Als großer Murakami-Fan kam ich über kurz oder lang an diesem Buch nicht vorbei, „Murakami und die Melodie des Lebens“, von Jay Rubin, einer der amerikanischen Übersetzer von Murakamis Werken. Das Buch ist teilweise biographisch und teilweise literaturwissenschaftlich angelegt. Man erfährt, wie Murakami zum Schreiben gekommen ist, wie er schreibt, auch so einiges über seine Themen, seine Ideen, etc. Mir war zum Beispiel gar nicht so bewusst, dass er so viele Erzählungen oder Kurzgeschichten geschrieben hat, die Vorgänger seiner großen Romane waren.
Natürlich geht Rubin in seinem Buch auch auf die bekannten Romane ein, „Naokos Lächeln“, „Mister Aufziehvogel“, „Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt“, etc. (Da es 2004 erschienen ist, gibt es dementsprechend nichts zu „1Q84“, was ich echt schade finde, das hätte mich sehr interessiert, aber das wäre ja chronologisch unmöglich.) Die Themen, die Schreibprozesse, all das wird verhandelt, bezogen auch auf Murakamis Leben, und das in einer sehr angenehm zu lesenden Sprache.
Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen, mehr zu erfahren über diesen von mir sehr geschätzten Autor und sein Gesamtwerk (bis 2004, danach hat er ja noch sehr viel mehr geschrieben), über seine Welt und sein Leben, wobei mir noch mal bewusst geworden ist, dass ich immer noch nur einen Bruchteil seiner Werke gelesen habe... Animiert mich auch noch mal, weiter in seine Welt einzutauchen und auch seine anderen Geschichten für mich zu entdecken. Für alle, die Murakamis Bücher lieben oder schätzen, ihn gerne lesen, ist dieses Buch ein Muss, ich kann es wirklich nur jedem empfehlen.
Eintauchen in Murakamis Welt...



