Jasmin Tabatabai Rosenjahre

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Inhaltsangabe zu „Rosenjahre“ von Jasmin Tabatabai

Mit gerade mal zwanzig Jahren beschließt Jasmins Mutter Rosemarie, ihrer großen Liebe in den Iran zu folgen. Eine fremde Welt empfängt sie: die turkmenische Steppe, die Salons von Teheran und das aufregende Leben in einer persischen Großfamilie - mit all ihren Eigenheiten. Sehr persönlich und in beeindruckenden Bildern erzählt Jasmin Tabatabai vom Leben ihrer Mutter, vom Zauber ihrer iranischen Heimat und von ihrer Kindheit zwischen zwei Welten.

Habe ich vor drei oder vier Jahren als Taschenbuch gelesen und finde es sehr gelungen- macht Lust darauf, mehr über den Iran vor den Mullahs

— Domic
Domic

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  • Rezension zu "Rosenjahre" von Jasmin Tabatabai

    Rosenjahre
    Clari

    Clari

    20. July 2011 um 21:12

    Leben zwischen Orient und Okzident. In ihrer leichten, freimütigen und humorvollen Sprache schildert Yasmin Tabatabai das Leben ihrer Familie zwischen Deutschland und Persien. Ihre Mutter Rose hatte Mitte der fünfziger Jahre ihren zehn Jahre älteren späteren Mann, den Iraner Taba Tabatabai, in München auf dem Oktoberfest kennen gelernt. Sie war damals erst knapp zwanzig Jahre alt. Allen Warnungen ihrer Kollegen und Freundinnen zum Trotz folgte sie 1957 seiner Einladung nach Teheran. Die Familie Tabatabai zählte zu den begüterten, gebildeten und säkular ausgerichteten Kreisen im Iran. Doch selbstverständlich herrschen orientalische Sitten und Umgangsformen. Erste Eindrücke und die traditionellen Formen höflichen Verhaltens müssen erlernt und verstanden werden. Rose spürt bald, dass sie hier in eine fremdartige Kultur eintaucht. Sie bemüht sich, alles schnell zu lernen, um den Ansprüchen der freundlichen Familie zu genügen. Neugierig und überwältigt von den Ereignissen erlebt sie fasziniert die herzliche Aufnahme im großen Kreis der Familie. Die Heirat wird von den Brüdern und der Familie schon bald gefordert und vollzogen. Mit offenem Interesse erfreut sich Rose an den Kunstschätzen und der landschaftlichen Schönheit mit allen ihren Reizen, Gerüchen und exotischen Farben. Über viele Jahre ihres Ehelebens hat Rose noch die Herrschaft des letzten Shahs miterlebt, bis 1979 mit der islamischen Revolution alle Ansätze für eine mögliche demokratische Wende zunichte gemacht wurden. Bunt und spannend ist der Bericht von Yasmin Tabatabai. Sie kleidet die Atmosphäre, die Gastfreundschaft und das lebhafte Treiben der Familie mit ihren ausgedehnten Mahlzeiten in passende Worte. In fantasievoller und leicht naiver Ausrucksweise nimmt sie uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, in der es ungewöhnliche Erfahrungen und ein reiches Leben zu bestaunen gibt. Mit wacher Intensität leitet die Autorin von der Biographie der Mutter zu ihren eigenen Kindheitserlebnissen über. Die islamische Revolution bildet den Schlusspunkt eines eindrucksvollen und der Stimmung angemessenen Erlebnisberichts, der mit Spannung ausgeführt wird. Herzenswärme und tiefe emotionale Anteile belegen das Engagement dieser mitreißend geschriebenen Biographie.

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  • Rezension zu "Rosenjahre" von Jasmin Tabatabai

    Rosenjahre
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    13. April 2011 um 15:16

    Jasmin Tabatabai erzählt ihre Familiengeschichte. Sie beginnt mit dem Kennenlernen ihrer Eltern 1956 auf dem Oktoberfest. Bald folgt ihre Mutter Rose ihrer grossen Liebe in den Iran. Sie heiraten auf Druck der Familie ihres Vaters Taba. Nun erzählt sie über das Leben ihrer Eltern, die Geburt dessen Kinder und den politischen Umständen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig. Sehr angenehm ist, dass sie kurz und prägnant auf die Traditionen, Lebensstil und den politischen Ereignissen eingeht. Man ist trotzdem gut orientiert. Aber sie verliert sich nicht in unnötigen Details. Sie schafft es eine harmonische Familiengeschichte zu schreiben. Ich habe dieses Buch gerne gelesen. Man fühlt sich fast wie ein Familienmitglied, dass die Geschichte am Rande miterlebt. Das Buch ist keine Biografie über Jasmin Tabatabai, sondern erzählt eigentlich mehr die Geschichte ihrer Eltern.

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  • Rezension zu "Rosenjahre" von Jasmin Tabatabai

    Rosenjahre
    Roya

    Roya

    15. February 2011 um 22:42

    Da meine beiden Eltern aus dem Iran stammen, bin ich mal gespannt, wie tabatabai die Eindrücke Persiens rüberbringt :D

  • Rezension zu "Rosenjahre" von Jasmin Tabatabai

    Rosenjahre
    Birkhenne

    Birkhenne

    31. October 2010 um 11:18

    Spätestens seit dem Buch oder auch dem Film "Nicht ohne meine Tochter" sind Bücher über den Iran interessant geworden. Leider ist das Bild, dass die meisten von uns über den Iran haben sehr negativ durch die Nachrichten geprägt. Aber es gab auch einen Iran vor der Islamischen Republik. In dieser Familiengeschichte von Jasmin Tabatabai beginnt sie im Jahr 1956 als ihre Mutter in München auf dem Oktoberfest den persischen Unternehmer Modjtaba (später Taba genannt) kennen-und liebenlernt. Schon im Januar 1958 folgt ihre Mutter Taba in den Iran und bereits im Februar folgt eine von der Familie gewünschte Blitzhochzeit. Rosemarie (Rose), Jasmins Mutter bekommt zuvor von weiblichen Familienangehörigen einen Schnellkurs über die vielseitigen Sitten und Rituale, die mit einer persischen Trauung einhergehen. Jasmin schreibt wundervoll humorvoll und detailliert über die spontane Blitzhochzeit. Sie wurde dann später als Jüngste von vier Kindern 1967 in Teheran geboren. In ihrem Buch "Rosenjahre" beschreibt sie ihre Kindheit im Iran vor dem Ausbruch der Islamischen Revolution im Jahr 1979 und schildert in der Hauptsache das Leben ihrer Mutter Rosemarie (Rose genannt, die auch für den Buchtitel verantwortlich ist) im Iran (Persien) der 60iger und 70iger Jahre. In diesem Buch geht es weniger um Politik als um eine deutsch-iranische Familiengeschichte. Ich habe im November 2003 den Iran für einen Monat besucht und dort zusammen mit einer Internetfreundin deutscher Herkunft (seit 30 Jahren auch mit einem iranischen Maschinenbauingeneur verheiratet) eine Rundreise durch das Land gemacht. Zuvor hatte ich das Buch "Mögen deine Hände niemals schmerzen" von Bruni Prasske gelesen. Dies ist ein durch und durch positives Buch über den Iran. Nach der Lektüre musste ich das Land unbedingt kennenlernen. Es war nicht mein letzten Buch über den Iran. Das Buch endet mit dem wunderschönen Satz: "Zwanzig Jahre hatte meine Mutter im Iran gelebt. Sie sagt oft, dass es die schönsten Jahre in ihrem Leben waren. Rosenjahre." Eine sehr bewegende, menschliche und humorvolle Familiengeschichte.

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