Jay Parini

 4.2 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Ein russischer Sommer, Tolstojs letztes Jahr und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jay Parini

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Jay PariniEin russischer Sommer
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Ein russischer Sommer
Ein russischer Sommer
 (9)
Erschienen am 08.02.2010
Jay PariniTolstojs letztes Jahr
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Tolstojs letztes Jahr
Tolstojs letztes Jahr
 (6)
Erschienen am 18.12.2008
Jay PariniJay Parini: Ein russischer Sommer (Das Hörbuch zum Kinofilm)
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Jay Parini: Ein russischer Sommer (Das Hörbuch zum Kinofilm)
Jay PariniBenjamin's Crossing
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Benjamin's Crossing
Jay PariniWadsworth Themes American Literature Series, 1800-1865 Theme 4
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Jay PariniWadsworth Themes American Literature Series, 1865-1915 Theme 12
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Jay PariniPromised Land
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Promised Land
Promised Land
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Erschienen am 12.01.2010
Jay PariniWhy Poetry Matters
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Why Poetry Matters
Why Poetry Matters
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Erschienen am 31.03.2009

Neue Rezensionen zu Jay Parini

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Rezension zu "Ein russischer Sommer" von Jay Parini

Rezension zu "Ein russischer Sommer" von Jay Parini
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

"Ein russischer Sommer, beschreibt das letzte turbulente Jahr im Leben Lew Tolstojs. 1910 ist der Autot von Anna karenina und Krieg und Frieden der berühmteste Schriftsteller der Welt. Parini folgt den Tagebüchern Tolstojs und seiner nächsten und schafft einen dichten, spannenden und dramatischenText, dessen Sog man sich nicht entziehen kann." (Quelle: Buchrücken)
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Am Anfang war ich etwas skeptisch, wie mir vor allem der Schreibstil des Buchs gefallen würde. Die Geschichte wird aus der Perspektive Tolstojs und seiner engsten Vertrauen erzählt und zwar in Form von Tagebucheinträgen. Nach dem ich mich aber daran gewöhnt hatte, hat es mir richtig gut gefallen, denn die einzelnen Situationen und Ereignisse wurden aus verschiedenen Blickwinkeln geschildert und es war wirklich interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Ansichten der Protagonisten waren. Zwischenzeitlich war es aber auch schwer, einen eigenen Standpunkt zu finden, weil irgendwie jeder auf seine Art und Weise Recht hatte, aber auch Unrecht.
Besonders interessant ist die Geschichte natürlich auch deshalb, weil der Leser einen intensiven Einblick in das Leben Tolstojs bekommt. Es wird erzählt, was seine Bewunderer an ihm fanden, welche Rolle er in der Gesellschaft eingenommen hat und auch, wie er sich seiner Familie gegenüber verhalten hat. Natürlich sind viele Passagen rein fiktiv, wie auch der Autor es im Nachwort erwähnt, aber dennoch finde ich, dass sie einen authentischen Charakter hat, eben weil einiges aus den verschiedenen tagebüchern in die Geschichte eingewoben wurde.
Dieser Roman hat eigentlich mehr als fünf Sterne verdient ; )

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sabistebs avatar

Rezension zu "Jay Parini: Ein russischer Sommer (Das Hörbuch zum Kinofilm)" von Jay Parini

Rezension zu "Jay Parini: Ein russischer Sommer (Das Hörbuch zum Kinofilm)" von Jay Parini
sabistebvor 7 Jahren

Dieser Roman ist eine Rekonstruktion von Lew Nikolajewitsch Tolstois letztem Lebensjahr. Der Autor Jay Parini (Professor am Middlebury College in Vermont) nutze hierfür diverse Quellen wie Tagebücher und Briefe, sortierte diese Einträge chronologisch und erzählt so das letzte Lebensjahr aus 6(?) sehr unterschiedlichen Blickwinkeln, die alle von unterschiedlichen Sprechern gelesen werden. Durch die Verwendung dieser Blickwinkel (Sofja Andrejewna, Valentin Fedorovich Bulgakov, Leo Tolstoy / Lew Nikolaiewicz, Sasha, Sergeyenko,Dr. Makovickij) und die Beleuchtung der Gründe warum jeder handelt wie er es eben tut, bezieht er keine Stellung, sondern schildert das letzte Jahr sachlich neutral. Somit ist dieses Hörbuch weniger ein Roman oder Buch sondern eher eine Aneinanderreihung von Briefen und Tagebucheinträgen, die teils in Rückblicken die Beziehung von Tolstoi zu seiner Frau, wie sie sich kennenlernten, was sie von seinen Fähigkeiten im Bett hielt beleuchten. Meist jedoch das letzte Lebensjahr schildern und wie Sonja für die Rechte ihrer Kinder und somit der Erben des Werkes ihres Mannes /Vaters kämpft.
Es geht somit in diesem Ehekonflikt hauptsächlich darum, wer die Rechte an Tolstois Werken erben soll. Seine Tochter Masha und einige Regierungsfunktionäre, die in den tolstoischen Haushalt eingeschleust wurden, wollen dass die Werke dem Volke also dem Staat vermacht werden sollen, der sich dadurch wohl erhebliche Gewinne erhofft, und keine altruistischen Ziele verfolgt, was der idealistische Autor und seine naive jüngste Tochter jedoch nicht erkennen. Seine Frau Sofja Andrejewna denkt da deutlich praktischer, sie will ihre 13 Kinder und deren Kinder mit den Rechten dieser Büche finanziell absichern. Dieser Konflikt belastet die Ehe der beiden alten Leute und wird durch die sich permanent einmschenden angeblichen Freunde und Bewunderer des Autors, die ihn zu einer Ikone erheben, noch weiter angeheizt. Sofja wird paranoid, sie glaubt ihr Lew liebt sie nicht mehr, ziehe ihr seinen Sekretär vor, weil er schon immer auf Männer gestanden habe. Die befürchtet man wolle sie aus der Familie drängen und sie von ihrem Mann trennen. Sie will ihre Beziehung vor den schädlichen Einflüssen von außen schützen, sie sehnt sich nach Zweisamkeit und Ruhe. Lew sieht das anders, er empfindet das Verhalten seiner Frau als anmaßend und einengend. Sofja ist ein klassischer Fall von weiblichem Klammern, sie will sogar die Tagebücher ihres Mannes lesen, um sicher zu sein, dass er sie noch liebt.
Irgendwann wird es Lew zu viel, er läuft mit seinem Arzt und seiner jüngsten Tochter davon, erkrankt aber auf der Reise an einer Lungenentzündung. Auch hier geben sie die angeblichen Freunde Tolstois alle Mühe, die beiden Eheleute auseinanderzuhalten.

Es war teils schwer der Geschichte als Hörbuch zu folgen, besonders wenn man außer Tolstoi und vielleicht noch seiner Frau keinen der Protagonisten kennt und nichts über das Leben Tolstois weiß. Der Erzählstrang und die Blickwinkel erschließen sich beim Hören durchaus, aber ich konnte mit einigen der Figuren nicht wirklich viel anfangen bzw. hatte Probleme sie auseinanderzuhalten, besonders wenn sie andauernd in unterschiedlichen Koseformen benannt werden.

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Binea_Literatwos avatar

Rezension zu "Tolstojs letztes Jahr" von Jay Parini

Rezension zu "Tolstojs letztes Jahr" von Jay Parini
Binea_Literatwovor 8 Jahren

Ein Lebenswegbuch und nicht nur das.

Bücher verbinden, selbst wenn man nichts zum Inhalt schreiben würde, der rote Faden ist da und hält zusammen.
So auch bei diesem Buch. Mir kommt es vor, als ob ich Tolstoi ein klein wenig kenne. Seine Ängste, seine Empfindungen, sein Lebensverlangen nach dem Leben, was er gern gelebt hätte und gerade gerne leben würde, empfinde ich nach, versuche ich nach zu empfinden.

Habe ich Tolstoi, nein, haben wir nicht Tolstoi vor kurzem auf einer Messe getroffen? Das war er doch und ja, er war es. Vor allem auch die Signatur in meinem, in unseren Büchern, sprechen Bände für sich.
Darüber hinaus scheint es immer wieder zu Begegnungen mit ihm zu kommen, im Herzen, in Gedanken und eben in den Empfindungen, die er beschreibt. Wobei er sich aber dann und wann doch sehr widersprüchlich anhört. Doch auch die Menschen um ihn herum scheinen immer wieder vor einem aufzutauchen. Intrigen werden gesponnen, die Gier ruft immer mal laut aus verschiedenen Ecken, die Zukunft schreit danach, abgesichert zu sein. Aber auch zarte Stimmen werden wahrgenommen und Stimmen, die einfach voller Herzblut sind und beruhigend und sanft streicheln.

Wer bist du? Wer steht mir gerade jetzt gegenüber?
Der Charakter von Tschertkow, der Charakter von Bulgakow, der Charakter von Sofja Andrejewna oder der Charakter von Sascha? Oder doch der Charakter von Lew Nikolajewitsch?

Wo bin ich gerade? Was habe ich gerade vor Augen?

Tolstois Grab, die Gebäude auf dem Gut von Jasnaja Poljana oder den Zug auf dem Weg in die Freiheit, in das lebbare Leben der letzten Tage?

„Tolstojs letztes Jahr“, ein Buch der Begegnung, würde ich es für mich benennen. Der Autor Jay Parini erzählt anhand der Tagebucheintragungen des Privatsekretärs von Tolstoi, Walentin Bulgakow, aus seinem letzten Jahr. Nicht nur Tolstoi findet sich darin wieder, sondern auch all seine Wegbegleiter, seine Familie und seine Freunde und auch die, die es gerne werden wollten, um sich mit seinen Federn zu schmücken, wenn er nicht mehr lebt. Ein Kampf um seine Person, ein Kampf um seine Werke und wer nach seinem Ableben die Rechte daran bekommt. Eine zerrüttete Ehe, ein tägliches Konflikte Bewältigen, Streit, Wut und Verärgerung über misslungene Gespräche. Eine Hetzjagd, obwohl Tolstoi sich entschleunigen, Frieden finden möchte, aber dabei nicht merkt, wer ihm Gutes will und wer nicht. Er denkt einen Alleingang, geht doch nicht alleine und empfindet neben dem Hass dennoch Spuren der Liebe. Eine Flucht hat er vor Augen, die ihm helfen soll, die ihn abschottet von seinen bisherigem Umfeld, eine Flucht, weg von seinem bisherigen Zuhause, wo er am Ziel denken kann. Denken, über alles bisher Gewesene. Und dann erkrankt Tolstoj während der Fahrt in Richtung seiner letzten Tage.

Parinis verschiedene Perspektiven, er lässt abwechselnd die wichtigsten Personen in Tolstojs letztem Jahr zu Wort kommen, binden Briefe ein und auch selbst ist er darin zu finden. Dadurch beschleunigt das Buch und steigert sich stetig.

Ein Buch der Begegnung zum baldigen 100. Todestag von Tolstoj, den das Team Literatwo nicht nur im Blick hat, sondern zu einem Projekt mit Zuhilfenahme verschiedener Medien macht.

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