Jean-Louis Fournier Wo fahren wir hin, Papa?

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Inhaltsangabe zu „Wo fahren wir hin, Papa?“ von Jean-Louis Fournier

Wer hat schon die Kinder, die er sich erträumt hat?Wie gerne hätte der Vater seinen Söhnen ›Tim und Struppi‹ geschenkt – aber leider können sie nicht lesen. Wie gerne wäre er mit ihnen auf Berge gestiegen, hätte mit ihnen Musik gemacht, hätte mit ihnen Volleyball gespielt – aber leider können sie immer nur mit Holzklötzchen spielen. Thomas und Mathieu sind behindert und waren nie das, was sich der Vater gewünscht hätte: normale Kinder. Pointiert und mit überraschendem Witz schildert Fournier das Leben mit seinen Söhnen, die zu lieben nicht leicht war. Für die beiden wäre eine Engelsgeduld nötig gewesen, doch Fournier, so bekennt er offen, war kein Engel. »Man sollte dieses Buch nicht nacherzählen. Das würde ihm nicht gerecht werden. Der Einzige, der die richtigen Worte für diese Geschichte finden kann, ist Jean-Louis Fournier.« Le Monde

Ein relativ unsensibles, aber erfrischend ehrliches Buch. Für viele vermutlich zu ehrlich.

— CocuriRuby
CocuriRuby

Ziemlich makabre Abrechnung eines Vaters zweier behinderter Kind mit seinem Schicksal. Weder hilfreich noch humorvoll!

— vanessabln
vanessabln

Ein Vater erzählt so ehrlich, dass es fast geschmacklos wirkt von seinen "verbeulten"Kindern. Er verarbeitet sein Schicksal mit Sarkasmus.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Das Buch trieft geradezu vor Selbstmitleid des Autors. Ganz, ganz furchtbar!

— milasun
milasun

sehr berührendes Buch

— micluvsds
micluvsds

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Vom Ende an

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  • Ein sehr ehrliches Buch - vielleicht zu ehrlich für viele

    Wo fahren wir hin, Papa?
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    22. January 2017 um 16:04

    Das Buch ist tatsächlich (wie angekündigt) entwaffnend ehrlich, besitzt dabei aber auch einen gewissen Humor, der allerdings in die sehr schwarze Richtung geht (ich finde ihn übrigens nicht zynisch, wie viele behaupten). Denn das Buch zeigt die ehrlichen und ungefilterten Gedanken eines Vaters von zwei scherbehinderten Kinder. Es geht also nicht wirklich um die beiden behinderten Kinder, sondern es geht um den Vater und seinen Empfindungen – trotzdem liegt der Fokus ausschließlich auf diesem Teil seines Lebens. Man erfährt nichts weiter aus seinem Leben und wenn dann nur als Halbsatz am Rande. Das ist natürlich ein schwieriges Thema, mit dem aber auch viel Scheinwahren und Lügen einher gehen. Denn irgendwie erwartet man, dass eine Familie der sowas passiert, sich der Situation annimmt und sie irgendwie meistert ohne sich zu beklagen. Aber diese Kraft haben eben nicht alle, vermutlich nur die allerwenigsten und genau das greift dieses Buch auf. Denn dieser Vater kommt mit dieser Situation eben nicht gut zurecht und man spürt oft seine Wut, Verzweiflung oder Resignation. Es wird einfach gesagt und beschrieben wie es ist und das ist eben nicht immer schön und heldenhaft Dabei drückt das Buch aber nicht auf die Tränendrüse oder gerät im vertieften Selbstmitleid (ein wenig vielleicht schon). Trotz des eher nüchternen Schreibstils, kann man trotzdem große Emotionen herauslesen.  Wie man (vielleicht auch zwischen  den Zeilen) die Gefühle des Vaters herauslesen muss, hinter seinen Schilderungen/Fassaden gucken muss, fand ich sehr gut gemacht und dort findet man durchaus auch Schuldgefühle und Liebe für seine Söhne. Das Buch zeigt aber  auch die Reaktionen von Menschen außerhalb der Familie und damit auch unter welchen Druck man als Elternteil steht und wie der Druck der Gesellschaft auf  ihnen lastet. Letztendlich halte ich dieses Buch für ein Plädoyer, welches sehr gut gelungen ist. Obwohl es auch viele Wiederholungen in dem Buch gab, die ich etwas störend fand. Außerdem kam es mir ab und an so vor, als wäre das gesagt doch recht Frankreich spezifisch, was mir dann als deutsche nicht unbedingt einleuchtete, worauf gerade angespielt wurde.   Fazit Sensibel ist dieses Buch nicht und wenn man damit nicht umgehen kann, sollte man einen Bogen um das Buch machen, stattdessen bietet es einen Gegenpol und ist (vllt auch manchmal brutal) ehrlich. Das fand ich sehr erfrischend und auf eine andere Art und Weise berührend, als ich vermutet hatte.

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  • Witz und Inhalt fehlten mir

    Wo fahren wir hin, Papa?
    vanessabln

    vanessabln

    25. May 2016 um 12:47

    Natürlich liest man als Mutter mit "besonderem" Kind (egal welcher Art) immer gerne, wie andere Eltern in ähnlicher Situation ihr Leben meistern und damit umgehen. Etwas Humor kann da nicht schaden, ist noch immer meine Meinung. Bin mir aber nicht sicher, ob das, was der Autor so schreibt, überhaupt noch als Humor durchgehen kann (der Begriff "makaber" ist wohl noch untertrieben hierfür). Dazu ist "Wo fahren wir hin, Papa?" eindeutig zu einseitig und dazu noch recht inhaltsarm. Ratlos macht, dass das Buch in Frankreich ein Erfolg war, auch wenn es wohl Diskussionen auslöste. Inwieweit gewisse Dinge dort anders gesehen werden (dazu auch interessant: "Warum französiche Kinder keine Nervensägen sind: Erziehungsgeheimnisse aus Paris") und wie es in Frankreich mit der Inklusion aussieht, kann ich nicht sagen.Der Einstieg hat mir an sich gefallen und das Buch hätte gut bleiben können, hätte es sich nur etwas ausgewogener entwickelt. Mir wurden die ewig gleichen Aussagen dann doch zu viel und zu extrem. Es hätte gereicht einmal zu schreiben, dass die Kinder nur Stroh im Kopf haben, oder Mord- und Selbstmordgedanken einmal darzustellen. Der Autor schreibt immer wieder von seinen eigentlichen Plänen, die durch die Geburt der beiden behinderten Kinder durchkreuzt wurde. Er hätte seine Kinder zu Akademikern machen wollen, mit großem Interesse an Dingen, die ihn selbst auch interessieren. Da fragt man sich manchmal, ob ihm denn "normale" Kinder diese ganzen Gefallen getan hätten.Es gehen einem beim Lesen doch einige Fragen durch den Kopf, auf die es im Buch keine Antwort gibt. Beispielsweise wird überhaupt nicht erwähnt, welche Diagnose die Kinder überhaupt haben. Sie gehen nicht nur nicht in die Schule, sondern bekommen anscheinend auch keine Art von Förderung, was ich mir in der heutigen Zeit kaum vorstellen kann. Immer wieder wird betont, dass die Kinder nicht sprechen können. Dann gibt es von ihnen jedoch ganze Sätze zu lesen. Es wird gesagt, ihr Leben sei ein einziges Leid und sie wären nie glücklich. Dann gibt es wieder Momente, wo man ihnen als Leser doch direkt etwas Glück und Verstehen zutraut. Umso trauriger ist es, dass der Vater penetrant pauschal alles beleidigend niederknüppelt.Wenn ich gewusst hätte, dass das Buch in einer Stunde zu lesen ist, hätte ich viel früher dazu gegriffen. Es besteht lediglich aus 1-2-seitigen Absätzen, die lose aneinandergereiht sind, anscheinend auch in keiner chronologischen Reihenfolge. Mal ist eines der Kinder bereits tot, dann wird wieder über beide geschrieben. Mal gibt es ein drittes (gesundes) Kind, sogar eine neue Frau für den Vater, dann ist davon wieder keine Rede mehr. Überhaupt: Sofern es noch eine gesunde Tochter gibt, hätten die depressiven Betrachtungen doch eine positive Richtung nehmen können, nimmt man nach den Schlussfolgerungen des Autors an.

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  • Berührend, beeindruckend und trotz aller Traurigkeit wirklich schön

    Wo fahren wir hin, Papa?
    CabotCove

    CabotCove

    11. April 2016 um 10:41

    Es gibt Bücher, die kann man nicht ohne genügend Taschentücher neben sich lesen... „Wo fahren wir hin, Papa“ von Jean-Louis Fournier ist so eines... Allein schon die Einleitung treibt einem die Tränen so heftig in die Augen, dass Weiterlesen erst einmal nicht möglich war... Denn dort erfährt der Leser schon, dass Mathieu bereits – und sein Vater drückt es wunderschön aus - „fortgegangen ist, um seinen Ball dort zu suchen, wo wir ihm nicht mehr helfen können“ und Thomas „noch auf der Erde ist, aber mit seinem Kopf schon fast ganz in den Wolken“ und dass er das Buch für seine zwei Söhne geschrieben hat, denen er leider nie „Tim und Struppi“ schenken konnte, die ihn als Kind so begeistert haben... Aber man sollte dieses Buch lesen, denn Jean-Louis Fournier erzählt es mit einer solchen Liebe, Wärme und Authenzität, dass man das Gefühl hat, man sei „live“ dabei gewesen. Das Buch gibt einem soviel. Mir fehlen fast die Worte, um diesem Buch gerecht zu werden, weil es eben keine ausgedachte Geschichte ist, sondern eine Lebensgeschichte. Echt, hautnah, schnörkellos, teilweise unbarmherzig direkt und offen erzählt, aber immer ehrlich und sehr schön trotz aller Traurigkeit. „Wo fahren wir hin, Papa ?“ ist eine beeindruckende, berührende Geschichte um zwei tapfere, kleine Jungs und einen fast noch tapferen Vater, der zugeben kann, dass man eben nicht immer die nötige Geduld hat, die man braucht bei Kindern, gerade wenn diese behindert sind. Diese Ehrlichkeit fand ich sehr beeindruckend – er hätte all das auch beschönigend schreiben können... Wer hätte das schon überprüfen mögen/können..? Aber er hat sich für schonungslose Ehrlichkeit und den mutigeren Weg entschieden und das ehrt ihn sehr in meinen Augen. Hut ab vor diesem engagierten Vater und seiner berührenden Geschichte !

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  • Mathieu und Thomas Fournier

    Wo fahren wir hin, Papa?
    Greedyreader

    Greedyreader

    14. February 2016 um 18:34

    Jean-Louis Fourniers Buch "Wo fahren wir hin, Papa?" ist ein autobiographischer Text, in dem er über seine Erfahrungen mit seinen beiden behinderten Söhnen Mathieu und Thomas berichtet. Mathieu ist bereits mit 15 Jahren nach einer Operation verstorben, die die gekrümmte Wirbelsäule aufrichten sollte, der zwei Jahre jüngere Thomas hat überlebt und ist gegen Ende des Buches 30 Jahre alt. Fournier hat sich vorgenommen, mit einem Lächeln über seine Kinder zu reden. Das gelingt ihm auch zum Teil, obwohl seine Scherze oft ziemlich makaber wirken und die Zuhörer, z.B. die Angestellte Josée, verstört reagieren. Er will nicht jammern, und er tut es auch nicht. Mit voller Absicht durchbricht er die Erwartungen der anderen, weil er weiß, dass die normale Reaktion auf seine Situation mitleidige Blicke und zur Schau gestellt Betroffenheit sind. Typischerweise thematisiert er in einer Fernsehsendung, in der er über seine Kinder spricht, das Lachen, und genau dieser Teil wird nicht gesendet, um andere Eltern nicht zu schockieren. Überall in seinem Bericht wird deutlich, dass er seine Vögelchen liebt, aber auch, dass er sich schuldig fühlt, dermaßen behinderte Kinder in die Welt gesetzt zu haben. Es wird nicht nur sein Schmerz deutlich, sondern auch das qualvolle Leben der schwerbehinderten Kinder. Als kleiner Junge hat z.B. Mathieu oft herzzerreißend geweint, und sein Vater hat Mühe, sich an ein Lächeln dieses Kindes zu erinnern. Fournier hätte sich normale Kinder gewünscht, und er stellt sich immer wieder vor, wie anders sein und ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie nicht behindert gewesen wären. Er zählt oft auf, was sie verpassen und was er mit ihnen nicht erleben durfte, vor allem bedauert er immer wieder, dass er ihnen die Schönheit der Malerei und der klassischen Musik nicht nahebringen konnte. Besonders schmerzlich ist für ihn, dass sie keine Fortschritte machen, dass sie sich im Gegenteil noch weiter zurückentwickeln und die geringen Fähigkeiten und die wenigen Interessen, die sie als Kinder hatten, auch noch verlieren. Am Ende des Büchleins hat der Leser den Eindruck, dass er nie darüber hinweggekommen ist, schwerbehinderte Kinder zu haben, zumal auch die Beziehung zu seiner Ehefrau (unter der Belastung?) zerbricht. Mich hat Fourniers Buch sehr beeindruckt, auch wenn sein Schicksal weit von der eigenen Lebenserfahrung entfernt ist. Auf jeden Fall werden die eigenen Kümmernisse und Sorgen durch die Lektüre seines Berichts stark relativiert.

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  • Ein Mann gibt sich preis

    Wo fahren wir hin, Papa?
    TochterAlice

    TochterAlice

    21. July 2015 um 12:18

    Jean-Louis Fournier legt in seinem Buch "Wo fahren wir hin, Papa" mit schonungsloser Offenheit sich selbst und anderen gegenüber seine Gefühle und Empfindungen seinen beiden körperlich und geistig schwerstbehinderten Söhnen gegenüber dar. Dies ist ein freudloses Buch: der Autor hadert mit dem Schicksal seiner Söhne und auch mit seinem eigenen. Fournier schildert auch heitere Szenen, in denen er über und ' aus seiner Sicht zu selten ' mit seinen Söhnen lachen kann: bspw. als einer der Jungen einen Pullover anziehen möchte und versucht, den Kopf durch ein Loch zu stecken: nicht jedoch das dafür vorgesehene, sondern eine kaputte Stelle. Trotzdem ist es eine traurige Geschichte: auch wenn der Vater die Heiterkeit nicht aus seinem Leben verdrängen will, wirkt diese auf andere oft zynisch und macht ihn einsam. In Gedanken und Träumen konstruiert sich Fournier gelegentlich ein anderes Leben mit gesunden Söhnen ' das machen sicher viele, die in einer ähnlichen Situation sind, doch die wenigsten sprechen es offen aus. Dies ist ein sehr individuelles, subjektives und mutiges Buch, das aufgrund seiner Ungeschminktheit sicher nicht unumstritten sein wird. Der Autor achtet nicht auf politische bzw. soziale Korrektheit, sondern schreibt frei von der Leber weg - der Leser sollte dies als Geschenk betrachten - egal, ob als willkommenes oder unwillkommenes! So klar und offen äußert sich zu diesem Thema kaum jemand. Mich hat dieses Werk sehr beeindruckt: der Autor findet ehrliche und knappe Worte, um sein Anliegen auszudrücken und schont damit niemanden: weder seine Kinder, noch die Umwelt und am wenigsten sich selbst. Das Buch wird verletzen, es wird anrühren, es wird abstoßen und auch betroffen machen: nur eines wird es nicht: den Leser gleichgültig und unbeteiligt lassen.

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  • Hin und hergerissen

    Wo fahren wir hin, Papa?
    scarlett_ohara

    scarlett_ohara

    11. December 2014 um 19:37

    Ich habe das Buch innerhalb einer Stunde am Stück gelesen, weil es mich sehr fasziniert hat. Trotzdem fält es mir wirklich schwer, etwas zu diesem Buch zu sagen. Zum Inhalt: Der Autor und seine Frau bekommen hintereinander zwei sowohl körperlich als auch geistig behinderte Söhne: Mathieu und Thomas. Mit einem behinderten Kind zu leben, ist ja schon unglaublich schwer. Aber gleich zwei? Und der Vater schreibt nun über sein Leben mit seinen beiden Kindern. Am Anfang habe ich gedacht, dass dieses ein sehr mutiges Buch ist, weil der Vater mit einem Tabu bricht: er gibt ganz ehrlich zu, dass er seine Söhne manchmal lieber tot gesehen hätte. Er schreibt schonungslos offen, und teilweise mit einem ganz grimmigen, bösen Humor; gleichzeitig spürt man jedoch in jeder Zeile die Liebe, die er trotz allem für sie empfindet. Er schämt sich für diese Gefühle, aber er steht dazu. Und er straft damit alle Eltern behinderter Kinder Lügen, die immer nur sagen, dass ihr Kinder trotz allem das größte Glück ihres Lebens sind. Er gibt sich auch selbst die Schuld am Zustand seiner Kinder, hat er sie doch gezeugt. Und so ist er hin- und her gerissen zwischen Liebe, Hass, Glück und Schuldgefühlen. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr musste ich feststellen, dass der Autor doch auch etwas in Selbstmitleid versinkt. Er zählt beispielsweise immer nur auf, was seine KInder alles nicht können. aber erwähnt überhaupt nicht, wie sie sich entwickeln und was sie lernen zu tun. Man erfährt auch sehr wenig über die Beziehungen innerhalb dieser Familie. Fournier erzählt kurz, dass er auch noch eine gesunde Tochter bekommen hat. Aber der Leser erfährt nichts darüber, wie z. B. seine Frau oder seine Tochter zu den behinderten Familienmitgliedern stehen. Mathieu und Thomas werden in einem Heim untergebracht, und der Vater sieht sie nur am Wochemende. Es wird aber nicht erklärt, wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist. Das Buch ist mir einfach zu kurz geraten, und es fehlen mir ganz wichtige Aspekte. Nichtsdestotrotz halte ich es für ein lesenswertes Buch, da es bisher noch nie jemand gewagt hat, in so einer Weise über behinderte Kinder zu schreiben. Und es hält einem wunderbar vor Augen, wie dankbar man dafür sein sollte, gesunde Kinder zu haben.

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  • Rezension zu "Wo fahren wir hin, Papa?"

    Wo fahren wir hin, Papa?
    nana_fkb

    nana_fkb

    02. December 2014 um 10:31

    In der Uni habe ich ein Seminar zu Kindern mit Behinderten besucht und uns wurde dieses Buch wärmstens empfohlen. Ich habe es mir gekauft und war innerhalb weniger Stunden durch. Es hat mich sehr berührt, aber auch nachdenklich gemacht. Der Vater der beiden Jungs hat mit solch einer Erlichkeit von seinen Gefühlen und Wünschen erzählt, dass mir die Tränen kamen. Doch, und das finde ich ganz wichtig, hat er auch von lustigen Alltäglichkeiten erzählt und ich als Leser habe die kleinen Jungs sofort ins Herz geschlossen. Alles wird offen und ehrlich erzählt, ob gute oder weniger gute Geschehnisse. Man muss einfach mit dem Protagonisten mitfühlen.

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  • Gemischte Gefühle

    Wo fahren wir hin, Papa?
    xDropsyx

    xDropsyx

    17. January 2014 um 02:31

    Inhalt: In diesem Buch geht es um das Leben von und mit behinderten Kindern. Sie wird aus der Sicht des Vaters erzählt. Meine Meinung: Als ich das Buch in der Hand hielt und es mir ansah und das Thema erkannte, machte ich mir so meine Gedanken ob ein Buch über behinderte Kinder gut sein kann. Doch warum sollte es weiter ein Tabu-Thema sein und nur sehr sachliche Schilderungen erlaubt sein. Fourniers Witz und seine Art zu schreiben, verunsicherte mich auf den ersten paar Seiten sehr. Ich muss sagen, dass mich einige seiner Gedanken sehr schockierten. Was sich aber in Bewunderung wandelte, da es sehr beeindruckend war, wie offen er mit seinen Gedanken und sehr persönlichen Momenten umgeht. Und wenn man mal ehrlich ist, wird einem klar, dass bestimmt schon jeder Elternteil eines behinderten Kindes negative Gedanken hatte… Das Buch folgt auf den ersten Blick keinem roten Faden, es springt eher in der Zeit  und auch die Situation ist immer eine andere. Doch das ist es, was mir an diesem Buch so gut gefällt. Es wird nicht langweilig und man fragt sich, was wohl als nächstes passieren wird. Am Ende ist klar, dass die Reihenfolge der Situationen nicht wahllos getroffen wurde. Es hat alles seinen Sinn… Um nicht zu viel zu verraten, möchte ich an dieser Stelle enden und nur noch eines  erwähnen. Die Gedanken und Gefühle, die Fournier zum Schluss schilderte, bewegten mich sehr. Mit einem Lächeln und Tränen in den Augen, schloss ich das Buch und dachte noch eine Weile nach. Fazit: Für mich ist es ganz klar ein Buch, was in meinem Bücherregal einen festen Platz bekommen wird. Zum einen weil es mich sehr bewegte und zum anderen, weil es mich daran erinnert, dass es nicht nur eine Art gibt mit schwierigen Situationen und Lebenslagen umzugehen. Empfehlung: Es fällt mir schwer für dieses Buch eine Lesegruppe festzulegen. Man muss sich für das Thema interessieren und die Art mit Humor die schweren Situationen zu verarbeiten mögen. Dennoch würde ich es Menschen die sich mit dem behinderten Kindern zu tun haben ans Herz legen. Ob ich es unbedingt Eltern empfehlen würde weiß ich nicht, es könnte gefallen, aber auch zu viele Gedanken auslösen.

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  • Mutig, rührend und aufrüttelnd

    Wo fahren wir hin, Papa?
    cachingguys

    cachingguys

    07. July 2013 um 08:48

    Ein faszinierendes Buch! Der Vater berichtet unverblümt über sein Leben mit zwei körperlich und geistig behinderten Söhnen. Es braucht keine Phantasie sich das schwierige Leben und die emotionale Achterbahnfahrt vorzustellen. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie bis hin zu fast schwarzem Humor und ganz viel Liebe hat er seinen Weg gefunden damit zu leben ohne verbittert zu werden und daran zu zerbrechen. Ich war tief beeindruckt und bewegt, hier weiß jemand wovon er spricht. Das Buch ist schnell zu lesen, doch es geht nicht so schnell wieder aus dem Kopf. Durch die vielen Abschnitte sind die knapp 150 Seiten innerhalb von 1 ½ Stunden zu schaffen. Ein wirklich tiefsinniges und ehrliches Buch! Es ist also kein Wunder, dass er für dieses Buch den Prix Femina bekommen hat.

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  • Rezension zu "Wo fahren wir hin, Papa?" von Jean-Louis Fournier

    Wo fahren wir hin, Papa?
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. January 2012 um 15:57

    Inhalt: Ein Vater von drei Kindern, schreibt hier seine Gedanken über seine beiden Söhne auf, die beide mit einer starken körperlichen und geistigen Behinderung zur Welt gekommen sind. Gedanken über den Alltag. Gedanken über seine Wünsche bezüglich dieser beiden. Vorstellungen, was sie hätten werden können, wenn sie "normal", gesund zur Welt gekommen wären. "Schwarze" Gedanken, lustige, traurige, schöne, erfreuliche, ermutigende... ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Keine Besonderheiten. ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Ein Buch, das selbst - wie die beschriebenen Protagonisten - aus der Rolle fällt. ** ** ** ** ** ** ***

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  • Rezension zu "Wo fahren wir hin, Papa?" von Jean-Louis Fournier

    Wo fahren wir hin, Papa?
    wollsoeckchen88

    wollsoeckchen88

    12. September 2011 um 11:16

    Lange schon wollte ich dieses umstrittene Buch lesen, um mir selbst eine Meinung dazu zu bilden. Diese hier aufzuschreiben, fällt nicht leicht. Jean-Louis Fournier gibt einen Einblick in das Seelenleben eines Vaters von zwei schwerbehinderten Söhnen. Ungeschönt. Er beschreibt offen, dass er die Vergünstigungen, die diese Schwerbehinderung mit sich bringt (Steuererlass u. ä.) mehr liebe als seine Söhne, mit denen er augenscheinlich nicht viel anfangen kann. Schreibt darüber, dass er kein Problem damit hätte, wenn seine Söhne plötzlich stürben, zur Not würde er nachhelfen. Die Nonchalance, mit der er dies preisgibt, und seine abgeklärte Wortwahl dabei machen sprachlos. Mit diesen Ansichten kann und will ich nicht konformgehen. Seine Kinder werden das Buch niemals lesen können. Doch muss man sie wirklich so herabwürdigen? Ich bin keine Mutter eines behinderten Kindes und Monsieur Fournier hat auf dem Gebiet viel mehr Erfahrung als ich, aber ich finde es trotzdem pietätlos, dies in dieser Form zu veröffentlichen. Punkt. Dennoch bekommt das Buch zwei Sterne von mir. Wieso? Es ist nicht nur eine Schimpftirade über die Mühen mit den Kindern und den Wunsch, sie mögen tot sein oder zumindest 'normal'. Zwischen den Zeilen, möge Fournier dies bewusst sein oder nicht, erkennt man, dass er seine Söhne dennoch liebt. Er wünscht sich, sie wären niemals geboren worden, auch weil er vermutet, dass sie ein höchst leidvolles Leben haben. Weil sie sich niemandem verständig machen können und sich nie recht zu freuen scheinen. Hier sieht man, dass nicht alles Selbstmitleid und Egoismus entspringt, was Monsieur Fournier niederschreibt, sondern dass er auch an den Kindern hängt und sich ihren Tod zu wünschen in hohem Maße ein Selbstschutzmechanismus von ihm darstellt. Und ich finde, dies herauszulesen, war das Wesentliche.

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  • Rezension zu "Wo fahren wir hin, Papa?" von Jean-Louis Fournier

    Wo fahren wir hin, Papa?
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. September 2011 um 11:27

    Ich hab das Buch heute Nacht in 45 Minuten durchgelesen. Jean-Luis Fournier beschreibt in seinem Buch "Wo fahren hin, Papa?" das Leben mit zwei schwerstbehinderten Söhnen, Mathieu und Thomas. Mathieu, der Erstgeborene, kommt schwerbehindert auf die Welt. Als man die Diagnose (man erfährt nicht, woran die Kinder leiden) zu akzeptieren lernt, wird seine Frau erneut schwanger. Man hofft, dass es dieses Mal ein "normales" Kind wird, wonach es auch allen Anschein nach aussieht. Doch auch Thomas wird sein Leben lang behindert bleiben. Jean-Luis Fournier beschreibt nun in seinen sehr kurzen Kapiteln das Leben mit eben seinen zwei Söhnen. Mathieu, der eigentlich nur "Brumm Brumm" von sich geben kann und deswegen am besten LKW-Fahrer werden sollte und Thomas, der immer nur fragt "Wo fahren wir hin, Papa?. Fournier ist in meinen Augen sehr zynisch und sarkastisch und kommt anscheinend nicht anders mit dieser Situation klar. Ein Beispiel dafür ist, als er Josee, die Haushaltshilfe am geöffneten Fenster stehen sieht und sie fragt, warum sie die Kinder aus eben diesen geworfen hätte. Sie wären zwar behindert, aber zu solchen Maßnahmen müsste man doch nicht greifen. Josee war verständlicherweise entsetzt. Auch kommt es mir so vor, dass Fournier einen "Schuldigen" für die Behinderung seiner Kinder sucht. Es scheint durch, dass er seine Söhne durchaus liebt, trotz allem kommt er mit deren Situation ein Leben lang nicht klar. Was ich sehr schade finde, ist, dass nur am Rande die gesunde Tochter, Marie, erscheint und auch die Trennung von seiner Frau spiegelt sich nur am Anfang eines Kapitels in einem einzigen Satz wieder. Fazit: Ein Buch, was durchaus nachdenklich macht. Allerdings trieft es mir zu sehr von Zynismus und Sarkasmus. Ich hätte gerne mehr über das Leben als Familie insgesamt erfahren und nicht nur kleine Bruchstücke daraus. Aber gerade oder trotz dieses teilweise arg sarkastischen Schreibstils bekommt das Buch von mir 4 Punkte. Alles andere hätte es wahrscheinlich nicht so eindringlich werden lassen.

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  • Rezension zu "Wo fahren wir hin, Papa?" von Jean-Louis Fournier

    Wo fahren wir hin, Papa?
    sternthaler75

    sternthaler75

    Ein Kind zu bekommen, das ist schon ein kleines Wunder. Das kann jeder nachempfinden, der selbst Kinder hat. Dieses kleine Lebewesen, das so perfekt ist, kaum zu glauben. Wie erschütternd ist dann die Diagnose, dass dieser kleine Mensch schwerbehindert ist. Wie kann das sein, warum nur? Man lernt, damit umzugehen, macht das beste daraus, wächst mit seinen Aufgaben. Und dann wagt man als Paar den Schritt, und bekommt ein zweites Kind. Wie groß ist die Gefahr, dass auch dieses Kind behindert sein wird? Wohl kaum zu erwarten. Und doch- hier ist es geschehen. 2 Kinder, 2 Söhne und beide schwerbehindert, nicht körperlich, sondern geistig. Meine Güte, diesen Brocken muß man als Eltern erst einmal verarbeiten. Und dann gehen einem alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Diese Kinder werden nie studieren, nie selbst Autofahren, nie selbst Kinder haben, nie nie nie. . . Fournier beschreibt hier seine Gedanken, seine Gefühle auf eine Art und Weise, die nicht jedem gefallen wird, der dieses Buch liest oder selbst ein behindertes Kind hat. Und doch kann man jeden oder viele seiner Gedanken nachvollziehen. Und wenn sich jemand so viele Gedanken um seine Kinder macht, muß er sie unendlich lieben. In kurzen Sätzen und Abschnitten erfährt der Leser mehr über Mathieu und Thomas, über das, was sie können, wer sie sind, wie sie sind. Erfahrungen, die zum Nachdenken anregen, aber manchmal auch zum Schmunzeln. Denn trotz aller Probleme sind es Kinder. Auch wenn Fournier viele seiner Gefühle und Gedanken sarkastisch verpackt hat, geht es viel um die Umwelt, die Mitmenschen, die nicht unbedingt über seine ironischen Witze lachen können, wobei es ihnen wohl kaum auffällt, dass sich die Ironie und der Sarkasmus hauptsächlich gegen sie und nicht gegen die Kinder richtet. Da ist zum Beispiel die Situation in einem Spielzeuggeschäft beschrieben, in der der Verkäufer tolle Tipps für Geschenke hat, und dem Vater anschließend den Vogel zeigt, als dieser für seine 11- und 13-jährigen Söhne letztendlich wieder Bauklötze und Spielzeugautos kauft. Ich bringe diesem Mann gegenüber meinen Respekt zum Ausdruck, denn ich finde es beeindruckend, dieses Tabu-Thema auf genau diese Art zu beschreiben, wie er es hier getan hat.

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  • Rezension zu "Wo fahren wir hin, Papa?" von Jean-Louis Fournier

    Wo fahren wir hin, Papa?
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    18. July 2011 um 17:57

    Sarkastisch und zynisch, aber auch verzweifelt und so voller Liebe, und trotzdem war für mich jeder Moment nachzuempfinden!
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    "Man sollte dieses Buch nicht nacherzählen. Der Einzige, der die richtigen Worte für diese Geschichte finden kann, ist Jean- Louis Fournier". Le Monde
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    Mehr braucht es nicht.

  • Rezension zu "Wo fahren wir hin, Papa?" von Jean-Louis Fournier

    Wo fahren wir hin, Papa?
    thursdaynext

    thursdaynext

    26. November 2010 um 08:53

    Ein heftiges Buch. Ein Vater erzählt vom Leben mit seinen beiden körperlich und geistig behinderten Söhnen. Teilweise derart verzweifelt, zynisch, dass man sich überwinden muss weiterzulesen, denn diese Trauer und Enttäuschung des Vaters schmerzt. Er hätte so gerne "normale" Kinder, wie andere auch.Wäre stolz sie aufwachsen zu sehen, mit ihnen Gespräche führen zu können. Es ist ihm peinlich derartige Krüppel hervorgebracht zu haben. Er fühlt sich als Versager. Gut beschrieben auch wie die Umwelt mit nicht der Norm entsprechenden Menschen umgeht. Dieser Vater leidet permanent macht sich Gedanken wie sein Leben ohne diese Kinder verlaufen wäre. Er geht gedanklich hart an die ethische Grenze. Wäre es nicht besser es hätte diese Kinder nie gegeben ? Dennoch liebt er sie. Auch. Verzweifelt. Irgendwie kann er nicht anders. Schwangere sollten diese Buch tunlichst meiden. allen anderen kann ich es empfehlen. Zum nachdenken und eigene ethische Grenzen ausloten.

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