Jayden V. Reeves

 4.7 Sterne bei 9 Bewertungen
Jayden V. Reeves

Lebenslauf von Jayden V. Reeves

Jayden V. Reeves wurde als Sohn einer finnischen Mutter und eines englischen Vaters in Deutschland geboren und ist größtenteils auch dort aufgewachsen. Er begann bereits als Kind mit dem Schreiben; seine ersten ernsthafteren Geschichten im Bereich Gay-Drama entstanden dann im Alter von 17 Jahren. In den 90-er Jahren verließ Reeves Deutschland für einige Jahre, um in England zu leben und zu arbeiten. Wieder zurück auf deutschem Boden, begann er sich neben dem Studium aktiv für die Rechte von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften einzusetzen und arbeitete überdies mehrere Jahre für die deutsche AIDS-Hilfe und der örtlichen Drogenberatung in der Betreuung und Prävention. Später war er hauptberuflich vor Allem in der Jugendhilfe tätig. Musikalisch verwurzelt sieht sich Reeves vorrangig in den Genres des Gothic, Wave, Punk, Rock und Independent. Ebenso hegt er seit frühester Jugend eine große Leidenschaft für’s Skateboarding und BMX-Cruising. Der Autor lebt seit seinem 19. Lebensjahr aus ethischen Gründen vegan. Er engagiert sich daher zusätzlich gegen die Ausbeutung von Tieren in unserer Gesellschaft. Reeves wohnt zurzeit mit seinem Partner und seiner kleinen Tochter in der Nähe von Köln. ›Der steinerne Garten‹ erschien 2017 beim Rediroma-Verlag und ist sein Debut-Roman.

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Der steinerne Garten

Der steinerne Garten

 (9)
Erschienen am 27.02.2017

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Rezension zu "Der steinerne Garten" von Jayden V. Reeves

Die Magie der Worte – Ein Meisterwerk
Myriam_Mesenholvor 25 Tagen

Der Roman „Der steinerne Garten“ von Jayden v Reeves ist ein sehr vielschichtiges Buch. Ihn lediglich im Gerne Gay-Drama einzuordnen halte ich für nicht ausreichend. Dieses Buch ist so viel mehr und ein absolut gelungener Auftakt einer grandiosen Buchreihe. Er ist am 27. Februar im Rediroma-Verlag erschienen und umfasst 612 Taschenbuchseiten.
Das Cover besticht durch ausdrucksstarke Schlichtheit und passt für mich persönlich perfekt zum Inhalt des Buches.
Klappentext:
Für den 26-jährigen Riley Buchanan scheint es sich zunächst um einen ganz gewöhnlichen Nuts-Transport zu handeln, als er am ersten Weihnachtstag spontan zusagt, den emotional unterkühlten Nathanyel Pritchard aus der psychiatrischen Privatklinik Waterbury abzuholen. Unverhofft wird ihm jedoch ein finanziell höchst verlockendes Angebot offeriert und um den langen Schatten seiner wenig ruhmreichen Vergangenheit endlich entfliehen zu können, lässt er sich schließlich auf den merkwürdigen Handel ein. Naiv stolpert er daraufhin in eine fremde Welt, welche von Routinen, Zwang und Kontrolle dominiert wird, und als Nathanyel schließlich seine wahren Absichten enthüllt, sieht er sich einer Herausforderung gegenüberstehen, die sein Leben recht bald und schonungslos auf den Kopf stellen wird.
Die bewegende Geschichte eines Coming Out inmitten zweier Welten, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.
Quelle: Jayden v Reeves, Rediroma-Verlag
Der Schreibstil von Jayden v Reeves ist einfach grandios und sehr anspruchsvoll. Der sprachliche Wechsel zwischen den beiden Protagonisten ist ausnahmslos geglückt und zeugt von wahrlich sprachlichem Talent. Dieses Buch ist so viel mehr als ein ledigliches „Comming out – Gay-Drama" und mit Abstand eines der besten Bücher die ich jemals gelesen habe. Die Protagonisten Riley Buchanan Nathanyel Pritchard und deren Entwicklung sind dem Autor absolut authentisch gelungen und haben mich wirklich beeindruckt. Auch die Darstellung der weiteren Charaktere, wie beispielsweise Nathenyels Bruder, haben bei mir genau die vom Autor gewünschte Abneigung erzeugt. Dieses Buch ist zudem unglaublich emotional und an eigenen Stellen sehr spannend geschrieben. Der Leser wird komplett in das Buch hineingezogen und leidet mit den handelnden Personen.
Der Spannungsbogen wurde kontinuierlich gesteigert und nahm einen so extremen Verlauf, den ich in diesem Ausmaß nicht erwartet hätte. Der aber rückblickend betrachtet eine unausweichliche Konsequenz war. Die Offenbarung am Ende des Buches gibt Aufschluss über die besonderen Verhaltensweisen von Nathenyel und man gewinnt einen anderen Blick auf den Verlauf der Geschichte. Der Cliffhänger am Ende des Buches lässt mich so fassungslos zurück, dass ich mich schon jetzt auf den zweiten Band dieser unglaublich Buchreihe freue. Fakt ist, „der steinerne Garten“ ist eins der wenigen Bücher, die ich mit großem Interesse ein weiteres Mal lesen werde, allein schon um dem Buch gerecht werden zu können. Von mir gibt es eine ausdrückliche Leseempfehlung für ein bedeutungsvolles Buch, das nachhaltig Spuren hinterlässt.

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Risens avatar

Rezension zu "Der steinerne Garten (Hardcover-Ausgabe)" von Jayden V. Reeves

Auch für nicht Gay-Leser super geeignet
Risenvor 10 Monaten


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79yvis avatar

Rezension zu "Der steinerne Garten (Hardcover-Ausgabe)" von Jayden V. Reeves

Ganz großes Kino!
79yvivor einem Jahr

Ich möchte vorweg zwei Sätze von Jayden V. Reeves zitieren. Auf seiner Autorenseite schreibt er:

„Ich habe einen hohen Anspruch, was einen guten Roman betrifft. Ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst und ich bemühe mich, dem gerecht zu werden, um meinen Lesern eine Welt zu schenken, die sie faszinieren wird.“

Bevor ich „Der steinerne Garten“ gelesen hatte, kam mir diese Ansage, von einem Autor mit seinem Erstlingswerk, fast etwas hochgegriffen vor. Jetzt, im Nachhinein betrachtet, bin ich der Meinung, Jayden V. Reeves kann das mit Fug und Recht von sich behaupten, denn er hat mit seiner ersten Veröffentlichung ganz großes Kino geschaffen.

Das Buch besticht schon ab der ersten Zeile alleine durch die bildgewaltige und ausdruckstarke Sprache, so dass ich nach nur wenigen Seiten in einer düsteren, atmosphärisch dichten Story gefangen war, die mich auch Tage und Wochen nach dem lesen noch beschäftigt hat. Mit Riley und Nathanyel hat Jayden V. Reeves zwei Charaktere zum Leben erweckt, die bei mir einen Nerv getroffen haben. Beide sind schwierige, aber auch vielschichtige Persönlichkeiten, jeder auf seine ganz eigene Art und Weise, und gerade deswegen wollte ich wissen, warum sie so sind wie sie sind. Um nicht zu spoilern, lasse ich Nathanyels Hintergrund hier außen vor. Zu Riley gibt es allerdings einiges zu sagen, er ist sehr impulsiv und auf den ersten Blick scheint Gewalt für ihn die beste Lösung zu sein. Doch wenn man es genauer betrachtet, merkt man, dass sein Handeln extrem von seiner Vergangenheit geprägt wird. Er fühlt sich schuldig und schämt sich dafür, möchte alles hinter sich lassen und sucht nach Normalität. Nates, von Zwängen dominiertes, Leben verunsichert ihn und durch die berechnende, manipulative und geringschätzige Art, die Nathanyel allen Mitmenschen angedeihen lässt, fühlt Riley sich zusätzlich noch unterlegen und minderwertig. In diesen Situationen drängen alte Verhaltensmuster verstärkt an die Oberfläche und übernehmen sein Handeln – brutal und selbstzerstörend. Trotzdem bringen Nate und Riley bei dem jeweils anderen eine Seite zum Klingen, bei der keiner der Zwei im Stande ist zu sie ignorieren. Sie umkreisen sich, prallen zusammen und stoßen sich wieder ab. Diese Chemie zwischen den Beiden versteht der Autor hervorragend zu transportieren, er schenkt ihnen Charisma, ein emotionales Gesicht. Dadurch werden aus den problematischen, unangenehmen Charakteren, Figuren, die ich ohne Abstriche in mein Herz geschlossen habe. Das vorläufige Ende, Band zwei erscheint 2019, ist ebenso extrem wie konsequent, etwas anderes wäre für mich zu diesem ersten Teil der Geschichte um Nate und Riley aber auch nicht in Frage gekommen.

„Der steinerne Garten“, hart, schonungslos, sehr ergreifend und für mich ein All-Time-Favorit, mit dem Jayden V. Reeves unter den queeren Veröffentlichungen eindeutig ein Ausrufezeichen gesetzt hat!


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