Jean-Jacques Sempé Kindheiten

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Inhaltsangabe zu „Kindheiten“ von Jean-Jacques Sempé

»Seit ich mit 12 Jahren mit dem Zeichnen anfing, wollte ich immer glückliche Menschen zeichnen.« Eine Kindheit, die nicht immer glücklich war, aber wie Sempé sie zeichnerisch umsetzte, wird für den Betrachter zu einem überwältigenden, farbigen und beglückenden Erlebnis. Eine Autobiographie in Bildern.

Ich habe beim Anschauen und Lesen zwischen Lachen und Weinen geschwankt.

— Barbara62

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  • Zum 80. Geburtstag von Sempé im Jahr 2012

    Kindheiten

    Barbara62

    Ein bezauberndes Geschenk haben uns Sempé und der Diogenes Verlag mit diesem großformatigen, prächtigen Bildband zum 80. Geburtstag des Künstlers im Jahr 2012 gemacht. Nicht ins Bücherregal, sondern auf den Tisch gehört dieses Buch, in dem alle Generationen blättern und sich an der zeitlosen Lebensweisheit und dem hintergründigen Humor der Zeichnungen und Karikaturen erfreuen können. Das ausführliche Interview mit Sempé richtet sich an die Erwachsenen und erzählt von seiner bedrückenden Kindheit, der er mit Hilfe seiner heiteren, leichten Werke entkommen wollte. Ich habe beim Anschauen und Lesen zwischen Lachen und Weinen geschwankt.

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  • Rezension zu "Kindheiten" von Jean-Jacques Sempé

    Kindheiten

    Gospelsinger

    17. August 2012 um 18:15

    Heute wird Jean-Jacques Sempé 80 Jahre alt. Der Diogenes Verlag feiert diesen Geburtstag mit einer prachtvoll ausgestatteten großformatigen Biographie in Bildern, begleitet von einem langen Interview, das der Journalist Marc Lecarpentier mit Sempé geführt hat. Sempé zeichnet überwiegend Kinder. Kinder, die eine glückliche Kindheit verleben, ganz im Gegensatz zu seiner eigenen. Sempés Kindheit war von den ständigen gewalttätigen Auseinandersetzungen seiner Eltern geprägt; auch er selbst wurde oft geschlagen. Die Armut zwang die Familie zu häufigen Umzügen und schloss Sempé von den Unternehmungen seiner Freunde weitgehend aus. Sempés Rettung war das Radio. Von den damals noch langen inhaltlichen Sendungen hat er mehr gelernt als vom Schulunterricht. Auch seine Liebe zur Musik ist so entstanden. Immer bemüht, aufzusteigen, einen guten Eindruck zu hinterlassen, hat Sempé viel gelesen, um seine Rechtschreibung zu verbessern, was ihm auch gelungen ist. Das Zeichnen hat sich der Autodidakt selbst beigebracht. Man merkt es seinen wunderbaren Zeichnungen an, dass Sempé innerlich immer noch ein Kind ist. Genau das finde ich so schön an ihnen. Die Zeichnungen strahlen Lebenslust und Geborgenheit aus, die Freude an den kleinen Dingen und den Sinn für einen schönen Moment. Das macht sie so zeitlos. Sempé zeichnet schöne Kindheiten als Ausgleich zu seiner eigenen, zaubert beim Betrachten ein Lächeln aufs Gesicht und schafft damit eine kleine Auszeit vom grauen Alltag.

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  • Rezension zu "Kindheiten" von Jean-Jacques Sempé

    Kindheiten

    Clari

    24. June 2012 um 16:01

    Geschichte eines Lebens in Text und Bildern. Eine Biographie in Wort und Bild: so etwas gab es schon einmal bei Alison Bechdel in ihrem Comic "Fun Home". Im Gegensatz zu ihren bissigen Erinnerungen allerdings leuchten die Bilder von Sempé in einem fröhlichen und zuversichtlichen Licht. Sempé zeigt sich in seinem gedruckten Text von unverhohlener Ironie, Selbstreflexion und Lebensfreude. Marc Lecarpentier hat in einem Gespräch mit ihm zahlreiche Eindrücke aus seiner Kindheit noch einmal hervorgelockt. Diese waren bedrückend. Ständige Geldnot, zankende Eltern und häufige Umzüge boten keinen glücklichen Rahmen für einen Menschen, der gerne fröhliche Kinder und Menschen zeichnet. Schon mit 12 Jahren hat er begonnen, sich mit seinen Zeichnungen aus der eher tristen Realität davonzustehlen. In Sempé steckt ein Schelm, der Gutes tut, wenn ihm auch Böses widerfährt. In seinen zum Text passenden Zeichnungen steckt sehr viel Wahrheit. Sie zeugen von fast philosophischen Einsichten. Auch gibt es große, bunte Aquarelle, die Fröhlichkeit und schalkhafte Selbsteinsichten spiegeln. Der Mensch und besonders das Kind sind extrem klein gegenüber der Fülle der Natur oder der überwältigenden und gestrengen Größe des Erwachsenen. Im Widerspruch zu seiner Heiterkeit stehen seine Einsichten über das Verhalten der großen Menschen und hier besonders seiner Eltern. Mehrheitlich überwiegen in Sempés Zeichnungen die zart dahin getupften Charakteristiken einer fröhlichen Natur mit dem ganz, ganz kleinen Menschen gegenüber dem gewaltigen Kosmos. Der Baum, auf dem ein Junge sitzt, oder die Schlucht, in der man baden kann, ist überdimensioniert gegenüber dem winzigen Jungen auf dem Ast oder im Wasser. In seinem Gespräch mit Marc Lecarpentier offenbart Sempé zahlreiche Einsichten seiner Sicht der Dinge in der Welt. Er steht neben sich und kann mit Ironie seine Menschenkenntnis in die passenden Worte und Bilder kleiden. Die Gespräche handeln unter anderem von der Unbekümmertheit der Kindheit, die in die raue Ernsthaftigkeit der Erwachsenenwelt mündet. Sie manifestiert sich in den grauen Anzügen der Herren, die den lustigen und bunten Kleidern und Mützen der Kinder gegenüberstehen. Alle Leichtigkeit geht mit dem "Erwachsenenernst" dahin. Der Satz "der Mensch ist ein Wesen von untröstlicher Heiterkeit" fasst in Worte, was in dem Widerspruch von Ernst und Heiterkeit steckt. Sempés Zuversicht gipfelt in dem Satz "man kann nicht leben, wenn man nicht heiter ist. Selbst wenn alles danebengeht, gibt es noch das Heitere. Man könnte es auch Seinsfreude nennen. Und ohne Trost, das ist man so wie so; man ist vollständig untröstlich. Ich bin beides....." Besser kann man die Geschichte der Gegenwartsmenschheit nicht erzählen. Mit den farbigen Illustrationen gibt Sempé ihnen erzählende Gestalt. Ein hinreißendes Buch ist dem Autor mit dieser fast als Krönung seines Werkes zu betrachtenden Geschichte „Kindheiten“ zum Jahr seines achtzigsten Geburtstags gelungen. Die großformatige bibliophile Ausgabe macht das Buch zu einem exzellenten Geschenk zu besonderen Gelegenheiten.

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