Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel

von Jean-François Parot 
4,1 Sterne bei45 Bewertungen
Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel
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Positiv (35):
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Verbreitet historisches Flair um einen brisanten Mordfall!

Kritisch (4):
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Unspannend, verwirrend und unübersichtlich - schade, nach dem Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet :/

Alle 45 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel"

»Ein neuer Maigret wurde geboren: Nicolas Le Floch… Der Roman ist mit einem Realismus von halluzinatorischer Suggestivkraft geschrieben.« Le Figaro
Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten?
Schon der erste Band zeigt, warum die Reihe um Commissaire Nicolas Le Floch in vielen Ländern Bestseller wurden: rasante Plots, geheimnisvolle Charaktere und detailgenaue atmosphärische Beschreibungen, die uns das Paris des 18. Jahrhunderts sehen, schmecken, riechen und fühlen lassen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783896675736
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Blessing
Erscheinungsdatum:25.09.2017

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Rezensionen und Bewertungen

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    Yolandes avatar
    Yolandevor einem Monat
    Kurzmeinung: Unspannend, verwirrend und unübersichtlich - schade, nach dem Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet :/
    Unspannend, verwirrend und unübersichtlich

    Jean Francois Parot wurde am 27. Juni 1946 in Paris geboren. Er studierte an der Sorbonne Geschichte und Ethnologie, nach dem Studium spezialisierte er sich auf das 18. Jahrhundert, Nach seiner Militärzeit trat er in den diplomatischen Dienst seines Landes ein und arbeitete als Vizekonsul und Generalkonsul in vielen Ländern.

    Im Jahr 2000 erfand Parot als Romanautor den Polizeikommissar Nicolas le Floch, der im Paris des 18. Jahrhunderts ermittelt. Es sind inzwischen 13 Bände dieser Reihe erschienen, die in vielen Sprachen übersetzt wurde.
    Jean Francois Parot starb am 23. Mai 2018. (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Klappentext):
    Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtigt wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der anrüchige Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV. und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten?

    Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, freute ich mich sehr auf ein spannendes Abenteuer in historischem Ambiente. Leider wurde ich enttäuscht. Ich fand das Buch extrem verwirrend und unspannend. Da der Autor ein Spezialist des 18. Jahrhunderts war, wollte er wohl so viel wie möglich von seinem Fachwissen einfließen lassen mit dem Ergebnis, dass die Geschichte nur so strotzt von Namen und Orten und Informationen, die stellenweise völlig überflüssig sind. Wenn sich der Hauptprotagonist durch Paris und Umgebung bewegt, muss ich nicht jede Straße und jeden Ort benannt haben, den er auf seinem Weg passiert. Auch die Unmengen an (historisch belegten) Personen waren meiner Meinung nach für die Geschichte unnötig und machten die Lektüre zäh. 
    Mit dem jungen Hauptprotagonisten Nicolas Le Floch wurde ich überhaupt nicht warm und obwohl er den Leser mitunter an seinen Gedankengängen teilhaben lässt, konnte ich keine emotionale Beziehung zu ihm aufbauen. Auch die anderen Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Der Fall ist kompliziert und verwirrend aufgebaut und wird durch die vielen Informationen, die man erhält, unübersichtlich.

    Fazit: Unspannend, verwirrend und unübersichtlich - schade, nach dem Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet :/


    Kommentare: 1
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    Sternenstaubfees avatar
    Sternenstaubfeevor 3 Monaten
    Paris im 18. Jahrhundert

    Paris, 1761: Der erst 19-jährige Nicolas Le Floch wird von der Polizei mit einem scheinbar "leichten Fall" betraut: Er soll einen Polizeibeamten unauffällig überwachen, der der Korruption verdächtigt wird. Schnell aber wird Nicolas klar, dass viel mehr hinter der Sache stecken muss. Als ein Leichenfund gemacht wird und der verdächtige Polizeibeamte spurlos verschwindet, führen Nicolas Nachforschungen ihn in ein Bordell, in Spielhöllen, Abdeckereien und die Verliese der Bastille.

    Mein Leseeindruck:

    Ich liebe Historische Romane und ich liebe Krimis. Was könnte also besser sein, als eine Kombination aus diesen beiden Genre!? Als ich "Commissaire Le Floch" im Buchladen entdeckte, hat mich das Buch sofort angesprochen; ich musste es einfach kaufen.

    Es ist der erste Band einer neuen Reihe, die in Frankreich schon sehr beliebt sein soll. Ich werden die Reihe auch auf jeden Fall weiterverfolgen, denn dieser erste Band konnte mich überzeugen.

    Zunächst hatte mich die Sprache bzw. der Schreibstil etwas irritiert, da er leicht altertümlich wirkt. Ich musste mich erst einmal einlesen, aber danach war ich gefangen in der Geschichte. Letztendlich passt dieser Schreibstil auch perfekt zur Handlung, die ja immerhin im 18. Jahrhundert spielt!

    Die Geschichte hat mich daher sehr packen können, und ich habe mich in die Zeit zurückgesetzt gefühlt. Die Beschreibungen der alten Stadt Paris mit ihren Kutschen, den Bordellen, den kleinen dunklen Gassen und den Kirchen hat mich gefesselt.

    Auch der Kriminalfall hat mich gepackt, auch wenn er manchmal für mich fast ein wenig in den Hintergrund rückte. Langweilig war das Buch aber nie! Dafür war die ganze Atmosphäre viel zu überwältigend.

    Ich hatte viel Spaß und Freude mit dem ersten Buch und freue mich nun auf Band 2!

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    Archers avatar
    Archervor 3 Monaten
    Paris, 1761

    Der junge Nicolas le Floch ist - im Gegensatz zu dem, was der Titel behauptet - keineswegs ein Commissaire. Fast auf sich allein gestellt kommt er 1759 nach Paris, ausgerüstet mit Edelmut und dem Brief seines Paten, der ihn dem Polizeipräfekten de Sartine empfiehlt. Dieser bringt ihn bei einem der Untreue verdächtigen Kommissar unter und befiehlt ihm, seine Rechtskenntnisse von einem alternden Juristen zu vertiefen. Nur anderthalb Jahre später und völlig unverhofft schlittert le Floch in Mordfälle, Intrigen gegen den König, Glücksspielhöllen und Prostitution. Plötzlich mit unverhoffter Macht von de Sartine ausgestattet muss der junge Polizist verhindern, dass feindliche Mächte Papiere in die Hand bekommen, welche sie gegen Frankreich verwenden könnten.

    Die große Stärke des Autors ist, die Mitte des 18. Jahrhunderts wieder aufleben zu lassen. Es ist schmutzig, kalt, brutal und manchmal überraschend. (Ich wusste nicht, dass es in Paris Leute gab, die tragbare Klos mit sich herumschleppten.) Der Fall war interessant und zusammen mit den historischen Informationen spannend präsentiert. Was mir anfangs einige Schwierigkeiten bereitet hatte, war nicht einmal die (wohlgewählte) Sprache jener Zeit, sondern die auktioriale Erzählweise eines allwissenden Erzählers, in welcher ich mich so manches Mal zu sehr auf Distanz gehalten fühlte. Auch das Lektorat war nicht berauschend, immer mal wieder stieß ich auf Fehler, die ich jedoch dem Buch selbst nicht anlaste, lediglich dem Verlag. Alles in allem war es jedoch ein interessanter Ausflug in einen historischen Kriminalfall.

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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Der Auftakt der Reihe macht Lust auf mehr
    Morde und Intrigen im vorrevolutionären Paris

    Das Findelkind Nicolas le Floch wird von seinem Vormund aus der Bretagne nach Paris geschickt, um dort in der Polizei Karriere zu machen. Vom Polizeipräfekten, einem Bekannten seines Patenonkels, wird er privat im Haushalt des Polizeikommissars Lardin untergebracht. Seine Ausbildung wird kurz unterbrochen durch eine Heimreise zur Beerdigung seines Vormundes, bei der er sich mit seinem Patenonkel entzweit, da dieser Nicols' Liebe zu seiner Tochter ablehnend gegenübersteht.

    Der geknickte Nicolas kehrt nach Paris zurück, wo sich die Ereignisse überschlagen. Sein Hausherr, der Kommissar ist verschwunden und steht unter dem Verdacht der Korruption. Vom Polizeipräfekten Sartine wird der Jungermittler diesbezüglich mit einem Sonderauftrag versehen, der zu einer Reihe weiterer Morde sowie einer für den König äußerst bedrohlichen Intrige führt. Die Lösung des Falles erfordert le Flochs ganze Aufmerksamkeit und bringt ihn des Öfteren in Lebensgefahr, da er sich mit mächtigen Gegnern angelegt hat.

    Commissaire Le Floch &das Geheimnis der Weißmäntel ist der erste ins Deutsche übersetzte Kriminalroman Jean-Francois Parots, eine Reihe, die sich in Frankreich offensichtlich große Beliebtheit erfreut und die, zumindest was den Auftakt  betrifft, auch hier gute Chancen hat. Dabei zeichnet sich der Roman nicht nur durch Spannung aus, sondern auch durch die detaillierte Beschreibung der französischen Hauptstadt zur Zeit der Aufklärung.


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    NataschaSuennens avatar
    NataschaSuennenvor 6 Monaten
    Konnte mich nicht ganz überzeugen

    Ich habe mich etwas schwer mit dem Buch getan, was schade ist, weil die Geschichte echt nicht schlecht ist. Es ist eine etwas anspruchsvollere Lektüre, das Vokabular ist der Epoche der Story angepasst und man muss aufmerksam lesen, um nicht den Überblick zu verlieren. Mir hat der klare Kopf dafür im Moment gefehlt, weshalb ich das Buch auf jeden Fall rereaden werde. Die Handlung und vor allem die Charaktere bleiben immer etwas auf Distanz, was das Lesen etwas anstrengend gemacht hat. Mir hat das gewisse Etwas gefehlt, dass den Leser mitreißt, deshalb wird das Buch nicht zu meinen Highlights dieses Jahr zählen, obwohl es das Potenzial dazu hätte.

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    Wortmagies avatar
    Wortmagievor 7 Monaten
    Ein Fall für Monsieur Le Floch

    „Commissaire Le Floch und Das Geheimnis der Weißmäntel“ von Jean-François Parot ist eine weitere Station in meiner andauernden Suche nach meiner Heimat im Genre der historischen Romane. Der Reihenauftakt, der in Frankreich bereits 2000 veröffentlicht wurde, wurde mir vom Newsletter der Random House Gruppe schmackhaft gemacht. Die Mischung aus Setting, einer delikaten Staatsaffäre und einer Mordermittlung weckte meine Neugier. Außerdem habe ich bisher nur sehr wenig Erfahrung mit französischen Schriftsteller_innen; ich konnte also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ich fragte das Buch beim Bloggerportal an und erhielt ein Rezensionsexemplar.


    1759 wird der junge Notariatsgehilfe Nicolas Le Floch von heute auf morgen nach Paris beordert. Er soll sich bei Polizeipräfekt Gabriel de Sartine melden, um eine Ausbildung als Gesetzeshüter zu beginnen. Sartine teilt ihn dem grimmigen, schroffen Kommissar Lardin zu, der sich den Anweisungen des Polizeichefs widerwillig beugt. So beginnt Nicolas‘ neues Leben in der pulsierenden französischen Metropole. Er arbeitet und lernt fleißig und besitzt zu viel Anstand und Respekt, um die regelmäßigen Fragen des Polizeipräfekten zu den Gewohnheiten seines Mentors Lardin in Zweifel zu ziehen. 1761, zwei Jahre später, verstirbt unerwartet Nicolas‘ Vormund. Er eilt in seine bretonische Heimat, um an den Trauerfeierlichkeiten teilzunehmen. Bei seiner Rückkehr nach Paris erwartet ihn eine unerfreuliche Überraschung: Lardin ist verschwunden und Sartine eröffnet ihm, dass der gealterte Kommissar in eine weitreichende Korruptionsaffäre verwickelt ist, die sogar König Ludwig XV. bedroht. Nicolas soll Lardin finden. Unerschrocken stürzt er sich in die Ermittlungen, während auf den Straßen der Stadt der Karneval tobt. Wird er den abtrünnigen Lardin aufspüren und so einen internationalen Skandal verhindern können?


    „Commissaire Le Floch und Das Geheimnis der Weißmäntel“ war für mich ein gewagtes Experiment. Mit einem historischen Krimi bewegte ich mich weit außerhalb meiner Wohlfühlzone, denn ich habe bekanntermaßen so meine Schwierigkeiten mit historischen Romanen und Krimis stehen normalerweise erst gar nicht auf meiner Lektüreliste, weil ich sie zu langweilig finde. Es freut mich daher umso mehr, dass ich dieses Experiment als Erfolg verbuchen kann. Obwohl alle äußeren Faktoren dagegensprachen, gefiel mir der Auftakt der Reihe „Nicolas Le Floch“ überraschend gut. Ich fühlte mich in den Händen des Autors Jean-François Parot sehr gut aufgehoben; der studierte Historiker und anerkannte Experte für das 18. Jahrhundert vermittelte mir eine verblüffend präzise, atmosphärische und realistische Vision der Lebensumstände in Paris in der turbulenten Epoche der Aufklärung. Die Lektüre war eine überzeugende mentale Zeitreise, die mich trotz des etwas umständlichen Schreibstils mühelos mitten in die Straßen der französischen Hauptstadt beförderte. Die verzwickt konstruierte Rahmenhandlung des Kriminalfalls portioniert die schiere Fülle geschichtlicher Fakten, Hintergründe und Tatsachen in mundgerechte Häppchen, die dazu einladen, mithilfe des neuen Wissens munter mitzurätseln. Ich habe nicht erwartet, beim Einschlafen tatsächlich darüber nachzugrübeln, wie die verschiedenen Ebenen des Falls interagieren. Es gelang mir jedoch nicht, das Puzzle zusammenzusetzen, da mich die vielen geschichtsträchtigen Namen und teilweise konträr verlaufenden Interessen verwirrten und ablenkten. Für meinen Geschmack hätte Parot den politischen Aspekten der komplizierten Korruptionsaffäre, die sich rasant mit einer Mordermittlung verbindet, außerdem deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken können, wenngleich ich verstehe, dass sein Kernanliegen, den Pariser Kosmos im Jahr 1761 detailliert abzubilden, besser innerhalb privat-bürgerlicher Grenzen umzusetzen war. Er eröffnete sich so die Möglichkeit, die alles beherrschenden Standesunterschiede der Bevölkerungsschichten explizit herauszuarbeiten und – was ich herrlich sympathisch fand – besonderes Augenmerk auf die Beschreibung des Essens als kulturelle Facette zu legen. Schade, dass der Protagonist dieser bunten, lebendigen Kulisse nicht gerecht wurde. Nicolas mutete wie eine erwachsene Variante Oliver Twists an: konturlos, einseitig und modellhaft. Er trägt keinen Funken Verschlagenheit, Verlogenheit oder generell Schlechtigkeit in sich, verhält sich stets tugendhaft, gesetzestreu und regelkonform. Ich fand ihn sowohl menschlich, als auch als Ermittler unglaubwürdig, denn niemand kommt ohne Ecken und Kanten aus, schon gar kein Polizist, der sich gegenüber perfiden, kriminellen Komplotten behaupten muss. Sein sympathischer, aber tadelloser Charakter bedingt eine Profillosigkeit, die ihn neben der puren Vitalität des Settings verblassen lässt. Ich stelle es ungern fest, doch die Figur des Nicolas Le Floch ist meiner Ansicht nach bedauerlicherweise zu schwach, um „Das Geheimnis der Weißmäntel“ entscheidend zu prägen.


    „Commissaire Le Floch und Das Geheimnis der Weißmäntel“ ist ein faszinierender historischer Krimi, der Fakten und Fiktion geschickt verblendet und dessen größte Stärke in der hervorragenden, atmosphärischen Darstellung des Settings liegt. Jean-François Parot bewies seine exzellente Expertise und zeichnete für mich ein schlüssiges, authentisches Bild von Paris im 18. Jahrhundert, das Kriminalfall und Protagonist des Reihenauftakts mit Leichtigkeit überstrahlt. Dadurch ist das Buch zwar eher interessant als spannend, entpuppte sich allerdings nichtsdestotrotz als lohnende Lektüre. Ich kann mir durchaus vorstellen, der Fortsetzung „Commissaire Le Floch und Der Brunnen der Toten“ eine Chance zu geben. In einer Epoche, in der ganz Europa politisch in Aufruhr war, gibt es sicher noch einige Geheimnisse, die Kommissar Le Floch aufklären kann.


    Vielen Dank an den Verlag Blessing und das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

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    MellieJos avatar
    MellieJovor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Seit Grangé wieder ein ausgezeichneter französischer Krimi
    Paris 1761

    Rezension von Melanie zu Commissaire Le Floch und saß Geheimnis der Weißmäntel: Roman (Commissaire Le Floch-Serie, Band 1) von @Jean-François Parot 
    5 von 5 🌟 seit Grangé wieder ein ausgezeichneter Krimi
    Inhalt»Ein neuer Maigret wurde geboren: Nicolas Le Floch… Der Roman ist mit einem Realismus von halluzinatorischer Suggestivkraft geschrieben.« Le Figaro 
    Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten? 
    Schon der erste Band zeigt, warum die Reihe um Commissaire Nicolas Le Floch in vielen Ländern Bestseller wurden: rasante Plots, geheimnisvolle Charaktere und detailgenaue atmosphärische Beschreibungen, die uns das Paris des 18. Jahrhunderts sehen, schmecken, riechen und fühlen lassen. 

    MeinungIch bin ja ein großer Fan der Altmeister des Krimigenre also ist diese Serie einfach ein MUß gewesen. Als es dann ankam wurde ich nicht enttäuscht. Die Aufmachung ist einfach toll. Ein echter Glücksfund muss ich sagen. Kurios war mein erster Eindruck als ich die Innenseite aufschlug, war : das Spiel Scottland Yard. Bei näherem Hinsehen aber ist es eine Karte von Paris von 1761 mit diversen markierten Plätzen, welche bei der Geschichte eine wesentliche Rolle spielen.  Sieht echt toll aus. Und ich bin von Anfang an dabei.
    Der Protagonist Nicholas wurde als Baby in einer Kirche in der Bretagne ausgesetzt.  Aufgewachsen ist er dann beim Notar Le Floch. Den guten Namen Le Floch hat er von ihm übernommen. 
    Danach studierte er bei den Jesuiten und betätigte sich bei seinem Adoptivvater als Notariatsgehilfe.
    Mit 19 Jahren und einem Empfehlungsschreiben bewirbt er sich bei der Polizei in Paris. Zu Beginn hat er es nicht leicht, da der Präfekt sehr misstrauisch und streng ist. Aber er erkennt auch schnell,  das Nicholas ein echter Rohdiamant ist, loyal, ehrgeizig, klug und das gewisse Auge für den Polizeiberuf hat.
    Als bald bekommt Nicholas seinen ersten Fall zugewiesen. Eigentlich nichts Wildes, jedenfalls zu Beginn aber nach und nach führt  der Fall zu einem Mord. Es reicht bis hinauf in die königliche Gesellschaft. Selbst der König wird bedroht. Total spannend aufgebaut! 
    Schafft es Nicholas seinen ersten Fall zu lösen und auch König Ludwig XV zu retten?
    Die örtlichen Beschreibungen sind auch super toll, ein Kenner des Paris des 18. Jahrhunderts. Ich warte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung!  Ich verstehe auch absolut warum diese Reihe so erfolgreich ist. Ein Must-Read!
    Absolute Leseempfehlung! 
    Fakten480 Seiten  TB 17,00 €Ebook 13,99 €
    Erschienen im @Blessing Verlag   
    Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier:https://www.amazon.de/gp/aw/d/3896675737/ref=cm_cr_srp_mb_bdcrb_top?ie=UTF8

    Ich möchte mich bei der @RandomHouse  für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.
    Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! 
    Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1 

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 8 Monaten
    Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel

    Nicolas Le Floch ist ein Findelkind aus der Bretagne und konnte bei seinem wohlhabenden Patenonkel aufwachsen. Er genoss eine gute Schulbildung bei den Jesuiten und arbeitete dann bei Notar Marquis de Ranreuil. Aber das er sich in seine Tochter verliebt, das geht gar nicht, und so er wird von ihm im Alter von 19 Jahren mit Empfehlung nach Paris zur Vorstellung beim Polizeipräfekten Monsieur Gabriel de Sartine geschickt. Er wird als Ermittler tätig und erhält auch gleich einen großen Fall, denn er soll den verschwundenen Lardin wiederfinden und die wichtigen Dokumente, die ebenfalls verschwunden sind und dem König schaden könnten, wenn sie in falsche Hände geraten.
    „Commissaire Le Floch & das Geheimnis der Weißmäntel“ ist der 1. Band der 13 der historischen Krimiserie um Commissaire Le Floch aus Frankreich. Wir werden ins 18. Jahrhundert versetzt, eine Zeit des Aufbruchs, in der sich der Autor bestens auskennt durch seine intensive Recherche. So erleben wir den Alltag der Leute hautnah, das Elend auf der einen Seite und die Verschwendung auf der anderen. Szenen vom Karneval, der Folterkammer oder auch der medizinischen Lehren, der Körperkultur, das alles wird mit integriert in die Geschichte, die mit dem aktuellen Fall äußerst spannend ist. Der Schreibstil ist etwas gehoben, aber es liest sich fabelhaft aufgrund all der lebendigen Details. Sehr schön sind auch der historische Stadtplan auf der Deckelinnenseite, die Liste der mitspielenden Personen und der historischen Persönlichkeiten sowie das Glossar mit den wichtigsten Begriffen.

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    T
    TaHavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: brillant recherchiert, feine Sprache, kein bisschen Mainstream
    ein historischer Paris-Krimi

    Jean-François Parots historischer Kriminalroman erschien am 25. September 2017 bei Blessing.  Es ist der Auftakt einer Krimireihe, die im Jahr 2000 bereits in Frankreich erschien. Anfang 2018 ist mit der Übersetzung von Teil zwei zu rechnen. Übersetzt hat Michael von Killisch-Horn, ein österreichischen Politiker.  Er hat auch Kurzzeittherapie und Wirklichkeit von Paul Watzlawick und verschiedene Romane übersetzt.

     

    Der Pariser Autor (Jahrgang 1946) studierte an der Sorbonne Geschichte, Ägyptologie und Ethnologie. Er ist französischer Diplomat, Schriftsteller und Experte auf dem Gebiet der Geschichte des 18. Jahrhunderts von Paris. In der Funktion des Diplomaten publizierte er Schriften im Themenfeld Nahrungsmittelverteilung. Sein Romandebüt gibt er mit einem jungen fiktiven Comissaire Le Floch und seinem Vorgesetzten, dem sehr realen Antoine de Sartine. Schon hier zeigt sich das Konzept des historischen Krimiromans: Fiktive Figuren und Abenteuer treffen auf brillant recherchierte reale historische Begebenheiten und Persönlichkeiten. Im französischen sind mehrere Bände erschienen und waren ausgesprochen erfolgreich. Sie dienten als Vorlage für die fünf Staffeln der Fernsehserie Nicolas Le Floch, die bei France 2 zu sehen sind.

        

    Die Story spielt im Paris von 1761. Der junge Bretone Nicolas Le Floch, dickköpfig und nicht unbedingt richtig ausgebildet für den Job, den man ihm anbietet, ermittelt in einem Korruptionsfall, der keineswegs so harmlos ist, wie es auf den ersten Blick aussieht. Der verdächtige Beamte verschwindet, es entwickelt sich ein Skandal, der auch das Königshaus treffen könnte. Nachforschungen führen Comissaire Le Floch unter anderem in die Verliese der Bastille und Spielhöllen.

    Der Leser bekommt Stadtpläne mit Markierungen an die Hand, um sich im alten Paris zurechtzufinden. Diese finden sich jeweils im ausklappbaren vorderen und hinteren Buchdeckel. Der letzte Teil des Buches führt historische Persönlichkeiten, die in dem Roman Erwähnung finden, in alphabetischer Reihenfolge auf und gibt Erklärungen dazu. Beendet wird das Buch mit einem Glossar. Diese Französisch/Frankreich-Basics sind dringend notwendig, um überhaupt miträtseln und dem Erzählstrang folgen zu können. Mit ihnen ist der Leser ganz gut gerüstet, um Le Floch bei seinen Ermittlungen in den Elendsvierteln von Paris und bei Audienzen der Prominenz zu begleiten.

     

    Der Fall wird auf 480 Seiten ausgebreitet. Wer Sherlock Holmes o. ä. gewohnt ist und Freude an dem stringenten Erzählstil, der Schnelligkeit und der Prägnanz hat, muss sich hier auf einen ganz anderen Erzählstil einstellen. Sprachlich und inhaltlich kann man bei dieser hochkarätigen Besetzung von Autor und Übersetzer nichts kritisieren. Es gelingt dem Übersetzer sogar, die gesellschaftliche Stellung der Protagonisten, die auch durch die verwendete Sprache sichtbar wird, ins Deutsche zu übertragen. Die Stellung einer Person war umso höher, je näher sie der höfischen Sprache kam. Das sind Feinheiten, die mir eigentlich gut gefallen. Jedoch war dieser Roman für mich dennoch kein Highlight. Ich hatte bei der Auswahl des Buches die Idee von historischen Detektivgeschichten á la Boris Akunin (Fandorin-Reihe) im Kopf und bei der Beschreibung der Handlung natürlich auch Sherlock Holmes. Die vielen Nebenhandlungen, die vielen französischen Vokabeln, die detaillierten Beschreibungen von historischen Pariser „Ecken“, nur um einen Handlungsort einzuführen, der langsame Schnitt störten häufig den Lesefluss.

     Fazit:

    Der wirkliche Protagonist ist Paris. Und wer kommt schon gegen Paris an? Le Floch für mich leider nicht!

    Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass hier die Serie besser als das Buch ist.

     |Commissaire Le Floch & das Geheimnis der Weißmäntel |  Jean Francois Parot  | Blessing, 2017 |  978-3896675736 | 17,00 € |

     

     

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    B
    Booklover246vor 9 Monaten
    Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel - Jean-François Parot

    Roman
    Erscheinungstermin: 25. September 2017


    Inhalt:
    Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten?
    Schon der erste Band zeigt, warum die Reihe um Commissaire Nicolas Le Floch in

    vielen Ländern Bestseller wurden: rasante Plots, geheimnisvolle Charaktere und detailgenaue atmosphärische Beschreibungen, die uns das Paris des 18. Jahrhunderts sehen, schmecken, riechen und fühlen lassen.



    Das Cover:
    Es ist sehr schön gestaltet. Im Hintergrund sieht man eine Stadtkarte. Es passt sehr gut zum Buch.


    Meine Meinung:
    Dem Autor ist mit diesem Buch ein außergewöhnlicher und facettenreicher Kriminalroman gelungen. Der Schreibstil ist sehr verständlich und spannend geschrieben. Die Charaktere sind gut beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen. Die Geschichte beginnt unheimlich und düster. Die Hauptfigur (Commissaire Nicolas Le Floch) ist mir sympathisch. Er ist eine neugierige, naive, aber doch an seinen Aufgaben rasch wachsende Persönlichkeit. Auch sein Vorgesetzter (Sartine) ist ein höchst schlauer und aufgeklarter Zeitgenosse. Seine Schwäche für Perücken macht ihn in gewisser Weise charmant. Le Flochs selbstloser Helfer Bourdeau ist ebenso faszinierend. Sehr viele der Romanpersonen sind historische Persönlichkeiten wie z.B. der Henker und Mediziner Sanson, der alles andere als ein blutrünstiger Mensch war. Hinten im Buch kann man nachlesen, wen es aller wirklich gegeben hat. Der Autor beschreibt die Atmosphäre so gut, dass man beinahe den Eindruck hat, der Autor habe eine Zeitreise gemacht und schreibe direkt aus dieser aufregenden Zeit.

    Ich freue mich schon auf Band 2 der im März 2018 erscheinen soll.



    Info über Autor:
    Autor Jean-François Parot wurde 1946 geboren und studierte in Paris Geschichte und Ethnologie., Er spezialisierte sich immer mehr auf die Aufklärungsepoche bzw. das 18. Jahrhundert. Dies ist genau die Zeit, in der sein Commissaire Le Floch seine Kriminalfälle löst. Parot schlug nach seinem Militärdienst eine diplomatische Laufbahn ein.



    Fazit:
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch ein sehr spannender Kriminalroman ist. Die Charaktere sind gut beschrieben und man kann sie sich vorstellen. Auch sehr praktisch ist die Beschreibung der historischen Persönlichkeiten im hinteren Teil des Buches, die in dem Roman auftreten oder erwähnt werden. Auch wartet das Buch mit einem übersichtlichen Stadtplan von Paris im Jahre 1761 auf. Ich gebe dem Buch 3,5 von 5 Sternen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    B
    Spannender historischer Krimi aus Frankreich zu gewinnen


    Die Story besticht durch rasante Plots, geheimnisvolle Charaktere und detailgenaue atmosphärische Beschreibungen, die uns das Paris des 18. Jahrhunderts sehen, schmecken, riechen und fühlen lassen.


    Die französische Krimi-Reihe um Commissaire Le Floch wurde schon in vielen Ländern zu Bestsellern und der erste Band erscheint am 25. September endlich auch in Deutschland. Wir verlosen 20 Exemplare.


    Und so könnt ihr mitmachen:
    Schreibt uns einfach in den Kommentaren, warum ihr gern diesen Krimi lesen möchtet. Über Kommentare zum Cover und freuen wir uns ebenso.


    Mitmachen könnt ihr bis einschließlich 1. Oktober 2017


    Viel Glück!

    Ihr wollt schon mal reinlesen? 
    Hier geht´s zur Leseprobe: https://www.randomhouse.de/leseprobe/Commissaire-Le-Floch-und-das-Geheimnis-der-Weissmaentel-Roman/leseprobe_9783896675736.pdf 
    Und hier findet ihr allgemeine Informationen zum Buch:https://www.randomhouse.de/Paperback/Commissaire-Le-Floch-und-das-Geheimnis-der-Weissmaentel/Jean-Francois-Parot/Blessing/e500879.rhd?edi=500879#info 

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    Letzter Beitrag von  Blausternvor 8 Monaten
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