Mein Herz so weiß

von Javier Marías 
3,8 Sterne bei279 Bewertungen
Mein Herz so weiß
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (179):
Frau-Aragorns avatar

Emotional konnte es mich nicht packen, aber künstlerisch ganz groß!

Kritisch (42):
Katjuschkas avatar

Nur wegen der grandiosen Kritik von MRR gekauft. Sorry, nicht mein Ding. Vielleicht fehlt mir der intellektuelle Zugang. Hurz!

Alle 279 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Mein Herz so weiß"

Erbarmungslos und genau untersucht Javier Marías in seinem internationalen Bestseller ›Mein Herz so weiß‹ die Macht uneingestandener Vergangenheit. Für Juan, der als Dolmetscher ständig zwischen New York, Genf und Madrid pendelt, ist das Leben seines Vaters ein ungelöstes Rätsel. Als er selbst heiratet, stellt er sich dem, was er nicht wissen will: Direkt nach der Hochzeitsreise seines Vaters erhob sich seine erste Frau vom Tisch, nahm eine Pistole und erschoss sich im Badezimmer. Später heiratete der Witwer ihre Schwester, Juans Mutter.

Der Roman zeigt Javier Marías als Meisterdetektiv des menschlichen Herzens, seiner dunklen Seiten und verborgenen Winkel. Verschwiegenheit kann bequem sein, aber sie fordert ihren Preis. Die Schärfe seiner Beobachtungen und die Eleganz seines Stils machen den Roman zu einem Klassiker der Moderne.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596512751
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:07.03.2013
Das aktuelle Hörbuch ist bei DHV Der HörVerlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Stephanuss avatar
    Stephanusvor 3 Jahren
    Vergangenheitsbewältigung in schwieriger Form

    Das Buch beginnt gleich mit einem Paukenschlag und einer jungen Frau, die sich kurz nach der Hochzeit vom Esstisch erhebt, ins Bad geht und sich dort erschießt. Der Witwer heiratet in der Folge die Schwester und deren Sohn, der Ich-Erzähler des Buches, begibt sich, kurz nach seiner eigenen Heirat auf die Suche nach dem düsteren Familiengeheimnis. Dieses Geheimnis um den Tod der Tante kann die Frau des Ich-Erzählers schließlich am Ende dessen Vater abringen.

    Javier Marias zelebriert Sprache und Stil in Reinkultur. Jedes Wort und jeder Buchstabe scheinen geplant und heraus gekommen sind sehr lange Sätze, die sich t.w. über zehn Zeilen ziehen. Dadurch verliert das Buch stark an Lesbarkeit. Ich musste mich beim Lesen sehr konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren, was aber auch daran lag, dass die Handlung sehr zurückgesetzt ist und viel sich um die Frage des Schweigens oder Redens und Reflexionen und Vergleiche dreht. Hinzu kommen noch ständige Anspielungen auf "Macbeth", wie sich nicht nur im Titel zeigt.

    Nur einige wenige Teile des Buches, wie z.B. die Rettung eines Bildes durch den Vater des Ich-Erzählers oder die Übersetzungstätigkeit bei einem Treffen zweier Staatschefs, fand ich kurzweilig. Schlüsselteile wie die Begegnung in Havanna zwischen dem Ich-Erzähler und Miriam, die ihn verwechselt sind dagegen quälend lang.

    Mir hat das Buch einfach nicht gefallen (wie oft bei hochgelobten Büchern) und daher keine Empfehlung.

    Kommentare: 1
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    kingofmusics avatar
    kingofmusicvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Was für ein grandioser Roman!!!
    Nach der Lektüre dieses Buches will man nicht mehr heiraten

    Okay, so schlimm ist es trotz der (zugegeben) sehr provokanten Überschrift nicht, aber Tatsache ist und bleibt, dass man während und auch nach der Lektüre dieses Epos über Treue, Liebe und die Geheimnisse, die man in seinem Herzen trägt und besser NICHT mit seinem Partner teilt (wozu das führt, wenn man so ein Geheimnis verrät, lehrt uns dieses Buch!), anfängt, sich zu fragen, wie es einem selber mit seiner Partnerschaft oder Ehe geht. Es ist also wieder mal ein Buch, welches einem den lyrischen Spiegel vorhält. Und ich komme nicht umhin, dieses Buch zu meinen Lesehighlights 2015 hinzuzufügen.

    Trotz endlos langen Sätzen, die sich teilweise über eine komplette Buchseite ziehen (um nicht den Überblick zu verlieren, fängt man während des Lesens automatisch an, eigene Punkte zu setzen, um so kürzere Sätze zu bekommen), ist es Javier Marias gelungen, mich absolut in seinen Bann zu ziehen.

    Warum bringt sich eine frisch verheiratete junge Frau kurz nach der Hochzeitsreise im Badezimmer ihrer Eltern um? Diese Frage wird auf knapp 400 Seiten kongenial aus der Sicht und den minutiös geschilderten Gedankengängen (daher auch die vielen verschachtelten Sätze) eines ebenfalls frisch verheirateten Mannes (dem Sohn des Witwers, dessen Mutter aber NICHT die tote Frau ist!!!) geklärt. Okay, wer jetzt etwas verwirrt ist, darf das gerne sein, trägt aber hoffentlich (oder gerade deswegen?) dazu bei, dass das Buch einige neue Leser findet *g*

    Wer sich außerdem schon einmal die Frage gestellt hat, wie ein Dolmetscher oder Simultanübersetzer arbeitet, findet hier ebenfalls eine sehr ausführliche, aber auch teils sehr amüsante Antwort. Dieser Punkt wird in einigen Kritiken als Minuspunkt und als überflüssig aufgeführt; für mich persönlich war es lehrreich und absolut nicht langweilig.

    Ein weiterer Pluspunkt dieses Romans sind die an verschiedenen Stellen eingestreuten Zitate aus „Macbeth“; der Titel „Mein Herz so weiß“ ist z. B. auch ein abgewandeltes Zitat aus eben jenem Shakespeare-Epos.

    Ich werde dieses Buch bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen haben! Muchas grazias, Javier Marias!

    Kommentare: 3
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    paralipomenas avatar
    paralipomenavor 5 Jahren
    Ein neuer Lieblingsautor?

    Von diesem Javier Marías muss ich unbedingt mehr lesen. Was für ein grandioses Buch! Eine spannende Geschichte, sehr inspirierende Gedankengänge und eine wunderbare Sprache. Ganz besonders hervorragend finde ich aber die meisterhafte Komposition des Romans; das muss man gelesen haben! Bitte nicht von den verschachtelten Sätzen abschrecken lassen :).

    Kommentare: 3
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    MarliesBhullars avatar
    MarliesBhullarvor 5 Jahren
    Eine unglaubliche Geschichte, die einen mitten ins Herz trifft....

    Eine junge Frau, soeben von ihrer Hochzeitsreise zurückgekehrt, sitzt mit ihrer Familie am Tisch. Plötzlich steht sie auf, geht ins Bad, knöpft ihre Bluse auf und schießt sich mitten ins Herz. Obwohl javier Marias ziemlich lange verschachtelte Sätze benutzt, bin ich begeistert von diesem außergewöhnlichen, großartigen Schriftsteller. Ich habe seit vielen Jahren kein Buch gelesen, das mich so tief getroffen hat, wie dieses. Marias hat mich in meiner Schreibweise als Autorin sehr beeinflusst... ich bin ihm dankbar für seine Inspiration.

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    libris avatar
    librivor 6 Jahren
    Rezension zu "Mein Herz so weiss" von Javier Marías

    ich stells immer wieder fest : ich mag keine spanische Literatur. Egal wie lang die Loblieder sind, ich komm einfach nicht mit dem Stil zurecht. Schade. Dieses Buch habe ich 93 Seiten lang getestet, ich mag nicht mehr und breche ab.

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    Elocins avatar
    Elocinvor 6 Jahren
    Rezension zu "Mein Herz so weiß" von Javier Marías

    Der Rückentext hat mir gut gefallen und nach mehreren Anläufen habe ich das Buch schließlich gekauft. Nach ca. 100 quälenden Seiten (immerhin fast ein Drittel des Buches) von denen die letzten 95 ohne jeglichen Bezug zum angesprochenen Rückentext waren, habe ich schließlich aufgegeben.

    Es gibt Bücher denen habe ich schon zwei Sterne gegeben, obwohl ich sie nicht zu Ende gelesen habe. Irgendetwas positives lies sich trotzdem finden. Dies ist hier leider nicht der Fall.

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    Fanjes avatar
    Fanjevor 7 Jahren
    Rezension zu "Mein Herz so weiss" von Javier Marias

    Ich habe diesen Roman gelesen, weil ich ihn hier von vielen gut bewertet gesehen habe. Ich war von dem Buch jedoch überhaupt nicht begeistert. Ich habe es erst in einem zweiten Versuch nach mehreren Monaten gelesen und musste mich auch dann dazu zwingen.

    Der Inhalt der Inhaltsangabe spielt im Roman erst gegen Ende eine größere Rolle, nachdem im ersten Kapitel der Selbstmord geschildert wurde. Ich kam überhaupt nicht in die Handlung hinein, da das Buch auch recht wenig Handlung besitzt. Meist werden die mehr oder weniger philosophischen Gedanken des Ich-Erzählers geschildert, der Allem gegenüber eine recht pessimistische Einstellung zu haben scheint. Seine Ehe scheint für ihn in Gedanken auch eher eine Art Endpunkt zu sein.
    Zwei beschriebene Szenen gefielen mir jedoch recht gut. Einmal diejenige, in der er beschreibt, wie er seine Frau kennengelernt hat (dabei verändert er dolmetschend das Gespräch zwischen zwei Staatschefs), die andere, in der beschrieben wird, wie sein Vater ein Kunstwerk des Museums vor der Zerstörung durch einen Aufpasser rettete.

    Insgesamt konnten diese rar gesäaten Szenen mein Gesamtfazit zum Buch jedoch nicht ändern: Ich fand es teilweise sehr langatmig und man wurde dazu verleitet, die merkwürdigen Gedankengänge nur zu Überfliegen, damit endlich die nur wenig vorhandene Handlung weitergeht.

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    Dupsis avatar
    Dupsivor 8 Jahren
    Rezension zu "Mein Herz so weiss" von Javier Marias

    Hm, ich bin mir nicht ganz sicher, was dieses Buch angeht....
    Irgendwie war es fesselnd, auch wenn ich nicht nicht genau sagen kann, woran es liegt.
    Es gibt viele Zeitsprünge, der Ich-Erzähler geht auf Sachen ein, die einem erst völlig unsinnig erscheinen, vollkommen nebensächlich für die eigentliche Handlung. Es werden soviele Details benutzt, dass man zeitweise den Faden verliert, nicht mehr weiß, wie der Erzähler von einen auf den anderen Gedanken gekommen ist.

    Die Geschichte beginnt damit, dass eine Frau, kurz nach ihrer Hochzeit zu Hause bei ihrern Eltern vom Mittagstisch aufsteht, nach oben ins Bad geht, sich den BH auszieht, sich dann eine Pistole an die Brust setzt und so ihr Leben beendet. Einfach so ohne jede Erklärung.
    Die Frau war Juans (der Ich-Erzähler) Tante, die ehemalige Frau seines Vaters. Juan ist 34 Jahre alt, Dolmetscher und Übersetzer, lebt in Madrid,und hat kürzlich die eteas jüngere Luisa geheiratet.
    Nach der Trauung wird er von seinem Vater, Ranz, beiseite genommen, der ihm eine einzige Frage stellt: "Und was jetzt?"
    Diese Frage hatte sich Juan selbst schon gestellt und war mit einem komischen Gefühl bei seiner Hochzeit erschienen. Während seiner Flitterwochen vrstärkt sich diese Gefühl der Unsicherheit. Auf der letzten Etappe seiner Reise, Havanna in Kuba, steht er auf dem Balkon seines Hotels, während seine Frau krank im Bett liegt und denkt nach. Kuze Zeit später wird er von einer Frau mittten auf der Straße angeschrieen. Sie verwechselt ihn mit jemand anderem.
    Später ist er aufgrund seines Berufes nach New York gereist und dort bei einer Freundin aus Studientagen untergekommen. Berta hat eine Vorliebe für Kontaktanzeigen und trifft sich regelmäßig mit Männern, die sie auf diese Art kennen gelernt hat.
    Während dieses Aufenthaltes in New York erfährt er, wie seine Tante, von der er bisher immer geglaubt hat, sie sei an einer Krankeit gestorben, wirklich ums Leben gekommen ist.
    Von nun an versucht er herauszufinden, warum seine Tante sich umgebracht hat. Doch niemand scheint etwas genaueres zu wissen, bis auf seinen Vater, doch der schweigt sich aus.

    Da Juan und auch Luisa Dolmetscher sind, liegt viel Bedeutung in der Sprache. Juan fallen Details auf, die niemandem sonst auffallen würden. Es werden viele Anspielungen auf Shakespeare's 'Macbeth' gemacht.
    Juan denkt viel darüber nach, welche Dinge haben, die gesagt werden oder eben verschwiegen werden. Wieveil Bedeutung in scheinbar nebensächlichen Ereignissen liegen kann. Über Konsequenzen aus dem was man tut oder eben nicht. Was wäre wenn... ist etwas worüber er auch sehr viel nachdenkt.

    Da ich über das Buch aber so zwiegespalten bin, nicht wirklich weiß, was ich davon halten soll, obwohl es mich während des Lesen total gefesselt hat, bekommt es nur drei Sterne.

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    Buecherkais avatar
    Buecherkaivor 9 Jahren
    Rezension zu "Mein Herz so weiss" von Javier Marias

    Eine junge Frau, gerade von ihrer Hochzeitsreise zurückgekehrt, erhebt sich vom elterlichen Esstisch, geht ins Badezimmer, öffnet ihre Bluse und erschießt sich.
    Den Ich-Erzähler lässt dieser Vorfall, der sich weit vor seiner eigenen Geburt zugetragen hat, nicht zur Ruhe kommen, denn die junge Frau war die Schwester seiner Mutter und ihr Ehemann war zum Zeitpunkt ihres Todes sein Vater.
    Niemand in der Familie scheint sonderlich daran interessiert zu sein, zu klären, was dem Freitod voraus ging. Eine Mantel des Schweigens legt sich auch noch vierzig Jahre danach über den Vorfall. Der Erzähler ist inzwischen selbst verheiratet und vielleicht ist es eben gerade diese Tatsache, die ihn hellhörig werden lässt. Er begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und stößt auf dunkle Geheimnisse, auf Betrug und Verrat. Wem ist zu trauen, wie schwer wiegen Verdächtigungen? Ist es besser zu reden oder ist es tatsächlich so: "Wenn man etwas nicht erzählt, dann löscht man es ein wenig aus, vergisst es ein wenig, leugnet es, wenn man seine Geschichte nicht erzählt, kann das ein kleiner Gefallen sein, den man der Welt erweist" ? Javier Marias erzählt virtuos - mit der Kraft seiner Sprache - von der Kraft der Sprache, von Reden und Schweigen, von Lieben und Verraten, von Sühnen und Verzeihen.

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    Anja_Levs avatar
    Anja_Levvor 10 Jahren
    Rezension zu "Mein Herz so weiß" von Javier Marías

    Mich hat dieses Buch unglaublich gefesselt. Es ist zuerst nicht ganz leicht, sich auf die Satzschleifen einzulassen, die Marias konstruiert, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, sind es gerade diese komplizierten Sätze mit Einschüben und Klammern, die die Gedanken des Ich-Erzählers nachvollziehbar machen.
    Die Geschichte beschäftigt sich mit den Veränderungen, die Personen und eine Beziehung durch die Heirat durchmachen. Dabei spielt die Familiengeschichte eine große Rolle, der Ich-Erzähler bringt die Geschichte der drei Frauen seines Vaters in Erfahrung und bezweifelt dabei stes, ob er dies wirklich wissen will.
    Auch an der eigenen Beziehung und Ehe scheint er ständig zu zweifeln, er beobachtet, vergleicht, erinnert, wiederholt Beobachtungen, stellt allgemeine Betrachtungen an, vergleicht wieder und wiederholt sich ständig, indem er alles aus mehreren Perspektiven beschreibt. Diese Wiederholungen sind es meiner Meinung nach, die das Buch so eindringlich machen, alles steht zueinander in Beziehung, alles scheint in Zweifel zu stehen.

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