Jason Lewis

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Autor von Die Expedition.

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Die Expedition

Die Expedition

 (2)
Erschienen am 05.10.2015

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Rezension zu "Die Expedition" von Jason Lewis

Um die Wahrheit zu sagen, wir beide hatten nicht die geringste Ahnung, worauf wir uns da einließen.
sabatayn76vor 10 Monaten

‚Um die Wahrheit zu sagen, wir beide hatten nicht die geringste Ahnung, worauf wir uns da einließen.‘ (Seite 22, Buch 1)

Jason Lewis‘ Freund Steve möchte ein echtes Abenteuer erleben und etwas ganz Neues entdecken. Es scheint allerdings, als gäbe es im Jahre 1992 keine Reiserekorde mehr zu brechen - nur die Tiefsee und das Weltall sind zu großen Teilen unerforscht und scheinen Möglichkeiten für ein echtes Abenteuer zu bieten.

Doch dann hat Steve eine zündende Idee und möchte seinen Freund dafür begeistern und für eine Reise anwerben: den Globus erstmals nur mit der eigenen Muskelkraft umrunden.

Steve ist erfolgreich, kann Jason mitreißen und zu seinem Abenteuer überreden. Die Vorbereitungen sind mühsam, aber die beiden Freunde lassen sich nicht entmutigen, und zwei Jahre später fällt endlich der Startschuss: Steve und Jason starten in Greenwich und machen sich auf den Weg gen Westen.

Dreizehn Jahre und 74842 Kilometer erreicht Jason den Nullmeridian wieder, nachdem er mit wechselnder Reisebegleitung, im Tretboot, Kajak, Ruderboot, schwimmend, mit dem Fahrrad, mit Inlineskates bzw. zu Fuß einmal die Erde umrundet hat.

In ‚Die Expedition‘ erzählt Lewis von den besuchten Ländern, von Abenteuern, Unfällen, Gefahren, zwischenmenschlichen Konflikten, Freude, Stolz und seiner - zugegebenermaßen absolut großartigen - Leistung.

Den Einstieg ins Buch fand ich wirklich spektakulär: Der Leser ist dabei hautnah dabei, als Lewis im australischen Queensland einem Saltie, einem Salzwasserkrokodil, begegnet. Ich war nach dem Lesen des ersten Kapitels sehr gespannt auf Lewis‘ Reise und seine Erlebnisse, die ich auch nach der Lektüre seiner zweibändigen Reisebeschreibung bemerkenswert finde, auch wenn ich mit dem Autor selbst nicht warm geworden bin, was mein Lesevergnügen sehr getrübt hat.

Lewis wirkte auf mich wie ein Stereotyp eines unangenehmen Menschen, der sich vor allem für Alkoholexzesse interessiert und immer wieder in sonderbare Situationen gerät, sich mit Geschlechtskrankheiten ansteckt, sich extrem egoman verhält und sich eigentlich recht ahnungslos auf die große Reise einlässt. Ich empfand seine Schilderungen oft als ermüdend, auch aus dem Grund, weil ich mich selbst nicht für Alkoholexzesse interessiere und ein solches Leben einfach langweilig finde. Auch dann, wenn der Exzess auf einer eigentlich spektakulären Reise geschieht.

Auch fand ich, dass einige Aspekte zu detailliert beschrieben und immer wieder erwähnt wurden. Ich selbst muss nichts von eitrigen Geschwüren und Geschlechtskrankheiten lesen, wenn ich einem Reisebericht folgen möchte. Ich hatte bei diesen Episoden oft den Eindruck, der Autor verstehe diese Dinge als eine Art Trophäe - auch ein Grund, warum es zwischen uns nicht recht gefunzt hat.

Ich habe irgendwann nur noch quergelesen, weil ich die Ausführungen zu weitschweifig fand, weil ich aber trotzdem wissen wollte, was die 13 Jahre über so passiert und wo der Autor gelandet ist.

Mir hat der Reisebericht dieser im Grunde bemerkenswerten Reise leider nicht gefallen, obwohl die Reise an sich viel Spannung und viel Fernweh versprochen hat.

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