"Thirteen reasons why " (deutscher Titel "Tote Mädchen lügen nicht ") von Jay Asher hat mich fasziniert und das Hörbuch durchsuchten lassen.
Ich kenne die Serie nicht, kann da also keine Vergleiche machen. Das Hörbuch, gesprochen von Debra Wiseman und Joey Johnstone hat es jedenfalls geschafft mich in diese Geschichte zu ziehen. Die Stimmen der beiden haben gut gepasst.
Das Thema der Geschichte ist ein ernstes, immer aktuelles und bedrückendes. Ein Mensch tötet sich selbst, weil die Umwelt und das eigene Innere nicht mehr zu ertragen ist. Hinterher kommt dann immer die Frage auf, wie es dazu kommen konnte und ob niemand das hätte verhindern können.
Hier erfahren wir also durch selbstbesprochene Kassetten, was dazu führte, dass sich Hannah mit einer Überdosis Tabletten das Leben nahm. Wer ist schuld? Die Mitschüler, die sie ausgenutzt haben? Die, die sie gemobbt haben? Der Lehrer, der ihre Suche nach Hilfe nicht ganz ernst genommen hat? Ihre eigenen Schuldgefühle?
Das alles war wirklich spannend und hat mich wissen lassen wollen, wer was auf dem Kerbholz hat.
Trotzdem nur drei Sterne?
Ja. Nicht, weil ich die Dinge, die Hannah erlebt, kleinreden möchte. Mobbing, Ausgrenzung, Demütigungen und das Gefühl, mit seinen Problemen nicht ernst genommen zu werden, können für einen Menschen verheerend sein. Und natürlich empfindet jeder anders.
Trotzdem hat mir etwas gefehlt. Viele der geschilderten Ereignisse begegnen einem in ähnlicher Form auch in anderen Jugendromanen. Dort sind sie Teil schwieriger Teenagerjahre, hier sollen sie schließlich zu einer solchen Verzweiflung führen, dass Hannah keinen anderen Ausweg mehr sieht. Und genau diese Entwicklung konnte mir das Buch nicht ganz vermitteln. Ich weiß, was Hannah passiert ist – aber ich konnte nicht ausreichend nachvollziehen, wie sie dadurch an diesen endgültigen Punkt gelangt ist.























