Nevernight

von Jay Kristoff 
4,4 Sterne bei16 Bewertungen
Nevernight
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Viele Tote, viel Blut, viel Sex und böser Humor - Gewöhnungsbedürftige, aber faszinierende Mischung ​

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Ein frischer Hauch am YoungAdult-Himmel!

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Inhaltsangabe zu "Nevernight"

Nevernight is the first in an epic new fantasy series from the New York Times bestselling author, Jay Kristoff. In a land where three suns almost never set, a fledgling killer joins a school of assassins, seeking vengeance against the powers who destroyed her family. Daughter of an executed traitor, Mia Corvere is barely able to escape her father’s failed rebellion with her life. Alone and friendless, she hides in a city built from the bones of a dead god, hunted by the Senate and her father’s former comrades. But her gift for speaking with the shadows leads her to the door of a retired killer, and a future she never imagined. Now, a sixteen year old Mia is apprenticed to the deadliest flock of assassins in the entire Republic ― the Red Church. Treachery and trials await her with the Church’s halls, and to fail is to die. But if she survives to initiation, Mia will be inducted among the chosen of the Lady of Blessed Murder, and one step closer to the only thing she desires. Revenge.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781250073020
Sprache:Englisch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Thomas Dunne Books
Erscheinungsdatum:09.08.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.08.2017 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    LaLectures avatar
    LaLecturevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Viele Tote, viel Blut, viel Sex und böser Humor - Gewöhnungsbedürftige, aber faszinierende Mischung ​
    Viele Tote, viel Blut, viel Sex und böser Humor - Gewöhnungsbedürftige, aber faszinierende Mischung

    Inhalt

    Mia Corvere war zehn Jahre alt, als ihr Vater vor ihren Augen ermordet wurde. Als die Männer von Konsul Scaeva versuchten, auch sie zu ermorden. Als sie schwor, ihre Familie zu rächen.
    Jahrelang wurde das Mädchen von ihrem Shahiid Mercurio ausgebildet, um nun in der Roten Kirche zu einer Auftragsmörderin zu werden. Hinter den Mauern des geheimnisvollen Gebäudes warten die gefährlichsten Menschen des Kontinents, harte Prüfungen, tödliche Geheimnisse sowieso Freundschaften und neue Feinde auf Mia.


    Meinung

    Alleine die wunderschönen und düsteren Cover hätten gereicht, um mich für das Buch zu begeistern. Als ich dann auch noch mitbekam, dass die Hauptfigur eine jugendliche Auftragsmörderin ist, war es um mich, mit meiner Liebe für starke, ungewöhnliche weibliche Hauptfiguren, geschehen.
    Und obwohl „Nevernight“ in gewisser Weise doch anders war als erwartet und definitiv ein ungewöhnliches Buch ist, hat es mich absolut in seinen Bann gezogen.

    Ich muss zugeben, der Einstieg in das Buch fiel mir ziemlich schwer.
    Der Erzähler des Buches, über dessen Identität ich schnell eine Vermutung hatte und der scheinbar selbst Teil der Geschichte ist, hat eine sehr ungewöhnliche Art zu erzählen. Bereits im Vorwort nimmt er einige große Entwicklungen der Reihe vorweg und kommentiert das ganze Buch über das Geschehen äußerst ironisch und mit sehr bösem Humor. Nach einer Weile gewöhnte ich mich jedoch an diesen Stil und empfand ihn als erfrischend.

    Auf den ersten Seiten musste ich mich zunächst auch an die Erzählweise gewöhnen, in der Gegenwart und Flashbacks sich regelmäßig abwechseln, wobei letztere durch kursive Schrift gekennzeichnet sind.
    Am gewöhnungsbedürftigsten waren für mich jedoch die häufig verwendeten Fußnoten, die teilweise über eine halbe Seite gehen und Informationen über Itreya, die dortige Kultur, Religion und Geschichte geben, ebenfalls durchsetzt von zynischen Kommentaren des Erzählers. So interessant und unterhaltsam diese Informationen auch waren, so sehr haben sie zum Teil auch meinen Lesefluss gestört. Ich vermute, dass man das Buch im Zweifelsfall auch ohne die Fußnoten lesen könnte.

    Es dauerte jedoch nicht lange, und „Nevernight“ hatte mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Die vom alten Rom inspiriertere Fantasywelt mit der Religion rund um den Lichtgott Aa und seine vier Töchter faszinierte mich und ich wurde das Gefühl nicht los, dass Kristoff mit Itreya den Aufstieg und Untergang der Römischen Republik parodierte. Es ist beeindruckend, wieviele Gedanken der Autor sich auch um die Geschichte und politische Details seiner Welt gemacht hat, die für die Handlung direkt keine Rolle spielen, und ich freue mich schon darauf, in den nächsten beiden Büchern mehr über Itreya zu lernen.

    Auch Mias Geschichte riss mich mit, so altbekannt das Motiv des Kindes, das den Tod seiner Eltern rächen will, auch ist. Ich habe, wie gesagt, eine Schwäche für starke weibliche Hauptfiguren und war ein großer Fan des mutigen, klugen, teilweise kaltblütigen Mädchens, das in „Nevernight“ für ihre Rache kämpft. Obwohl Mia in der Roten Kirche auch Freunde findet und Gefühle für eine Figur entwickelt, bleibt der Roman seiner Linie treu und driftet nie Richtung Kitsch ab. Der Fokus liegt immer auf Mias Ausbildung zur Mörderin und der Erinnerung an all das, was sie verloren hat und was sie rächen will.
    Das Setting der geheimnisvollen Schule mit den ungewöhnlichen Methoden und dem Wettbewerb zwischen Jugendlichen, die sich mitunter auch gegenseitig ausschalten, ist zwar ebenfalls keineswegs neu, konnte mich aber dennoch packen. Die Handlung und die Enthüllungen überraschten mich immer wieder und das Ende ließ mich mit dem Wunsch zurück, sofort zu Band zwei zu greifen, und das, obwohl viele Handlungselemente mir aus anderen Büchern bekannt vorkamen. Jay Kristoff versteht es, altbekanntem Stoff seine ganz persönliche Note zu verleihen und ihn überzeugend als etwas spannendes Neues zu verkaufen.

    Teilweise sind Mia und ihre Kräfte das typische Klischee der Jugendbuch-Actionheldin, denn sie ist trotz ihrer jungen Jahre furchtlos, extrem gut im Kämpfen und durch ihre darkin-Kräfte etwas Besonderes, in den Augen mancher sogar von der Göttin Niah auserwählt. So oder so ähnlich hat man das alles schon mal gelesen.
    Angenehmerweise erklären ihre Kräfte als darkin und Mr. Kindly jedoch zumindest die für einen Menschen schon unrealistische Furchtlosigkeit. Und obwohl Mia einige „Ein Einzelnes Mädchen kann schaffen, was bisher niemand geschafft hat“-Momente hat, zeigt sie auch immer wieder Unsicherheit, Mitleid und Schwächen. Sie ist als Figur nicht unbedingt menschlich sympathisch, doch man kann gut mit ihr mitfiebern und ihre interessante Entwicklung nachvollziehen.

    Die meisten anderen Figuren lernt man eher oberflächlich kennen, so zum Beispiel die Shahiids (Lehrer) in der Roten Kirche oder Jessamine, eine Mitschülerin von Mia, die sich bereits an ihrem ersten Tag zu ihrer Feindin erklärt. Viele dieser Charaktere sind dennoch faszinierend und haben Potential, in den kommenden Büchern eine größere, interessante Rolle zu spielen. Andere Figuren haben, obwohl die Erzählung eindeutig auf Mia fokussiert ist, erstaunlich viel Tiefe und ich habe um sie getrauert oder freue mich auf eine erneute Begegnung mit Ihnen im nächsten Band.

    Auf eine Sache möchte ich noch hinweisen, sollte euch die Geschichte von „Nevernight“ ansprechen: Dieses Buch ist trotz des Alters der Hauptfigur nicht zwingend ein Jugendbuch. Es wird viel geflucht, es gibt sehr explizite, aber gut geschrieben Sexszenen (in denen Verhütung allerdings keine Rolle spielt - insofern nur etwas für die aufgeklärten Leser*innen unter uns ;)) und vor allem ist es extrem brutal. Leute werden in Stücke gerissen, ersticken an ihrem eigenen Blut oder werden gefoltert und das nicht selten auch von der Hauptfigur. Eine gewisse Reife und einen starken Magen sollte man meiner Meinung nach besitzen, um dieses Buch lesen und sich von einigen Elementen distanzieren zu können. Wer nicht auf Blutbäder steht, ist hier eher an der falschen Adresse.


    Fazit

    „Nevernight“ überzeugt trotz der gewöhnungsbedürftigen Erzählweise durch ein faszinierendes Setting, eine starke Hauptfigur, mit deren Schicksal man mitfiebert und die eine tolle Entwicklung durchmacht, und eine spannende Handlung und bösen Humor. Aber Achtung: Es fließt wirklich viel Blut.

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    Casris avatar
    Casrivor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein frischer Hauch am YoungAdult-Himmel!
    Die Geschichte ist der wahnsinn

    Nach dem Mia Corveres Familie großes Unglück widerfährt, hat sie nur eines im Sinn: Rache zu nehmen. Um sich an den Übeltätern zu rächen, muss Mia vieles lernen. So erfährt sie über Mercurio einiges über die geheime roten Kirche kennen, eine Schule für Assassine. Dort lernt Mia einiges über Spionage und Attentate.

    Mias Geschichte beginnt in einer Stadt, die Italien sehr nahe kommt. Sie kommt aus einer reichen Familie. Jedoch wird ihr Vater zum Verräter erklärt und hingerichtet. Ihre Mutter und ihr kleiner Bruder dagegen werden weggesperrt. Auf der Flucht findet Mia heraus, dass sie ein Händchen für Schatten hat, und seit dem wird sie von einem Schattengefährten in Katzenform begleitet. Nach einer kurzen Ausbildung über Mercurio, der die Rolles eines Tutors und Ersatzvaters einnimmt, erfährt Mia über die rote Kirche, eine Assassinenschule. Damit steht Mias nächstes Ziel fest. In dieser Schule versuchen sich die knapp 30 Schüler zu übertreffen und in den Hauptkategorie Spionage, Waffenkampf, Tranmischung und Diebstahl Fachbester zu werden, um tatsächlich als Assassine zu bestehen. Dabei sterben viele Schüler bis nur eine handvoll um alles kämpft.

    Der Anfang der Geschichte war extrem schwer für mich. In den ersten Kapitel habe ich mich immer gefragt, warum ein ähnliches Ereignis unterschiedlich erzählt wird - welchen Hintergrund es hat. Die kursive Schrift bezog sich also auf die Vergangenheit und die normale Schrift auf die Gegenwart, dieses hin und her gespringe störte das Leseerlebnis. Und dann gibt es die unglaublich langen Fußnoten. Ich hätte mir dies in Form eines Anhangs oder Glossars gewünscht. Einige Fußnoten sind 1 Seite! lang oder gehen sogar über mehrere Seite. Dies hat mich aus der eigentlichen Geschichte immer raus gerissen und ich musste einige Abschnitte erneut zu lesen. Darunter befanden sich auch die Kommentare des Autors, die sich an den Leser gerichtet haben, auch diese empfand ich als störend. Seine Kommentare haben mich kein einziges Mal zum lachen gebracht, nicht einmal zum schmunzeln.

    Dann hatte ich an dieser Schule zwei weitere negative Punkte. Zum einen, warum müssen alle verschönert werden?! Ich würde gerne ein Jugendbuch lesen, wo nicht jeder sabbernd der Protagonistin hinterher läuft. Und dann die Lehrkräfte die sich „bescheiden“  und kindisch verhalten haben und ich gar nicht mehr hinterher kam mit dem Augenrollen. Meine Vermutung ist ja, dass die Lehrkräfte nicht älter als Mitte 20 sind.

    Als ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Die Geschichte ist so spannend erzählt. Die einzelnen Disziplinen und wie die Schüler lernen und die Zusatzaufgaben meistern, waren ebenfalls spannend und einfallsreich. Besonders den letzteren Abschnitt empfand ich einfallsreich, wobei die letzten 80 Seiten überstürzt wirkten.

    Obwohl der Star sehr holprig ist, ist die Geschichte sehr spannend und man muss sie einfach gelesen haben!

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    N9erzs avatar
    N9erzvor einem Jahr
    Eine Schule für Assassinen - Nevernight

    Mis ist gerade mal sechzehn Jahre, doch schon vor sechs Jahren hatte sie ihre erste Begegnung mit dem kalten und harten Tod. Jetzt ist es ihr Ziel sich für die Schmerzen die ihr zugefügt wurden zu rächen und Blut fließen zu lassen. Natürlich das Blut ihrer Feinde.

    Dafür muss sie zu einer perfekten Waffe werden - und das geht nirgendwo besser als in der Ausbildung der Red Church. Denn hier wird kein einfacher Unterricht betrieben - hier werden Killer in Kampftraining, Diebstahl, Giftmischen und Verführung unterrichtet. Um danach die besten Assassinen zu sein.

    -----

    Ich warne euch gleich mal vor: in dieser Rezension geht es ein bisschen auf und ab, denn genau so ging es mir auch bei "Nevernight".

    Das erste Kapitel war genial! Zwei Szenen so unterschiedlich wie sie nur sein könnten - ein Bettszene und ein Mord - geschrieben in den beinahe komplett selben Wörtern. Eine Verbindung erschaffen zwischen Leben und Tod, grenzt ein bisschen sehr stark an Genialität. Wenn man erst einmal herausen hatte womit man es zu tun hat kam man aus dem Staunen echt nicht mehr heraus. Zu gut diese Gleichsetzung, als das man sie glauben konnte.

    Doch danach kam der große Einbruch. Für mich und wenn man sich anderere (insbesondere schlechte) Rezensionen online ansieht auch für einige andere. Denn der Schreibstil wird schwer, extrem blumig und fast schon übertrieben. Stellenweise werden einem so schöne Beschreibungen um die Ohren geworfen voller Metaphern und Anspielungen, dass man einfach wirklich nicht mehr herauslesen kann was damit gemeint sein sollte. Zu viel drum herum als wirklich ein bisschen auf mehr den Punkt zu kommen. Grundsätzlich bin ich sowieso kein Fan von so schweren Schreibstilen, obwohl er manchmal sehr schön ausgeführt wird. Hier aber - fast schon eine Qual und wirklich zeitraubend sich hier vorzukämpfen.

    Zudem hatte ich stellenweise das Gefühl, dass der Autor irgendwie unbedingt ein paar Wörter und Phrasen etablieren wollte. "Nevernight" kommt immens oft vor, "the cat who is not a cat" wird auch wirklich viel zu oft betont. JA - wir haben das beim ersten mal auch schon verstanden, spätestens beim fünften Mal genügt es dann aber echt, so dämlich bin ich als Leser dann auch nicht!

    Dazu kommt, dass sehr oft Fußnoten quer durch den Text verteilt sind. Diese sind zwar wirklich interessant, bauen oftmals ein viel größeres Universum rund um Mia auf - sind aber auch extrem ablenkend. Denn nach einer langen Fußnote und viel erläuternder Erklärung kann es durchaus sein, dass man simple den Faden für die Story verloren hat. Wenn einem das dann aber dreimal auf einer Seite oder Doppelseite passiert hat man einfach keine Lust mehr drauf.Darum gestehe ich, ich habe sehr schnell aufgehört die Fußnoten überhaupt zu lesen und mich trotzdem ausgekannt.

    Wer sich das allerdings antut - und ich habe es getan - der wird ab etwa Seite 100 (oder auch genauer Book 2 nachdem das Buch in drei Bücher unterteilt ist) belohnt. Endlich kommt die Story in Fahrt, es dreht sich mehr und fokusierter um Mia, um ihre Aufgabe und ihr Ziel. Die Geschichte beginnt spannend zu werden und nimmt ordentlich Fahrt auf, denn die Red Church ist alles andere als langweilig! Jede Menge Intrigen, Blut und Heimlichkeiten - wirklich von Seite zu Seite spannender!

    An den Schreibstil hat man sich bis zu diesem Punkt dann einfach auch schon gewöhnt, oder er wird wirklich einfacher. Genau beurteilen kann ich das nicht, aber ab diesem Zeitpunkt ging das Lesen definitiv flüssiger. Auch die Fußnoten werden immer weniger (auch wenn ich sie sowieso nicht gelesen habe) und machen die Story somit einheitlicher und flüssiger.

    Wenn man sich also durch die ersten etwas über 100 Seiten durchbeißt, der bekommt danach eine wirklich tolle Story. Wer mit den ersten Seiten schon so extreme Probleme hat, dass er gar nicht voran kommt dem empfehle ich sogar - total Hardcore - einfach mal zu versuchen bei Book 2 einzusteigen. Klar fehlt einem dann ein bisschen Hintergrund und Vorgeschichte, aber trotzdem sollte der Einstieg möglich sein. 

    Trotzdem muss man sagen: die Charaktere sind toll. Insbesondere natürlich Mia, die wirklich eine Badass Protagonistin ist. Ohne wenn und aber. Wirklich knapp an genial wie sie hier dargestellt wird und trotzdem noch so sympathisch ist! Auch die Personen rund herum passen sich einfach perfekt ins Bild ein und machen am dem ersten Viertel noch etwas wirklich Gutes aus der Story!

    Man sollte aber auf jeden Fall ein bisschen gewarnt sein, denn "Nevernight" ist definitiv nicht das typische Young-Adult Fantasy Buch, wie man es kennt. Das betont auch Jay Kristoff immer wieder. Die Darstellungen von Blut und auch Sex sind sehr explizit und vielleicht für den ein oder anderen jüngeren Leser ein bisschen too much. Dafür haben allehärter gesottenen oder schlicht weg älteren Leser sicher ihren Spaß dabei endlich mal ein (YA-)Fantasy Buch zu finden, dass nicht all die prekären Stellen auslässt.

    Eine Empfehlung gibt es von mir auf jeden Fall. Wären die ersten Seiten nicht (ich wollte sie nach dem Lesen beinahe aus dem Buch reißen und verbrennen, einfach weil sie mich fast vom Lesen abgehalten hätten) - dann auf jeden Fall volle Sterne!
    Für den Anfang, den Schreibstil zu Beginn und die Fußnoten muss ich allerdings ein bisschen was abziehen. Das kann man einfach nicht komplett vergessen, aber wer Durchhaltevermögen zeigt, der wird danach auf jeden Fall mit einer guten Story belohnt! Eine Mischung aus einem brutalen Hogwarts und guten Charakteren!

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    Sarunas avatar
    Sarunavor 2 Jahren
    phantastische Geschichte, die alle Harry Potter, Throne of Glass und Game of Throne Fans begeistert

    Nur für Fortgeschrittene Englisch Leser

    Zum Inhalt
    Mia ist sechs Jahre alt, als ihr Vater wegen Verrats gehängt wird und ihre Mutter, sowie ihr kleiner Bruder ins Gefängnis müssen. Seither schwört Mia Rache, an denjenigen die ihrer Familie unrecht taten!
    Als sie auf ihrer Flucht auf den alten Mercurio trifft, nimmt sich dieser ihrer an und trainiert sie. Mit 16 ist sie bereit für die Aufnahmeprüfung zur Assassinin. Doch die Schule muss erst gefunden und die Aufnahmeprüfung bestanden werden. Und Mia ist nicht die Einzige die einen der raren Plätze an der Schule ergattern will. Aber Mia hat auch geheimnisvolle Kräfte und kann die Schatten beeinflussen….

    Zum Cover
    Das ist ja wohl einfach nur ein geiles Cover! Die Krähe ist total schön und dieser rote Kreis (hinten ist er blau und auf dem Rücken gelb und symbolisiert die drei Sonnen aus der Welt in der das Buch spielt) finde ich sehr passend. Dazu noch den Leitspruch der Familie Corvere „Never Flinch. Never Fear. Never Forget.“ Muss man einfach kaufen!
    Ausserdem hat es im Buch selber drei sehr schön ausgearbeitete Karten! Und unter dem Schutzumschlag ist die Krähe nochmal auf den Karton mit Glanzfolie eingeprägt.

    Zum Schreibstil
    PUH! Die Bewertungen des Buches gehen ja meilenweit auseinander. Entweder man liebt es, oder man hat es abgebrochen, weil der Schreibstil einfach nicht einfach ist. Ich hatte von verschiedenen Leuten, die das Buch bereits gelesen haben gehört, dass ich bis ca Seite 100 durchhalten sollte, danach würde es super werden. Mit diesem Wissen ging ich also an das Buch heran und schon nach der ersten Seite, in der ich rein gar nichts verstanden hatte, erkannte ich, was meine Freunde meinten. Jay Kristoff schreibt nicht nur in tausend Metaphern, nein, seine Vergleiche sind so bildlich und weit hergeholt, dass ich sehr oft Mühe hatte, überhaupt zu verstehen, was er mir nun sagen wollte…

    Hier ein paar Beispiele:
    «the girl felt the words in her chest. In the deepest, darkest place, where the hope children breathe and adults mourn withered and fell away, floating like ashes on the wind. »

    «If her face were a puzzle, most would put it back in the box, unfinished.»

    «Mia sighed. Took her temper by the earlobe and pulled it to heel.»

    «Tric gave another half-hearted stab, but the beast had forgotten its quarry entirely, great eyes rolling as it flipped over and over, dragging its bulk back below the sand, howling like a dog who's just returned home from a hard turn's work to find another hound in his kennel, smoking his cigarillos and in bed with his wife.»

    «They're led by a dozen camels, Tric. A noseless dog could follow this trail of shit in the middle of truedark. If they suddenly start trekking faster than a forty-a-turn smoker with an armload of drunken prostitutes, I think we can find them again.»


    Ehm ja.. das nur um einige Beispiele zu nenne. In diesem Stil geht das weiter und wird untermalen mit halbseitigen Fussnoten, die aus witzigen Anekdoten, Sprüchen, Informationen über Religion, Begriffe, Land und Leute bestehen und direkt an den Leser (Gentlefriends) adressiert sind. Ausdrücke wie „o“ werden überstrapaziert:
    O, Daugthers, O, Gentlefriends, O, if only… und so weiter.

    Nachdem man aber ca 77 Seiten durchgehalten hat (und das meine ich wirklich) kommt man langsam in diese blumige Sprache rein(vielleicht wird es auch weniger *lach*), die Story kommt in Fahrt, es geht richtig los und MAN WIRD DAS GUT!!! Ich konnte das Buch nicht weglegen, weil es soooo grandios wurde! Es fesselte mich, wie kein Buch zuvor! Es war spannend, brutal, unerwartet, neu!

    Über die Charaktere
    Mia Corvere erinnerte mich sehr stark an Arya aus Game of Thrones und ich habe sie eigentlich gleich ins Herz geschlossen. Sie ist Mutig, tapfer, weiss was sie will und kämpft hart dafür. Aber trotzdem ist sie nur ein Mädchen, das schlimmes erlebt und gesehen hat und von Alpträumen geplagt wird. Gut hat sie Mr Kindley an ihrer Seite. Den ich übrigens auch sehr mochte, aber immer auch etwas misstrauisch gegenüber war. Weil immerhin ist es ein Schattenwesen. Er hat oft die Stimmung aufgelockert und ich war so froh, dass Mia ihn hatte. Gerne hätte ich noch mehr über ihn erfahren, aber ich könnte mir vorstellen, dass dies im zweiten Band der Fall sein wird.

    Auch sehr toll ist natürlich Tric, der ebenfalls eine grauenhafte Vergangenheit hat, aber das Herz am rechten Fleck. Ich mochte wie er mit Mia umgegangen ist und wie sich die Beziehung der beiden entwickelte.

    « „But I’d still rather be called a cunt than a cock any turn.“
    The girl sighed gray, crushed her cigarillo out with her boot heel.
    Spat into the wind.
    And just like that, young Tric was in love. »

    Und ich ebenfalls! Tric <3

    Aber auch Nebencharaktere wie Ash, Mercurio oder Bastard sind sehr schön ausgearbeitet, lebendig und authentisch.

    Persönliche Meinung
    Wenn man von meinen anfänglichen sehr grossen Mühen mit der Sprache absieht (und ich war wirklich mehrfach davor, das Buch in die Ecke zu werfen) dann kann man sagen, dass ich hier ein Juwel in Händen halte. Die Geschichte war super aufgebaut, man bekommt immer wieder Rückblenden aus Mias Kindheit und erfährt somit immer wieder ein bisschen mehr. Aber immer nur so viel, dass man unbedingt weiterlesen muss, um mehr zu erfahren. Ausserdem ist es auch sehr witzig! Nicht nur die zum Teil echt lustigen Fussnoten, sondern auch die Charaktere haben den Ein oder anderen Spruch auf Lager. Ich mochte besonders auch die unerwarteten Wendungen die das Buch bereithielt.
    Fazit: Zuerst sehr zäh, da der Schreibstil sehr anspruchsvoll ist, durch die ganzen Metaphern und Vergleiche, aber danach wird es eine phantastische Geschichte, die alle Harry Potter, Throne of Glass und Game of Throne Fans begeistern wird!

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    N9erzs avatar
    N9erzvor 2 Jahren
    Eine Schule für Assassinen - Nevernight

    Mis ist gerade mal sechzehn Jahre, doch schon vor sechs Jahren hatte sie ihre erste Begegnung mit dem kalten und harten Tod. Jetzt ist es ihr Ziel sich für die Schmerzen die ihr zugefügt wurden zu rächen und Blut fließen zu lassen. Natürlich das Blut ihrer Feinde.

    Dafür muss sie zu einer perfekten Waffe werden - und das geht nirgendwo besser als in der Ausbildung der Red Church. Denn hier wird kein einfacher Unterricht betrieben - hier werden Killer in Kampftraining, Diebstahl, Giftmischen und Verführung unterrichtet. Um danach die besten Assassinen zu sein.

    Ich warne euch gleich mal vor: in dieser Rezension geht es ein bisschen auf und ab, denn genau so ging es mir auch bei "Nevernight".

    Das erste Kapitel war genial! Zwei Szenen so unterschiedlich wie sie nur sein könnten - ein Bettszene und ein Mord - geschrieben in den beinahe komplett selben Wörtern. Eine Verbindung erschaffen zwischen Leben und Tod, grenzt ein bisschen sehr stark an Genialität. Wenn man erst einmal herausen hatte womit man es zu tun hat kam man aus dem Staunen echt nicht mehr heraus. Zu gut diese Gleichsetzung, als das man sie glauben konnte.

    Doch danach kam der große Einbruch. Für mich und wenn man sich anderere (insbesondere schlechte) Rezensionen online ansieht auch für einige andere. Denn der Schreibstil wird schwer, extrem blumig und fast schon übertrieben. Stellenweise werden einem so schöne Beschreibungen um die Ohren geworfen voller Metaphern und Anspielungen, dass man einfach wirklich nicht mehr herauslesen kann was damit gemeint sein sollte. Zu viel drum herum als wirklich ein bisschen auf mehr den Punkt zu kommen. Grundsätzlich bin ich sowieso kein Fan von so schweren Schreibstilen, obwohl er manchmal sehr schön ausgeführt wird. Hier aber - fast schon eine Qual und wirklich zeitraubend sich hier vorzukämpfen.

    Zudem hatte ich stellenweise das Gefühl, dass der Autor irgendwie unbedingt ein paar Wörter und Phrasen etablieren wollte. "Nevernight" kommt immens oft vor, "the cat who is not a cat" wird auch wirklich viel zu oft betont. JA - wir haben das beim ersten mal auch schon verstanden, spätestens beim fünften Mal genügt es dann aber echt, so dämlich bin ich als Leser dann auch nicht!

    Dazu kommt, dass sehr oft Fußnoten quer durch den Text verteilt sind. Diese sind zwar wirklich interessant, bauen oftmals ein viel größeres Universum rund um Mia auf - sind aber auch extrem ablenkend. Denn nach einer langen Fußnote und viel erläuternder Erklärung kann es durchaus sein, dass man simple den Faden für die Story verloren hat. Wenn einem das dann aber dreimal auf einer Seite oder Doppelseite passiert hat man einfach keine Lust mehr drauf. Darum gestehe ich, ich habe sehr schnell aufgehört die Fußnoten überhaupt zu lesen und mich trotzdem ausgekannt.

    Wer sich das allerdings antut - und ich habe es getan - der wird ab etwa Seite 100 (oder auch genauer Book 2 nachdem das Buch in drei Bücher unterteilt ist) belohnt. Endlich kommt die Story in Fahrt, es dreht sich mehr und fokusierter um Mia, um ihre Aufgabe und ihr Ziel. Die Geschichte beginnt spannend zu werden und nimmt ordentlich Fahrt auf, denn die Red Church ist alles andere als langweilig! Jede Menge Intrigen, Blut und Heimlichkeiten - wirklich von Seite zu Seite spannender!  An den Schreibstil hat man sich bis zu diesem Punkt dann einfach auch schon gewöhnt, oder er wird wirklich einfacher. Genau beurteilen kann ich das nicht, aber ab diesem Zeitpunkt ging das Lesen definitiv flüssiger. Auch die Fußnoten werden immer weniger (auch wenn ich sie sowieso nicht gelesen habe) und machen die Story somit einheitlicher und flüssiger.

    Wenn man sich also durch die ersten etwas über 100 Seiten durchbeißt, der bekommt danach eine wirklich tolle Story. Wer mit den ersten Seiten schon so extreme Probleme hat, dass er gar nicht voran kommt dem empfehle ich sogar - total Hardcore - einfach mal zu versuchen bei Book 2 einzusteigen. Klar fehlt einem dann ein bisschen Hintergrund und Vorgeschichte, aber trotzdem sollte der Einstieg möglich sein.

    Trotzdem muss man sagen: die Charaktere sind toll. Insbesondere natürlich Mia, die wirklich eine Badass Protagonistin ist. Ohne wenn und aber. Wirklich knapp an genial wie sie hier dargestellt wird und trotzdem noch so sympathisch ist! Auch die Personen rund herum passen sich einfach perfekt ins Bild ein und machen am dem ersten Viertel noch etwas wirklich Gutes aus der Story!

    Man sollte aber auf jeden Fall ein bisschen gewarnt sein, denn "Nevernight" ist definitiv nicht das typische Young-Adult Fantasy Buch, wie man es kennt. Das betont auch Jay Kristoff immer wieder. Die Darstellungen von Blut und auch Sex sind sehr explizit und vielleicht für den ein oder anderen jüngeren Leser ein bisschen too much. Dafür haben allehärter gesottenen oder schlicht weg älteren Leser sicher ihren Spaß dabei endlich mal ein (YA-)Fantasy Buch zu finden, dass nicht all die prekären Stellen auslässt.

    Eine Empfehlung gibt es von mir auf jeden Fall. Wären die ersten Seiten nicht (ich wollte sie nach dem Lesen beinahe aus dem Buch reißen und verbrennen, einfach weil sie mich fast vom Lesen abgehalten hätten) - dann auf jeden Fall volle Sterne!
    Für den Anfang, den Schreibstil zu Beginn und die Fußnoten muss ich allerdings ein bisschen was abziehen. Das kann man einfach nicht komplett vergessen, aber wer Durchhaltevermögen zeigt, der wird danach auf jeden Fall mit einer guten Story belohnt! Eine Mischung aus einem brutalen Hogwarts und guten Charakteren!

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    Bookishtwinss avatar
    Bookishtwinsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wow! anfangs war es echt kompliziert aber sobald man drinnen ist kann man das Buch nicht mehr weglegen! Rezension folgt noch :)
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    luthien-ancalimevor 2 Monaten
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    ninalovesbookssvor 5 Monaten
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    Doctor-Isa-Pottervor 7 Monaten
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    BookishGirlvor 8 Monaten

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