Jean-Claude Izzo Die Marseille-Trilogie

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Inhaltsangabe zu „Die Marseille-Trilogie“ von Jean-Claude Izzo

Fabio Montale ist ein kleiner Polizist mit Hang zum guten Essen und einem großen Herz für all die verschiedenen Bewohner der Hafenstadt: für die Italiener, die Spanier, die Algerier und auch die Franzosen. Ob einer Polizist wird oder Gangster, das ist reiner biografischer Zufall. Freund bleibt Freund. Deswegen muss Fabio auch handeln, als zwei seiner Gangster-Freunde ermordet werden. Als die beiden gerächt sind, muss er feststellen, dass das Spiel nach Regeln gespielt wird, die mit Ehre nichts zu tun haben. Von Leuten, denen genauso egal ist, ob einer Polizist ist oder Verbrecher.

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  • Katz-und-Maus-Spiel im Roussillon

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    Ein heißer Sommer in Perpignan: Inspecteur Gilles Sebag lässt sich erst spät auf der Arbeit blicken. Eine Frau gibt eine Vermisstenanzeige auf, ihr Mann José Lopez ist seit zwei Tagen verschwunden. Gilles und sein Partner Jacques ermitteln eigentlich nur, um ihrem Chef eine Beschäftigung vorzuweisen. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als plötzlich eine junge Niederländerin ebenfalls verschwindet und Gilles eine Verbindung zwischen ihr und Lopez aufdeckt. Gleichzeitig wird nicht weit entfernt am Strand die Leiche eine niederländischen Urlauberin gefunden. Hängen die Fälle zusammen? Und welche Rolle spielt Lopez? Der Polizei in Perpignan stehen intensive Ermittlungen bevor. Der französische Krimiautor Philippe Georget beginnt mit diesem Krimi eine Reihe um den Inspecteur Gilles Sebag. Neben der Kriminalhandlung spielt seine Person und seine privaten Erlebnisse und Empfindungen eine große Rolle im Buch. Sebag ist in den Vierzigern, verheiratet, zwei Kinder. Er ist offensichtlich ein überdurchschnittlicher Polizist, hat sich aber mit dem Zeitpunkt der Familiengründung von beruflichen Ambitionen verabschiedet und frönt spätestens seit dem Umzug der Familie ins Roussillon dem Savoir-vivre. Die Beziehung zu seiner Frau Claire ist nach wie vor eng und intim, dennoch bemerkt er Anzeichen, dass Claire möglicherweise eine Affäre hatte. Seine Ungewissheit, Eifersucht und Selbstqualen begleiten ihn während des gesamten Falles. Der Autor legt sein Hauptaugenmerk auf der Person Gilles und der Einsatzgruppe der Polizei. Er bedient sich aber auch kurzer Perspektivwechsel, in denen er den Täter, die gefangene Niederländerin Ingrid und den Rentner Robert, der die Leiche am Strand gefunden hat, begleitet. Die Ermittlungen der Polizei beginnen sehr gemächlich. Erst nimmt niemand Lopez' Verschwinden so richtig ernst. Mit der Entführung von Ingrid beginnt schließlich ein Katz-und-Maus-Spiel des Täters mit der Polizei, dass aber erst in der zweiten Hälfte des Buches so richtig an Fahrt gewinnt. Zwar ist das Buch als Roussillon-Krimi vermarktet und die Gegend rund um Perpignan wird im Buch auch als Schauplatz dem Leser näher gebracht. Dennoch ist der Krimi aus meiner Sicht kein typischer Regionalkrimi, bei dem der Lokalkolorit über die Handlung gestellt wird. Georget hat einen flüssigen, lockeren und trotzdem hintergründigen Schreibstil. Gelungen finde ich außerdem die Beschreibung der Einsatzgruppe der Polizei mit ihren unterschiedlichen Typen. Einzige Kritikpunkte sind die definitiv langatmige und spannungsarme erste Hälfte des Buches und einige Unklarheiten in Bezug auf Täter und Tat, die nicht vollständig enthüllt werden. So bleibt als Fazit ein ordentlicher und lesenswerter Krimi aus dem Süden Frankreichs, der sich leider einen Großteil der Spannung bis zum Schluss aufspart.

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    • 4
  • Netter charakterstarker Protagonist wird Opfer der LUFTSCHRAUBE.....

    Outlaw: Ein Jack-Reacher-Roman von Child. Lee (2013) Taschenbuch
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    Lee Child, Jack Reacher.... vor zehn Jahren gefühlt hart an der Grenze der "politically incorrect"... Lösungsmodelle für zwischenmenschliche Konfilkte die eine stark körperbetonte Komponente beinhalteten. Jack Reacher der Antiheld im Amerika des George W. Bush. Diese Buch habe ich in einer Wanne geschossen. Lee Child kenne ich , Jack Reacher ist tough, der Bestellerhinweis des Spiegels hätte Warnung sein sollen. Vor zehn Jahren waren die Reacher-Romane Bückware, zumindest in einem -manchmal ZEIT lesendem- Umfeld. Ein zynischer, beinharter Held, mit einem militärischen Background, nicht der grosse Kommunikator, Träger des Gold-T-Shirts: Fuck you Marshall Rosenberg! Die ersten Romane waren erfrischend..... Immer wieder der einsame Cowboy, auf dem Weg ins Nirgendwo, ins Herz der amerikanischen Finsternis, ein Mann, seine Zahnbürste eine Mission. Jack Reacher, Reiseleiter in das Herz der amerikanischen "Bestie" unter der Herr schaft der Bushs. Zerstörer der Illusion des großen weiten Landes, der Heimat der Menschenrecht, Menschen die sich in der Sonne der Ostküstenliberalen sonnten..... Er hat uns wieder ein Stück Amerika gezeigt. Die Blaupause, der Idealentwurf des Lebens in ländlicher Idiotie/Agonie, dort weit Draußen im Westen... da wo Nebraska, Kansas und Omaha aufeinanderstoßen.... Abgesehen von einer ganz GROBEN Irritation über das wiederholte Auftauchen des Terminus der "LUFTSCHRAUBE" [Kampagne: deutsche Wörte in deoitsche Bücher] ist dieses Buch ein klassischer Reacher, nur mit dem Unterschied zu den anderen Büchern der Reihe, dass er SEX hat (mit der Frau eines Angehörigen der Nationalgarde, dem eine Sprengfalle -während seiner zweiten Dienstzeit im Irak - das Grosshirn zerfetzt hat); in der Reihenfolge DUSCHEN, S... haben, ESSEN, S.. Haben, DUSCHEN) und eine komplette Kleinstadt zerlegt.... Die Handlung in einem Satz? OK! Jack wird wegen Landstreicherei aufgegriffen, über die Countygrenze expediert und stösst in der Wüste auf die Leiche eines verdursteten jungen Menschen. Die Polizeikräfte der Kleinstadt "Despair" mögen ihn nicht wirklich, die Stadt selber ist Eigentum eines wiedergeborenen Christen, der an die Apokalypse glaubt und mit seinem Recyclingpark, in dem er für das Militär zerstörte Panzer verschrotten lässt, seinen persönlichen Beitrag zum beschleunigten Armageddon leisten möchte. Er benötigt hierfür das Uran, welches zur Panzerung der Fahrzeuge diente und zwanzig Tonnen TNT., welches er gegen Ende des Romans in einen Container verpackt nach New York oder L.A. verbringen möchte um dort eine "schmutzige Bombe" zu zünden. Deren Explosion (er packt auch einige iranische Autos in den Sprengkörper) soll die USA zu einem Vergeltungsschlag auf den Iran nötigen, der seinerseits wiederum den Staat Israel in eine nukleare Wüste verwandeln soll..... So der Temple und die Klagemauer verschwunden sind, kann der neue Messias auftreten?! Ich lasse mal offen, ob und wo die Bombe gezündet wird, ich erwähne nur am Rande, dass die "nette" Stadt namens HOPE von scheinbar jungen allein reisenden Frauen überschwemmt wird, die Reacher alle kennen lernt.... Das Setting hat etwas von Davis Lynch, hat etwas von "Wild at Heart", gibt es in dieser dichten engen geschlossenen Form vielleicht wirklich nur nikn den Staaten oder Kanada..... weit draussen im Nirgendwo.... Dass Buch enthält einige Perlen.... die gehen leider in den viel zu langen Landschaftsbeschreibungen und Wiederholungen unter..... Reacher philosophiert über das Verhältnis von Nation und Soldaten, über Pflicht und Gehorsam und kommt am Ende zu der Einsicht, dass manchmal für die Entscheidung zu desertieren mehr Mut erforderlich ist, als für ein stumpfes "Augen zu und durch". Lieber Lee Child, für diesen völlig unerwarteten Aufruf zu zivilem Ungehorsam erhält der Roman den Punkt!!!!!  

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    • 6
  • Neo Noir Krimis - auch sprachlich Oberklasse

    Die Marseille-Trilogie
    WolffRump

    WolffRump

    02. August 2013 um 17:58

    Jean-Claude Izzo hat drei hervorragende Neo-Noir - Krimis geschrieben, die in einem Sammelband erschienen sind: Die Marseille-Trilogie: Total Cheops, Chourmo, Solea. Inh.: Ein kleiner Polizist mit mehr Freunden unter den Kriminellen, als unter den Kollegen versucht u. a. den Tod zweier Freunde aus seiner eigenen kriminellen Vergangenheit aufzuklären. Izzo schreibt sehr realistische Romane, in denen die Grenzen von Polizei und Kriminalität verwischen. Er hat ein Herz für die Verlierer, die Migranten, die Außenseiter. Ein melancholischer Lonely Wolf auf der Suche nach gerechten, aber nicht immer rechtmäßigen Lösungen. Die Trilogie ist auch sprachlich Oberklasse.

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  • Eintauchen in Marseille

    Die Marseille-Trilogie
    MartinFelder

    MartinFelder

    15. July 2013 um 10:26

    Der Plot der drei Krimis hat mich wenig gepackt. Dafür umso mehr das Ambiente, die Schilderungen der Stadt, der Menschen und der unterschiedlichen Milieus. Das ist grossartig, für diese Reise lohnt sich die Lektüre.

  • Rezension zu "Die Marseille-Trilogie" von Jean-Claude Izzo

    Die Marseille-Trilogie
    RalfderPreusse

    RalfderPreusse

    12. February 2011 um 11:27

    Grandios.
    Und tragisch zugleich. Nur 2 Jahre nach der Veröffentlichung des letzten Teiles der Trilogie um die Fälle des Fabio Montale in Marseille starb Izzo.

    So hätten die Klassiker der serie noir geschrieben, wenn sie in den 90er Jahren gelebt hätten.

  • Rezension zu "Die Marseille-Trilogie" von Jean-Claude Izzo

    Die Marseille-Trilogie
    Lesemann

    Lesemann

    06. September 2010 um 11:46

    Gefällt mir gut, exzellente Urlaubslektüre; gute Mischung aus Krimi/Thriller/Lokal/Politiik, wirkt selten aufgesetzt.

  • Rezension zu "Die Marseille-Trilogie" von Jean-Claude Izzo

    Die Marseille-Trilogie
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    14. January 2010 um 15:46

    Drei Bände um einen netten Komissar der mitten in einer Sinnkrise zum halten kommt. Sehr weit aufgestellt, fast schon ein Gesellschaftsroman. Zeigt das FFrankreich hinter der Fassade auf, da kann dann auch schon mal der marrokanische Lover der Nichte durch den nettenOnkel der sich beim Front National engagiert zu Tode kommen. Nicht ein, sondern der Sommerkrimi. P.S. Jean Claude Izzo weilt nicht mehr unter den Lebenden, die Bücher von ihm sind also alle sehr überschaubar

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  • Rezension zu "Die Marseille-Trilogie" von Jean-Claude Izzo

    Die Marseille-Trilogie
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    31. August 2009 um 16:56

    Ein praller Griff mitten in das Lebn der südfranzösischen Hafenmetropole. Ds das Lektorat von Union diesen Schatz für den deutschen Markt an Land gezogen hat, grosse Glück, grosses Kompliment. Nicht fragen, Lesen!!"

  • Rezension zu "Die Marseille-Trilogie" von Jean-Claude Izzo

    Die Marseille-Trilogie
    scala

    scala

    27. December 2006 um 19:46

    655 Seiten sind viel. Auch für eine Trilogie. Auch wenn die Sätze kurz sind. Manchmal sehr kurz. Der französiche (Anti-) Held Montale bewegt sich durch Marseille und seine soziologischen Schichten rauchend und sämtliche Vorräte an Lagavulin, Pastis, Cognac vernichtend und Mörder suchend. Vor dem Marseiller Migrationshintergrund und mafiösen Strukturen und echten Mafiosis wird eine durchaus fesselnde Story entwickelt mit allen Zutaten bester Marseiller Bouillabaisse. Und einer Vielzahl von Personen und Verflechtungen - besser man liest zügig. Fazit: Spannungsreiche französische Kost mit Anspruch und Niveau, weit abseits vom Alltäglichen Krimiallerlei und einem Spannungsbogen wie Solea, den Montale dem Stück von Miles Davis zuordnet.

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