Jaycee Dugard

 4.3 Sterne bei 31 Bewertungen

Alle Bücher von Jaycee Dugard

Ein gestohlenes Leben

Ein gestohlenes Leben

 (28)
Erschienen am 12.03.2012
A Stolen Life

A Stolen Life

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Erschienen am 03.07.2012
Una Vida Robada

Una Vida Robada

 (0)
Erschienen am 03.01.2012
Mijn gestolen leven / druk 3

Mijn gestolen leven / druk 3

 (0)
Erschienen am 27.02.2015

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Nanniswelts avatar

Rezension zu "Ein gestohlenes Leben" von Jaycee Dugard

Ein gestohlenes Leben
Nannisweltvor 2 Jahren

Inhalt: »Im Sommer 1991 war ich ein ganz normales Mädchen. Ich hatte Freunde und eine Mutter, die mich liebte. Ich war wie ihr alle. Bis zu dem Tag, an dem mir mein Leben gestohlen wurde. 18 Jahre lang war ich eine Gefangene. 18 Jahre lang durfte ich meinen Namen nicht aussprechen. Mein Name ist Jaycee Lee Dugard. Ich sehe mich nicht als Opfer. Ich habe überlebt. ›Ein gestohlenes Leben‹ ist meine Geschichte.

Jaycee Dugard wurde am 10. Juni 1991 im Alter von elf Jahren entführt und anschließend mehr als achtzehn Jahre gefangen gehalten. Sie lebte mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater zusammen mit ihrer damals einjährigen Halbschwester in South Lake Tahoe in Kalifornien. Am Tag der Entführung wurde sie in ein Auto gezerrt auf dem Schulweg. Da ihr Stiefvater ihr nachsah, beobachtete er das Szenario und rief sofort die Polizei. Trotz intensiver Suchmaßnahmen, die auch längere Zeit andauerten, fehlte von Jaycee jede Spur. Der Entführer war Phillip Garrido der bereits 1977 wegen Entführung mit Vergewaltigung verurteilt wurde. Elf Jahre später wurde er aber auf Bewährung entlassen.

Er hielt das damals 11 jährige Mädchen fortan in einer Art Verschlag und Zelt, welches im Hinterhof aufgestellt war gefangen, rund 70 Kilometer von San Francisco entfernt. Tatbeteiligt war auch seine Frau Nancy Garrido. Selbst als ihr Peiniger für 4 Monate in Haft musste, weil Garrido gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte, war Jaycee in Gefangenschaft und wurde von seiner Frau „versorgt“. Die damals Minderjährige bekam durch den Missbrauch durch ihren Peiniger zwei Kinder in der Gefangenschaft, die zum Zeitpunkt der Befreiung am 27. August 2009 11 und 15 Jahre alt waren. Den Kindern wurde durch die Garridos erzählt, Jaycee Lee wäre ihre Schwester und Nancy die Mutter.
Bis zur Befreiung arbeitete Dugard in der von den Tätern geführten Druckerei.

Bei ihrer Befreiung war Jaycee Lee Dugard 29 Jahre alt. Sie beschreibt in ihrem Buch die schrecklichen Erlebnisse sehr ausführlich und lebhaft, was den Leser dazu bewegt, das Buch auch mal weg zu legen, um sich wieder zu sammeln. Was hat diese Frau nur durchmachen müssen?! Besonders tragisch empfand ich persönlich die Tatsache, dass auch polizeitechnische und ermittlungstechnische Versäumnisse ihren Anteil dazu beigetragen haben, dass die Gefangenschaft so lange andauerte. Der Täter trug immerhin nach seiner Bewährungsstrafe eine elektronische Fußfessel. Und trotzdem wurde sein Grundstück nie überprüft! Außerdem ging wohl ein Hinweis aus der Nachbarschaft bei der Polizei ein, im Garten des Paares würden Kinder in einem Zelt hausen. Diesem Hinweis wurde nie nachgegangen.

Die junge Frau beschreibt in ihrem Buch die Beweggründe für das „Zusammenleben“ mit den Tätern. Sie erklärt ausführlich, was sie dazu bewogen hat, nicht mehr auf sich aufmerksam zu machen und in der Druckerei des Ehepaares zu arbeiten. Man sollte vielleicht als Leser und Außenstehender auch immer bedenken - dieses Mädchen mit ihren 11 Jahren hatte keine andere Möglichkeit, als sich ein stück weit in ihre neue Situation einzuleben.

Die Manipulationen durch Phillip Garrido, die sich wohl auch auf seine Ehefrau abgeladen hatten, werden in diesem Buch ebenfalls deutlich. Dies entschuldigt jedoch NICHT das Mitwirken dieser Frau! Jaycee Lee war ein kleines Mädchen, welches einen wahnsinnigen Überlebenswillen aufwies. Anders hätte sie die lange Zeit von 18 Jahren wohl nie überstanden. Auch ihre Kinder gaben ihr viel Kraft, den Albtraum zu überwinden und die Hoffnung auf Freiheit niemals aufzugeben. Nur durch einen „dummen“ Zufall, sind die drei damals doch noch entdeckt worden und frei gekommen.

Jeder, der sich Gedanken darum macht, warum Opfer oftmals sich vermeintlich NICHT wehren oder gar sowas wie „Sympathien“ für ihre Entführer aufbringen, lege ich nahe, die Geschichte von Jaycee Lee Dugard zu lesen.

Eine starke Frau, die hoffentlich ihr restliches Leben noch in Freiheit genießen kann.

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Schlehenfees avatar

Rezension zu "A Stolen Life. Ein gestohlenes Leben, englische Ausgabe" von Jaycee Dugard

True story of a kidnapping victim
Schlehenfeevor 3 Jahren

A stolen life is the story of Jaycee Lee Dugard, who was kidnapped on her way to school in 1991 at age eleven. She would be a captive for an incredible 18 years and have two babies by her captor before she was rescued. In her book, Jaycee explains how she tried to survive and what her new life in freedom is like.

When you hear about stories like that of Jaycee Dugard or for instance, Natascha Kampusch, most people and the media are lurking like predators for details, photos and the whole „true“ story. I guess you want to be appalled and fascinated at the same time by what these women went through. That's why I was hesitant for a long time to read Jaycee's account. It felt like intruding on her privacy. You also don't know the motivations behind the book: was she more or less forced to write her story so the media would leave her alone? On the other hand we're the same age and now I'm also a mother I can relate to her a lot. I would think what was I doing this or that year, where was I while she had her first daughter at age fourteen and so on. It made her story much more real for me.

As an outsider you can understand how she was threatened, manipulated and conditioned into believing that the outside world was bad, that nobody remembered her anymore and so on, so that she didn't escape even when she had the chance in later years. She even protected her captors, the Garrido couple, until Philip Garrido finally confessed. Only then did she mention her real name, that she hadn't been allowed to say or write in years (she was using the name „Allissa“ instead).
But you can also understand how she tried to survive and Jaycee Dugard earned my utmost respect for protecting her daughters and never letting herself being broken inside.

Ms Dugard writes like she was at a certain age, starting with the voice of an 11-year-old and thus letting the reader grow with her. I liked that and also the reflection she often put at the end of chapters.

The way she wrote about her reunion with her mother brought tears to my eyes. Jaycee Dugard also writes a lot about her „new“ life and what she learned about herself in therapy. Through all her ordeal, she tries to be a good mother and sounds perfectly normal in that. I wish her all the best!
If you want to read this book, I can recommend it, it's up to you.

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mel_schulzs avatar

Rezension zu "Ein gestohlenes Leben" von Jaycee Dugard

Eine geraubte Kind- und Teenager zeit, für immer verloren.
mel_schulzvor 3 Jahren

Beschreibung»Im Sommer 1991 war ich ein ganz normales Mädchen. Ich hatte Freunde und eine Mutter, die mich liebte. Ich war wie ihr alle. Bis zu dem Tag, an dem mir mein Leben gestohlen wurde. 18 Jahre lang war ich eine Gefangene. 18 Jahre lang durfte ich meinen Namen nicht aussprechen. Mein Name ist Jaycee Lee Dugard. Ich sehe mich nicht als Opfer. Ich habe überlebt. ›Ein gestohlenes Leben‹ ist meine Geschichte.«

Eine sehr beklemmende Geschichte die einen nur erschauern lässt.
Ich möchte gar nicht näher darauf eingehen was Jaycee geschrieben hat, denn man sollte es selber lesen um zu verstehen. 
Natürlich durch die Medien auf dieses Geschehnis aufmerksam geworden, habe ich mich schon vor Jahren gefragt, "Wie krank muss ein Mensch sein, um so etwas zu tun?". 

Ich hatte auch die Geschichte von Natascha Kampusch angefangen, aber ich habe es abgebrochen, weil es mir ein wenig zu suspekt war, wie sie es geschrieben hat.
Das war sicher auch der Grund, warum "Ein gestohlenes Leben", ein Jahr lang im Regal stand, und darauf wartete gelesen zu werden.


Was dieses kleine Mädchen erleiden musste ist so boshaft und krank, das ich sehr mitgelitten habe. Es ist schon schlimm genug, dass sich jemand ein kleines Mädchen so von der Straße schnappt und entführt, ohne das es jemand merkt, aber viel schlimmer finde ich es, dass sogar die Ehefrau des Peinigers daran beteiligt war. Wie kann ein Ehepartner...so etwas zulassen?


Es ist schön, dass der Zufall Jaycee und ihren zwei Mädchen, die Freiheit geschenkt hat. 
Ich wünsche ihr von ganzem Herzen das sie nur noch Glück und Freude in ihrem Leben hat und vielleicht die Liebe eines Mannes findet. 


Eine sehr ergreifende Geschichte aus dem wahren leben, von einer mehr als starken Frau! 

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