Jean-Dominique Bauby Schmetterling und Taucherglocke

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Inhaltsangabe zu „Schmetterling und Taucherglocke“ von Jean-Dominique Bauby

Er war 43 Jahre alt, Vater zweier Kinder und ein erfolgreicher Redakteur, als ihn am 8. Dezember 1995 ein Gehirnschlag all seiner bisherigen Lebensmöglichkeiten beraubte. Fünfzehn Monate später beendete er ein Buch, das er allein mit dem Blinzeln seines linken Augenlids - die einzige verbleibende Verständigungsmöglichkeit - diktiert hatte. Es ist ein einzigartiges Dokument, ein Akt der Selbstbehauptung des Geistes angesichts der totalen physischen Niederlage. Die Krankheit hat Bauby zu einem Schriftsteller gemacht, der mit bewundernswertem Humor seine Situation analysiert. Ein erschütterndes Selbstzeugnis, ein einzigartiges Stück Literatur und ein Buch, das Mut macht zum Leben. (Quelle:'Fester Einband/15.06.1997')

Sehr gut geschrieben und für alle die sich für das Thema Locked In Syndrom interessieren mehr oder weniger ein Muss.

— catly
catly

Sehr berührender Bericht eines am Locked-In-Syndrom leidenden Franzosen. Das Buch wurde mit dem Lidschlag des linken Auges diktiert.

— La_Stellina
La_Stellina

Dieses Buch verdient nicht mal einen Stern

— Sirii
Sirii

Sollte jeder mal gelese habe, ist aber leider nicht so mein schreibstil

— sternchennagel
sternchennagel

DAnke für dieses zutiefst berührende, aber auch ermutigende und beispielgebende Buch!

— Alice-33
Alice-33

Ein zutiefst beeindruckendes Buch.

— CosimaThomas
CosimaThomas

Beeindruckend und hoffnungsvoll...

— parden
parden

bewundernswert und traurig

— Rasterlockerl
Rasterlockerl

Ein sehr berührendes Buch, es geht unter die Haut.

— Garfield
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  • Ein ruhiges und schönes Buch.

    Schmetterling und Taucherglocke
    jahfaby

    jahfaby

    27. October 2015 um 15:29

    Vor ein paar Jahren habe ich den Film gesehen, basierend auf wahren Begebenheiten, über diesen Franzosen, der das Locked-in-Syndrom hat und fast nur noch das linke Augenlid bewegen kann. Damit kommuniziert er und „schreibt“ dieses kleine Büchlein, aus welchem der Film gemacht wurde. Dachte ich. Tatsächlich ist das Buch aber keine Geschichte. Es ist eine Sammlung an Erinnerungen und Augenblicken, die Bauby festhält. Natürlich erzählt es auch seine Geschichte. Aber um diese geht es gar nicht so sehr. Es geht mehr um diese kleinen Augenblicke. Und die Sicht, die er nach seinem Vorfall hat. Es ist ein Buch voller Zeit. Voller Pausen und Ruhe. Im Gegensatz zu vielem anderen, das ich normalerweise lese, konnte ich hier mehrere Gänge runterschalten, nach jeder Anekdote den Kopf heben, aus dem Fenster sehen und zur Ruhe kommen. Bauby ist wenige Tage, nachdem das Buch, welches er buchstabenweise durch Zwinkern geschaffen hat, gestorben. Das, wie sein ganzes Schicksal, schwingt bei der Lektüre immer mit. Trotzdem ist es kein trauriges Buch. Es ist ein ruhiges Buch, nostalgisch und melancholisch. Und sehr sehr schön. Auch knapp 20 Jahre nach seiner Entstehung.

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  • Wacher Geist in 'totem' Körper...

    Schmetterling und Taucherglocke
    parden

    parden

    WACHER GEIST IN 'TOTEM' KÖRPER... Der Autor war dreiundvierzig Jahre alt, Vater zweier Kinder und erfolgreicher Redakteur, als ihn am 8. Dezembeer 1995 ein Gehirnschlag all seiner bisherigen Lebensmöglichkeiten beraubte. Von diesem Tag an blieb er vollständig gelähmt, unfähig zu sprechen, zu schlucken oder auch nur ein Glied zu rühren, und seine einzige Möglichkeit, sich verständlich zu machen, war das Blinzeln mit einem Auge. Fünfzehn Monate später beendete er ein Buch, das er allein mit einem Augenlid diktiert hatte!!! Claude Mendibil schrieb für ihn, indem sie ihm das Alphabet aufsagte und Bauby bei dem jeweils passenden Buchstaben blinzelte, den sie sich dann notierte... Es ist ein einzigartiges Dokument: Zum ersten Mal berichtet ein Opfer des Locked-in-Syndroms, wie die Krankheit in Fachkreisen heißt, was in einem Menschen vorgeht, der äußerlich zur Statue erstarrt, doch innerlich quicklebendig geblieben ist. Bauby hat die Hoffnung in dieser aussichtslosen Situation nie aufgegeben. Die Krankheit hat ihn zu einem Schriftsteller gemacht, der nicht nur mit bewundernswertem Humor seine eigene Situation analysiert, sondern die Phantasie und das Schreiben auch als das beste Gegenmittel begreift. Bauby erzählt voller Sarkasmus und Galgenhumor von seinem Leben vor und nach seinem Stammhirn-Infarkt. An manchen Stellen möchte man aufgrund des Wortwitzes lachen, aber irgendwie bleibt einem dieses Lachen sofort wieder im Halse stecken. Bauby beschönigt nichts, und seine Sicht der Dinge macht betroffen, aber auch erstaunt angesichts des nicht versiegenden Lebensmutes... Ein absolut authentischer Bericht über die Situation eines Menschen, der mit wachem Geist in einem 'toten' Körper gefangen ist, ein erschütterndes und bewegendes Zeugnis, ein Bekenntnis, niemals aufzugeben... Wenige Tage nach der Veröffentlichung dieses Buches starb Bauby. © Parden 2007 erschien die Verflimung von 'Schmetterling und Taucherglocke' von Regisseur Julian Schnabel:

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  • Leserunde zu "Mit Worten kann ich fliegen" von Sharon M. Draper

    Mit Worten kann ich fliegen
    ueberreuter_Verlag

    ueberreuter_Verlag

    Worte sind schon immer um mich herumgewirbelt wie Schneeflocken …  »Worte. Ich bin umringt von Tausenden von Worten. Vielleicht Millionen. Kathedrale. Mayonnaise. Granatapfel. Mississippi. Neapolitaner. Nilpferd. Seidig. Furchterregend. Schillernd. Kitzeln. Niesen. Wünschen. Sich Sorgen machen. Worte sind schon immer um mich herumgewirbelt wie Schneeflocken - ein jedes zerbrechlich und einzigartig, ein jedes schmilzt unberührt in meinen Händen. Tief in meinem Inneren häufen sich die Worte in riesigen Verwehungen. Berge von Satzteilen und Sätzen und zusammenhängenden Begriffen. Clevere Redewendungen. Witze. Liebeslieder.« Die berührende Geschichte eines außergewöhnlichen Mädchens Melody ist eine unerschütterlich positive Person, die sich von keiner Härte des Schicksals kleinkriegen lässt. Sie ist elf Jahre alt, hat ein fotografisches Gedächtnis und ist die cleverste Schülerin auf der ganzen Schule. Doch niemand weiß es. Die meisten Menschen glauben, dass sie unfähig ist zu lernen, da sie als Folge einer zerebralen Kinderlähmung weder sprechen noch laufen noch schreiben kann. Es ist zum Wahnsinnigwerden, dass sie sich nicht verständigen kann – bis sie eines Tages doch einen Weg ‑ findet, sich auszudrücken … Mut und ein unbezähmbarer Wille Für Worte hat Melody – obwohl oder gerade weil sie selbst nicht sprechen kann – eine besondere Schwäche. Habt ihr Lust, sie in unserer „etwas anderen“ Leserunde kennenzulernen und gemeinsam in ihre Welt voller Worte einzutauchen? Dann erzählt uns bis zum 31. Januar 2014, in welchen Momenten Sprache besonders wichtig für euch ist – sei es gesprochene, mimische, geschriebene, gedichtete, erzählerische, gereimte, gesimste, gestalterische … ! Unter allen Bewerbern verlosen wir 15 druckfrische Exemplare von Sharon M. Drapers Bestsellerroman Mit Worten kann ich fliegen. Hier könnt ihr exklusiv in die Leseprobe reinlesen.  

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  • Schmetterling und Taucherglocke

    Schmetterling und Taucherglocke
    HibiscusFlower

    HibiscusFlower

    05. May 2013 um 09:54

    Jean-Dominique Bauby wurde 1952 geboren. Er machte eine rasche Karriere als Journalist und war zuletzt Chefredakteur der Zeitschrift ELLE in Paris. Durch einen Gehirnschlag (Locked-in-Syndrom) vollständig gelähmt, verbrachte er die letzten Monate seines Lebens in einem Spezialkrankenhaus in Berck-sur-Mer, wo er auch Schmetterling und Taucherglocke mit dem Zwinkern eines Augenlides diktierte. Ich glaube nicht, dass ich das Buch angemessen beschreiben kann. Es ist einerseits erschütternd, andererseits ein außergewöhnliches Buch. "Der aus den Fugen geratene Körper, der nur noch zu mir gehört, um mich zu quälen." Nun sitze ich hier, total vital und kann einfach kein Bild im Kopf  entstehen lassen, dass dieser Körper/mein Körper, sich jemals in die Schranken weisen lässt. Ich begehe keinen Raubbau an meinem Körper, nein. Aber er und ich sind stetig in Bewegung. Mein Kopf hat flapsige Ideen und mein Körper unterstützt ihn dabei, dies in die Tat umzusetzen. Sie bilden eine Einheit, tasten gemeinsam ihre Grenzen aus. "Ich kultiviere die Kunst, Erinnerungen aufzukochen." Ganz sicher bin ich nicht jemand, der sentimental in Erinnerungen aus vergangenen Zeiten schwelgt. Gern erinnere ich mich an das eine oder andere, aber die meiste Zeit bin ich damit beschäftigt, meine Gegenwart zu gestalten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich "Heimweh nach einer entschwundenen Vergangenheit...Reue über verpasste Chancen..." haben mag. EInmal mehr wurde mir aufgezeigt, mein Leben nicht mit Nichtigkeiten zu vergeuden. Es geht nicht darum, höher, schneller, weiter zu fliegen wie die anderen, sondern einfach nur zu leben und zu lieben. "Ich sehe darin ein Symobol, dass das Leben weitergeht." so wird die Szene beschrieben, in der er statt Krankenhauskleidung auf seine Kleidung besteht. Es muss sehr viel dazugehören, das Leben so zu sehen, während man sich in  seinem Körper wie in einer Taucherglocke gefangen fühlt und nur der Geist wie ein Schmetterling davonfliegen und Abenteuer erleben kann.

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  • ..leider anders als erwartet.. :(

    Schmetterling und Taucherglocke
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. April 2013 um 21:28

    Leider habe ich mir unter dem Buch etwas ganz anderes vorgestellt, als ich geboten bekommen habe.. =/ Klar ist es nicht zu verdenken, dass der Autor das Buch nur mit dem Blinzeln des Auges geschrieben hat, aber ich bin davon ausgegangen, dass man etwas über den derzeitigen Alltag beschrieben bekommt.., stattdessen ist er oft im Vergangenen versunken.. Halt nicht das, was ich erwartet hatte.. Schade.. :(

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  • Rezension zu "Schmetterling und Taucherglocke" von Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke
    Nymphe

    Nymphe

    20. December 2012 um 12:05

    Dieses Büchlein liest sich zwar locker leicht, aber der Inhalt ist trotzdem schwer zu verdauen. Der Autor Jean-Dominique Bauby hat das ganze Buch diktiert, indem er nur mit seinem linken Auge geblinzelt hat. Das scheint unglaublich, aber gerade deswegen haben seine Texte eine ungeheure Kraft. Der ehemalige Herausgeber der Elle in Frankreich ertzählt hier von dem Schlag der sein Leben veränderte und wie es danach weiter ging. Seit einem Anfall, leidet er unter dem "Locked-In-Syndrom". Das bedeutet, dass er in seinem Kopf klar ist, aber sein Körper gehorcht ihm nicht mehr. Er kann nur noch den Kopf leicht drehen und mit dem linken Auge blinzeln. Damit er dieses Buch diktieren konnte, führte seine Logopädin für ihn ein Alphabet ein, in dem die Buchstaben nach der Häufigkeit in der französischen Sprache geordnet sind. So kann jemand diese Liste vorlesen und er blinzelt bei dem Buchstaben, den er sagen möchte. Eine Konsequenz aus dieser langwierigen Prozedur ist natürlich, dass die Kapitel kurz sind (1-5 Seiten), aber das schmälert den Inhalt keineswegs. Jean-Dominique Bauby berichtet aus seinem Alltag im Krankenhaus und aus dem Leben davor. Dabei erzählt er kurzweilig und humorvoll, aber es spricht auch immer viel Schmerz und Ohnmacht aus seinen Worten. Er möchte seinem Sohn gerne über das Haar streichen und seiner Frau gerne über die Wange, doch er kann das nicht. Er ärgert sich über Krankenpfleger, die über Nacht seinen Fernseher laufen lassen und Geschmäcker und Gerüche kann er nur noch aus seiner Erinnerung holen. Doch trotzdem verliert er nie den Mut, berichtet von Fortschritten und freut sich auf das fertige Buch. Dieses Buch gibt Kraft. Es erzählt, dass man niemals aufgeben soll. Und man lernt die Welt auch aus seinem Blickwinkel zu sehen. Man wünscht sich, dass man nicht zu den Freunden gehört, die an seiner Tür umdrehen, weil sie seinen Anblick nicht ertragen. Man wünscht sich, dass alle Menschen dieses Buch gelesen haben.

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  • Rezension zu "Schmetterling und Taucherglocke" von Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke
    Samtpfote

    Samtpfote

    23. November 2012 um 11:58

    Inhaltsangabe: Er war dreiundvierzig Jahre alt, Vater zweier Kinder und erfolgreicher Redakteur, als ihn am 8. Dezember 1995 ein Hirnschlag all seiner bisherigen Lebensmöglichkeiten beraubte. Von diesem Tag an blieb er vollständig gelähmt, unfähig zu sprechen, zu schlucken oder auch nur ein Glied zu rühren, und seine einzige Möglichkeit, sich verständlich zu machen, war das Blinzeln mit einem Auge. Fünfzehn Monate später beendete er ein Buch, das er allein mit dem linken Augenlid diktiert hatte. Es ist ein einzigartiges Dokument: Zum ersten Mal berichtet ein Opfer des Locked-in-Syndroms, wie die Krankheit in Fachkreisen heisst, was in einem Menschen vorgeht, der äusserlich zur Statue erstarrt, doch innerlich quicklebendig geblieben ist. Bauby selbst hat die Hoffnung in dieser aussichtslosen Situation nie aufgegeben. Die Krankheit hat ihn zu einem Schriftsteller gemacht, der nicht nur mit bewunderswertem Humor seine eigene Situation analysiert, sondern die Phantasie und das Schreiben auch als das beste Gegenmittel begreift. Inhalt: Kapitel für Kapitel schildert Bauby seinen Alltag im Krankenhaus, Begegnungen mit Familie und Freunden und deren Reaktionen, als sie sein Zimmer betreten, auch Ferienerlebnissen und einige Erinnerungen kommen dabei nicht zu kurz. Er schreibt von den einzelnen Unannehmlichkeiten seiner Gefangenheit im eigenen Körper und den täglichen Ritualen und Prozeduren, denen er sich fügen muss. Auch gibt er all seinen Pflegerinnen und Pflegern spezielle Spitznamen und beschreibt humorvoll deren Eigenheiten. Da er nur sehr langsam mit seiner Umwelt kommunizieren kann, nämlich indem sein Gegenüber das französische Alphabet nach Häufigkeit der Buchstaben geordnet aufsagt, und er dann beim richtigen Buchstaben blinzelt, beobachtet er dafür umso schneller und kann die Menschen in seiner Umgebung gut beurteilen und beschreiben. In seinem Buch bleibt er mehrheitlich positiv, er hadert nicht, sondern arrangiert sich mit seiner Situation und geniesst zuweilen sogar gewisse Annehmlichkeiten seines neuen Lebens. Trotzdem scheint seine Wehmut durch, als er zum Beispiel seinen Sohn neben sich sieht, aber ihm nicht durch die Haare fahren kann, oder wenn er sich schmerzlich an alte Zeiten erinnert fühlt und sich vor Augen führt, was er noch alles vorhatte in seinem Leben. Meine Meinung: Schon vieles hatte ich von diesem Buch und dessen Autor gehört, aber bis gestern Abend war es mir noch nie in die Hände geraten. Als ich es aber auf dem Stapel ehemaliger Schullektüren meines Liebsten entdeckte, und er es mir daraufhin empfahl, nahm ich es mit nach Hause und verschlang es geradezu. Berührend aber vor allem auf eine wunderbar überzeugende Art lebensbejahend beschreibt Bauby sein neues Leben. Voller Poesie und mit einer wunderschönen Sprache öffnet er dem Leser die Türen in seine Welt und lässt ihn teilhaben an seinem manchmal eintönigen, manchmal schmerzhaften aber immer auf eine sonderbare Art spektakulären Alltag.

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  • Rezension zu "Schmetterling und Taucherglocke" von Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke
    Buecher-Wahn-Sinn

    Buecher-Wahn-Sinn

    27. August 2012 um 14:51

    Zuallererst sei gesagt, dass ich den Autor dieses Buches bewundere. Mir fällt es schwer überhaupt Kritik an diesem Buch zu äußern, dennoch gehe ich davon aus, dass ein Schriftsteller sich der Tatsache bewusst ist, dass es nicht nur Lob geben kann – auch wenn es sich um einen erkrankten Autor handelt. Mir wurde dieser „Erfahrungsbericht“ empfohlen – allerdings als Film. Ich habe dennoch vorerst nur das Buch gelesen. Gesamt betrachtet, ist es gut und flüssig geschrieben. In wenigen Stunden hatte ich es durchgelesen. Der oft etwas sarkastische Humor hat mir sehr gut gefallen. Ich bin vielleicht mit einer anderen Erwartungshaltung an dieses Buch herangetreten. Ich bin davon ausgegangen, wesentlich mehr darüber zu lesen, wie der Autor seinen „Alltag“ mit der Erkrankung meistert. Zwar wird dies auch thematisiert, dennoch schwelgt Bauby viel in vergangenen Tagen. Ich möchte mich nicht an anderer Leid suhlen, dennoch fand ich es (vielleicht auf Grund meines Berufs) interessant, wie dieser Mensch sein Umfeld wahrnimmt und wie er seinen Mitmenschen begegnet. Diese Seite wurde mir zu wenig belichtet, aus diesem Grund leider nur 3 Punkte für dieses Buch.

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  • Rezension zu "Schmetterling und Taucherglocke" von Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke
    andrea_zeige

    andrea_zeige

    08. May 2012 um 10:06

    Jean-Do ist 43 Jahre alt und Vater von 2 Kindern. Beim Autofahren erleidet er einen Hirninfarkt (Schlaganfall) und fällt ins Koma. Als er wieder aufwacht merkt er das er weder Arme noch Beine bewegen kann. Sein ganzer Körper ist gelähmt, er wird künstlich beatmet und ernährt. Die einzige Möglichkeit die ihm nun bleibt zum kommunizieren ist mit seinen linken Auges zu blinzeln. Mit diesem Blinzeln diktierte er über eine Buchstabentafel/-reihenfolge dieses, zu diesem Zeitpunkt, einmalige Buch und beschreibt als erster Locked-In-Syndrom-Patient seine Geschichte, Empfindungen und Erinnerungen. In 29 in sich geschlossenen Kapiteln und auf 134 Seiten erzählt Jean-Dominique Bauby seine ganz persönlichen Erlebnisse. In diesem Buch erfährt man nicht nur den Menschen nach der Erkrankung, Jean-Dominique erzählt sehr privat verschiedenste Erlebnisse vor, während und nach dem Hirnschlag. Wie er sich trotz kompletter Lähmung innerlich am Leben hält, sich in fremde Länder denkt, Geschmäcker und Gerüche aus der Erinnerung holt und alles tut um geistig nicht abzubauen. Die innere Zerrissenheit zwischen Freude, dass seine Kinder ihn besuchen kommen und der Traurigkeit seinem Sohn nie mehr übers Haar streicheln zu können, ist nur ein Beispiel. Alle Kapitel sind kurz gehalten, mit einfachen Sätzen. Sie sind nicht chronologisch geordnet, sondern genau in der Reihenfolge in welcher sie ihm wichtig waren genannt und diktiert zu werden. Trotzdem kommt man schnell in das Buch rein und die Zeitsprünge sind nicht schwierig einzuordnen. Ich habe das Buch zur Hand genommen, da ich selber einige Patienten habe die am Locked-In Syndrom leiden, einmal hinter die Kulissen zu blicken war überaus interessant und lässt mich einiges besser verstehen. Es wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der selbst in dieser hoffnungslosen Situation nicht auf gibt, dabei analysiert er humor- aber auch taktvoll sich selbst, das Krankenhaus, seine Freunden und seine Familie. Das Buch erschien am 6. März 1997 in Frankreich Jean-Dominique Bauby starb nur drei Tage später an Herzversagen Das Buch wurde 2007 verfilmt und ich muss echt sagen er ist sehr sehr gut. Eine Buchverfilmung die man sich unbedingt einmal anschauen sollte.

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  • Rezension zu "Schmetterling und Taucherglocke" von Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke
    VeraliebtSonne

    VeraliebtSonne

    21. March 2012 um 12:00

    In diesem Buch beschreibt Jean-Dominique Bauby sein Leben nach dem er das Locked-in-Syndrom erlitten hat. Sein Körper ist gelähmt und das einzige was er bewegen kann ist sein linkes Augenlid. Mit diesem linken Augenlid und einem ABC-System diktiert er dieses Buch. Im Buch erzählt er von seinem neuen Leben, seinem Alltag und den Gedankengängen. Es ist humorvoll geschrieben und liest sich gut. Doch ist das Buch auch voller Tragik und Traurigkeit.

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  • Rezension zu "Schmetterling und Taucherglocke" von Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke
    Franzi_babylove

    Franzi_babylove

    13. December 2011 um 20:05

    Einzigartig! Ich wollte schon immer wissen, wie es einem Menschen gehen muss, wenn er nichts tun kann aber alles mitbekommt was um ihn herum und mit ihm passiert! Das hat Bauby geschafft! Und das alles mit Augenzwinkern geschrieben... für mich ein echtes Meisterwerk!

  • Frage zu "Mein linker Fuss" von Christy Brown

    Mein linker Fuß
    Bella5

    Bella5

    Hallo,ich suche Bücher über Menschen, die trotz Krankheit ihr Leben meisterten. Romane sowie Biographien,siehe Beispiel unten.

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  • Rezension zu "Schmetterling und Taucherglocke" von Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke
    Cara_Elea

    Cara_Elea

    15. July 2011 um 20:26

    INHALT: Jean-Dominique Bauby war erfolgreicher Journalist und Chefredakteur der französischender Zeitschrift ELLE. Doch dann hat er im Alter von 43 Jahren einen Hirnschlag erlitten und litt fortan unter dem Locked-In-Syndrom. Sprich: sein Körper war komplett gelähmt, sein Geist aber noch hellwach und intakt. Mit dem linken Augenlid - dem einzigen Teil seines Körpers den er noch selbstständig bewegen konnte - hat er dieses Buch diktiert. Auf diese Weise erfährt der Leser eine sehr persönliche Darstellung einer schwierigen Krankheit, er erfährt vom Alltag Baubys im Pflegeheim und natürlich von seinen Erinnerungen und Gefühlen. REZENSION: Dieses Buch ist eine sehr beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, auf welche Weise es entstanden ist. Und Baubys Anstrengung und Ehrgeiz muss beachtlich gewesen sein, denn er hat nicht einfach 'nur' seine Erfahrungen und Erinnerungen diktieren lassen, sondern sie sprachlich auf sehr intellektuelle Weise verpackt. So sind viele Beschreibungen unglaublich poetisch, viele Gedanken philosophisch. Baubys Sprache ist sehr bildhaft, teilweise schweben die schönen Sätze einfach so hinfort. Natürlich ist das Buch auch sehr schockierend und anrührend, weil man weiß, dass es gelebte Erfahrungen sind. Aber Bauby schildert alles, ohne direkt Mitleid zu erregen. Der literarische Stil lässt den Leser sogar streckenweise vergessen, dass dies kein Roman ist. Der Titel des Buches sowie alle einzelnen Kapitelüberschriften sind sehr prägnant gewählt. So wie der Schmetterling flattert Baubys Geist umher und unternimmt meilenweite Reisen. Aber wie in einer Taucherglocke (oder Taucheranzug, siehe Originaltitel), ist Bauby in seinem Körper gefangen... Das Original-Cover ist leider etwas nichtssagend, da gefällt mir das 'Filmcover' deutlich besser. (Das Buch wurde 2007 verfilmt). FAZIT: Ein beeindruckendes und erschütterndes Buch, ein besonderes Buch auf dem internationalen Buchmarkt. Unbedingt lesen!

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  • Rezension zu "Schmetterling und Taucherglocke" von Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. June 2011 um 19:44

    Ein Gehirnschlag beendete das alltägliche, das «normale» Leben des vierundvierzigjährigen Jean-Dominique Bauby, der bis dahin Chefredaktor der Zeitschrift «Elle» war und von da an nur noch vier Monate zu leben hatte. Bauby nutzte seine Zeit, um alles, was ihn bewegte, zu Papier zu bringen. Doch er selber sollte dazu gar nicht mehr in der Lage sein, war er doch vollständig gelähmt und dazu verdammt, nur noch mit dem linken Auge zu blinzeln. Das rechte Auge wurde ihm wegen der Gefahr der Geschwürbildung zugenäht. Mittels eines Spezialalphabets, das sich an der Häufigkeit der Vokale und Konsonanten im Französischen orientierte, diktierte er der Lektorin Claude Mendibil fortan alles, was ihn bewegte – mittels Lidschlag: Aus seiner abgeschirmten Taucherglocke heraus funkte bzw. blinzelte er auf diese Weise empfindsame letzte Nachrichten an eine Welt, die für ihn schon unerreichbar weit weg war. Bemerkenswert sind nun aber nicht nur die sisyphushaften Produktionsbedingungen dieses Buches, sondern seine unbestreitbar hohen literarischen Qualitäten, seine Poesie und sein Witz. Bei aller Tragik, bei aller Erschütterung, die Geschichte ist absolut lesenswert und ergreifend. Ich habe auch den gleichnamigen Film gesehen, der mir ebenso gut gefallen hat. Natürlich ist die Thematik schwer und auch phasenweise sehr traurig, doch gelingt es dem erkrankten Autor, den "Funke Hoffnung" zum Zünden zu bringen. Ein bemerkenswerter Mann und ein Buch, das in Erinnerung bleibt. Top!

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  • Rezension zu "Schmetterling und Taucherglocke" von Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke
    Fannie

    Fannie

    16. May 2011 um 19:06

    Noch nie habe ich beim Lesen ein derartig abruptes Auf und Ab der Gefühle erlebt wie bei der Lektüre von "Schmetterling und Taucherglocke". Jean-Dominique Bauby ließ mich in einem Augenblick herzhaft lachen und im nächsten Moment mit den Tränen kämpfen. In seinem Buch beschreibt er in kleinen Geschichten sein "neues Leben" mit dem Locked-In-Syndrome. Nach einem Hirnschlag ist die einzige Bewegung, die er noch ausführen kann, das Schlagen seines linken Augenlids. Auf diese Art und Weise diktiert er akribisch sein Buch. Der zum Zeitpunkt des Hirnschlags 43-Jährige ist eingesperrt im eigenen Körper, aber geistig hellwach. Sein Leben vom Chefredakteur der Zeitschrift "Elle" hin zu einem hilflosen Pflegefall hat sich in einem einzigen Moment drastisch geändert. Und trotzdem behält Bauby seinen unvergleichlichen Humor, schmiedet Pläne und vertreibt sich mit vielen phantasievollen Gedankenschmetterlingen die Zeit. Er gibt sich nicht auf. Er glaubt an sich. Bauby hat sein Schicksal auf eine bewundernswerte Art und Weise angenommen, ist nicht daran verzweifelt, sondern hat es als sein neues Leben begriffen. Leider starb Bauby wenige Tage nach der Veröffentlichung von "Schmetterling und Taucherglocke". Dieses Buch ist für mich ein leuchtend rotes Ausrufezeichen: Man sollte dankbarer für das Leben sein, die Gesundheit nicht als selbstverständlich hinnehmen. Und sich in turbulenten Zeiten den von Bauby im Kapitel "Ein Glückstag" zitierten Schlagertext von Henri Salvador ins Gedächtnis rufen: "Ach komm, Baby, das alles ist doch nicht so schlimm".

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