Jaume Cabré

 3,8 Sterne bei 308 Bewertungen
Autor von Die Stimmen des Flusses, Das Schweigen des Sammlers und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jaume Cabré (©Luis Miguel Palomares/Insel Verlag)

Lebenslauf von Jaume Cabré

Jaume Cabré, geboren 1947 in Barcelona, gehört zu den von Kritik und Publikum heute am meisten geschätzten katalanischen Autoren. Sein Roman »Die Stimmen des Flusses« wurde mit dem Preis der spanischen Kritik ausgezeichnet.

Alle Bücher von Jaume Cabré

Cover des Buches Die Stimmen des Flusses (ISBN: 9783518467008)

Die Stimmen des Flusses

 (189)
Erschienen am 11.04.2016
Cover des Buches Das Schweigen des Sammlers (ISBN: 9783458359265)

Das Schweigen des Sammlers

 (59)
Erschienen am 15.04.2013
Cover des Buches Eine bessere Zeit (ISBN: 9783458364160)

Eine bessere Zeit

 (34)
Erschienen am 12.08.2019
Cover des Buches Die Stimmen des Flusses (ISBN: 9783867174251)

Die Stimmen des Flusses

 (3)
Erschienen am 01.01.2009
Cover des Buches Senyoria (ISBN: 9783844503074)

Senyoria

 (1)
Erschienen am 05.08.2009
Cover des Buches Eine bessere Zeit (ISBN: 9783833738692)

Eine bessere Zeit

 (0)
Erschienen am 29.03.2018
Cover des Buches Senyoria (ISBN: 9788499307596)

Senyoria

 (19)
Erschienen am 01.11.2013

Neue Rezensionen zu Jaume Cabré

Cover des Buches Die Stimmen des Flusses (ISBN: 9783518467008)
C

Rezension zu "Die Stimmen des Flusses" von Jaume Cabré

Tolle Geschichte, verwirrende Sprache
Computermaschevor 9 Monaten

Die Geschichte wird über viele Rückblicke erzählt. Grundsätzlich ist das ein Stilmittel was ich sehr liebe. Aber in diesem Buch sind die Rückblicke sehr verwirrend. Sie geschehen oft und unangekündigt, oft sogar mitten im Absatz. Das macht die Geschichte sehr verwirrend und man muss erstmal sich einfinden. 

Aber der Sprachstil lässt einen direkt in die Geschichte eintauchen. Diese fand ich sehr spannend und die Charaktere sehr s hlussig. 

Ich kann das Buch empfehlen. Allerdings sollte man sich für dieses Zeit nehmen können und bereit seinit denken zu müssen

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Cover des Buches Eine bessere Zeit (ISBN: 9783458177395)
leseleas avatar

Rezension zu "Eine bessere Zeit" von Jaume Cabré

Der letzte Spross
leseleavor 3 Jahren

Ich kann nicht aufhören zu reden. Ein ganzes Leben lang habe ich nicht geredet. (S. 227) – Und so redet Miquel II Gensana. Beziehungsweise er erzählt – und zwar nicht weniger als seine ganze Lebensgeschichte. In einem Restaurant, das früher einmal sein Elternhaus war, breitet er vor seiner Kollegin Julia nach dem Tod seines besten Freundes Boló sein Leben aus: Er erzählt von seiner Familie, deren Stammbaum sich bis ins 18. Jahrhundert nachvollziehen lässt und die in dieser Zeit mehr als ein Geheimnis gehütet hat; von seinem Ausbruch aus dem traditionellen Elternhaus und seinen Weg in den Untergrund während der Franco-Zeit; von seinen suchenden Jahren, die nie wirklich vorübergegangen sind; und von seiner großen Liebe zur Kunst – und einer Frau namens Teresa.

Ein üppiges, beinah überquellendes Epos stellt der neue 550 Seiten starke Roman Eine bessere Zeit von Jaume Cabré dar, der – so die erste Überraschung – im Original schon 1996 erschienen ist und somit deutlich vor den beiden Werken erschienen ist, die mich und viele andere Leser so begeistert haben, nämlich Die Stimmen des Flusses und Das Schweigen des Sammlers. Das erklärt vermutlich auch die zweite Überraschung, auf die ich während der Lektüre stoßen musste: Das mich dieses Buch deutlich weniger überzeugen und begeistern konnte als die oben genannten. Zwar beeindruckt Cabré auch schon hier mit einer Verflechtung verschiedenerer Zeitebenen sowie dem Dirigieren unzähliger Figuren und weiß vor allem durch ein kontinuierliches Spiel mit der Erzählperspektive sein literarisches Können zu zeigen. Allein: Er tut dies nicht so meisterhaft wie in seinen späteren Werken. Wo diese sich nämlich durch eine vollendete und wohldurchdachte Komposition auszeichnen, bleiben in Eine bessere Zeit zu viele Erzählfäden lose, zu viele Charaktere in ihrer Funktion undeutlich.

Auch die thematische Fülle handhabt Cabré nicht so wie ich es von ihm gewohnt bin, sondern scheint bisweilen eher überfordert zu sein. Eine bessere Zeit soll oder will Familienroman, politischer Roman und Bildungsroman in einem sein, doch werden diese verschiedenen Ansätze, vom Leben von Miquel zu erzählen, nicht optimal miteinander verwebt. Dies führt gleichzeitig zu Längen und zu Brüchen, vor allem der zweite Teil, der dann auch noch Liebesroman sein will, fügt sich meiner Meinung nach nicht reibungslos in das vorab Erzählte ein und setzt auf zu viel Tragik und Gefühl.

Dennoch bleibt alle Kritik letztlich ein Meckern auf hohem Niveau. Cabré setzt in Eine bessere Zeit ein starkes Zeichen, welche Art des Erzählens er verfolgt. Ein nicht-lineares, ein assoziatives und vor allem ein den Leser forderndes Erzählen, das durchaus – oder gerade deswegen – etwas ungemein Einnehmendes hat. Seine Romane, so auch dieser neue alte, erzeugen einen ganz eigenen Sog, sind durchaus spannungsgeladen und bestechen eher durch die Art, wie erzählt wird und nicht unbedingt, was erzählt wird. Insgesamt bleibt Eine bessere Zeit zwar hinter meinen Erwartungen zurück, dennoch bleibt es ein typischer Cabré, der mich mit seiner Erzählkunst fesseln konnte. Sicherlich ein Buch für Leser, die bereits Fan des Autors sind und nicht unbedingt für Neu-Entdecker. 3,5 Sterne!


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Cover des Buches Das Schweigen des Sammlers (ISBN: 9783458359265)
Henk_Bleus avatar

Rezension zu "Das Schweigen des Sammlers" von Jaume Cabré

Verwickelter Roman über Schuld
Henk_Bleuvor 4 Jahren

Ich weiß noch, dass ich über dieses Buch in der FAZ eine hymnische Besprechung las. Es sei einer der besten spanischen Romane der letzten Jahre, hieß es darin. Ich weiß nicht mehr, wie das genau begründet wurde, aber mein Interesse war geweckt.

 

„Das Schweigen des Sammlers“ heißt im Original „Ich bekenne“ und das ist der weitaus treffendere Titel für diesen verwickelten Roman. Formal ein Briefroman, lesen wir die Memoiren des spanischen Gelehrten Adria Ardevol an seine Frau Sara Voltes-Epstein, die große Liebe seines Lebens. Es ist ein Buch über Schuld und die Hoffnung auf Wiedergutmachung. Denn Ardevol fühlt sich schuldig am Schicksal seiner Frau, und daran, dass sie ihn verließ – weil er eine Geige nicht zurückgab, die seiner Familie nicht gehörte. Das klingt vielleicht banal, aber die Geschichte dieser Geige bildet neben Ardevols Lebensgeschichte die zweite große Stütze des Romans. Sie spannt einen riesigen zeitlichen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, von Geistlichen in Klöstern bis zu Nazischergen in Auschwitz. Und der Streit über ihren Besitz ist Ausgangspunkt für umfangreiche Schilderungen über Gut und Böse, Schuld und Moral.

 

Damit hat sich Cabre viel vorge-, aber nicht übernommen. Ihm gelingt es, die stattlichen 850 Seiten intelligent und spannend zu füllen. Vor allem hat Cabré die Handlungsebenen kunstvoll und trickreich verknüpft. Oft springt er mitten in einem der vielen Dialoge auf eine andere Ebene. Oder er wechselt in einem Dialog die Erzählperspektive, vom Er zum Ich oder Du. Das ist oft nicht gleich zu verstehen, sondern erfordert die Aufmerksamkeit des Lesers, ist aber absolut faszinierend gemacht und trägt dazu bei, dies Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch formal komplex zu machen. Es führt vor allem dazu, dass der Leser näher an die Handlung herankommt und von ihr stärker berührt wird. Und es macht das Buch einzigartig.

 

Kritikpunkte sehe ich bei der Hauptfigur. So facettenreich sie einerseits angelegt ist, so einseitig ist das Motiv von Ardevols Handlungen: Das Gefühl der Schuld und die überbetonten Gefühle für seine Frau wirken über die ganze Länge fast schon penetrant. Aber vielleicht ist das eine Mentalitätssache, und deutsche Leser empfinden hier anders als der spanische Autor. Zum anderen ist Ardevol als Intellektueller angelegt, der über die Natur des Bösen forscht. Dann müsste dazu auch was Intellektuelles kommen, doch das fehlte mir. Dafür gibt er durch die Romanhandlung vielfältige Antworten dazu.

 

Vielleicht hat Cabre nicht alles einlösen können, aber ihm ist in achtjähriger Arbeit unterm Strich ein bemerkenswertes Buch gelungen, das ich empfehlen möchte

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Gespräche aus der Community

Ein Haus in Katalonien, sieben Generationen und zweihundert Jahre Familiengeschichte

In seinem Roman Eine bessere Zeit erzählt der Weltbestsellerautor Jaume Cabré die Geschichte von Miquel Gensana, seiner traditionsreichen Familie und den vielen Geheimnissen, die ihn und seine Vorfahren umgeben.

»Cabré erzeugt ein selten anzutreffendes Glücksgefühl.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Worum geht’s genau?

Mit nicht einmal zwanzig Jahren bricht Miquel mit seiner Familie und zieht für sein Studium nach Barcelona, wo er ein Leben führen will, das nicht dem Geld, sondern seinen politischen Überzeugungen folgt. Bald zieht es ihn und seinen Freund Bolós in den antifranquistischen Untergrund. Als Franco stirbt und Spanien sich verwandelt, muss Miquel nach und nach zurückfinden. In episodenhaften Rückblicken erzählt Cabré vom Aufbegehren gegen die eigene Familie, von der Kraft der Tradition und vom Glauben an das Schöne angesichts der verlorenen Zeit.

Neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe »

Ihr wollt erfahren, welche Geheimnisse Miquel und seine Familie umgeben? Dann bewerbt Euch einfach bis zum 28. März über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* für die Leserunde – und beantwortet uns dazu folgende Frage:

Mit der eigenen Familie brechen, weil die politischen Überzeugungen auseinanderklaffen – ist das für Euch denkbar oder unbegreiflich?

Über den Autor: Jaume Cabré, geboren 1947 in Barcelona, gehört zu den von Kritik und Publikum heute am meisten geschätzten katalanischen Autoren. Sein Roman Die Stimmen des Flusses wurde mit dem Preis der spanischen Kritik ausgezeichnet. Eine bessere Zeit erschien 1996 erstmals in Katalonien.

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Letzter Beitrag von  smayrhofervor 4 Jahren

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