konnte mich packen und begeistern, weil es wieder einiges ins richtige Licht gerückt hat und es wieder stark bewusst gemacht hat. 



Es gibt ganz einfache Tipps,  die auch gut und leicht umzusetzen sind und ein Gelingen auch ermöglichen.  


Dass beide Autoren keine Wissenschaftlicher sind und viel aus ihrem Alltag und ihren Erfahrungen erzählen, macht sie umso sympathischer und auch für mich glaubwürdiger. 

Sie konnten mich vollkommen überzeugen mich auf meine Ernährung zu achten, aber nicht verrückt zu machen und für mich persönlich zu bestätigen,  dass ich das Meiste schon längst richtig mache. 


Ein sehr zu empfehlendes Buch, um aus dem Chaos der vielen Ernährungstheorien rauszukommen und natürliche,  echte, selbstgekochte Lebensmittel zu essen.  :-)


Note: 4,5/5


(Einen halben Punkt ziehe ich weg,  weil für mich der Teil " eine bessere Esskultur" komplett überflüssig war und für mich nichts gebracht hat. Ist aber eine sehr subjektive Meinung) 


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AnjaKoenigs avatar

ein sehr gutes buch, das ich auf jeden fall weiterempfehle. keine Belehrung, kein diätratgeber, aber viele hinweise, wie die Autoren durch ernährungsumstellung dem körper so viel gutes tun konnten, gewicht reduzieren eingeschlossen. auch ich habe durch Umstellung meiner Ernährung, (in Grundzügen in die gleiche Richtung, die auch die Autoren erklären), gewicht verloren und merke wie gut es tut, deshalb hat mich das buch auch so sehr interessiert. es beinhaltet viele interessante Details, von denen ich einige schon kannte, aber manche hintergründe noch nicht. ansonsten gibt es den schubs immer wieder in die richtige Richtung zurückzufinden durch gut durchdachte Infos und selbsterlebte erfahrungsbeschreibungen. dies ist ein Ratgeber, der verschiedene Aspekte mit einbezieht, sei es tipps für unterwegs, hintergründe zu den Gedanken, die zu Essgewohnheiten führen, Infos, wie man mit kleinen schritten weit kommen kann... und ist auch noch locker geschrieben und leicht zu lesen und zu verstehen. deshalb werde ich das buch mit Sicherheit jetzt nicht in den schrank stellen und vergessen, sondern immer wieder darin blättern. es motiviert mich meinen weg in diese Richtung weiter zu gehen und noch ein paar Kleinigkeiten mehr anzugehen. es gibt Anregungen, macht aber keinen schlecht. keiner muss danach leben, und wenn dann auch nicht in allen Aspekten, man erfährt aber, wie leicht manches umsetzbar sein kann und wie gut es tun kann.

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