Jean-Christophe Rufin Globalia

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Inhaltsangabe zu „Globalia“ von Jean-Christophe Rufin

Ein packender Thriller über die scheinbar perfekte Welt der Zukunft. Alles in Globalia ist perfekt. Und nichts ist wirklich echt. Alles in Globalia ist erlaubt. Und niemand ist wirklich frei. Es ist eine Welt ohne Krankheit, ohne Alter und ohne Sorgen. Selbst Regen fällt unter der Glaskuppel, die Globalia schützt, nur an ausgewählten Tagen. Nach draußen kommt keiner - warum auch. Als der junge Baikal gemeinsam mit seiner Freundin dennoch aus dieser perfekten Welt fliehen will, wird er zum Spielball des mächtigen Regimes, das die Menschen vollkommen kontrollieren will. Eine tödliche Jagd beginnt . "Ein großartiger Abenteuerroman, der an die Tradition der großen Zukunftsromane wie '1984' oder 'Fahrenheit 451' anknüpft."

Spannender Roman, in dem die Tendenzen der Gegenwart extrapoliert werden.

— MartinFischer

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  • Rezension zu "Globalia" von Jean-Christophe Rufin

    Globalia

    BadPageTurner

    13. November 2012 um 22:42

    Irgendwann i.d. Zukunft, Es herrscht Frieden, die absolute Demokratie regeln fast alles. Nur ein paar Andersdenkende wollen ausbrechen und das System kippen. Spannend bis zum Schluss... mit vielen Details, die sich schon heute abzeichnen wie ich finde.

  • Rezension zu "Globalia" von Jean-Christophe Rufin

    Globalia

    kleinfriedelchen

    28. August 2012 um 19:41

    Alles in Globalia ist perfekt, doch nichts ist wirklich echt. Jeder ist frei, doch Globalia überwacht alles. Globalia ist die perfekte Welt, eine große weltumspannende Nation, umgeben von einer riesigen Glaskuppel, die die Bewohner vor der wilden, unzivilisierten Welt draußen schützt. Jeder ist sicher in Globalia, niemand muss Armut oder Krankheit erleiden; man muss noch nicht einmal arbeiten gehen, wenn man nicht will. Doch Baikal glaubt den Versprechungen nicht, die über die ständig laufenden Werbebildschirme flackern. Zusammen mit seiner Freundin Kate flieht er nach draußen und erlebt für ein paar Tage echten Regen auf der Haut, Hunger und Angstgefühle. Aber auch eine grenzenlose Freiheit. Doch Globalia ist ihnen längst auf den Fersen... ------- Puh, was soll ich zu einem Buch erzählen, dass mich von seinen enthaltenen Ideen her zwar wirklich faszinieren, aber einfach nicht fesseln konnte? Ein Buch, dass ich zwischendurch mal so eben für 2 Monate wegpacken konnte, ohne mich zu fragen, wie die Geschichte nun ausgeht? Wie man vielleicht schon merkt, hat mich Rufins "Globalia" zwiegespalten zurückgelassen. Irgendwann in der Zukunft hat man sich von der Gewohnheit verabschiedet, dass jedes Land seine eigene Nation bildet und eine eigene Kultur hat. Stattdessen gibt es nur noch eine weltumspannende Nation, in der alle zusammengeführt wurden - die Bewohner von Globalia. Diese haben ihre Freiheit weitestgehend für ein sicheres Leben aufgegeben. Unter der schützenden Glaskuppel muss niemand Krankheit oder Hunger leiden, die dekadente Wohlstandsgesellschaft hat alles, was sie braucht - und wird durch ständig flimmernde Werbebotschaften immer weiter animiert, selbst überflüssige Sachen zu kaufen. Das sie alle ständig überwacht werden und die Glaskuppel nicht verlassen dürfen, stört hier niemanden. Schließlich gibt es überall Feinde von Globalia, die das schöne friedliche Leben zerstören wollen - Terroranschläge sind da an der Tagesordnung. Doch was tun, wenn die Menschen ihre Angst vor dem Feind verlieren, weil er zur Gewohnheit geworden ist? Wie sollen sie da weiterhin die freiheitseinschränkenden Maßnahmen akzeptieren? Ganz einfach, ein neues Feindbild muss her, gegen dass sich der Hass der Menge richten kann. Da kommt Baikal ins Spiel, der mit seiner rebellischen Art der ideale Kandidat ist... Rufin erschafft hier ein unglaublich detailliertes Universum, welches mich an den Komplexitätsgrad von "1984" von Orwell erinnert hat. Auch Rufin spielt mit der Sprache, wie es Orwell mit seinem "Neusprech" und "Doppeldenk" getan hat. Um der vorherrschenden Klasse der alten Menschen zu schmeicheln, nennt man sie nun zum Beispiel "Bürger mit großer Zukunft". Und natürlich herrscht Meinungsfreiheit, doch wessen Meinung den gängigen Ansichten widerspricht, dessen Karriere wird "stark beschleunigt" (= gefeuert). Und wer sich über Baikals ungewöhnlichen Namen wundert: er wurde so benannt als Erinnerung an den kulturellen Hintergrund seiner Mutter. Denn jeder Bürger Globalias hat, trotz der gemeinsamen Nation, Anspruch auf ein Set "standardisierter kultureller Referenzen", auf die man sich beziehen kann. Klingt doch eigentlich alles ganz interessant, oder? Wieso bin ich dann so zwiegespalten? Wie gesagt, die ganzen Ideen, die in diesem Buch stecken, fand ich wirklich toll. Aber irgendwas hat mir gefehlt. Vielleicht eine emotionale Bindung sowohl zur Handlung als auch zu den Charakteren. Niemand von ihnen konnte mich wirklich emotional berühren, weder Baikal, der nach Freiheit strebt, noch seine Freundin Kate, die sich nach seiner Instrumentalisierung zum neuen Feind verzweifelt bemüht, ihn wiederzufinden, noch die "bösen" Gegenspieler Baikals. Und der Fortgang der Geschichte konnte mich auch nicht fesseln. Mir fehlte ein richtiger Höhepunkt im Buch, ein finales Auflehnen gegen Globalia. Stattdessen ließ es mich fast schon kalt, was aus Baikal wird. Schade. Mein Fazit: "Globalia" überzeugt mit einem komplexen Gesellschaftsentwurf der Zukunft, konnte mich jedoch emotional einfach nicht ans Buch fesseln. Trotzdem ist die Geschichte eine Bereicherung des Dystopie-Genres.

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  • Rezension zu "Globalia" von Jean-Christophe Rufin

    Globalia

    erdbeerliebe.

    04. August 2012 um 21:20

    Eine erschreckende, verzweifelte und unglaublich hoffnungslos deprimierende Dystopie ganz im Stile von George Orwells »1984« und Aldous Huxleys »Schöne neue Welt«. Allerdings gab es die ja schon einige Jahre zuvor. Wirklich weltbewegend fand ich Rufins Buch, trotz vieler neuer Ideen und einer plausiblen Umsetzung + angenehmen Tiefgang und durchwegs cleveren Handlungssträngen, nicht. Ich denke hauptsächlich wird es an dem schwachen Hauptcharakter Baikal, der für die perfekten und demokratischen Welt "Globalia" zum Feindbild ernannt wird, gelegen haben - und an seiner Freundin Kate. Die beiden geben ein nettes Paar ab, wirklich sympathisch sind sie jedoch nicht. Auch ihre 'Gegenspieler' wie z.B. der uralte Ron Altmann, der wie viele andere Regierungsmitglieder sein Leben durch Organtransplantationen immer und immer wieder verlängert haben zwar durchaus Charakter, aber Identifikationspotenzial bot er auch nicht. Mir persönlich kommt es etwas so vor, als hätte der Autor Rufin auf dem Weg zu seiner genialen Idee einer gesellschaftlichen Dystopie vergessen, dass man um eine spannende Geschichte zu erzählen auch etwas Phantasie und Liebe braucht. Die fehlen mir in der durchwegs gut durchdachten Handlung und der fast schon analytisch detailreich beschriebenen Welt irgendwo. Klingt naiv, ist aber so. Das Lesen war daher kein reinen Vergnügen und stellenweise musste ich mich zwingen, weiterzulesen. Empfehlenswert für alle Dystopieinteressierte und keineswegs ein schlechtes Buch - aber wirklich wiederfinden konnte ich mich in Baikal, Kate oder Puig nicht.

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  • Rezension zu "Globalia" von Jean-Christophe Rufin

    Globalia

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2010 um 22:10

    Story erinnert etwas an "Die Insel", interessant umgesetzt aber stellenweise etwas langatmig.

  • Rezension zu "Globalia" von Jean-Christophe Rufin

    Globalia

    PrinzessinMurks

    11. April 2010 um 21:22

    Lesenswerte Gesellschaftsutopie - sie kommt ganz unterhaltsam und irgendwo zwischen Endzeitstimmung und Hightec-SiFi. Steht allein schon gut da, als ich jedoch im Nachwort des Politikwissenschaftlers gelesen habe, was Fiktion und was bereits in der Gesellschaft vorhanden ist, da wurde mir doch nochmal ganz anders.

  • Rezension zu "Globalia" von Jean-Christophe Rufin

    Globalia

    ArnieQ

    28. March 2008 um 14:33

    Kommt nicht an "schöne neue Welt" heran. Trotzdem unterhaltsam. Ähnlich, aber unterhaltsam.

  • Rezension zu "Globalia" von Jean-Christophe Rufin

    Globalia

    nurvilya

    16. December 2007 um 20:12

    "Alles in Globalia ist perfekt. Und alles ist falsch." Ein wirklich erschreckender Roman über eine Zukunft in der alles perfekt erscheint. Ich muß zugeben - eine vollkommen geregelte Welt, mit Wohlstandsminimum für jeden, freie Wahl auf "Beschäftigung" oder "sich anderen Aktivitäten widmen", also der "Gleichwertigkeit von Arbeit und Freizeit", hört sich teilweise sehr verlockend an. Keine Sorgen mehr weil in Globalia Absicherung herrscht. Aber wie das alles zustande kommt ist beängstigend. Und letztendlich handelt doch niemand nach freiem Willen sondern alles ist manipuliert und gesteuert. Ich hatte vor allem auf einen anderen Schluß gehofft ... der eigentliche lässt mich schockiert und entsetzt zurück. Trotzdem ein mehr als empfehlenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Globalia" von Jean-Christophe Rufin

    Globalia

    Liisa

    07. May 2007 um 21:17

    Ich habe mit einer Mischung aus Begeisterung und Erschrecken Jean-Christophe Rufins Roman »Globalia« gelesen. Man fühlt sich unweigerlich an George Orwells »1984« und Aldous Huxleys »Schöne neue Welt« erinnert und das ganz zu Recht, denn was Rufin hier vorlegt ist eine Art Fortsetzung des utopischen Romans, wie auch diese beiden Romane es sind. Jean-Christophe Rufin ist Arzt, Schriftsteller, Mitbegründer von »Ärzte ohne Grenzen« und Vorsitzender von »Action contre la Faim« (dt. Aktion gegen den Hunger). Für seinen Roman »Rouge Bresil« erhielt er 2001 den Prix Goncourt. Man kann also getrost davon ausgehen, dass Jean-Christophe Rufin eine Menge von dieser Welt gesehen hat und über reichlich Erfahrungen und Wissen darüber, wie Gesellschaften funktionieren, verfügt. Das schlägt sich auch in diesem Roman nieder in erschreckend genauen Beobachtungen und Beschreibungen von Entwicklungen, die zwar im Roman in der Zukunft angesiedelt sind, aber doch soviel Nähe zu schon aktuellen Entwicklungen haben, das es einen beim Lesen schaudert. Globalia, das ist eine »schöne neue Welt«, die ihren Bürgern die große Freiheit verspricht, dazu Sicherheit, jedem steht ein »Wohlstandsminimum« zu und durch Fortschritte in der Medizin werden die Menschen uralt erhalten sich jedoch mit entsprechenden Eingriffen ein jugendliches Aussehen. Die klimatischen Probleme hat man mit künstlichen Mitteln in den Griff bekommen - Globalia liegt unter einer großen Glaskuppel, Wetterkanonen sorgen dafür, dass immer schönes Wetter ist. Dafür gibt es dann den »Tag des Regens«, der gefeiert wird. Überhaupt gibt es viele solcher Feste und »Jahrestage«, weil dadurch auch der Konsum angeheizt wird. In Globalia herrscht »Demokratie« die unter allen Umständen geschützt werden muss. So werden ständig sog. »Feinde« und »Terroristen« präsentiert, um die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen zu rechtfertigen. Die Feinde und Terroristen leben in den sog. »Non-Zonen« außerhalb Globalias unter ziemlich erbärmlichen Bedingungen stellen aber für die Lenker Globalias eine Bedrohung da und ebenso alle, die in Globalia leben und anfangen die Dinge zu hinterfragen oder sich nicht anpassen. Wie schon gesagt, dieser Roman hat es wirklich in sich und denkt einige Entwicklungen weiter, deren Anfänge wir schon heute erleben (z.B. Sicherheit, die zu Einschränkungen der Rechte führen, um damit angeblich dem Terrorismus beikommen zu können) und zeigt die Gefahren die aus einer aus dem Ruder gelaufenen Demokratie entstehen können.

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