Jean-Baptiste Andrea

 4,7 Sterne bei 42 Bewertungen
Autor von Meine Königin, Von Teufeln und Heiligen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jean-Baptiste Andrea (©Vinciane Lebrun-Verquethen/Insel Verlag)

Lebenslauf

Film und Buch: Jean-Baptiste Andrea ist 1971 in Saint-Germain-en-Laye geboren und aufgewachsen in Cannes. In Cannes begann er auch, erste Kurzfilme zu machen, bevor er später nach Paris zog. Dort traf er Fabrice Canepa, mit dem er lange Zeit zusammenarbeitete. Ursprünglich ist Andrea Regisseur und Drehbuchautor, 2019 erschien jedoch sein Romandebüt „Meine Königin“ („Ma Reine“, 2017). Gleich mit seinem ersten schriftstellerischen Werk konnte Andrea zahlreiche französische und internationale Preise gewinnen.

Neue Bücher

Cover des Buches Hundert Millionen Jahre und ein Tag (ISBN: 9783442774401)

Hundert Millionen Jahre und ein Tag

 (4)
Neu erschienen am 14.05.2024 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Jean-Baptiste Andrea

Cover des Buches Meine Königin (ISBN: 9783458363910)

Meine Königin

 (30)
Erschienen am 10.03.2019
Cover des Buches Von Teufeln und Heiligen (ISBN: 9783442772650)

Von Teufeln und Heiligen

 (8)
Erschienen am 12.10.2022
Cover des Buches Hundert Millionen Jahre und ein Tag (ISBN: 9783442774401)

Hundert Millionen Jahre und ein Tag

 (4)
Erschienen am 14.05.2024

Videos

Neue Rezensionen zu Jean-Baptiste Andrea

Cover des Buches Hundert Millionen Jahre und ein Tag (ISBN: 9783442774401)
Nati_Wis avatar

Rezension zu "Hundert Millionen Jahre und ein Tag" von Jean-Baptiste Andrea

Absolut lesenswert
Nati_Wivor 9 Tagen

Wir befinden uns im Sommer 1954. Stan ist Paläontologe an der Pariser Universität. Schon immer begeisterungsfähig, lässt ihn eine kürzlich erzählte Geschichte nicht mehr los - in einer Höhle am Gletscher der französischen Seealpen, nahe der italienischen Grenze soll ein „Drachenskelett“ liegen. Wohl eher ein Dinosaurier und Stan glaubt an seinen Traum, etwas Großartiges zu finden. Gemeinsam mit drei Begleitern begibt er sich in die Bergwelt der Pyrenäen.

Sprachlich ist dieser Roman einfach toll zu lesen. Der Autor schafft es, einen mitten in Stans Geschichte, seinen Lebenstraum, zu ziehen, um mich zum Schluss doch etwas sprachlos zurückzulassen. Es heißt nicht umsonst, dass Glauben Berge versetzen kann, hier Stans Glauben an das scheinbar Unmögliche, er steckt mit seiner Überzeugung auch seine Begleiter an. Darüberhinaus ist die Beschreibung der Gletscherlandschaft wunderbar gelungen, ich habe beim Lesen sozusagen die eisige Luft und die Höhe permanent gespürt. Ein Buch, dass über Freundschaften erzählt, über Lebensträume und den Glauben an sich selbst. Darum nochmal - einfach toll! 

Cover des Buches Hundert Millionen Jahre und ein Tag (ISBN: 9783442774401)
sursulapitschis avatar

Rezension zu "Hundert Millionen Jahre und ein Tag" von Jean-Baptiste Andrea

Wieder ein Erlebnis
sursulapitschivor einem Monat

Eigentlich interessieren mich Bücher über Expeditionen in die Berge nicht besonders. Paläontologen auch nicht. Ich mache mir nichts aus Eis, Schnee und Gletschern. Trotzdem habe ich gespannt verfolgt, wie der Paläontologe Stanislav Henry Armengol einem Traum hinterherjagt.

Tief in den Gletscherregionen der Pyrenäen muss es eine Höhle geben, in der ein Skelett liegt. Der alte Leucius, der diese Geschichte immer wieder erzählt hat, sagte, es wäre ein Drache. Aber das kann doch nur ein Dinosaurier sein, mit Glück sogar ein Brontosaurus. Stan muss einfach nachsehen und stellt eine kleine Gruppe zusammen, die ihn begleitet.

Seine Vergangenheit begleitet ihn auch. Seine Kindheit mit einem Vater, der allgemein „Kommandant“ genannt wurde, war auch eine Herausforderung.

Jean-Baptiste Andrea nimmt einem mit, egal wohin, mit viel Einfühlungsvermögen, Humor und wundervoller Sprache. Seine Bücher zu lesen ist ein intensives Erlebnis. Ich bin wieder einmal tief beeindruckt.

 

Cover des Buches Von Teufeln und Heiligen (ISBN: 9783442772650)
sursulapitschis avatar

Rezension zu "Von Teufeln und Heiligen" von Jean-Baptiste Andrea

Umwerfend
sursulapitschivor 8 Monaten

Ich war ein wenig skeptisch, ob ich mich wohl mit einer Geschichte über Waisenkinder anfreunden kann. Aber der unglaublich tolle Erzählstil nimmt einen sofort mit.

„Der alte Rothenberg gab mir Klavierunterricht. Er war zerknittert wie Papier, das Gesicht, der Hals, die Hände. Eine Blindenschrift aus Falten, dass einem schwindlig wurde. Wann immer ich ihn sah, hätte ich ihn am liebsten gebügelt.“

So etwas ist originell, elegant, bildhaft und auch noch komisch. Das Lesen ist ein großer Spaß.

Die Geschichte selbst ist auch sehr elegant komponiert. Es geht um Joseph, der mit fünfzehn Jahren in einem Waisenhaus landet, in dem mit religiöser Selbstgerechtheit ein brutales Regiment herrscht. Das erzählt uns der alte Joseph, der inzwischen eine Art Faktotum ist, das auf den Straßen von Paris Klavier spielt und die Menschen beeindruckt. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Szenen vom Klavierunterricht, den der begnadete Herr Rothenberg seinem vielversprechenden Schüler gibt.

Ein bisschen denkt man schon, die Geschichte von Priestern, die Kinder quälen habe ich hinlänglich oft gelesen. Das Buch schafft es aber trotzdem, einen zu fesseln, später sogar zu erschüttern. Mich hat es umgeworfen.

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Zusätzliche Informationen

Jean-Baptiste Andrea wurde am 04. April 1971 in Saint-Germain-en-Laye (Frankreich) geboren.

Community-Statistik

in 69 Bibliotheken

auf 26 Merkzettel

von 1 Leser*innen aktuell gelesen

von 1 Leser*innen gefolgt

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