Der Fall Jane Eyre

von Jasper Fforde 
3,4 Sterne bei14 Bewertungen
Der Fall Jane Eyre
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Positiv (6):
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Eine Spezialpolizei, um die Welt vor Literaturdieben und -fälschern zu schützen - eine herrliche Vorstellung...

Kritisch (3):
M

Sehr gute Idee, aber die Umsetzung hat Schönheitsfehler..

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Fall Jane Eyre"

Eine rasante, witzige, intelligente Mischung aus Science Fiction, Krimi, Abenteuer. Ein Spiel mit der Literatur, ein fabelhaftes Hirngespinst.§Super-LiteraturAgentin Thursday Next jagt den Erzschurken Acheron Hades, der droht, vielgeliebte Gestalten der Weltliteratur aus dem Gedächtnis der Menschheit zu tilgen. Er visiert Charlotte Brontës berühmtesten Roman an. Nur Thursday kann Jane Eyre retten - und verändert deren Leben entscheidend ...§"Jasper Ffordes Heldin ist in England längst Kult. Intelligenter Nonsense hoch drei - und vor allem: eine tolle Liebeserklärung an die Literatur." Norddeutscher Rundfunk

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783491911918
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Patmos
Erscheinungsdatum:01.01.2005
Das aktuelle Buch ist am 01.01.2004 bei dtv erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    MariaArcosvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr gute Idee, aber die Umsetzung hat Schönheitsfehler..
    Idee genial, Umsetzung mau

    Das Buch Jane Eyre wird von allen geliebt - nur mit dem Schluss ist niemand zufrieden. Weil schon seit jeher das Happy End fehlt.

    Dass hier eventuell etwas nicht stimmen kann, dass ein Schurke hier sein Unwesen treibt und von aussen auf die Handlung einwirkt... und eine echte Heldin ihn stellt: die Idee des Buchs, die Rezensionen haben mich neugierig gemacht.
    Erstens bin ich eingefleischter Jane Eyre Fan und habe das Buch so oft gelesen, dass ich es fast auswendig kann.
    Zweitens wurde mir hier eine furiose, spannende Parallelwelt versprochen, auf die ich als ebenfalls eingefleischter Terry Prattchett Fan sehr gespannt war.

    Aber genau da hat es dann bei mir angefangen: mit dieser Parallelwelt konnte ich einfach nicht warm werden.
    Eine Welt, in der die klassische Literatur eine so große Rolle spielt, dass Anhänger moderner Literatur geächtet werden wie in unserer Welt Anhänger einer extremen politischen Meinung.
    Eine so große Rolle, dass der halbe Geheimdienst nichts anderes macht, als sich mit Literatur zu beschäftigen.
    Eine so große Rolle, dass sich ganze Menschenmassen umbenennen lassen in den Namen ihres Lieblingsautors und sich zu Jahreskonferenzen treffen.
    Bis hierher, gut :).

    Auch die Zusammenstellung von Religionen passen sich gut in dieses Weltbild ein. Zeitreisen sind auch noch OK.

    Aber warum muss in der gleichen Parallelwelt die Gentechnik auf so einem hohen Stand sein, dass sich jeder über kleine Geschenkpackungen ausgestorbene Tiere "basteln" kann, die Luftfahrt, Teile der Medizin und der Unterhaltungselektronik sind aber auf dem Stand Anfang des Jahrhunderts stagniert?
    Passt für mich nicht, irgendwie bleibe ich da hängen (wobei es mir richtig gut gefallen hat, ich es als gelungene Satire und Kritik empfunden habe, wie der Autor in einem Unterhaltungsroman Gentechnik als Hobby für jeden darstellt).

    Warum muss der Krimkrieg andauern und andauern und andauern?
    Warum werden neue Regierungsformen für die Länder aufgedrängt?

    (Ja, ich weiß, wegen Satire und Witz und Ironie und so weiter, ich fand es jetzt als Idee nicht schlecht, aber für mich hat es im Kontext nicht zum Rest gepasst).

    Irgendwie fehlen mir hier Übergänge, ich habe das Gefühl, Jasper Fforde wollte möglichst viel in seinen Roman packen, ohne die Stimmigkeit zu prüfen, die Übergänge auszufeilen.
    Die Welt von Thursday Next besteht aus vielen Puzzleklötzchen, mit denen der Leser beworfen wird, ohne dass er sie nachher ganz passend zusammensetzen kann.

    Gerade am Anfang musste ich mich (trotz gutem Schreibstil und hervorragender Verarbeitung zum Hörbuch) zwingen, weiterzuhören, um die Fäden wieder zueinanderzuführen - zu durcheinander war die Welt, zu unstimmig die Zusammenhänge. Den Schluss habe ich mir nur noch angehört, weil ich wissen wollte, ob Thursday Landon bekommt und ob Jane Rochester auch in diesem Buch kriegt.

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    pardens avatar
    pardenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Spezialpolizei, um die Welt vor Literaturdieben und -fälschern zu schützen - eine herrliche Vorstellung...
    Kampf den Literaturfälschern...

    KAMPF DEN LITERATURFÄLSCHERN...

    Als Geheimagentin Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt, ahnt sie schon, daß ihr die größte Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht: Niemand anderes als der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Brontë entführt, um Lösegeld zu erpressen. Eine Katastrophe für England, das mit dem seit 130 Jahren tobenden Krimkrieg schon genug Sorgen hat. Aber Thursday Next ist eine Superagentin: clever und unerschrocken. Und wenn sie wirklich mal in die Klemme gerät, kommt aus dem Nichts ihr von den Chronoguards desertierter, ziemlich anarchistischer Vater, um für ein paar Minuten die Zeit anzuhalten...

    Eine schräge Welt ist es, die Jasper Fforde hier vorstellt. Eigentlich spielt das Geschehen im England der achziger Jahre, doch hat der Autor hier einige eigenwillige Wendungen vorgenommen: England befindet sich seit über 100 Jahren im Krieg mit dem zaristischen Russland um die Krimhalbinsel, Wales hat seine Unabhängigkeit als kommunistischer Staat erklärt, und nicht die Flugzeuge haben sich im Luftverkehr durchgesetzt, sondern die allseits beliebten Zeppeline.

    Geheimagentin Thursday Next ist auch keine gewöhnliche Polizistin: sie gehört einer speziellen Einheit des 'Special Operations Network' (SpecOps) an. Sie ist eine Literatur-Agentin (LitAg), die Verbrechen an der Literatur verfolgt. Zeitreisen und Reisen in (und aus) Büchern sind hier möglich, Wirklichkeit und Fiktion vermischen sich immer wieder. Wegen des hohen Ansehens von Kunst und Literatur sind Bücherfälschungen an der Tagesordnung und werden von den LitAgs streng geahndet.

    Meist besteht das Leben eines LitAgs nur aus langweiliger Schreibtischarbeit, doch als das Originalmanuskript von Jane Eyre gestohlen wird - und dies ausgerechnet von dem berüchtigten Erzschurken Acheron Hades  - finden sich die Literatur-Detektive rund um Next in turbulenten und gefährlichen Ermittlungen wieder. Und die Zeit drängt, denn Acheron Hades hat die Hauptfigur des Romans als Geisel genommen, und wenn den LitAgs die Rettung von Jane Eyre nicht rechtzeitig gelingt, wird das Originalmanuskript - und mit ihm alle Ausgaben des Buches - für immer verändert.

    Was für eine durchgeknallte und witzige Idee hat Jasper Fforde hier buntgelaunt umgesetzt. Ffordes Welt strotzt vor verrückten Einfällen, die sich an Absurdität überbieten, und die zahlreichen Ausflüge und Anspielungen in die Welt der Literatur sowie die oftmals auch reichlich skurrilen Charaktere sind für den Leser in der Tat sehr vergnüglich. Immer wieder wird hier auch auf das Mysterium "Shakespeare" angespielt. Wer steckte wirklich hinter dem großen englischen Barden? Hat der weltberühmte Schriftsteller die zahlreichen Stücke tatsächlich selbst geschrieben - oder war es doch Christopher Marlowe oder Francis Bacon oder gar der siebzehnte Earl von Oxford? Eine Hommage an die Welt der Literatur, auch wenn hier einige Stücke ihr Fett abbekommen und nichts so bleiben muss, wie man es kennt...

    Elisabeth Günther liest das rasante (ungekürzte) Spektakel von 12 Stunden und 24 Minuten in angenehmer und der jeweiligen Situation entsprechender variantenreicher Stimmlage - besonders das Reden nach einer hyperaktiven Aktion der Bücherwürmer hat mir hier besonders gefallen. Auch wenn die Charaktere eher distanziert bleiben, ist Fforde hier eine unterhaltsame Mischung aus Krimi und fantastischen Elementen gelungen, die eindeutig Lust auf mehr macht!



    © Parden



    Die Reihenfolge der Bände um Thursday Next:

    1. Der Fall Jane Eyre
    2. In einem anderen Buch
    3. Im Brunnen der Manuskripte
    4. Es ist was faul
    5. Irgendwo ganz anders
    6. Wo ist Thursday Next?
    --------
    7. (noch nicht auf Deutsch): The woman who died a lot

    Kommentare: 7
    26
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    Rebekka_NPs avatar
    Rebekka_NPvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wie oft bei Jasper Fforfe: großartige Ideen, aber die Charaktere bleiben mir etwas zu kühl.
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    AnnikaLeus avatar
    AnnikaLeuvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Berufswunsch: LitAg
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    theworldisavampires avatar
    theworldisavampire
    KarztenBrequers avatar
    KarztenBrequervor einem Jahr
    K
    KEssvor 3 Jahren
    ralf_boldts avatar
    ralf_boldtvor 4 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Cadiyas avatar
    Cadiyavor 5 Jahren

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