Jason Dark John Sinclair - Folge 1996: Bluternte

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Inhaltsangabe zu „John Sinclair - Folge 1996: Bluternte“ von Jason Dark

Es war ein besonderer Plan, den Justine Cavallo ausgeheckt hatte. Um sich und ihre Artgenossen immer mit Blut versorgen zu können, wollte sie an bestimmten Orten Reserven anlegen. Die Cavallo hatte sich jemanden besorgt, der ihr die Aufgabe abnahm, das Blut von unschuldigen Menschen zu besorgen ...

Es ist eine Schande und eine Ohrfeige für jeden unbekannten Autoren, dass so etwas verlegt wird!

— Jare
Jare
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  • Jason Dark bleibt sich treu - es ist eine Zumutung!

    John Sinclair - Folge 1996: Bluternte
    Jare

    Jare

    13. October 2016 um 18:22

    Oberinspektor John Sinclair wird von einem ehemaligen Priester in eine besondere Kirche gebeten. Dort finden sie an der Decke eine unbekleidete junge Frau, die der Geisterjäger zum Yard bringen will. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, dass seine Widersacherin Justine Cavallo in diesen Fall involviert ist und einen perfiden Plan verfolgt.  Nachdem die letzten Sinclair-Romane wieder von Gastautoren verfasst wurden, ist jetzt Serienschöpfer Jason Dark an der Reihe. Ich hatte bereits befürchtet, dass das unterhaltsame, spannende und durchaus gute Niveau nunmehr verloren gehen wird. Und was soll ich sagen? Jason Dark erfüllt die ihn in gesetzten Erwartungen zu einhundert Prozent.  Es ist wieder einmal eine stilistische Zumutung, was hier auf den Leser losgelassen wird. Jeder Aufsatz eines Achtklässlers liest sich wahrscheinlich besser, als das, was ein erfahrener Autor hier anbietet. Hölzerne, vollkommen leblose Sätze, dümmliche Aussagen und kindische Handlungen werden hier aneinandergereiht. Zum wiederholten Mal frage ich mich, wann Bastei endlich die Reißleine zieht und Jason Dark aus der Serie aussteigen lässt. Die Unterschiede zwischen seinen und den Werken seiner Gastautoren sind inzwischen so exorbitant groß, dass es eine Beleidigung des Lesers ist, für solche Romane noch Geld zu verlangen. Hier ein paar Beispiele von der Sprachkunst, die den Leser erwartet: John Sinclair hat soeben einen Mann (noch dazu einen ehemaligen Priester) kennengelernt. Zitat der Begrüßung: „Er kam auf mich zu und wir klatschten uns ab“. Fehlte nur noch ein "Jo, Bruder". Wenig später sinniert John über den Duft in der freien Natur. Zitat: „Da roch das Gras so wunderbar intensiv und es füllte meine Nase“. Hoffentlich konnte er danach überhaupt noch atmen. Sehr bezaubernd fand ich auch die folgende Aussage: „Sogar ein Fernglas hatte ich bei mir. Da war alles deutlicher zu erkennen“. Wow, eine echte Erkenntnis. Auch diese Aussage hat mich verblüfft: „Sie ist eine Teleporterin, die sich selbst von einem Punkt zum anderen bewegen kann“. Dieser Satz hat mir vor Augen geführt, dass ich ein Teleporter bin, da auch ich mich von einem Punkt zum anderen bewegen kann.  Und so geht es den ganzen Roman durch. Dazu kommen unzählige Füllwörter wie auch oder sehr und die permanente Verwendung von Hilfsverben. Ganz ehrlich, so kann sich nicht einmal ein Hauch von Lesefreude einstellen. Außerdem ist es eine Schande, dass ein großer Verlag wie Bastei so etwas überhaupt zulässt.  Fazit: Von vielen schlechten Romanen, die ich in den letzten Monaten von Jason Dark gelesen habe, ist "Bluternte" ein besonders miserables Werk. Ich kann nur hoffen, dass Bastei irgendwann erkennt, dass es Zeit für den Ruhestand von Jason Dark ist. Ich bin wirklich ein großer Fan der Serie und mir ist auch durchaus bewusst, dass hier nicht die große Literatur angeboten wird. Aber die Romane von Michael Breuer und Ian Rolf Hill haben gezeigt, dass es anders geht. So einen sprachlichen Schrott muss man sich für den relativ schmalen Preis von 1,49 EUR nicht bieten lassen. 

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