Jean-Christophe Rufin

 3.5 Sterne bei 101 Bewertungen
Autor von Globalia, Hundert Stunden und weiteren Büchern.
Jean-Christophe Rufin

Lebenslauf von Jean-Christophe Rufin

Jean-Christophe Rufin wurde im Juni 1962 in Frankreich geboren. Nach seinem Schulabschluss entschloss er sich, Medizin zu studieren und war anschließend in verschiedenen Krankenhäusern in Paris tätig. Neben seinem Arztberuf widmete er sich auch der Schriftstellerei; Rufin verfasste zahlreiche Romane und Essays, insbesondere rund um das Thema "Dritte Welt". Einige seiner Bücher wurden mit Literaturpreisen, unter anderem mit dem Prix Goncourt, ausgezeichnet.

Alle Bücher von Jean-Christophe Rufin

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Globalia

Globalia

 (41)
Erschienen am 08.09.2008
Hundert Stunden

Hundert Stunden

 (20)
Erschienen am 01.07.2009
Das rote Halsband

Das rote Halsband

 (11)
Erschienen am 10.11.2014
100 Stunden

100 Stunden

 (12)
Erschienen am 30.09.2009
Pilgern für Skeptiker

Pilgern für Skeptiker

 (3)
Erschienen am 27.04.2015
Katiba

Katiba

 (3)
Erschienen am 22.01.2015
Der Schatzmeister des Königs

Der Schatzmeister des Königs

 (2)
Erschienen am 02.10.2017

Neue Rezensionen zu Jean-Christophe Rufin

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Eliza08s avatar

Rezension zu "Der Schatzmeister des Königs" von Jean-Christophe Rufin

Leider eine Enttäuschung
Eliza08vor 9 Monaten

Leider war dieser Roman eine Enttäuschung für mich. Ich begann diesen Roman bereits im Januar diesen Jahres, doch der Funke wollte einfach nicht überspringen. Als ich ihn nun während meines Urlaubs erneut zu Hand nahm, dachte ich mit ein wenig mehr Ruhe und Geduld würde er mich doch überzeugen. Doch leider war dem nicht so, auch nach über 100 Seiten bleibt der Roman mir nicht in guter Erinnerung, sodass ich ihn nun endgültig zur Seite gelegt habe.

Das Cover ist gut, besonders der Kupferstich gefällt mir gut und das Thema der Romans, welches auch laut Klappentext bekannt ist, wird gut hervorgehoben. Für meinen Geschmack verrät der Klappentext ein klein wenig zu viel, was aber meiner Meinung nach nicht das Hauptproblem des Romans ist. Zum einen konnte mich die Hauptfigur des Jacques Coeur nicht überzeugen. Obwohl der Roman aus seiner Perspektive in der Ich-Erzähler-Form erzählt wird, konnte ich zu dieser Figur keine Verbindung aufbauen. Die Nebenfiguren geben ein sehr subtiles Bild ab, welches durch die Brille Coeur gefärbt ist, sie bleiben blass und man fragt sich, welche Beziehung dieser Mann zu seiner Frau und seinen Kinder gehabt haben mochte, wenn er sich so wenig mit Ihnen als Personen beschäftigt. Zum anderen haben mich die vielen Andeutungen gestört, da der Roman rückblickend erzählt wird, macht der Ich-Erzähler Coeur immer wieder Andeutungen, die wir als Leser nicht verstehen. Hier klafft ganz klar eine Lücke zwischen dem Stand des Erzählers und dem des Lesers.

Der Roman mag atmosphärisch sehr dicht sein, denn Rufin beschreibt mit einer ungeheuren Sprachgewalt. Leider konnte mich aber auch dieser Sprachstil nicht überzeugen, da mir hier komplett die Spannung fehlt. Jacques Coeur mag eine sehr beeindruckende Persönlichkeit sein, aber meiner Meinung nach hätte Spannung diesem Roman sicherlich gut getan. Es ist immer ein Wagnis einen historischen Roman aus der Ich-Erzähler-Perspektive zu schreiben, wie viel davon der Übersetzung aus dem Französischen geschuldet ist, mag ich nicht zu benennen. Für mich war dieser Roman leider eine Enttäuschung.

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Leseratte2007s avatar

Rezension zu "Das rote Halsband" von Jean-Christophe Rufin

Guillaume ist der wahre Held der Geschichte
Leseratte2007vor 2 Jahren

Darum geht es (Klappentext):

Sommer 1919: In einer kleinen französischen Stadt sitzt der Kriegsheld Jacques Morlac in Untersuchungshaft . Ihn umgibt ein dunkles Geheimnis, und er ist gefangen in seinem Stolz. Er wurde eingesperrt, weil er den ihm verliehenen Tapferkeitsorden seinem Hund ans Halsband heftete, anstatt die Ehrung anzunehmen. Warum aber will er nun seinen treuen Gefährten, der sich vor dem Kerker die Kehle aus dem Leib bellt, nicht zu sich lassen? Und warum verweigert er auch Valentine, der Mutter seines kleinen Sohnes, die sehnsüchtig auf seine Rückkehr gewartet hat, das Wiedersehen? Keine leichte Aufgabe für Richter Lantier de Grez, Licht in diesen rätselhaften Fall zu bringen. Drei Menschen und ein Hund, der Schlüssel zu diesem herzzerreißenden menschlichen Drama, dem eine wahre Begebenheit zugrunde liegt …

Meine Meinung:

Ich muss vorab sagen, dass dies meine erster Roman dieser Art war, sonst lese ich eigentlich leichte Lektüre wie Fantasyromane oder so, aber meine Schule nimmt am Euregio Literatur Preis teil und dabei mussten wir unter anderem dieses Buch lesen.

Der Schreibstil war sehr langatmig und langweilig. Ich hatte große Mühe in die Geschichte hineinzufinden und musste mich anfangs sehr zwingen überhaupt zu lesen. Das Buch verstaubte in einer Ecke, aber ich musste es ja schließlich lesen.

Doch nach und nach wurde das Buch immer interessanter und man konnte es besser lesen, weil die Protagonistin sehr viel miteinander sprachen und somit die ganze Story aufgelockert wurde.

Richter Lantier de Grez fand ich sehr sympathisch, weil er sich sehr für Jacques Morlac einsetzt, obwohl es eigentlich ein Fremder für ihn ist. Er möchte ihm gar keine Strafe verpassen und will ihm sogar helfen, aber Morlac lehnt alles ab. Morlac fand ich sehr unsympathisch und einfach nur kindisch. Ich habe seine Beweggründe einfach nicht verstanden, doch nach und nach wurden seine Gründe erklärt.

Die Auflösung fand ich sehr gelungen und wie Lantier alles herausgefunden hat, Respekt. Auch die Strafe fand ich sehr amüsant, weil Morlac in seiner am stärksten ausgeprägten Charaktereigenschaft, seinem Stolz, getroffen wurde und er seinen Willen nicht bekommen hat. Vielleicht bekommt Morlac es mit seiner "Frau" wieder auf die Reihe, weil sie sehr nett gewirkt hat.

Der beste "Charakter" des Buches ist immer noch Guillaume. Ich finde es total ungerecht und blöd wie sich Morlac ihm gegenüber verhält, weil sein Hund total treu ist und ihn immer beschütz hat. Der Hund hat ihn vor schlimmen Taten bewahrt, hat ihn beschützt, bewacht, war ihm immer treu und seine Belohnung ist nicht mögen! Da musste ich hart schlucken und hätte Morlac am liebsten eine Backpfeife gegeben! Das ist so was von undankbar!

Lantier und Guillaume, das Dreamteam! Das Ende war einfach nur berührend und herzzereißend! Auf jeden Fall gut gelungen!

Ist euch selber überlassen, ob ihr das Buch lesen wollt, aber so schlecht war es gar nicht für "langweilige" Literatur. ^^

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Bücherwurms avatar

Rezension zu "Pilgern für Skeptiker" von Jean-Christophe Rufin

man läuft ....
Bücherwurmvor 3 Jahren

Jean- Christophe Rufin war mir bisher ein unbekannter Autor! Das sollte ich vielleicht ganz zu Anfang erwähnen, denn ich vermute, dass die Popularität dieses Buches diversen Fans des Autors zuzuschreiben ist.
Ansonsten wäre mir der sachlich geschriebene Inhalt von "Pilgern für Skeptiker" gar nicht so lesenswert erschienen.
Gut, ich bin jetzt auch kein Skeptiker, ich wandere ausgesprochen gerne, wobei ich allerdings wohl nie gelegenheit haben werde, den Jakobsweg zu laufen, denn dazu fehlt einfach Zeit und Geld.
Ich war einfach neugierig, welche erfahrungen der Autor gemacht hat, auch ein bischen in der Hoffnung, er würde über die Faszination sprechen und verraten, was so unglaublich besonderes, faszinierendes an diesem Wanderweg ist.
Ich muss sagen: Ich bin entmystifiziert nach diesem Buch!
Anfängliches Gejammer über Schmerzen und Blasen, eigentlich habe ich vorausgesetzt, dass man weiß, dass man nicht mit absolut neuen Schuhen eine längere Wanderung beginnt, wird abgelöst von Ärgernissen hinsichtlich fehlender Wegbeschreibung, tagelangem Wandern auf oder entlang von überfüllten Autobahnen in Abgaswolken unter Lebensgefahr, bis hin zu endlosen Beschreibungen der pfiffigen Bevölkerung, die aus dem besinnlichen, religiös-angehauchtem Pilgern ein knallhartes Geschäft machte.
Naja, wer würde das nicht machen? Da der Kommerz nun mal das Wichtigste in der westlichen Kultur ist, ist es wohl kaum verwunderlich, dass man das gesamte wandern auf diesem bekannten Weg inzwischen kommerziell nutzt.
Dazu kommt dann noch der Teil der Bevölkerung, der von Pilgern inzwischen maßlos die Schnauze voll hat ... auch nicht zu verdenken, schliesslich trampeln die Pilger quer übers Gemüsebeet nach Art der Berechtigung alles und jedes zu nutzen.
Vom auf dem Klappendeckel angekündigten Humor ist kaum etwas vorhanden, es liest sich eher eintönig und abgeklärt.
Und vielen Dank für die Erkenntnis, dass das wochenlange Wandern zur Minimalisierung des Gepäcks, dem monotonen, automatisiertem Gehen mit stumpfsinnigem leerem Kopf und der Gereiztheit gegenüber Nicht-Pilgern führt. Das hätte ich mir jetzt auch ohne Nachlesen denken können.
Und wie schön, dass der Autor ehrlich zugibt, dass wenige Tage nach Ankunft vom eigentlichen Entschleunigen und Freiwerden nichts bleibt. Der Alltag eines gehetzten Bürgers ist eben nicht so einfach für immer umzustellen.


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Zusätzliche Informationen

Jean-Christophe Rufin wurde am 28. Juni 1952 in Bourges (Frankreich) geboren.

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