Jean-Loup Trassard Keimruhe

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Inhaltsangabe zu „Keimruhe“ von Jean-Loup Trassard

Keimruhe bezeichnet die Ruhezeit eines Samens, bevor er verzögert zu keimen beginnt. Alles ist bereits vorhanden, doch es fehlt noch der entscheidende Reiz, um sich zu entfalten. Jean Loup-Trassard erweckt in diesem einzigartigen Roman die keimruhenden Erinnerungen an die Jungsteinzeit zum Leben, mum auf den Spuren seiner imaginären Vorfahren poetisch Kontakt mit einer Zeit aufzunehmen, die uns unendlich fern ist: das Leben und der Alltag einer kleinen Gruppe von Steinzeitmenschen, die in der Mayenne den Ort seiner Geburt besiedeln und kultivieren, dort jagen, bauen, sich lieben und gemeinsam Gefahren bestehen. Als dichtes sprachliches Gewebe aus Botanik, Ethnologie, Archäologie, Jagd und Landwirtschaft besitzt der Text Erdenschwere und erklimmt zugleich poetische Höhen. Der Körper des Wahrnehmenden verschmilzt gleichsam mit dem Wahrgenommenen. Mehr als fünf Jahre schrieb Jean-Loup Trassard an diesem hochkonzentrierten poetischen Text, in dem er halluzinativ der steinzeitlichen Finsternis Erinnerungsfragmente abringt – ein beispielloses Buch.

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