Thursday Next: In einem anderen Buch

von Jasper Fforde 
4,5 Sterne bei260 Bewertungen
Thursday Next: In einem anderen Buch
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S

Spannend aber anstrengend, trotzdem immer wieder gern. Freue mich auf Teil 3

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Zwischendurch hatte ich Sorge, das Next-Girl und Fforde hätten die Handlung vergessen. Dennoch meistens witzig.

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Inhaltsangabe zu "Thursday Next: In einem anderen Buch"

»Jasper Ffordes Heldin ist in England längst Kult. Intelligenter Nonsens hoch drei und vor allem: eine tolle Liebeserklärung an die Literatur.« MDR-Fernsehen
Spezialagentin Thursday Next, eben noch strahlende Heldin im Falle Jane Eyre, wird schwer in die Mangel genommen: Ihre eigene Dienststelle lässt sie beschatten, bei der Mammut-Herbstwanderung fällt ihr ein Oldtimer fast auf den Kopf, ihr Dodo legt in ihrer Küche ein Ei, der eben erst erworbene Ehemann wird von der ChronoGarde genichtet, und obendrein geht am 12. Dezember die Welt unter, wenn sie und ihr ewig zeitreisender Vater nicht herausfinden, warum sich plötzlich alles in rosa Soße verwandelt. Zum Glück findet sie in Miss Havisham eine strenge Lehrerin, die ihr zeigt, wie man sich mit Hilfe von Jurisfiction nicht nur aus einem Prozess à la Kafka, sondern auch aus einer Waschanleitung für Angorapullover befreit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423212946
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:424 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.06.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.05.2014 bei Audible GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    CocuriRubys avatar
    CocuriRubyvor 2 Jahren
    Kreativ, Innovativ, Begeisternd

    Man kommt sehr gut in die Geschichte rein. Wenn man noch weiß wer Thursday, Bowden und Landen ist, dürfte man keine Schwierigkeiten haben.

    Der zweite Teil ist sogar noch abgedrehter als der erste. Ich würde sagen, dass der erste Teil schon etwas Verrücktes an sich hatte, aber dieser Teil ist wirklich abgedreht.

    Das meine ich nicht mal negativ, weil ich sowas liebe! Aber das muss man mögen, sonst wird man mit diesem Buch nicht glücklich werden.

    Dieses Mal wird auch mehr Blick auf die Welt und Thursdays Familie gelegt. Die beide so einiges zu bieten und entdecken haben.

    Jeder hat in seiner Familie diesen einen verschrobenen, leicht verrückten Onkel oder Tante. Bei Thursday sind ALLE Mitglieder ihrer Familie so. Und das ist absolut sympathisch – man möchte ein Teil davon sein.

    Die Detailliebe für diese Welt/Gesellschaft ist unglaublich und wirklich alles fügt sich zu einem perfekten Bild zusammen – auch wenn es noch so abgedreht ist.

    Selbst vermeintlich alltägliche Dinge werden zum Erlebnis. Allein die Darstellung eines Buchverkaufes von stark reduzierten Büchern in einem modernen Antiquariat, war der Hammer!

    In diesem Band wurde viel Fokus auf Zeitreisen gelegt.

    Das Ganze auch mehr auf die fiktive, als wissenschaftliche Sicht. Es gab da durchaus Paradoxien, aber die wurden von dem Buch selbst aufgegriffen bzw. angesprochen und sehr charmant erklärt. Deshalb finde ich das wirklich gut gemacht und natürlich ist es auch sehr kreativ in Szene gesetzt. 

    Allerdings erlaubt dieses Konzept der Geschichte sehr viel. Auch außerhalb der Zeitreisesache gibt es ein paar Dinge, wo sich logische Fehler finden lassen. Die werden in aller Regel aber gut kaschiert.

    Man übertreibt bei dieser Reihe auch wirklich nicht, wenn man sagt, dass so ziemlich alles an dem Buch kreativ ist.

    Da wird auch nicht von Parallelwelten, Zeitrealitäten oder auch eine ganze Welt der Gedanken halt gemacht.

    Es werden allgemein sehr viele Themen an- oder besprochen. Wie z.B. Zeitreise, Ausmaß von Erinnerungen, Konzernmonopole, Überwachung, Zensur, der Frage was Kunst ist usw.

    Aber natürlich steht im Mittelpunkt, die Liebe zur Literatur, die man auch in diesem Band überall herauslesen kann – vielleicht sogar noch mehr als im ersten Band, weil sich hier nicht auf ein Roman fokussiert wird.

    Allerdings müsste man alle Werke gelesen haben, auf die hier angespielt werden, weil man sonst ein paar Raffinessen verpasst.

    Das dumme ist, dass man vorher nicht wissen kann, auf was für Werke oder Figuren angespielt werden. Denn es gibt keine Liste oder so etwas. Man merkt das Defizit also erst, wenn es zu spät ist (zumindest wenn man keine Lust hat das Buch zu unterbrechen und das betreffende Werk nachzulesen).

    Was ich auch etwas schade fand war, dass das Buch nicht so ganz in sich abgeschlossen ist – damit hatte ich aber gerechnet, weil es bei dem ersten Band der Fall war.

    Es ist auch nicht gänzlich offen, ich würde sagen es gab in dem Band zwei große Handlungsthemen – eine davon wurde aufgelöst, die andere nicht. Irgendwie fühlte ich mich da fast ein wenig halbherzig zurück gelassen – aber macht nichts, ich habe den dritten zum Glück bereits griffbereit.

     

    Fazit

    Insgesamt bin ich bisher sehr begeistert von der Reihe – ich finde den zweiten Band sogar noch etwas besser als den ersten.
    Es ist unglaublich kreativ, es ist vielschichtig, sehr unterhaltsam und eine Liebeserklärung an die Literatur.

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    Historikervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Thursday Next forever!
    Ich liebe Thursday Next

    Meine Güte, wieviele Bücher muss der Autor schon gelesen haben, wenn er so eine Handlung in und um Bücher zaubern kann. Diese Bücherreisen, Verschachtelungen und gefährlichen Verknüpfungen sind einfach vergnüglich zu lesen und wenn man wie ich die meisten der vorkommenden Bücher kennt, kann man auch gut beurteilen, dass alles stimmig ist. Ich wünschte, jeder Autor würde so gut recherchieren und sein Metier so gut beherrschen.

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    photovivievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spaß, Spaß, Spaß!
    In einem anderen Buch

    Ich bin dieser Reihe ja nun wirklich verfallen. Während ich dies hier schreibe, liegt Band drei schon neben mir! Normalerweise übernehme ich keine Inhaltsbeschreibungen des Verlages, doch hier muss eine Ausnahme machen. Lies weiter, und du weißt wieso!

    Spezialagentin Thursday Next, eben noch strahlende Heldin im Falle Jane Eyre, wird schwer in die Mangel genommen: Ihre eigene Dienststelle lässt sie beschatten, bei der Mammut-Herbstwanderung fällt ihr ein Oldtimer fast auf den Kopf, ihr Dodo legt in ihrer Küche ein Ei, der eben erst erworbene Ehemann wird von der ChronoGarde genichtet, und obendrein geht am 12. Dezember die Welt unter, wenn sie und ihr ewig zeitreisender Vater nicht herausfinden, warum sich plötzlich alles in rosa Soße verwandelt. Zum Glück findet sie in Miss Havisham eine strenge Lehrerin, die ihr zeigt, wie man sich mit Hilfe von Jurisfiction nicht nur aus einem Prozess à la Kafka, sondern auch aus einer Waschanleitung für Angorapullover befreit.

    Zuvor Band eins zu lesen ist unbedingt erforderlich, Band zwei macht ist wieder enorm verrückt und macht Spaß, doch mit Band eins kann er nicht mithalten. Trotzdem: Enormer Spaßfaktor für Literaturliebhaber!

    Schau gerne für weitere Rezensionen auch auf meinem Blog www.buchstuetze.wordpress.com vorbei!

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    The iron butterflyvor 4 Jahren
    Große Erwartungen an Mrs. Thursday Next

    "In einem anderen Buch" deutet bereits darauf hin, dass Agentin Thursday Next wieder mal intensiv in die Literatur abtaucht, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Wie bereits im ersten Teil der Reihe wird Thursday unter anderem in die laufenden Ermittlungen gegen ihren Vater hineingezogen. Auch kann das Verbleiben von Jack Schitt im "Raben" so natürlich nicht von der Goliath Corporation toleriert werden. Dodo Pickwick hat zudem eine wundersame Überraschung für Thursday und Landen parat und irgendwie scheinen die Zufälle nicht abreißen zu wollen. Wie ein Glas mit Reis und Linsen weiterhelfen kann und warum Thursday als Lehrling von Miss Havisham noch jede Menge zu lernen hat - Jasper Fforde hat jede Menge und noch viel mehr in den zweiten Band gepackt.
    Die Geschichte knüpft unmittelbar an die Handlung aus dem ersten Band "Der Fall Jane Eyre" an und nimmt erneut rasant Fahrt auf. Hier lässt Fforde dem Leser keine echte Verschnaufpause und wartet mit zahlreichen neuen und übermächtigen Herausforderungen für seine Heldin auf. Interessant sind weiterhin die Aufgaben der Literaturagentin Thursday Next, die als starke und emanzipierte Frau vor keiner Gefahr zurückschreckt, für ihre Ideale kämpft und doch eine zarte Seite sowie ganz viel Herz behalten hat.
    Etwas verwirrend sind die Gesetze der Zeitreisen mit Papa Next, denen ich, wie so mancher Protagonist auch, nicht ganz so folgen konnte. Meinen Lesespaß konnte das nicht wirklich schmälern, aber Band 1 konnte trotzdem nicht getoppt werden, daher ziehe ich mal einen Stern ab, den nur wahrhaft echte Lieblingsbücher verdienen...in der Hoffnung in den Folgebänden der Reihe wieder atemlos und voller Begeisterung der Heldin Thursday folgen zu können.

    Beeindruckend auch diesmal die Begeisterung für klassische Literatur, die Jasper Fforde weckt. Miss Havisham muss man kennengelernt haben und somit rückt Dickens auf dem Stapel der ungelesene Bücher ins vordere Drittel.

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    Micha1985vor 4 Jahren
    Mitreißend

    Dies ist der 2. Teil der „Thursday Next“-Reihe und legt nochmal an Spannung und Tempo zu, was man sich nach dem ersten Band gar nicht mehr vorstellen konnte. Doch Jasper Fforde hat es tatsächlich geschafft, auf den brillanten ersten Band einen mindestens gleichwertigen, wenn nicht sogar noch besseren Roman folgen zu lassen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
    „In einem anderen ...Buch“ muss Thursday so einiges erleiden. Ihr Ehemann wurde von Goliath genichtet und sie wird somit erpresst Jack Schitt wieder aus dem „Raben“ herauszuholen wenn sie ihn jemals wiedersehen will. Außerdem taucht ihr Vater auf und erklärt ihr, dass sie den Weltuntergang am 12. Dezember verhindern muss. Sie wird eine Jurisfiktion-Agentin und kommt zur Ausbildung zu Miss Havisham (aus große Erwartungen) wo sie lernt wie man sich in Bücher liest und was in der Welt der Bücher so alles möglich ist…
    Dieses Buch raubt einen beim Lesen den Atem und man kann es kaum erwarten den 3. Teil in die Hände zu bekommen. Die Geschichte geht absolut rasant weiter so dass man versuchen muss bei dem Tempo Schritt zu halten. Die Sucht geht weiter!

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    Jagnows avatar
    Jagnowvor 5 Jahren
    Eine Rezension in Prosa

    Als ich ihr begegnete, kam sie gerade aus dem ersten Kapitel. Das nächste würde erst in ein paar Tagen beginnen. Ich hatte also genügend Zeit.

    Für meine Ohren ist Thursday Next ein ausgefallener Name, aber das würde ihr mit meinem genauso gehen. Ihre Welt unterschied sich grundlegend von meiner. Ich hatte zum Beispiel noch nie einen Dodo gesehen. Doch sie hatte gerade das erste Kapitel damit abgeschlossen, ihren Dodo in einer Talkshow vorzustellen statt über ihre Arbeit beim Special Operation Network zu berichten. Deswegen war ich aber nicht hier.

    „Sie haben nur über ihren Dodo gesprochen.“

    Sie blieb irritiert stehen.

    „Wollten Sie nicht über die Rettung von Jane Eyre sprechen und wie Sie das Ende ihres Romans verbessert haben?“

    „Wer sind Sie denn?“ Das klang fast gar nicht schnippisch.

    „Steven Taylor, Literaturagent.“

    „Von SpecOps sein? Müsste ich Sie nicht kennen?“ Sie schüttelte beiläufig meine Hand. „Ausgefallener Name.“

    „Ja, das ist er. Mit SpecOps habe ich nichts zu tun. Ich komme von einer Ebene höher.“

    „Von der Regierung?“

    „Nicht von dieser Welt. Für mich sind Sie eine Romanfigur, die ich in ihrem Buch besuche. – Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich Sie erst mal festnehme?“

    „Netter Scherz.“ Sie sah nicht amüsiert aus. Vielleicht, weil ich ihr Handschellen anlegte.

    „Was werfen Sie mir vor?“

    „Dass Sie nicht in dieses Kapitel gehören.“

    „Hören Sie auf. Ich kann nicht fiktiv sein. Sie haben selbst gesagt, dass ich das Prosa-Portal benutzt habe, um den Roman um Jane Eyre zu betreten.“

    „Das bedeutet gar nichts. Tatsächlich ist Jane Eyre ein Buch, das in einem Buch über Thursday Next vorkommt. Ich komme von der Ebene über Ihnen.“

    „Und Sie wollen diesen Roman über mich gelesen haben?“

    „Tatsächlich habe ich den zweiten Teil gelesen: ‚In einem anderen Buch’. Ihr Autor ist Jasper Fforde.“

    „Ausgefallener Name.“

    „Jedenfalls haben Sie das erste Kapitel ruiniert, weil Sie nicht einmal versucht haben über das Prosa-Portal zu reden, über ein Zeitloch und über die Käse-Steuer. Sie haben gleich zu Beginn ihren Dodo vorgeschlagen.“

    „Oh... dann bin ich wohl schlecht vorbereitet worden.“

    „Kann man so sagen. Mit wem arbeiten Sie zusammen?“

    „Mit mir selbst. Allerdings mit zwei älteren Selbst.“

    „Würden Sie mir das erklären?“

    „Ich werde einen Weg finden, mein eigenes Buch zu betreten. Und dann werde ich mich im ersten Band besuchen, wo ich mich zu einem Austausch überredet habe.“

    „Also sind Sie wirklich Thursday Next?“

    „Natürlich. Ich war neugierig, was im zweiten Teil auf mich zukommt.“

    „Sie werden erschossen, anschließend erpresst, von der Jurisfiktion angeklagt und dann zu einer ihrer Agenten werden, bevor sie die Welt davor bewahren, sich in rosa Schleim zu verwandeln. Außerdem wird ihr Ehemann aus der Zeit gelöscht werden.“

    „Das klingt nicht sehr unterhaltsam.“

    „Für die Leser ist es das.“

    „Mag sein.“ Sie seufzte lang gezogen. „Ich verstehe jedenfalls, warum ich mit mir tauschen wollte. Wie sonst, werde ich Gelegenheit haben ein paar Tage mit meinem Mann zu verbringen, wenn er genichtet ist?“

    „Und damit Sie zwischen den Bänden nicht doppelt vorhanden sind, haben Sie sich in dieses Kapitel begeben.“

    „Und mein hiesiges Selbst nimmt die Stelle der ältesten Thursday ein, um sich von der PR-Kampagne am Anfang des Buches zu erholen.“

    „Selbstreferenzieller Austausch. Ich bin beeindruckt, Miss Next. Auf diese Idee ist meines Wissens vorher niemand gekommen. – Wenn ich Sie dann bitten dürfte, mit mir in Ihre ursprüngliche Textstelle zu kommen.“

    „Wollen Sie nicht erst meinen Dodo kennen lernen?“

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    ralluss avatar
    rallusvor 6 Jahren
    Denk nicht so linear

    "Denk nicht so linear", das ist der beste Rat dem man dem Leser des zweiten Bandes von Thursday Next sagen kann.
    Hier ausgesprochen von ihrem Vater bei einem seiner punktuellen Besuche genau zur richtigen Zeit.
    Zeit ist sowieso eines der beherrschenden Themen von Jasper FFordes Thrusday Next Reihe.
    So wie diese zerteilt, gedehnt, verändert, aus-gelassen, nur nicht ungenutzt wird, ist es ein reines Vergnügen.
    Dabei fällt Jasper Fforder auch mal vom 5. Kapitel in Nummer 4a und das 13.Kapitel wird, wie im ersten Band zwar im Inhaltsverzeichnis angekündigt, aber einfach weggelassen.
    Thursday Next muss ihren genichteten Verlobten retten, die Welt vor dem Untergang in schmackhafte Sosse bewahren und ein nicht geschriebenes Werk von Shakespeare in den Brunnen der Manuskripte zurückbringen.
    Nicht alles gelingt ihr, aber wir haben ja noch ein paar Fortsetzungen vor uns und etwas Kleines bahnt sich auch noch an.
    Zwar ist der zweite Band nicht ganz so verrückt wie der Erste, aber ich habe mich vermutlich an den Irrwitz schon gewöhnt.
    Dass das Ganze nicht komplett zum Klamauk gerät, dafür hat Fforde eine viel zu feine Nase und bereitet uns,
    durch die literarischen Einleitungen zu jedem Kapitel und die gut recherchierten verwobenen klassischen Buchwerke im Buch, einen intelligenten Nonsens.
    Wo ist bloss mein Marmeladenglas-Entropie-Zufallsdetektor? *schüttel* Was sagen mir die Muster dort?
    Augen auf, Logik aus und ihr erlebt einen herrlichen sinnigen Spass.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Thursday Next: In einem anderen Buch" von Jasper Fforde

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: anima-libri.de

    Und noch ein geniales Buch von Jasper Fforde. Bereits das erste Buch, Der Fall Jane Eyre, hat mich voll und ganz begeistert. Vor allem die Dodos haben es mir angetan und natürlich die Spezialagentin Thursday Next.
    Schon der erste Band war genial und, ganz getreu der Redensart, dass Genie und Wahnsinn eng beieinander liegen, irgendwie auch ganz schön wahnsinnig und ein kleines bisschen abstrus. Und dem steht “In einem anderen Buch” in nichts nach.
    Die Geschichte ist voller seltsamer Handlungsirrungen und -wirrungen, denen man zugegebenermaßen manchmal nur schwer folgen kann, und voller noch seltsamerer Charaktere, von denen man die meisten irgendwie kennt, wenn auch ganz anders, nämlich aus ihren Originalromanen, in die ThursdayNext hier eintaucht und aus denen die Charaktere hin und wieder auch mal abhauen.
    Dabei ist der Schreibstil des Autors deutlich geprägt von einem, in meinen Augen absolut herrlichem, Humor, der manchmal durchaus etwas schwarz und trocken ist. Dabei strotzt das Buch nicht nur so von inter-literarischen Verweisen, Wortspielen und Andeutungen sondern weist auch immer wieder subtile Pop-Kultur-Anspielungen auf, die einem beim ersten Lesen oft gar nicht wirklich auffallen.
    Genau wie der erste Band ist auch “In einem anderen Buch” ein komplexes Meisterwerk literarischen Irrsinns, dass sich nur jedem Literatur-Fan empfehlen lässt und auf jeden Fall mehrfach gelesen werden sollte.

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    Dubhes avatar
    Dubhevor 6 Jahren
    Rezension zu "Thursday Next: In einem anderen Buch" von Jasper Fforde

    Schlimmer kann es nicht mehr kommen, denkt sich Thursday Next, doch da hat sie leider nicht recht, denn ihr Mann ist verschwunden und ihr einziger Anhaltspunkt ist das Gedicht "Der Rabe" von Poe. Und die Werke von Poe sind nicht gerade zum Genießen, wenn man sich selbst darin befindet.
    Und dann scheint auch noch die Welt am 12. Dezember unterzugehen und die einzige, die etwas dagegen unternehmen kann ist Thrusday selbst.
    Schief geht immer etwas, doch Gott sei Dank steht ihr Miss Havisham aus einem Werk Dickens zur Seite und hilft ihr immer wieder und macht ihr auch gleichzeitig das Leben etwas schwerer...
    .
    Wieder einmal ein guter Band um Thrusday Next.
    Allerdings hat mir der erste Band besser gefallen, als sie noch nicht in den BuchWelten war und die Geschichte dazu noch etwas realistischer.
    Die Personen haben sich nicht viel verändert von einem auf den anderen Band, nur die Sache mit dem Verschwinden ihres Mannes finde ich etwas komisch.
    Wem der erste Band gefallen hat, dem wird auch dieser gefallen.

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    awogflis avatar
    awogflivor 6 Jahren
    Rezension zu "In einem anderen Buch" von Jasper Fforde

    Der zweite Teil von Jasper Ffordes Paralleluniversum gefiel mir großartig und noch besser als der erste Teil, da ich mich nicht mehr die doch zu Beginn verwirrende Welt einleben musste.

    In diesem Roman wird ein Feuerwerk der grandiosen Ideen gezündet, das von der ersten bis zur letzten Seite anhält. Sogar die kleinen Nebenhandlungen in diesem Werk sind von atemberaubender innovativer Gedankenkraft und Tiefgang z.B. die Nachzüchtung von Neandertalern und die ethischen Fragen die der Status einer solchen ?Person, Sache? aufwirft oder der Einsatz von Nanotechnologien. Auch unser Universum kommt in der Nebenhandlung als alternative Welt vor, in der man sich verstecken könnte. Im Literaturbereich werden wieder viele Anspielungen eingebracht von Dickens über Poe und Caroll bis Kafka. Oh der Prozess ala Prozess von Kafka in der die Hauptprotagonistin des Romans Thursday Next als Angeklagte verwickelt ist, war wirlich für mich eine der witzigsten Szenen in diesem Buch. Wunderbar manchmal wünscht man sich in so einer Welt zu leben, in der man ganz einfach von Buch zu Buch reisen kann.

    Fazit: Für Liebhaber von Science Fiction und Fantasy auf jeden Fall Pflichtlektüre. Es hilft auch, wenn man die zitierten Bücher schon mal gelesen hat, da man die Anspielungen dann noch witziger findet.

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