Jean-François Parot

 4.1 Sterne bei 101 Bewertungen

Lebenslauf von Jean-François Parot

Diplomat und Autor: Jean-François Parot, geboren am 27. Juni 1946 in Paris, war ein französischer Schriftsteller und Diplomat. Er studierte Geschichte und Anthropologie in Paris und wurde nach seinem Abschluss ein ausgewiesener Spezialist für die Historie des 18. Jh. 

Nachdem er seinen Militärdienst abgeleistet hat, trat er in den diplomatischen Dienst seines Landes. In diesem Amt bereiste er Länder wie die Demokratische Republik Kongo, Girechenland, Katar,die Republik Sudan und viele weitere. Als Diplomat veröffentlichte er zahlreiche Schriften über Nahrungsmittel, und deren Überfluss oder Mangel in diversen Ländern.

 Als Romanautor wurde er durch seine Krimireihe rund um den Polizeikommissar Nicolas Le Floch bekannt. Die Reihe wurde in zahlreichen Sprachen übersetzt und zu einem internationalen Bestseller. Außerdem wurden zahlreiche Romane der Reihe für das französische Fernsehen erfolgreich verfilmt. Für seine herausragende Arbeit wurde der Schriftsteller mit dem Preis de l´Académie de Bretagne und dem Preis du Lion´s Club ausgezeichnet. 

Der Autor verstarb am 23. Mai 2018.

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Rezension zu "Commissaire Le Floch und die silberne Hand" von Jean-François Parot

Spannender Kriminalfall
MartinaSuhrvor 7 Tagen

Und mal wieder habe ich nicht gemerkt, dass es bereits ein fünfter Teil einer Reihe ist – was aber auch nicht schlimm war, da man wirklich gut in die Story reinkommt und auch Hintergründe zum Leben von Le Floch gut erklärt bekommt.

Sprachlich hat mich der Autor direkt überzeugt. Ich habe angefangen zu lesen und die Seiten glitten nur so durch meine Finger. Die Mischung aus historischem Flair und spannendem Kriminalfall ist überaus gut gelungen. Man hat das Gefühl direkt in die Geschicke der damaligen Zeit hineingezogen zu werden und bekommt ein authentisches Gefühl dafür, wie hart das Leben zu dieser Zeit für das gemeine Volk gewesen sein muss.

Das französische Original besteht aus insgesamt 13 Bänden und ich bin schon sehr gespannt, welche noch übersetzt werden.

Mich hat der Roman sehr gut unterhalten und ich bin mir sicher, dass ich noch andere Teile lesen werde  dieses Mal vielleicht in chronologischer Folge.

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Rezension zu "Commissaire Le Floch und die silberne Hand" von Jean-François Parot

‚[...] weil Ereignisse, von denen wir unseren Ruin erwarten, manchmal zu unserer Rettung führen [...]‘
sabatayn76vor einem Monat

‚[...] weil Ereignisse, von denen wir unseren Ruin erwarten, manchmal zu unserer Rettung führen [...]‘ (Seite 30)

Paris im Oktober 1774: Im Stadthaus des Ministers Saint-Florentin wird die Hausangestellte Marguerite Pindron mit durchgeschnittener Kehle in der Küche gefunden. Jean Missery, der Hausverwalter, liegt bewusstlos und verletzt in unmittelbarer Nähe, und auch eine vermeintliche Tatwaffe wird dort sichergestellt.

Der Hausbesitzer selbst setzt Nicolas Le Floch auf den Fall an. Dieser untersucht den Tatort und die Leiche, und ihm fallen sofort ein paar rätselhafte Details auf, z.B. die Art der Wunde, die nicht vom am Tatort gefundenen Messer stammen kann, blutige Fußspuren und die Tatsache, dass die Hausangestellte Schmuck und Schuhe trug, die viel zu luxuriös für sie waren.

Während sich Le Floch auf den Mordfall konzentrieren möchte, hat sein neuer Vorgesetzter, der Polizeipräfekt Le Noir, andere Pläne: Le Floch soll sich zudem um den Fall von zwei verschwundenen Mädchen aus guter Familie, um verdächtige Fremde im Garten von Versailles sowie um eine Viehseuche im Faubourg Saint-Antoine kümmern.

Von den ersten beiden Bänden der Reihe um Commissaire Le Floch war ich restlos begeistert, den dritten Band fand ich im Vergleich etwas weniger gelungen, der vierte hat mir kaum gefallen - aber zum Glück habe ich weitergelesen, denn der fünfte Band der Reihe ist wieder gewohnt spannend, düster und lehrreich.

Im fünften Band gelingt es dem Historiker Jean-François Parot wieder, den Leser ins 18. Jahrhundert zu versetzen, eine spannende Geschichte zu erzählen und eine überzeugende Stimmung zu erzeugen, die einem die Zeit König Ludwig XVI. nahebringt.

Dabei erfährt der Leser nicht nur vom Leben am Königshof in Versailles sowie vom Leben der Adligen in Paris selbst, sondern erhält auch Einblicke in den Alltag des ‚einfachen Volkes‘, der Armen und Ärmsten. Besonders gelungen fand ich hierbei den literarischen Ausflug nach Bicêtre, das unter Ludwig XVI. als Hospital, Irrenhaus und Gefängnis genutzt wurde.

‚Commissaire Le Floch und die silberne Hand‘ hat mich neugierig auf den sechsten Band der Reihe gemacht und ist - wie die anderen Bände der Reihe - eine Zeitreise ins absolutistische Frankreich, in die Epoche des Ancien Régime.

Jean-François Parot starb am 23. Mai 2018. Auf Französisch liegen 13 Commissaire-Le-Floch-Bände vor. Die Veröffentlichung der deutschen Übersetzung des sechsten Bandes ist meines Wissens noch nicht geplant.

Dies sind die bereits erschienenen Bücher der Reihe:
Die Welt des Commissaire Le Floch (kostenloses Ebook)
1. Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel
2. Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten
3. Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale
4. Commissaire Le Floch und das Gift der Liebe
5. Commissaire Le Floch und die silberne Hand

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Rezension zu "Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten" von Jean-François Parot

Lebendige Geschichte
Wortmagievor 4 Monaten

Jean-François Parot war ein weitgereister Mann. 1946 in Paris geboren, schloss er sein Studium als anerkannter Experte des 18. Jahrhunderts ab, absolvierte seinen Militärdienst und wurde dann Diplomat. Die Liste der Stationen seiner Karriere ist lang; als er 1999 begann, die historische Krimi-Reihe „Nicolas Le Floch“ zu schreiben, arbeitete er im bulgarischen Sofia. An den Wochenenden hatte er viel Freizeit, also setzte er sich eines Tages hin, zückte seinen neuen Stift, ein Weihnachtsgeschenk seiner Mutter und seines Sohnes, und dachte sich das erste Abenteuer seines Ermittlers aus. Seitdem sind über 20 Jahre vergangen und 13 Bände erschienen, die Blessing ins Deutsche übersetzt. Den zweiten Band „Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten“ erhielt ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar.

Am Abend des 27. Oktober 1761 wird der Sohn des Grafen de Ruissec tot im Stadtpalais der Familie aufgefunden. Das Bild, das sich Commissaire Nicolas Le Floch am Tatort bietet, wirkt eindeutig: das Zimmer des jungen Vicomtes war von innen verschlossen, unweit seiner Leiche liegt eine Kavalleriepistole und auf dem Schreibtisch entdeckt Nicolas einen Abschiedsbrief. Alles deutet auf Selbstmord hin. Doch einige Details wecken Nicolas‘ Misstrauen. Als sich die Gräfin de Ruissec heimlich an ihn wendet und um ein geheimes Treffen bittet, ahnt der Commissaire, dass sie mehr über die Umstände des Todes ihres Sohnes wissen könnte. Unglücklicherweise erleidet sie einen schrecklichen Unfall, bevor das Treffen stattfinden kann. Nicolas ist alarmiert. Er glaubt nicht an einen Zufall und fürchtet, dass die Gräfin zum Schweigen gebracht werden sollte. Unerschrocken nimmt er die Ermittlungen auf, die ihn bis an den Hof von Versailles führen…

Mit einem Fakt muss ich mich im weiteren Verlauf der Reihe „Nicolas Le Floch“ wohl abfinden: ohne die Führung des Protagonisten bin ich hoffnungslos verloren. Der Kriminalfall, den „Der Brunnen der Toten“ schildert, ist höllisch verzwickt und kompliziert. Ich hatte keine Chance, ihn selbst zu lösen oder auch nur ansatzweise korrekte Vermutungen über die Hintergründe aufzustellen. Ich behaupte, das ist nicht möglich, verfügt man nicht über denselben Wissensschatz wie der Autor Jean-François Parot. Parot war Historiker und Anthropologe, sein Fachgebiet war das Paris des 18. Jahrhunderts. Nur diese spezielle Expertise befähigte ihn, einen Kriminalfall für Kommissar Le Floch zu konstruieren, der die heiklen, unübersichtlichen Dynamiken am französischen Hof unter Louis XV. einbezieht. Es ist vorstellbar, dass sich im Umfeld des Königs zahlreiche Verschwörungen und unerwartete Allianzen formierten, aber ohne Nicolas, der den Leser_innen stets weit voraus ist und geheimniskrämerisch viele Verdächtigungen und Schlussfolgerungen für sich behält, hätte ich die Schuldigen niemals enttarnen können. Selbst mit seiner Hilfe und der Auflösung am Ende von „Der Brunnen der Toten“, die ich tatsächlich mehrfach lesen musste, um sie zu verstehen, war ich völlig aufgeschmissen. Ich frage mich nun, ob diese bewusst lancierte Unkalkulierbarkeit des Falles ein Grund zur Kritik ist. Hätte Parot die Ermittlungen seines Protagonisten nicht verdaulicher gestalten können und müssen? Aus der Perspektive eines normalen Krimis lautet die Antwort Ja. Nun handelt es sich bei den Bänden der Reihe jedoch nicht um normale Krimis. Es handelt sich um historische Krimis. Parot schildert nicht nur eine Mordermittlung, er proträtiert auch das 18. Jahrhundert. Ich bin überzeugt, seine Geschichten zielen primär darauf ab, seinen Leser_innen etwas beizubringen, sein Wissen über und seine Faszination mit dieser Epoche zu teilen. Das gelang ihm hervorragend. Deshalb gefiel mir „Der Brunnen der Toten“ sogar besser als „Das Geheimnis der Weißmäntel“, obwohl ich lernen musste, meine andauernde Ahnungslosigkeit zu akzeptieren. Ich kam viel tiefer in die Geschichte hinein, war sehr schnell durch und genoss die Lektüre, vielleicht gerade weil ich mich in Nicolas‘ fähige Hände begeben musste. Auch hatte ich weniger Schwierigkeiten mit seiner latenten Profillosigkeit, weil ich mittlerweile vermute, dass diese seiner Rolle als Kommissar geschuldet ist. Er transportiert den Fall, nicht mehr und nicht weniger, sein Privatleben ist weitgehend irrelevant. Daher benötigt er keine minutiös ausgearbeitete Charakterisierung; seine Funktion besteht darin, eine Ermittlung zu organisieren, die wiederum die gesellschaftlichen Umstände der Zeit wiederspiegelt. Für den zweiten Band griff Parot die bereits im Volk schwärende Unzufriedenheit mit dem starren Ständesystem auf, was ich äußerst interessant fand. Er zeigt zahllose Kleinigkeiten, deren Summe 28 Jahre später zur Französischen Revolution führt. Soweit ich weiß, wird Nicolas die Unruhen der Revolution auch miterleben – eine spannende Zukunftsperspektive für die Reihe und ein Grund mehr, sie weiterhin zu begleiten.

Es überrascht mich immer noch, wie gut mir Jean-François Parots historische Krimis gefallen. Seine Beschreibungen der Pariser Gegenwart im 18. Jahrhundert sind vorzüglich; kleine, authentische und häufig kulinarische Details hauchen seinen fiktiven, fesselnden Kriminalfällen rund um reelle Persönlichkeiten Leben ein und lassen eine aufregende Epoche des politisch-gesellschaftlichen Umbruchs in Europa auferstehen. Seine Leidenschaft für sein Fachgebiet ist spürbar, denn er erging sich nicht in drögen akademischen Betrachtungen, sondern nutzte seine Begeisterung, um sein Wissen ganz nah zu seinen Leser_innen zu bringen. Diese Kombination knackt sogar meine Schale aus Skepsis hinsichtlich zwei Genres, die es normalerweise schwer haben, mich abzuholen. „Der Brunnen der Toten“ war eine mitreißende Lektüre und ich freue mich auf weitere Abenteuer mit Nicolas Le Floch – trotz der Erkenntnis, dass ich ohne ihn keinen einzigen Fall lösen könnte.

Vielen Dank an den Verlag Blessing und das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntelundefined
Spannender historischer Krimi aus Frankreich zu gewinnen


Die Story besticht durch rasante Plots, geheimnisvolle Charaktere und detailgenaue atmosphärische Beschreibungen, die uns das Paris des 18. Jahrhunderts sehen, schmecken, riechen und fühlen lassen.


Die französische Krimi-Reihe um Commissaire Le Floch wurde schon in vielen Ländern zu Bestsellern und der erste Band erscheint am 25. September endlich auch in Deutschland. Wir verlosen 20 Exemplare.


Und so könnt ihr mitmachen:
Schreibt uns einfach in den Kommentaren, warum ihr gern diesen Krimi lesen möchtet. Über Kommentare zum Cover und freuen wir uns ebenso.


Mitmachen könnt ihr bis einschließlich 1. Oktober 2017


Viel Glück!

Ihr wollt schon mal reinlesen? 
Hier geht´s zur Leseprobe: https://www.randomhouse.de/leseprobe/Commissaire-Le-Floch-und-das-Geheimnis-der-Weissmaentel-Roman/leseprobe_9783896675736.pdf 
Und hier findet ihr allgemeine Informationen zum Buch:https://www.randomhouse.de/Paperback/Commissaire-Le-Floch-und-das-Geheimnis-der-Weissmaentel/Jean-Francois-Parot/Blessing/e500879.rhd?edi=500879#info 

114 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Blausternvor 2 Jahren

Zusätzliche Informationen

Jean-François Parot wurde am 27. Juni 1946 in Paris (Frankreich ) geboren.

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