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venwar_newroly

vor 2 Jahren

(9)


Inhalt in eigenen Worten:
Aysel will nicht mehr leben. Sie weiß, dass sie nichts mehr auf dieser Welt festhält. Sie spürt nur noch einen einzigen Gedanken und diesen will sie so schnell wie möglich umsetzten.
Doch nicht alleine, dafür ist sie nicht stark genug. So lernt sie über eine Internetplatform einen Gleichgesinnten kennen. 
Doch in Roman findet sie nicht nur einen Gleichgesinnten, sondern viel mehr. Sie fiindet in ihm einen, mit dem sie viel lieber Leben würde, als zu Sterben. 


Meine Meinung:
Jasmine Wagra hat es meiner Meinung nach geschafft ein wirklich ernstes und aktuelles Jugendthema auf eine verständnisvolle Art zu behandeln. Die Charaktere sind durchweg authentisch dargestellt und nicht kitschig, so dass man als Leser denkt, man müsse Mitleid haben. An manchen Stellen möchte man der Protagonisten sogar viel eher einen Tritt in den Allerwertesten geben.

Im Laufe des Romans fühlt man natürlich immer mehr mit Aysel mit und versteht ihre Umstände besser, auch wenn das große Geheimnis um den exakten Grund für ihre Depressionen und ihre Suizidgedanken erst am Ende des Romans gelüftet wird.
Auch mit Roman freundet man sich als Leser relativ schnell an und versteht seine Denkweise.
Klar, dass man nicht unbedingt alle Handlungen der beiden Jugendlichen nachvollziehen kann, aber ich denke, dass ist auch nicht Sinn der Sache, denn sie leiden ja schließlich an ihrer Psyche und können somit nicht immer genau das Richtige machen.

Besonders gefallen hat mir daher die Enwicklung der beiden. Vor allem bei Aysel, denn ihre Gedankengänge entfernen sich immer mehr von dem Gedanken an den Selbstmord. Das fand ich total schön. Wie viel ein einziger Mensch bei einem anderen Menschen ausmachen kann. Wie weit plötzlich Leben und Tod miteinander zusammenhängen.

Auch der Aufbau des Buches hat mir gefallen. Warum genau, kann ich nicht erklären ohne zu spoilern, aber so viel sei verraten, am Ende werden die Nerven auf eine harte Zerreißprobe gestellt.
Und ob es ein Happy End gibt, dass alle zufriedenstellt, verrate ich auch nicht. 

Auch der Schreibstil hat mir gefallen, weil er realtiv locker und leicht war und ab und zu vielleicht auch mal hart war, aber so dass es nicht unter die Gürtellinie geht. 

Fazit:
Man merkt, dass mir das Buch echt total gefallen hat und ich nicht wirklich Kritikpunkte finden kann. Am Ende blieben zwar ein Paar Fragen offen und ich hätte mir ein Paar Seiten mehr gewünscht, aber ich denke im Leben ist es auch so, dass es einfach aufhört und nicht alle Antworten ausgesprochen werden müssen.

Autor: Jasmine Warga
Buch: Mein Herz und andere schwarze Löcher
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