Jean-Claude van Rijckeghem

 4.3 Sterne bei 43 Bewertungen
Autor von Galgenmädchen, Die Erbin von Flandern und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jean-Claude van Rijckeghem

Galgenmädchen

Galgenmädchen

 (35)
Erschienen am 23.06.2014
Die Erbin von Flandern

Die Erbin von Flandern

 (10)
Erschienen am 27.02.2008
Schwertkämpferin

Schwertkämpferin

 (3)
Erschienen am 22.06.2015

Neue Rezensionen zu Jean-Claude van Rijckeghem

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Rezension zu "Schwertkämpferin" von Jean-Claude van Rijckeghem

Geschichte
Seelensplittervor 3 Jahren

Meine Meinung zum Jugendbuch: Schwertkämpferin

Erwartung und Aufmerksamkeit:
Diesen Punkt findet ihr wie immer auf meinem Blog :)

Inhalt in meinen Worten:
Ein Vater um 1300 möchte unbedingt einen Sohnemann, doch irgendwie scheint dies nicht wirklich zu klappen, so hat er eben sein Töchterlein Marguerite erhalten, die alles andere als ein braves Mädchen ist - Sie hat anderes im Kopf, dass sie aber liebenswert und besonders macht.

Wie fand ich das gelesene?
Marguerite ist kein normales Mädchen aus dem Jahrzehnt 1300. Sie ist eine von den ersten Vorreiterinnen von der Frauenbewegung. Sie möchte kämpfen, raufen und reiten, sie möchte nicht nur nähen und was eben eine Frau so tat.
Dabei erfahre ich am Rande dass dieses Mädchen nicht nur eine Fantasiefigur ist, sondern dass es sie wohl wirklich gegeben hat. Sicherlich nicht so, wie ich es im Buch vorfinde, jedoch parallelen lassen sich finden.

Sie wurde jung verheiratet, doch ihr Ehemann starb schon sehr früh. Übrigens hat sie schon mit nicht mal 12 Jahren geheiratet. Was zur damaligen Zeit auch schon recht früh war. Wirklich viel von der Ehe erfahre ich nicht, eher von ihrem Wunsch eine Kämpferin zu sein. Sie liebte mehr ihr Schwert, als alles andere. Aber das ist wohl auch kein großes Wunder, nachdem der Vater ihr deutlich und klar vermittelt, ich wollte dich nicht, ich wollte einen Jungen. Leider verflucht er sie, und dennoch schafft Marguerite etwas, so dass sie ein Vorbild für heutige junge Mädchen sein kann.

Wirklich faszinierend ist schon immer die Rolle der Frau. Diese wie wir sie heute finden, ist ja leider noch nicht immer so populär gewesen. Nein, sie sollte ruhig sein, sich um die Kinder kümmern und war eher ein Eigentum des Mannes als ein Eigenständig Denkendes Wesen, was ich übrigens echt schrecklich finde, dass es damals so war.

Und ich denke, auch wenn die Frauenbewegung erst 1960 im dreh war, so gab es Vorreiterinnen wie Marguerite oder Jean Darc und wie sie nicht alle geheißen haben und doch was besonderes waren.
Diese Geschichten dieser jungen Frauen gilt es kennen zu lernen, sie zu erfahren. Auch und gerade wenn Historische Kinder und Jugendbücher derzeit nicht ganz so oft auf dem Markt zu finden sind.

Schreibstil:
War für mich teilweise leider etwas eigenwillig. So dass ich hin und wieder eine Pause vom lesen brauchte und etwas frischeres dazwischen schieben musste. Andererseits spiegelt diese Sprache auch die Zeit von damals ganz gut weiter. Und nein die Sprache ist nicht verstaub, auch wenn das evtl jetzt so herüber kommen möchte, aber mir fehlte hin und wieder etwas die Spannung.

Spannung:
Fehlte mir an der ein oder anderen Stelle etwas, und ich hatte das Gefühl es zieht sich etwas in die Länge, dafür waren andere Geschichten im Buch total gut ausgearbeitet und zeigten auch wieder etwas von der Zeit von damals. Wie z.B. das Hebammen Wesen von damals, wie schnell wurde man verschrien als Hebamme? Das ist gut umgesetzt.

Empfehle ich euch das Buch?
Ja! Denn es zeigt eine starke Persönlichkeit zu einer Zeit, wo es nicht normal war das Frauen willensstark und rebellisch waren.
Es lässt einen gut in die Zeit von damals blicken und dabei setzt der Autor liebenswert in Szene was ihm wichtig ist.

Was störte mich?
Das manche Worte, manche Dinge die es erst viel später gab, doch schon in dieser Geschichte zu Wort gekommen sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass schon damals halbstündlich gerechnet wurde. War damals die Zeit schon so wichtig wie heute? Damit hab ich mich auch einfach zu wenig auseinander gesetzt, dennoch wirkte es für mich unpassend in dieser Geschichte.

Fazit:
Marguerite ist für mich ein starkes Mädchen, dass ich bis zu diesem Buch nicht kannte und durch dieses Buch lieben lernte.

Sterne:
Ich vergebe vier.

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beautyfashionbuechers avatar

Rezension zu "Galgenmädchen" von Jean-Claude van Rijckeghem

Schöner historischer Jugendroman
beautyfashionbuechervor 3 Jahren

Klappentext:

Antwerpen 1582. Die 14-jährige Beutelschneiderin Gitte Niemandstochter hat schon die Schlinge um den Hals, als sie in letzter Minute dem Galgen entkommt. Statt des sicheren Todes erwartet sie eine Seereise nach Sevilla, wo sie für den Prinzen von Oranien spionieren und die strategisch wertvollen Seekarten stehlen soll. Die Niederlande liegen mit Spanien im Krieg, und Gittes mysteriöse Herkunft als angebliche Bastardtochter eines spanischen Herzogs soll ihr bei ihrer Rolle als Spionin helfen. Tatsächlich schafft sie es, in die Familie des Herzogs aufgenommen zu werden. Doch ihre Doppelrolle als Spionin und Tochter bringt sie zunehmend in Bedrängnis, umso mehr, als sie sich in einen Schützling des Herzogs verliebt ...

Inhalt:

Es geht um Gitte. Bitte lebt in Antwerpen und lebt in einem Armenviertel. Als sie einer Adligen auf dem Markt ihr Marderfell stiehlt, soll sie an den Galgen. Doch sie wurde gerettet, da es hieß sie sei die Tochter eines spanischen Herzogs. Jemand aus den kriminellen Kreisen, dem Gitte noch etwas schuldete, wurde hellhörig und schmiedete einen Plan. Gitte sollte eine Seereise nach Sevilla zum Herzog machen und dort wichtige Dokumente stehlen. Gitte hat es schwer sich auf dem Hofe des Herzogs einzugliedern. Alles war so anders und so religiös. Sie bekam Unterricht für die Etikette. Langsam lebt sie sich in ihrem neuem Leben ein. Lernt neue Leute kennen das Marktleben in Sevilla und die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Sevilla's. Sie fügt sich der Familie und sogar die Frau des Herzogs nimmt sie letztendlich als "Tochter" an. Sie lernt den Schützling des Herzogs kennen und verliebt sich in ihn, da sie etwas in ihm sieht, was sie von sich selbst kennt. Er bricht genauso gern wie sie gerne Regeln. Wird sich daraus mehr entwickeln?

Mein Fazit:

Es ist zu Anfang schwer sich ein zu lesen. Da es eben auch in einer eher mittelalterlichen Sprache geschrieben ist, aber schon nach ein paar Kapitel hat man sich dran gewöhnt. Ich finde es so toll das man in diesem Roman auch geschichtliche Ereignisse vermittelt bekommt. Und vor allem auch wie es zu dieser Zeitepoche alles lief, wie das Leben der Armen und der Reichen war. Dass die Kriminalität auch eine sehr große Rolle in der damaligen Zeit spielte. Nun zu Gitte, sie ist ein sehr stures junges Mädchen, was immer das Gegenteil von dem macht was man ihr rät. Aber so ist sie nicht ohne Grund. Ihre Geschichte ist hart und sehr traurig. Auch in dieser Beschreibung der Geschichte bekommt man die Unterschiede der heutigen und damaligen Zeit sehr gut vermittelt. Sie ist zwar stur aber auch eine echte Kämpfernatur. Sie hat viel Temperament und ist ein pfiffiges Mädchen. Ich fand es auch sehr schön das in dem Buch noch die Seereise beschrieben worden ist und diese nicht einfach überspringe wurde. Alles in allem kann ich das Buch sehr weiter empfehlen für Leute die auch gerne auch etwas Geschichte mit in einem Roman haben möchten oder sich dafür interessieren.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Schwertkämpferin" von Jean-Claude van Rijckeghem

"In dir ist so viel Feuer und so viel Leben. Wirf es nicht weg."
R_Mantheyvor 3 Jahren

Jugendbücher über mittelalterliche Konflikte stehen wahrscheinlich gegenwärtig nicht besonders hoch im Kurs. Zu fremd und zu weit weg sind diese Geschehnisse für Heranwachsende. Doch diese Zeit gehört zu den Geburtswehen unserer Kultur. Was damals geschah, bestimmt bis heute unser Leben, selbst wenn uns das nicht bewusst ist.

In diesem Buch geht es um Margarete III. von Flandern (1350-1405). Erzählt wird ihre Jugend und die Emazipation von ihrem Vater, der immer einen Erben wollte und mit der widerspenstigen Margarete vorliebnehmen musste. Ob die Geschehnisse, die hier von Margarete selbst erzählt werden, tatsächlich so abgelaufen sind, mag man bezweifeln. Anders als im Buch dargestellt, wurde sie schon mit sieben Jahren an den zu dieser Zeit elfjährigen Philipp von Rouvres verheiratet. Lange hielt diese Ehe nicht, denn Philipp verstarb 1361 an der Pest.

Aber das vernimmt der Leser eher am Rande, denn das eigentliche Thema dieser Geschichte ist die wilde Jugend der Margarete. Vom Vater verflucht, doch respektiert und wohl auch geliebt, sollte sie eigentlich der Erbe werden, den ihr Vater sich als Graf von Flandern so sehnlich wünschte und doch nie bekam. Und wie so oft in solchen Fällen entwickelte sich Margarete zu einem Kind, das wild war und eher ein Junge sein wollte, als eine feine Dame. So jedenfalls beschreibt es dieses Buch.

Margarete - ein junges Mädchen, keinesfalls eine Schönheit wie auf dem Buchcover, das zu früh für solche Emanzipationsversuche geboren wurde, aber sie dennoch mit all seiner Kraft verfolgte und letztlich siegte. Wenn es denn tatsächlich so war.

Der Roman liest sich auch für Erwachsene gut, wenn man dieses Genre mag. Für die jugendlichen Leser, insbesondere für ähnlich veranlagte Mädchen, ist es ein Abenteuer aus einer längst vergangenen Zeit, das vielleicht auch ein wenig dazu beiträgt, die Gegenwart als Teil einer langen Geschichte etwas besser zu verstehen.

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Gespräche aus der Community

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Gerstenberg Verlags avatar

Leserunde zu „Galgenmädchen“

von Jean-Claude van Rijckeghem und Pat van Beirs


Wir möchten mit euch einen historischen Spionageroman lesen.
Es ist ein Jugendbuch für Leser ab 14 Jahren.

Zum Buch:
Antwerpen 1582. Die 14-jährige Beutelschneiderin Gitte Niemandstochter hat schon die Schlinge um den Hals, als sie in letzter Minute dem Galgen entkommt. Statt des sicheren Todes erwartet sie eine Seereise nach Sevilla, wo sie für den Prinzen von Oranien spionieren und die strategisch wertvollen Seekarten stehlen soll. Die Niederlande liegen mit Spanien im Krieg, und Gittes mysteriöse Herkunft als angebliche Bastardtochter eines spanischen Herzogs soll ihr bei ihrer Rolle als Spionin helfen. Tatsächlich schafft sie es, in die Familie des Herzogs aufgenommen zu werden. Doch ihre Doppelrolle als Spionin und Tochter bringt sie zunehmend in Bedrängnis, umso mehr, als sie sich in einen Schützling des Herzogs verliebt ...
Ein fulminanter, farbenprächtiger Roman, hochdramatisch von der ersten bis zur letzten Seite!
Ausgezeichnet mit dem Boekenleeuw für das Beste niederländischsprachige Jugendbuch Belgiens. (Gerstenberg Verlag)

Eine Leseprobe findest du hier.

Über die Autoren:

Jean-Claude van Rijckeghem, geb. 1963, war als Junge verrückt nach Filmen. Seiner Mutter und Inspektor Maigret hat er seine Liebe zur Literatur zu verdanken. Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt er Drehbücher.

Patrick van Beirs, geb. 1954, las bereits als Kind gern und viel. Sein Lieblingsautor ist Raymond Chandler. Wenn er nicht gerade Bücher schreibt, arbeitet er als Übersetzer und synchronisiert Filme.

Haben wir euer Interesse geweckt? Dann bewerbt euch bis zum 3. Juli 2014 für eines von 15 Exemplaren und beantwortet uns diese Frage:

Wenn du von heute auf morgen fliehen müsstest und nur drei Dinge mitnehmen könntest, welche würden das sein und warum?


Unter allen Bewerbern werden dann am 4. Juli 2014 die 15 Gewinner ausgelost.

Wir freuen uns auf das gemeinsame Lesen mit euch!


P.S. Für die Bewerbung wird ein zeitnahes Lesen und Rezensieren vorausgesetzt.
Für die Post übernehmen wir keine Haftung.
Leseladys avatar
Letzter Beitrag von  Leseladyvor 4 Jahren
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