Max liebt Kleber . Er kann gar nicht genug davon bekommen, genau wie seine Eltern, mit denen er immer gemeinsam bastelt. Deswegen glaubt er auch der Lehrerin kein Wort, als sie warnt: „Zu viel Kleber trocknet nicht.“ Stattdessen sucht er sich die größte Flasche, spritzt den klebrigen Inhalt auf den Tisch und dekoriert das Ganze. Zum Abschluss will er dem Kunstwerk die Krone aufsetzen und stürzt sich selbst auf den Tisch – doch jetzt klebt er fest. Seine Freunde, die Lehrer und die Schulkrankenschwester versuchen ihn zu retten, doch durch ihre Aktionen wird Max immer klebriger, verschmierter und bunter. Schließlich hat Max die rettende Idee und lässt seine Freunde einen großen Fächer bauen. Dank ihm trocknet der Kleber schließlich doch. Und sein Papa kann Max als großes Kunstwerk mit nach Hause nehmen.
Die Geschichte, die Bibliothekar und Vorschullehrer Jason Lefebvre erzählt, wird wohl jeden Pädagogen aufschreien lassen. Denn weltweit erzählen Lehrer und Kindergärtner: Zu viel Kleber trocknet nicht! Dass Max das nicht glauben will und selbst herausfindet, was passiert, macht die Geschichte sympathisch und nachvollziehbar – und nicht nur für Kinder unglaublich komisch. Einen großen Beitrag dazu leisten auch die wunderbaren Illustrationen von Zac Retz, der bunt und detailliert das klebrige Abenteuer ausgestaltet. Besonders schön gelingt ihm Max‘ Mimik, in der sich kindliche Freude am Experimentieren abzeichnet. Diese gesunde Neugier wird nicht bestraft – zwar muss Max zunächst mit den Konsequenzen zurechtkommen, doch er wird nicht geschimpft und von seinen Eltern sogar für das ungewöhnliche Kunstwerk gelobt. So ist „Zu viel Kleber“ kein Buch zum Lernen, sondern ein Buch zum Lachen – ein Bilderbuch, das Kinder stark macht.


