Jay Parini Jay Parini: Ein russischer Sommer (Das Hörbuch zum Kinofilm)

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Inhaltsangabe zu „Jay Parini: Ein russischer Sommer (Das Hörbuch zum Kinofilm)“ von Jay Parini

Im Jahre 1910, Anna Karenina und Krieg und Frieden sind erschienen, ist Leo Tolstoi der berühmteste Autor der Welt. Aber er zahlt einen hohen Preis für seinen Ruhm. Jünger umlagern Tolstoi, der mit seinen christlich-mystischen und sozialen Idealen Ernst machen will, seine Frau Sofia kämpft um Aufmerksamkeit und Liebe, aber auch um sein Erbe und Tantiemen. Von dem verzweifelten Wunsch getrieben, am Ende seines Lebens Frieden zu finden, flieht Graf Tolstoi in einer dramatischen Aktion von seinem Gut Jasnaja Poljana. Jay Parinis Roman Tolstojs letztes Jahr beschreibt dieses letzte, turbulente Jahr im Leben des großen russischen Schriftstellers aus sechs verschiedenen Perspektiven

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  • Rezension zu "Jay Parini: Ein russischer Sommer (Das Hörbuch zum Kinofilm)" von Jay Parini

    Jay Parini: Ein russischer Sommer (Das Hörbuch zum Kinofilm)
    sabisteb

    sabisteb

    13. May 2011 um 15:14

    Dieser Roman ist eine Rekonstruktion von Lew Nikolajewitsch Tolstois letztem Lebensjahr. Der Autor Jay Parini (Professor am Middlebury College in Vermont) nutze hierfür diverse Quellen wie Tagebücher und Briefe, sortierte diese Einträge chronologisch und erzählt so das letzte Lebensjahr aus 6(?) sehr unterschiedlichen Blickwinkeln, die alle von unterschiedlichen Sprechern gelesen werden. Durch die Verwendung dieser Blickwinkel (Sofja Andrejewna, Valentin Fedorovich Bulgakov, Leo Tolstoy / Lew Nikolaiewicz, Sasha, Sergeyenko,Dr. Makovickij) und die Beleuchtung der Gründe warum jeder handelt wie er es eben tut, bezieht er keine Stellung, sondern schildert das letzte Jahr sachlich neutral. Somit ist dieses Hörbuch weniger ein Roman oder Buch sondern eher eine Aneinanderreihung von Briefen und Tagebucheinträgen, die teils in Rückblicken die Beziehung von Tolstoi zu seiner Frau, wie sie sich kennenlernten, was sie von seinen Fähigkeiten im Bett hielt beleuchten. Meist jedoch das letzte Lebensjahr schildern und wie Sonja für die Rechte ihrer Kinder und somit der Erben des Werkes ihres Mannes /Vaters kämpft. Es geht somit in diesem Ehekonflikt hauptsächlich darum, wer die Rechte an Tolstois Werken erben soll. Seine Tochter Masha und einige Regierungsfunktionäre, die in den tolstoischen Haushalt eingeschleust wurden, wollen dass die Werke dem Volke also dem Staat vermacht werden sollen, der sich dadurch wohl erhebliche Gewinne erhofft, und keine altruistischen Ziele verfolgt, was der idealistische Autor und seine naive jüngste Tochter jedoch nicht erkennen. Seine Frau Sofja Andrejewna denkt da deutlich praktischer, sie will ihre 13 Kinder und deren Kinder mit den Rechten dieser Büche finanziell absichern. Dieser Konflikt belastet die Ehe der beiden alten Leute und wird durch die sich permanent einmschenden angeblichen Freunde und Bewunderer des Autors, die ihn zu einer Ikone erheben, noch weiter angeheizt. Sofja wird paranoid, sie glaubt ihr Lew liebt sie nicht mehr, ziehe ihr seinen Sekretär vor, weil er schon immer auf Männer gestanden habe. Die befürchtet man wolle sie aus der Familie drängen und sie von ihrem Mann trennen. Sie will ihre Beziehung vor den schädlichen Einflüssen von außen schützen, sie sehnt sich nach Zweisamkeit und Ruhe. Lew sieht das anders, er empfindet das Verhalten seiner Frau als anmaßend und einengend. Sofja ist ein klassischer Fall von weiblichem Klammern, sie will sogar die Tagebücher ihres Mannes lesen, um sicher zu sein, dass er sie noch liebt. Irgendwann wird es Lew zu viel, er läuft mit seinem Arzt und seiner jüngsten Tochter davon, erkrankt aber auf der Reise an einer Lungenentzündung. Auch hier geben sie die angeblichen Freunde Tolstois alle Mühe, die beiden Eheleute auseinanderzuhalten. Es war teils schwer der Geschichte als Hörbuch zu folgen, besonders wenn man außer Tolstoi und vielleicht noch seiner Frau keinen der Protagonisten kennt und nichts über das Leben Tolstois weiß. Der Erzählstrang und die Blickwinkel erschließen sich beim Hören durchaus, aber ich konnte mit einigen der Figuren nicht wirklich viel anfangen bzw. hatte Probleme sie auseinanderzuhalten, besonders wenn sie andauernd in unterschiedlichen Koseformen benannt werden.

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