Der Sprecher hat eine außergewöhnlich angenehme Stimme und spricht die französische Worte ganz toll aus.
Der Kommissar ist mir mit seiner schroffen und direkten Art sehr sympathisch. Allerdings tritt er dem ein oder andere damit gewaltig auf die Füße. Er hat ein ausgesprochen gutes Gespür für Zwischentöne und Zusammenhänge. Nur bei seiner Frau und seinem ungeborenen Kind wird er weich und liebevoll.
Seine zwei Kollegen geben der Geschichte eine gewisse Prise Humor. Sie sind so ulkig wie sie immer zusammen auftreten und fast den Satz des anderen beenden können.
Die Bretagne wird in ihrer rauen Schönheit so toll beschrieben, dass man direkt Sehnsucht bekommt. Auch die kulinarischen Genüsse werden so ansprechend beschrieben, dass mir teilweise das Wasser im Munde zusammen gelaufen ist.
Die Geschichte rund um die vier ermordete junge Menschen ist sehr spannend. Es gibt so viele Verdächtige und irgendwie hat jeder etwas zu verschweigen.
Auch aktuelle Themen wie Darknet, social Media, KI und deep fakes spielen eine Rolle.
Tatsächlich hatte ich zu Beginn etwas Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Es waren einfach zu viele Personen und Verstrickungen. Außerdem hatte ich irgendwie keinen rechten Zugang zu dem präsenten Thema rund um die Zwiebel.
Nach einiger Zeit hat mich die Geschichte dann doch gepackt und ich fühlte mich gut unterhalten.
Für Kenner der Reihe ist es sicher viel einfacher, in die Geschichte zu kommen. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass es einfacher ist, wenn man die Geschichte selbst liest oder das Hörbuch länger am Stück hört.
Eine Hörempfehlung für Fans der Reihe und Liebhaber von französischen Krimis.





























