Jay Parini Ein russischer Sommer

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Inhaltsangabe zu „Ein russischer Sommer“ von Jay Parini

<p><strong>Das Buch zum Film!</strong><br /> Mit Helen Mirren ("The Queen") und Christopher Plummer -&#160;Filmstart am 28. Januar 2010<br /> <br /> Im Jahre 1910, "Anna Karenina" und "Krieg und Frieden" sind erschienen, ist Tolstoj der berühmteste Autor der Welt. Aber er zahlt einen hohen Preis für seinen Ruhm. Jünger umlagern ihn, seine Frau Sofja kämpft um Aufmerksamkeit und Liebe, aber auch um sein Erbe und Tantiemen. Von dem verzweifelten Wunsch getrieben, am Ende seines Lebens Frieden zu finden, flieht Graf Tolstoj in einer dramatischen Aktion von seinem Gut Jasnaja Poljana.<br /> Jay Parinis Roman beschreibt dieses letzte, turbulende Jahr im Leben des großen russischen Schriftstellers aus sechs verschiedenen Perspektiven. Dabei folgt Parini den Tagebüchern Tolstojs und denen seiner Frau, seiner Tochter, seines Arztes und anderer und schafft so einen dichten, spannenden und dramatischen Text, dessen Sog man sich nicht entziehen kann. Auf der Basis genauer historischer und literarischer Recherche entsteht ein faszinierendes Bild eines Lebens, seiner Zeit und seiner Konflikte, das über die Person Tolstojs hinaus auch Allgemeingültigkeit besitzt: Was Tolstoj erlebt und erleidet, ist - so berühmt und erfolgreich, wohlhabend und begehrt er sein mag - zutiefst menschlich und für jeden verständlich. Ein großes literarisches und menschliches Erlebnis.</p>

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  • Rezension zu "Ein russischer Sommer" von Jay Parini

    Ein russischer Sommer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. August 2011 um 20:21

    "Ein russischer Sommer, beschreibt das letzte turbulente Jahr im Leben Lew Tolstojs. 1910 ist der Autot von Anna karenina und Krieg und Frieden der berühmteste Schriftsteller der Welt. Parini folgt den Tagebüchern Tolstojs und seiner nächsten und schafft einen dichten, spannenden und dramatischenText, dessen Sog man sich nicht entziehen kann." (Quelle: Buchrücken) :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Am Anfang war ich etwas skeptisch, wie mir vor allem der Schreibstil des Buchs gefallen würde. Die Geschichte wird aus der Perspektive Tolstojs und seiner engsten Vertrauen erzählt und zwar in Form von Tagebucheinträgen. Nach dem ich mich aber daran gewöhnt hatte, hat es mir richtig gut gefallen, denn die einzelnen Situationen und Ereignisse wurden aus verschiedenen Blickwinkeln geschildert und es war wirklich interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Ansichten der Protagonisten waren. Zwischenzeitlich war es aber auch schwer, einen eigenen Standpunkt zu finden, weil irgendwie jeder auf seine Art und Weise Recht hatte, aber auch Unrecht. Besonders interessant ist die Geschichte natürlich auch deshalb, weil der Leser einen intensiven Einblick in das Leben Tolstojs bekommt. Es wird erzählt, was seine Bewunderer an ihm fanden, welche Rolle er in der Gesellschaft eingenommen hat und auch, wie er sich seiner Familie gegenüber verhalten hat. Natürlich sind viele Passagen rein fiktiv, wie auch der Autor es im Nachwort erwähnt, aber dennoch finde ich, dass sie einen authentischen Charakter hat, eben weil einiges aus den verschiedenen tagebüchern in die Geschichte eingewoben wurde. Dieser Roman hat eigentlich mehr als fünf Sterne verdient ; )

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  • Rezension zu "Ein russischer Sommer" von Jay Parini

    Ein russischer Sommer
    Clari

    Clari

    15. June 2010 um 12:07

    Soziogramm einer ungewöhnlichen Ehe. Jay Parini, der amerikanische Literaturwissenschaftler aus Vermont, hat den letzten Sommer Tolstois in einem biographischen Roman beschrieben und zu einem ausdrucksstarken Bild zusammengefügt. Er bediente sich für seinen Roman der Aufzeichnungen verschiedener Weggefährten, von Freunden, dem Arzt und der Frau Tolstois und einiger seiner Kinder. Daraus ist eine kaleidoskopartige Reportage über das letzte Lebensjahr Tolstois entstanden. Zerstritten und ruiniert präsentiert Jay Parini die Ehe zwischen Leo Tolstoi (1828 -1910) und seiner Frau Sofia Andrejewna (1844 -1919), die am Ende des gemeinsamen Lebens fünfzig Jahre währte. Im Jahr 1910, dem letzten Lebensjahr von Leo Tolstoi, erlebt man einen erschöpften, von Vasallen, Freunden und Sekretären umgebenen Dichterfürsten auf seinem Landgut Jasnaja Poljana. Er leidet sichtlich unter dem Gezänk seiner Frau Sofia. Mit seinen Romanen „ Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ ist ihm der Durchbruch gelungen, der ihn zu einem der berühmtesten Schriftsteller der Welt machte. Die Romane brachten ihm Ruhm, Ehre und Anerkennung und stürzten ihn zugleich in eine schwere Sinnkrise. Er begann sich für Sozialreformen zu interessieren, reiste viel und erkannte die Nöte der armen Bauern. Tolstoi ist der Meister der Darstellung russischen Lebens Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts. Malerisch, bunt, laut und urwüchsig sieht man in seinen Werken das Volk mit seinen sozialen und hierarchisch angelegten Strukturen, bis die Revolution von 1917 ihre Schatten voraus wirft und das ganze gesellige Leben in den Strudel des stalinistische Untergangs hineinziehen wird. Seine Frau Sofia Andrejewna hat nur die besten Erinnerungen an ihre erste Begegnung mit dem stattlichen und schönen Grafen Leo Tolstoi. Statt ihrer Schwester Lisa wählt er sie zur Frau! Sie ist stolz und überglücklich. Bald schon nach der Eheschließung weicht ihr Entzücken der Enttäuschung, denn Leo ist ein launischer, Frauen verachtender und den Ausschweifungen ergebener Despot. In ihrer nachgelassenen Erzählung “ Eine Frage der Schuld“ hat sie so manche Anekdote zur Erhellung ihrer Ehegeschichte aufgezeichnet. Das dramatische letzte Lebensjahr Tolstois wird höchst lebendig, wenn Parini einzelne Figuren in dem Reigen um den Dichter zu Wort kommen lässt. Am Ende seines Lebens ähnelt Tolstois Ehefrau in dieser Darstellung eher einer Besitz ergreifenden Megäre denn einer liebenden Gattin. Sie wird von manchen gefürchtet und von anderen gehasst, sogar von der eigenen Tochter. Sofia hatte ihrem Mann 13 Kinder geboren und viele Male den Roman „ Krieg und Frieden“ per Hand abgeschrieben. Jetzt fühlt sie sich abgeschoben und zu Unrecht entmachtet und enterbt. Parini schreibt mit Leidenschaft und hohem Kenntnisstand. Die letzte Passage seines Romans gilt der Trauerfeier und Beerdigung Tolstois. Ohne Pomp und große Aufwendung, gefeiert und geehrt vom russischen Volk und gefürchtet vom Zaren wird er „ ohne falsches Lob, leere Zeremonien oder törichte Verstellung “auf seinem Gut zu Grabe getragen In seinem Roman zeichnet Parini die Charaktere aus verschiedenen Blickwinkeln einzelner nach, und das Gefüge einer fünfzigjährigen Ehe bekommt Risse und Scharten. Intrigen, Argwohn und Misstrauen dominieren die Beziehung und man glaubt den Beteuerungen Sofias nicht, dass es die reine Liebe ist, mit der sie ihren Leo umgibt. Am Ende entzieht sich Tolstoi ihrer Nähe. Das Soziogramm dieser ungewöhnlichen Ehe und das Leben des Dichters, der in wechselnden Stimmungen mit sich und seiner Umgebung im Streit liegt ,zeigt sich in dieser Erzählung bedrückend klar und scharf. Barbara Rojahn-Deyk ist die hervorragende Übersetzerin. Unter der Regie von Michael Hoffman ist das Buch 2009 mit der unvergesslichen Helen Mirren verfilmt worden.

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  • Rezension zu "Ein russischer Sommer" von Jay Parini

    Ein russischer Sommer
    Belladonna

    Belladonna

    29. March 2010 um 15:45

    Tolstoj ist seit seinen Werken "Anna Karenina" und "Krieg und Frieden" einer der berühmtesten Autoren Rußlands. Umzingelt von seinen Jüngern die sich Tolstojaner nennen wird es für seine Frau Sofja immer schwerer ihren Standpunkt zu halten. Das letzte Jahr von Tolstoj gerät zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle, Tolstoj der sich immer mehr schämt im Luxus zu leben gerät immer öfter mit Sofja aneinander, die sich für ihre Kinder und Enkel das Erbe Tolstojs sichern möchte. Vor allem jedoch möchte Sofja ihren geliebten Mann vor seinem engsten Freund schützen... In Jay Parini's Werk "Ein russischer Sommer" wird dem Leser das letzte Jahr des berühmten Autors Lew Tolstoj mit viel Farbe vor Augen geführt. Der Roman ist in Absätze aufgeteilt in denen man aus verschiedenen Sichtweisen das Leben auf dem Landsitzt Tolstojs (Jasnaja Poljana) geschildert bekommt. Je weiter man im Roman voranschreitet, desto mehr bekommt man einen Überblick über die Verhätnisse in denen Lew Tolstoj gelebt hat. Die Charaktere erwachen durch die detaillierte Beschreibung Parini's zum leben und bewegen sich auf dem schönen Jasnaja Poljana. Jetzt sollte man denken dass das Buch ziemlich langatmig und langweilig ist, aber das trifft in keinster Weise zu. Durch die vielen Gefühlsachterbahnen die man als Sofja und Tolstoj erlebt wird es nie langweilig und man möchte schließlich nur noch erfahren wie es weitergeht und ob es ein gutes Ende für die beiden, die sich doch wirklich zu lieben scheinen gibt... Mein Fazit: Jay Parini schildert in seinem Werk "Ein russischer Sommer" farbenprächtig die Gefühlsachterbahn von Tolstojs letztem Jahr.

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