Keine leichte Kost. Es ist erschütternd, herzzerreissend und unglaublich traurig, denn es ist viel mehr als nur eine Geschichte über Femizid.
Der Schreibstil ist so einfühlsam und gleichzeitig auf eine Art geschrieben, die das Thema zumindest etwas verdaubar macht. Die Autorin schreibt über die vielen Aspekte dieser schweren Thematik, denn es geht nicht nur um den Femizid selbst, sondern auch darum, was mit allen anderen Beteiligten geschieht. Was passiert mit den Kindern, den Eltern, den Freunden? Und was geschieht danach?
Emma wurde über Jahre von ihrem Ehemann gedemütigt, geschlagen und schliesslich ermordet. Sie wurde psychisch so sehr belastet, dass sie ihre eigenen Gefühle gegenüber ihrer Tochter Maja immer wieder infrage stellte.
Man erfährt viel über Maja und darüber, wie sie sich fühlt, was ihre Gedanken und Ängste sind. Dann sind da noch Liv, ihre beste Freundin, und Emmas Eltern Brigitte und Per. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven fühlt man mit ihnen, leidet mit ihnen und hofft gleichzeitig, dass auch alle weiteren Beteiligten irgendwann ihren Frieden finden können.
Man begleitet Maja dabei, wie sie in ihrem jungen Alter mit einer solchen Brutalität umgehen muss. Es gibt so viele verschiedene Einblicke in das Leben der Charaktere, dass einem wirklich das Herz zerreisst. Man bekommt Einblicke in die Vergangenheit und erfährt, wie Emma sich gefühlt hat und was sie alles durchmachen musste.
Auch wenn dieses Buch erschütternd ist, ist es dennoch absolut lesenswert. Es öffnet einem wieder einmal mehr die Augen für die Gesellschaft und dafür, wie viel hinter einem Femizid steckt und welche Auswirkungen eine solche Tat auf all die Menschen hat, die zurückbleiben.





















