Jean-Francois Mallet

 3,9 Sterne bei 24 Bewertungen

Lebenslauf

Jean-François Mallet ist Absolvent der französischen Gastronomieschule „Ferrandi“. Er arbeitete als Chefkoch in großen Häusern, bevor er sich in seine andere Leidenschaft stürzte: die Fotografie. Als Auslandskorrespondent hat er sich auf Food- und Reisefotografie spezialisiert. Heute ist Jean-François Mallet rund um den Globus unterwegs, um Küchen aus aller Welt zu fotografieren und neue Rezepte zu entwickeln.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Jean-Francois Mallet

Der Fokus liegt tatsächlich auf absoluter Übersichtlichkeit bei diesem Buch.

Und das ist auch gut so, denn tütelige Rezepte, mit Mengenangaben wie 1  Scheibe gekochten Schinken, ein halbes Ei, drei Spargelstangen, eine Prise Safran, einen Spritzer frische Zitrone, 2 EL natives Olivenöl und eineScheibe Toastbrot machen mich nur nervös, weil ich mich ständig frage, wieviele Zutaten denn noch alle an den Start kommen, bevor ich das Gericht fertiggestellt habe. Und als nächstes frage ich mich immer, was ich mit all den Resten mache, wenn z.B. nur 20 Gramm Spinat gefragt sind und 2 EL Parmesan. Manche Rezepte, die vielleicht hervorragende Gerichte entstehen lassen, fallen bei mir schon deswegen durch, weil ich völlig von der immensen Zutatenliste abgetörnt bin oder weil ich mich eben frage, was ich mit all den angebrochenen unverbrauchten Zutaten machen soll. Etwa wegschmeissen? Und dann kommt diese Serie Simplissime in meine Hände und ich blättere die Rezepte alle durch und erlebe, dass ich mit lächerlichen 6 Zutaten tatsächlich hervorragende , wertige Gerichte zubereiten kann. Und natürlich kann ich sie variieren und mit mehr Zutaten versehen, falls ich es möchte. Aber so schlank und schlicht, wie sie aufgezeigt werden, funktionieren sie  bereits perfekt und schmecken. Und genau das macht ein gutes Rezeptbuch aus.

Ich liebe gute Ideen und davon gibt es in diesem Buch genug.

Zunächst beeindruckt mich sehr, dass der Autor es schafft, wirklich mit lediglich 6 Zutaten auszukommen und nur höchst selten Fertigprodukte, die dann nur als eine Zutat zählen, an den Start bringt. Es war mir eine Freude, seine Rezeptsammlung durchzuschmökern und festzustellen, dass manche seiner vorgeschlagenen Kompositionen mir sehr gefallen und darauf warten, von mir ausprobiert zu werden. Ich betrachte seine Vorschläge letztendlich als Rezeptvorschläge, die weitestgehend auch in ihrer mengenmäßigen Zusammensetzung variabel sind und natürlich sind sie Anregungen und keine sklavischen Vorgaben. Ich denke, dieses Buch hat den Spagat geschafft, einerseits den Kocherfahrenen, zu denen ich mich zähle, gute Anregungen zu geben und den Anfängern gute Anleitungen zu präsentieren. Damit erreicht er eine ziemlich breitgefächerte Leserschaft.Ich freue mich schon auf die Umsetzung vieler seiner Rezeptideen und weiß schon jetzt, dass sie gelingen werden. 

Konsequente Rezepte mit nur 6 Zutaten

Wer sich genervt fühlt, bei Rezepten ständig mit 20 und mehr Zutaten traktiert zu werden, wird sich bei dieser Buchreihe ganz gewiss sehr wohl fühlen. Allerdings ist die Schlichtheit des Buches, besser gesagt die Übersichtlichkeit mit dem Nachteil verbunden, dass eben nicht alles auserklärt wird und der Kochneuling wird hie und da mal Fragen haben, die das Buch nicht beantwortet. Ich betrachte es auch eher als Ideengeber dahingehend, welche Speisen man in welchen Mengeneinheiten miteinander wie kombinieren kann und vor allen Dingen zubereiten kann. Wie alle anderen Bände ist auch dieses Buch so gestaltet, dass auf der linken Seite die Zutatenliste enthalten ist, wobei pro Zutat ein Foto mit der darunterstehenen Menge abgebildet ist, unter den bis maximal 6 Fotos befindet sich dann in sehr knapper Form die Zubereitungsanleitung.

Manche Rezepte sind genial einfach und erweitern kann man sie sich ja jederzeit nach eigenem Belieben, falls einem die Zutatenliste zu puristisch erscheint.

Ich mag diese Zutatenverknappung, bin aber auch schon etwas länger auf diesem Planeten und habe Kocherfahrung.

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