Jasmina Schreck Ein Jahr in Finnland

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Inhaltsangabe zu „Ein Jahr in Finnland“ von Jasmina Schreck

Ob bei Konzerten mit schreienden Männern oder während heimtückischer Giftgasanschläge, ausgelöst durch Birkenpollen - Finnland ist irgendwie anders. Ganz anders. Ganz, ganz anders. Und Jasmina Schreck befindet sich mittendrin. Erlebt merkwürdige Feste, merkwürdige Menschen, eine merkwürdige Sprache und verliebt sich in dieses merkwürdige Land.

Spannender Einblick in die finnische Kultur.

— krissysch
krissysch

Es ist eines der wenigen Bücher, die es über das Leben im Norden gibt und es ist ein gutes Buch.

— wikiauslandde
wikiauslandde
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    Ein Jahr in Finnland
    taddy92

    taddy92

    22. April 2016 um 11:40

    Ob bei Konzerten mit schreienden Männern oder während heimtückischer Giftgasanschläge, ausgelöst durch Birkenpollen – Finnland ist irgendwie anders. Ganz anders. Ganz, ganz anders. Und Jasmina Schreck befindet sich mittendrin. Erlebt merkwürdige Feste, merkwürdige Menschen, eine merkwürdige Sprache und verliebt sich in dieses merkwürdige Land. Das Cover: Es spiegelt Finnland für mich perfekt wieder. Traumhafter Himmel, Schnee und Rentiere. Die Handlung: Wir begleiten Jasmin Schreck ein Jahr lang durch Finnland. Sie lebt seit mittlerweile 8 Jahren in Oulu und bringt uns die finnische Kultur näher. Fazit: Meine Meinung ist absolut zwei geteilt. Ich finde den Titel Ein Jahr in Finnland schonmal irgendwie nicht passend, da sie sich sowieso die meiste Zeit nur in Oulu aufhält und das für mich absolut nicht komplett Finnland widerspiegelt. Vorne weg noch einmal, ich war selbst 4 Monate in Finnland, kann also auch einiges was in dem Buch geschrieben wird ganz gut beurteilen. Beginnen wir also von vorne. Ich habe einen Haufen an Post-Its gebraucht, da ich alles, was ich selbst aus Finnland kenne erst einmal markiert habe. Ich musste oft schmunzeln, weil manche Sachen tatsächlich auch in anderen Städten/Regionen Finnlands genauso sind wie in Rovaniemi. Und hey, ich war froh, dass Rovaniemi in diesem Buch überhaupt 2 mal genannt wurde. Soweit so gut also. Dann folgte Seite 60, vorher ging es um Mücken, die in Finnland tatsächlich echt lästig sein können. Die Autorin schafft es auf einer kompletten Seite zu schreiben, wie sie vor den fiesen Viechern flüchtet und beschreibt es allen ernstes als würde sie von Personen verfolgt werden und wahrscheinlich gleich überfallen werden. Das war für mich dann schon zu viel des Guten. Dann, nach dem ab und an wieder schmunzeln angesagt war, auf Seite 90, war unserer Autorin im Bus auf dem Weg von Rovaniemi nach Levi. Schön und gut soweit aber dann: „In Lappland herrscht keine Eile. Auch nicht beim Busfahren, und schon gar nicht beim Ansagen der folgenden Haltestellen. Als der Fahrer bei Norwegen angekommen ist, will er die Uhr sogar um eine Stunde zurückstellen, um noch mehr Zeit zu haben.“ S. 90 Mein erster Gedanke war: Welche Route fährt der Bus von Rovaniemi nach Levi, dass er bei Norwegen ankommt? Es kann natürlich sein, dass 2014 der direkte Weg noch nicht fertig war, aber das ist doch sehr unwahrscheinlich. Und ja, wenn man nach Norwegen fährt sollte man die Zeit umstellen. Das passiert im Bus heut zu tage teilweise sogar automatisch. Sollte das Ironie gewesen sein, ist das leider zumindest bei mir nicht angekommen. Was mir außerdem nicht gefallen hat, war das sie das Buch geschrieben hat nachdem sie schon ein paar Jahre in Oulu gelebt hat. Anstatt uns zu erzählen wie es war, die finnische Sprache zu lernen, setzt sie gleich einen drauf und lernt Samisch. Warum? Das macht natürlich jeder, der nach Finnland auswandert. Natürlich ist es ihr Fachgebiet, genauso wie man hinnehmen muss, dass sie auf Heavy Metal, Pilze suchen und Wein herstellen steht. Aber mir haben einfach diese Probleme gefehlt, die man hat, wenn man in ein neues Land kommt. Sie zeigt zwar auch, dass die Finnen ein komisches Volk sind, ja das sind sie tatsächlich, aber es wurden einfach alle als total komisch hingestellt alle Nachbarn waren komisch, hatten irgendwelche Macken. Als wäre das in Deutschland nicht auch so. Außerdem finde ich den Klappentext auch nicht gerade super „merkwürdige Feste, merkwürdige Menschen, eine merkwürdige Sprache“ und überhaupt das ganze Land ist merkwürdig. Natürlich ist es anderes, die Finnen haben eine andere Kultur, die lachen bestimmt auch über die Feste die wir feiern. Finnland ist nicht merkwürdig. Finnland ist wunderschön. Mit all seinen Ecken und Kanten und vor allem der Natur, die meiner Meinung nach in dem Buch auch viel zu kurz kommt. Alles in allem ist meine Meinung, dass ich schon froh bin, dass Buch gelesen zu haben, einfach nochmal eintauchen zu können in dieses Land. Allerdings fand ich die Umsetzung nur wenig gelungen. Gerade für Leute, die das Buch lesen ,weil sie gerne mal nach Finnland reisen und sich vorher davon ein Bild machen wollen finde ich es nicht wirklich gut. Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch am Anfang des Aufenthaltes geschrieben wurde und nicht erst 8 Jahre später. Weil es tatsächlich Stellen gibt, die ich so auch bestätigen kann, gibt es von mir für das Buch 3 Sterne.

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  • Interessanter Einblick in die finnische Kultur

    Ein Jahr in Finnland
    krissysch

    krissysch

    28. January 2016 um 17:35

    Als Austauschstudentin kam Jasmina Schreck während ihres Studiums in eine kleine Stadt in Finnland - und blieb. Sie verliebte sich in den nordischen Charakter des Landes, die Einfachheit der Menschen, die Saunabesuche, die Stille, das finnische Leben. In "Ein Jahr in Finnland" schreibt sie über ihre Erlebnisse mit dieser neuen Kultur, ihren Erfahrungen, Entdeckungen und was sie sonst noch alles erlebt hat.   Nachdem ich nun schon mehrfach positive Rezensionen zu der "Reise in den Alltag"- Reihe vom Herder Verlag entdeckt hatte, war meine Neugierde geweckt. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte unbedingt auf der Verlagsseite nach den vielen verschiedenen Büchern stöbern, denn es gibt neben Finnland auch einige weitere Städte, Länder und Regionen, die in den jeweiligen Büchern bereist und entdeckt werden. Ich hatte ebenfalls ausgiebig dort gestöbert und mich schließlich dafür entschieden, mit Finnland anzufangen, da ich das Land sehr interessant finde, aber noch viel zu wenig darüber weiß und das unbedingt ändern wollte. Zu Beginn des Buches war ich direkt positiv vom Schreibstil der Autorin überrascht. Reiseberichte finde ich oft zu langatmig und zu chronologisch erzählt, aber hier konnte ich direkt in das Buch eintauchen und es lesen, als wäre es ein spannender Roman. Die Autorin hat nicht nur ein Jahr in Finnland verbracht, sondern lebt bereits seit mehreren Jahren dort und schildert Erlebnisse aus einem dieser Jahre. Anfangs gibt es daher eine kurze Einführung, in der sie erzählt, wie es sie nach Finnland verschlagen hat und warum sie geblieben ist, was mir sehr gut gefallen hat. Und auch während dem eigentlichen Jahr greift sie immer wieder ihre ersten Eindrücke auf, an die sie sich teilweise mittlerweile gewöhnt hat, die ihr teilweise aber auch immer noch als Deutsche ungewöhnlich vorkommen, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Schön fand ich auch die bunte Mischung aus ihren Erlebnissen. Diese reichen von tollen Wanderungen in der Natur über das Kennenlernen des Typischen finnischen Charakters bis hin zu traditionellen Festlichkeiten. Genau das hatte ich mir erhofft -  einen Rundumeinblick in Land, Kultur, Menschen und die finnische Lebensweise zu bekommen. Einzig die Kapitel, in denen die Autorin von ihren Erlebnissen auf Metal-Konzerten berichtet, die dort sehr typisch sind, fand ich weniger spannend, was aber einfach daran liegt, dass ich selbst mit dieser Musik nur wenig anfangen kann. Dafür haben mir aber umso mehr die Landschaftsbeschreibungen und ihre kleinen Ausflüge in die Natur inkl. Kräuter sammeln und Rentiertreffen umso besser gefallen, sodass die nordische Stimmung sehr gut rübergekommen ist. Insgesamt war ich daher positiv überrascht von dem Buch. Durch den angenehmen Schreibstil, der sich toll lesen ließ, war das Buch schnell beendet und zurück blieben die Informationen über Finnland, die ich zu erfahren gehofft hatte. Besonders schön war auch die Stimmung dieses ruhigen, fast immer kalten Landes, die mich bezaubern konnte. Daher gibt es von mir eine eindeutige Leseempfehlung und das Versprechen, dass dies nicht das letzte Buch der Reihe sein wird, das ich euch vorstellen werde.

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  • Im Land der unendlichen Weite...und der Rentiere!

    Ein Jahr in Finnland
    CHRISSYTINA

    CHRISSYTINA

    20. October 2015 um 23:50

    Zum Inhalt: Ihre Liebe zu der Metal-Band Sentenced führt Jasmina Schreck eines Tages unverhofft nach Oulu, einer finnischen Stadt mit knapp 200.000 Einwohnern, die bekannt ist für ihre jährliche Luftgitarren-Weltmeisterschaft. Diese eineinhalb Tage reichen aus, um in ihr die Idee heranreifen zu lassen, ihren Lebensmittelpunkt nach Finnland zu verlagern. Da sie zu diesem Zeitpunkt bereits Fennistik studiert und sie in Köln sowieso nichts mehr hält beschließt sie, im Rahmen eines Erasmus-Austausches probeweise nach Finnland zu ziehen. Tja, mittlerweile lebt sie schon seit sieben Jahren mit ihrem Freund Atte in Finnland. Dieser Freund ist übrigens schockiert als er erfährt, dass man in Deutschland tatsächlich Marmelade aufs Brot schmiert – das würde einem Finnen nie einfallen. Finnland mit seinen nur 5,4 Millionen Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von gerade einmal 16 Personen pro km² (vgl. Deutschland: 227 Personen pro km²) ist sicherlich der perfekte Ort für jemanden, der diese Ruhe und Weite in vollen zügengenießen kann. Jasmina jedenfalls, die sich selbst als eher ruhig und zurückhaltend beschreibt, fühlt sich sofort angesprochen. Sie beschreibt die Finnen als eher still und diskret, was auch ihrem eigenen Naturell entspricht. Ein Nebeneffekt dieser Tatsache ist jedoch, dass sie sich auch politisch in nichts einmischen – und das findet sie weniger gut. In diesem Buch schildert Jasmina Schreck, was sie in ihrem ersten Jahr in Finnland alles erlebt hat. Sie spielte beispielsweise Frisbeegolf, nahm am finnischen Mittsommer- und am Weihnachtsfest teil, übte sich im Kräuter sammeln oder stellte ihren eigenen Wein her. Außerdem kämpfte sie laufend mit den ständig präsenten Mückenschwärmen... Außerdem begann sie, die Sprache der Samen zu lernen, genauer gesagt Nordsamisch. Denn die eine samische Sprache gibt es eigentlich gar nicht, im Gegenteil, es sind viele Sprachen mit eigenen Regeln. In ihrem Buch erklärt sie einige Besonderheiten der nordsamischen Sprache, die hat es nämlich in sich. Aber auch die finnische Grammatik ist nicht einfach. Diese Schilderungen fand ich sehr interessant. Die Jahreszeiten spielen in Finnland eine besonders große Rolle. Im Sommer gelten mehr als 25 Grad Celsius bereits als Hitze. Überhaupt ist der „Sommer in Finnland kurz und schneearm“, was für unsereins eher gewöhnungsbedürftig ist. Und im Winter zeigt das Thermometer mitunter mehr als 20 Grad minus an. Was ihr außerdem zu schaffen macht sind die lang andauernden Dunkel- bzw. Helligkeitsperioden. Entweder geht die Sonne nur für ein paar Stunden täglich auf oder gar nicht mehr unter.                                                                                            Meine Meinung: Man bekommt hierzulande wirklich nicht oft Literatur über die nordischen Lände in die Hände, weswegen ich mich über diese Ausgabe ganz besonders gefreut habe. Jasmina ist sicherlich eine ungewöhnliche Person, die viele Seiten in sich vereint. Da sind ihre Leidenschaft für Metal-Musik, ihre eher leise Art, ihr Interesse für Sprachen, ihre Tätigkeit als Seminarleiterin an der Uni... Ich habe diese Lektüre wirklich genossen – es ist das perfekte Buch für lange Winterabende. Man wird in jedem Fall daran erinnert, dass es woanders von viel länger dunkel und außerdem viel, viel kälter ist. Wir sollten uns wohl glücklich schätzen ;)

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  • Finnlands Norden

    Ein Jahr in Finnland
    wikiauslandde

    wikiauslandde

    22. September 2015 um 20:46

    Sie berichtet über die überschaubaren Ereignisse in der Stadt Oulu, über das Studium, über die finnische Sprache und das tägliche Leben. Vom eigenen Wein herstellen, merkwürdigen Finnen, etc. Manchmal erzählt sie über eher unwichtige Sachen (zum Beispiel: der neue Hamster). Die Autorin beschreibt die Jahreszeiten, die Natur und der Leser erfährt die Schönheit der Natur. Man merkt wie sich die Autorin wohl fühlt in dieser nördlichen, stillen, überschaubaren und manchmal doch skurrilen Umgebung (nackte Jogger, merkwürdige Nachbarn). Respekt, wie sie sich in Finnland einlebte und sich wohl fühlt. Respekt, wie sicher sie die schwierige finnische Sprache beherrscht. Was mir am meisten gefällt (ich lebte selbst mehrere Monate in Lappland) ist, wie sie die Schönheit der Natur und des Lebens dort oben dem Leser näher bringt. Die Schönheit Finnlands sind nicht die Städte, sondern die abgelegene, unspektakuläre Natur mit der umgebenden Stille. Bei einer Wanderung , im Ferienhaus, beim Skilanglauf. Es ist eines der wenigen Bücher, die es über das Leben im Norden gibt und es ist ein gutes Buch. Stichwörter zum Inhalt: Vappu –Studentenfesttag, Mittsommerfest, Beeren & Pilze sammeln, Mücken & Bremsen, Typisch Ouluer, Konzert in Lappland, Wanderung Lappland, neues Meerschweinchen, Alkoholgesetz, Kaamos – Winterdunkelheit, ein neuer Wein, Samen und eigene Sprache, finnische Zurückhaltung, Nationalfeiertag, Weihnachten bei den Schwiegereltern, Schwedisch, Wortverwechselungen

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