Jay Parini Tolstojs letztes Jahr

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Inhaltsangabe zu „Tolstojs letztes Jahr“ von Jay Parini

Im Jahre 1910,"Anna Karenina"und"Krieg und Frieden"sind erschienen, ist Lew Tolstoj der berühmteste Autor der Welt. Aber er zahlt einen hohen Preis für seinen Ruhm. Jünger umlagern Tolstoj, der mit seinen christlich-mystischen und sozialen Idealen Ernst machen will, seine Frau Sofja kämpft um Aufmerksamkeit und Liebe, aber auch um sein Erbe und Tantiemen. Von dem verzweifelten Wunsch getrieben, am Ende seines Lebens Frieden zu finden, flieht Graf Tolstoj in einer dramatischen Aktion von seinem Gut Jasnaja Poljana. §Jay Parinis Roman"Tolstojs letztes Jahr"beschreibt dieses letzte, turbulente Jahr im Leben des großen russischen Schriftstellers aus sechs verschiedenen Perspektiven. Dabei folgt Parini den Tagebüchern Tolstojs und denen seiner Nächsten, seiner Frau, seiner Tochter, seines Arztes und anderer und schafft so einen dichten, spannenden und dramatischen Text, dessen Sog man sich nicht entziehen kann. Auf der Basis genauer historischer und literarischer Recherche entsteht ein faszinierendes Bild eines Lebens, seiner Zeit und seiner Konflikte, das über die Person Tolstojs hinaus auch Allgemeingültigkeit besitzt: Was Tolstoj erlebt und erleidet, ist - so berühmt und erfolgreich, wohlhabend und begehrt er sein mag - zutiefst menschlich und für jeden verständlich. Ein großes literarisches und menschliches Erlebnis.

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  • Rezension zu "Tolstojs letztes Jahr" von Jay Parini

    Tolstojs letztes Jahr
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    19. November 2010 um 09:29

    Ein Lebenswegbuch und nicht nur das. Bücher verbinden, selbst wenn man nichts zum Inhalt schreiben würde, der rote Faden ist da und hält zusammen. So auch bei diesem Buch. Mir kommt es vor, als ob ich Tolstoi ein klein wenig kenne. Seine Ängste, seine Empfindungen, sein Lebensverlangen nach dem Leben, was er gern gelebt hätte und gerade gerne leben würde, empfinde ich nach, versuche ich nach zu empfinden. Habe ich Tolstoi, nein, haben wir nicht Tolstoi vor kurzem auf einer Messe getroffen? Das war er doch und ja, er war es. Vor allem auch die Signatur in meinem, in unseren Büchern, sprechen Bände für sich. Darüber hinaus scheint es immer wieder zu Begegnungen mit ihm zu kommen, im Herzen, in Gedanken und eben in den Empfindungen, die er beschreibt. Wobei er sich aber dann und wann doch sehr widersprüchlich anhört. Doch auch die Menschen um ihn herum scheinen immer wieder vor einem aufzutauchen. Intrigen werden gesponnen, die Gier ruft immer mal laut aus verschiedenen Ecken, die Zukunft schreit danach, abgesichert zu sein. Aber auch zarte Stimmen werden wahrgenommen und Stimmen, die einfach voller Herzblut sind und beruhigend und sanft streicheln. Wer bist du? Wer steht mir gerade jetzt gegenüber? Der Charakter von Tschertkow, der Charakter von Bulgakow, der Charakter von Sofja Andrejewna oder der Charakter von Sascha? Oder doch der Charakter von Lew Nikolajewitsch? Wo bin ich gerade? Was habe ich gerade vor Augen? Tolstois Grab, die Gebäude auf dem Gut von Jasnaja Poljana oder den Zug auf dem Weg in die Freiheit, in das lebbare Leben der letzten Tage? „Tolstojs letztes Jahr“, ein Buch der Begegnung, würde ich es für mich benennen. Der Autor Jay Parini erzählt anhand der Tagebucheintragungen des Privatsekretärs von Tolstoi, Walentin Bulgakow, aus seinem letzten Jahr. Nicht nur Tolstoi findet sich darin wieder, sondern auch all seine Wegbegleiter, seine Familie und seine Freunde und auch die, die es gerne werden wollten, um sich mit seinen Federn zu schmücken, wenn er nicht mehr lebt. Ein Kampf um seine Person, ein Kampf um seine Werke und wer nach seinem Ableben die Rechte daran bekommt. Eine zerrüttete Ehe, ein tägliches Konflikte Bewältigen, Streit, Wut und Verärgerung über misslungene Gespräche. Eine Hetzjagd, obwohl Tolstoi sich entschleunigen, Frieden finden möchte, aber dabei nicht merkt, wer ihm Gutes will und wer nicht. Er denkt einen Alleingang, geht doch nicht alleine und empfindet neben dem Hass dennoch Spuren der Liebe. Eine Flucht hat er vor Augen, die ihm helfen soll, die ihn abschottet von seinen bisherigem Umfeld, eine Flucht, weg von seinem bisherigen Zuhause, wo er am Ziel denken kann. Denken, über alles bisher Gewesene. Und dann erkrankt Tolstoj während der Fahrt in Richtung seiner letzten Tage. Parinis verschiedene Perspektiven, er lässt abwechselnd die wichtigsten Personen in Tolstojs letztem Jahr zu Wort kommen, binden Briefe ein und auch selbst ist er darin zu finden. Dadurch beschleunigt das Buch und steigert sich stetig. Ein Buch der Begegnung zum baldigen 100. Todestag von Tolstoj, den das Team Literatwo nicht nur im Blick hat, sondern zu einem Projekt mit Zuhilfenahme verschiedener Medien macht.

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