Jean-Luc Bannalec Bretonische Brandung

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Inhaltsangabe zu „Bretonische Brandung“ von Jean-Luc Bannalec

Die sagenumwobenen Glénan-Inseln vor Concarneau wirken wie ein karibisches Paradies. Kommissar Dupin möchte am liebsten bei bretonischem Hummer in der urigen Inselkneipe sitzen, doch es wartet Arbeit auf ihn. Drei Leichen liegen am Strand und alles deutet auf Tod durch Ertrinken hin. Als Dupin erfährt, welchen Geschäften die drei nachgingen, gerät er ins Zweifeln. War der tragische Unfall in Wahrheit ein kaltblütiger Mord? Während der nächste Sturm aufzieht, führen seine Ermittlungen Dupin tief hinein in die Geschichte der Inseln und ihrer eigensinnigen Bewohner – und bringen eine dramatische Wahrheit ans Licht.

Wieder ein toller Bretagne-Krimi!!

— anena
anena

Ein grandioses Hörerlebnis mit einer wunderschönen Kulisse und einer spannend vielschichtigen Mordermittlung!! Dupin in Bestform!

— justitia
justitia

Spannende Krimilesung - wenngleich die Krimihandlung durch die schwelgerischen Beschreibungen von Gerd Wameling in den Hintergrund gerät.

— kriegerin
kriegerin

Eine literarische Liebeserklärung an die Bretagne. Krimihandlung pro forma vorhanden, letztendlich aber nebensächlich.

— WolfgangB
WolfgangB

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  • Viel Bretagne, wenig Krimi

    Bretonische Brandung
    Galladan

    Galladan

    06. June 2017 um 15:45

    Bretonische Brandung: Kommissar Dupins zweiter Fall von Jean-Luc Bannalec, gelesen von Gerd Wameling. Erschienen im der Audio Verlag am 1.6.2013. In aller Hergottsfruehe, noch vor dem dritten Kaffee muss Kommissar Dupin auf ein Boot steigen und um ihm den Start in den Morgen so richtig zu vermiesen, auch noch die letzten Meter bis zum Strand durchs Wasser Laufen da der Wasserstand eine normale Landung nicht erlaubt. Drei unidentifizierte Maenner liegen tot auf einer Glénan-Insel. Gewohnt unsympathisch und hektisch beginnt Dupin mit seinen Ermittlungen. Sind die 3 im Sturm der letzten Nacht umgekommen, oder hatte da jemand die Haende im Spiel? Dieses zweite Hoerbuch habe ich mir nicht wegen des Krimis oder weil ich Dupin auch nur im Ansatz mag besorgt, sondern weil die Gegend, Leute und Wetter so schön beschrieben werden, man ist fast schon der Überzeugung selbst auf den Inseln zu recherchieren. Das Buch ist eine Liebeserklaerung an die Bretagne. Außerdem ist Dupin ein Mensch mit sehr vielen Ecken und Kanten. Vor einigen Jahren aus Paris strafversetzt, versucht sich Dupin ein zu leben, rasselt aber mit fast jedem aneinander und die Bretonen werden so einen zugereisten eh nicht so wirklich ernst nehmen. Gerd Wameling hat gut und einfühlsam gelesen. Insgesamt eher ein Reiseführer mit Küchenvorschau als ein wirklich spannender Krimi (Dupin stochert in den Fällen wie in einer Mülltonne), aber fast schon ein kulinarischer Krimi.

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  • Leserunde zu "Bretonische Brandung, 6 Audio-CDs" von Jean-Luc Bannalec

    Bretonische Brandung
    DER AUDIO VERLAG

    DER AUDIO VERLAG

    Die Sommer-Hör-Runde Nummer 1 von DAV startet jetzt! Diesmal geht’s ins sonnige Frankreich, genauer gesagt in die Bretagne. Wir entführen euch in Jean-Luc Bannalecs brandneue Krimifortsetzung „Bretonische Brandung“, wieder wunderbar gelesen von Gerd Wameling. Worum geht’s? Die sagenumwobenen Glénan-Inseln vor Concarneau wirken wie ein karibisches Paradies. Kommissar Dupin möchte am liebsten bei bretonischem Hummer in der urigen Inselkneipe sitzen, doch es wartet Arbeit auf ihn. Drei Leichen liegen am Strand und alles deutet auf Tod durch Ertrinken hin. Doch als sich herausstellt, dass einer der Toten ein windiger Unternehmer mit politischem Einfluss, der andere ein selbstherr­licher Segler mit jeder Menge Feinden war, ahnt Kommissar Dupin nichts Gutes. War der vermeintliche Unfall auf offener See in Wahr­heit ein kaltblütiger Mord? Wer ist der dritte Tote, und was verbindet die drei Männer? Während der nächste Sturm aufzieht, führen seine Ermittlungen Dupin tief hinein in die Geschichte der Inseln und ihrer eigensinnigen Bewohner – und bringen eine dramatische Wahrheit ans Licht… Für alle, die vorab auch schon einmal eine kleine Hörprobe nehmen möchten: hier klicken. Bei unserer neuen Hör-Runde verlosen wir unter allen Teilnehmern 8 Hörbücher und dazu noch drei Bücher!  Wenn ihr Lust habt den Sommeranfang französisch zu genießen, schreibt hier bis einschließlich 16. Juni unter den Beitrag, was euch ganz persönlich mit Frankreich verbindet (oder auch, warum es keine Verbindung gibt ;). Unsere Glücksfee wird dann am Montag, 17. Juni die glücklichen Gewinner ziehen. Diese erhalten danach von uns eine persönliche Benachrichtigung.  Wir freuen uns, wenn Ihr im Anschluss hier bei lovelybooks und auch auf Euren weiteren Foren (Blogs, amazon etc.) eine Rezension zum Hörbuch verfasst. Vielen Dank! Viel Glück beim Mitmachen! Bei Fragen stehen wir euch selbstverständlich wie immer gerne zur Verfügung :). Liebe Grüße, Euer DAV-Team

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  • Merkwürdige Ereignisse in der Bretagne

    Bretonische Brandung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. August 2013 um 15:44

    Am Strand der Isles de Glenan werden drei Leichen angespült, ihre Körper sind mit Wunden übersät – es ist jedoch nicht klar, ob es sich um einen Unfall handelt, oder aber um einen Mord. Zumindest nicht direkt. Nach und nach stellt sich heraus, dass es nicht allein das ungestüme Meer war, dass die Leichen so zugerichtet hat. Kommissar Dupin muss so manche Bootsfahrt in Kauf nehmen um die richtige Lösung zu finden... Das Hörbuch „Bretonische Brandung“ von Jean-Luc Bannalec ist der zweite Fall für den Pariser Kommissar Dupin und wird von Gerd Wameling gelesen. Auch ohne Kenntnisse des ersten Buches aus der Feder von Jean-Luc Bannalec hat meine keinerlei Probleme sich mit Kommissar Dupin und seinen Marotten anzufreunden. Die ersten Probleme bringen viel mehr die französische Sprache bzw. die Ortsnamen und auch die Personen mit sich. Zu Beginn preschen da doch einige Informationen über den Leser bzw. Hörer ein, aber auch das ändert sich, wenn man diese ein paar Mal gehört hat. Gerd Wameling liest betont und in einem sehr angenehmen Tempo, hier ist der einzige wirklich klitzekleine Kritikpunkt nur, dass er bei den orten oder französischen begriffen manchmal die Endungen voll ausspricht – während die Franzosen diese „verschlucken“ würden. Aber wie gesagt, dass ist nur ein winziger Punkt. Ansonsten sorgt Herrn Wamelings Lesung für eine angenehme, aufregende Reise in die Bretagne voller Wendungen. Der Kriminalfall erstreckt sich insgesamt nur über einen Zeitraum von drei Tagen, was einem manchmal länger vorkommt – aber es geschieht ja auch sehr viel in diesen drei Tagen. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat sind die Beschreibungen der rauen Landschaft und der See. In einem entsteht der Wunsch selbst diese zerklüfteten Klippen und die raue See zu erleben, die Vielfalt und Schönheit der Landschaft in sich einzusaugen. Ein Krimi, der einen nach Frankreich trägt, die raue Landschaft der Bretagne näher bringt und und wieder mal an die Abgründe der menschlichen Seele heranträgt. Mit diesem Buch oder Hörbuch kann man nichts verkehrt machen – genießt ein paar tage in der Bretagne!

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  • Bretonische Brandung oder: Liebeserklärung auf bretonisch

    Bretonische Brandung
    kriegerin

    kriegerin

    04. August 2013 um 11:02

    Über das Hörbuch: Zehn Seemeilen vor Concarneau: Die sagenumwobenen Glénan-Inseln wirken mit ihrem weißen Sand und kristallklaren Wasser wie ein karibisches Paradies – bis eines schönen Maitages drei Leichen angespült werden. Wer sind die Toten am Strand? Wurden sie Opfer des heftigen nächtlichen Unwetters? Alles deutet auf Tod durch Ertrinken hin. Doch als sich herausstellt, dass einer der Toten ein windiger Unternehmer mit politischem Einfluss, der andere ein selbstherr­licher Segler mit jeder Menge Feinden war, ahnt Kommissar Dupin nichts Gutes. War der vermeintliche Unfall auf offener See in Wahr­heit ein kaltblütiger Mord? Wer ist der dritte Tote, und was verbindet die drei Männer? Während bereits der nächste Sturm auf­zieht, begegnet Kommissar Dupin modernen Schatzsuchern, militanten Meeres­bio­logen, attraktiven Taucherinnen und unheimlichen Gestalten aus der über-reichen Fabelwelt der Bretonen. Die Er­mittlungen führen ihn tief in ein gefährliches Labyrinth von Verstric­kungen, die Ereignisse spitzen sich zu – und am Ende ist die Wahrheit, wie so oft im Leben, kompliziert. »Ein Muss für Bretagne-Urlauber, Spannung und Prickeln, gepaart mit Austern, traditionellen Dorffesten und schwer auszusprechenden bretonischen Namen und Eigenheiten« WDR 5 über »Bretonische Verhältnisse« Meine Meinung: Zum Hören ist es zu Beginn mit den ganzen französischen Namen und Orten eine Berg- und Talfahrt. Kaum meint man, man wüsste wer wer ist, oder wüsste wo was ist, kommen wieder neue Personen und Orte hinzu und alles geht von vorne los.  An und für sich ist es eine wunderschöne Krimilesung von Gerd Wameling, die Gegend so toll beschrieben, dass man am liebsten sofort die Koffer packen und in die Bretagne fahren möchte.  Leider gehöre ich zu der Kategorie Hörer, die Hörbücher nur während der Autofahrt hören können. Sobald ich mich hinlege, oder relaxe, schlafe ich ein. Darum hat es mit diesem Hörbuch, bestehend aus 6 CD's, auch wieder einmal etwas länger gedauert. Auch für Nicht-Bretagne-Fans absolut lesens-, bzw. hörenswert.

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  • Wunderbarer Krimi in der schönen Bretagne

    Bretonische Brandung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. July 2013 um 18:03

    Es handelt sich um den zweiten Fall von Kommissar Dupin, der vor vier Jahren von Paris in die Bretagne versetzt wurde. Dank seiner Sekretärin Nolwenn lernt er einiges über seine neue Heimat. Auf den Glénan werden drei Männer tot aufgefunden.  Da das Wetter zuvor nicht das Beste war, geht man zunächst von einem Unglück aus. Als aber Beweise für Mord auftauchen und noch ein vierter Mann verschwunden ist, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf. Der Fall führt den sehr sympathischen Dupin und sein Team an verschiedene Schauplätze. Immer wird auch über die Landschaft und die Besonderheiten des Meeres berichtet.  Es gibt diverse Spuren, die es zu verfolgen gilt und zahlreiche Verdächtige. Sehr lange bleibt der Hörer im Unklaren, wer die Morde begangen hat. Alles scheint möglich.  Auch das Motiv ist am Ende ein anderes, als man zunächst annehmen konnte.  Die Landschaftsbeschreibungen und Kommissar Dupin machen den besonderen Reiz aus. Die Telefonate mit seinem Vorgesetzten sind phantastisch und seine fleißige Sekretärin Nolwenn befreit ihn manches Mal aus einer misslichen Lage. Es passiert so viel in weniger Zeit, dass ich am Ende überrascht war, dass die Lösung am dritten Tag kam.  Der Abschluss gefällt mir sehr gut, da er so gut zur Stimmung des Buchs passt. Wameling als Sprecher war aus meiner Sicht die ideale Besetzung, da er selbst die Frauenstimmen auffallend gut umsetzt.  Ich konnte dem Hörbuch die ganze Zeit gut folgen.  Gerne mehr von Dupin!

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  • Wortgemälde mit Leichen

    Bretonische Brandung
    WolfgangB

    WolfgangB

    03. July 2013 um 22:08

    Am Strand der Îsels de Glénan an der bretonischen Atlantikküste werden drei Leichen angespült. Die Kleidung ist zerfetzt, die Körper von Fleischwunden entstellt. Da das Meer selbst diese Spuren verursacht haben könnte, geht man zunächst von Schiffbruch aus. In gewohnt hartnäckiger Manier nimmt der ganz und gar nicht seetaugliche Kommissar Georges Dupin die vorerste routniemäßigen Ermittlungen auf und durchleuchtet die Hintergründe der Toten. Als er auf dubiose Geschäfte stößt und auch der Gerichtsmediziner einen Unfall ausschließt, werden die Besucher der Inselkneipe von St. Nicholas schlagartig zu Zeugen und Verdächtigen. Innerhalb von drei Tagen läßt der unter Pseudonym agierende Autor in seinem neuen Werk nach einem Mörder suchen. Demnach erfolgt auch die grobe Einteilung in drei Abschnitte. In einem Erzähltempo, das wohl als gemütlich bezeichnet werden darf, werden in aller Ruhe die Gegebenheiten vor dem Leser (und Hörer) ausgebreitet, wobei eindeutig die Vermittlung lokaler Geographie höhere Priorität als die Mördersuche genießt. Wo andere Autoren dem Leser nicht viel Raum zum Atmen belassen und durch die Seiten hetzen, wird hier weder innerhalb noch außerhalb der Erzählung ein Übermaß an Zeitdruck aufgebaut. Was nun den Autor selbst betrifft, so wird vonseiten des Verlags im Gegensatz zum Vorgängerband "Bretonische Verhältnisse" offen eingeräumt, daß es sich beim Namen um ein Pseudonym handelt, was, wenn schon nicht zur Authentizität, so doch zur Aufrichtigkeit gegenüber dem Leser beiträgt. Kauzig, kratzbürstig bei Koffeinmangel, kulinarisch kein Kostverächter: Kommissar Dupin wird von seinem geistigen Vater mit Schwächen ausgestattet, die ihn als liebenswerten Prototypen seines Berufsstandes erscheinen lassen. Ursprünglich aus Paris stammend, scheut er das Meer und reist per Boot, nur wenn es unumgänglich ist. Muß er zuweilen über seltsame lokale Bräuche und Geschichten schmunzeln, so ist er dennoch keinesfalls überheblich und begegnet den wetterbezogenen Weisten der Sagen und Sprichwörter mit großem Respekt. Mit Ende 40 und eher rundlicher Figur entspricht er zudem nicht dem makellos jugendlichen Helden amerikanischer Prägung, eignet sich somit auch nur bedingt für atemlose Verfolgungsjagden. Stattdessen gelangt er mit nicht immer vorbildlichen Manieren und Spürsinn an sein Ziel. Sein Faible für Gaumenfreuden und Geselligkeit nutzt der Autor zudem geschickt, um Ausflüge in die Küche der Bretagne und in die Gemütswelten ihrer Bewohner zu rechtfertigen. Es mag unerhört erscheinen, wenn Dupin erst seinen Hummer genießen will, ehe er sich der Ermordeten annimmt, schließlich gibt ihm jedoch die Geschichte recht, wenn ihm wertvolles Wissen im Wirtshaus zugetragen wird. Ein ambivalentes Verhältnis pflegt Dupin auch zur modernen Kommunikationstechnologie. Mit verstaubt wirkender Technologiefeindlichkeit soll offensichtlich zum einen die Grenze zu aktuellen Actionhelden gezogen werden. Zum anderen telephoniert er selbst ungewöhnlich oft mit seinem Handy, steht aber mit der Etikette auf Kriegsfuß, wenn er etwa mitten während eines unliebsamen Gesprächs einfach auflegt. "Bretonische Brandung" ist ein Krimi. So legt es die Genreeinordnung nahe. Außerdem ist das entscheidende Handlungselement - die Aufklärung eines Verbrechens - zweifellos vorhanden. Tatsächlich übernehmen die Mordermittlungen jedoch die Funktion eines Präsentationsständers in einem Geschäft, nämlich ein bestimmtes Produkt wirkungsvoll in Szene zu setzen. Im konkreten Fall handelt es sich um die französische Bretagne, die sich hier ein weiteres Mal als eigentlicher Hauptdarsteller eines Romans wiederfindet. Insbesondere stehen die Glénan-Inseln im Zentrum der Tourismuswerbung zwischen zwei Buchdeckeln, eine Gruppe spärlich bewohnter kleiner Felsen vor Concarneau, wo der scharfe Atlantikwind nicht nur alles von Menschen Errichtete stumpf werden läßt, sondern auch die Mentalität ihrer Bewohner formt. Wo zuweilen vier Jahreszeiten an einem Tag zu erleben sind, war über Jahrhunderte das Übernatürliche die natürlichste Wahrnehmung gewesen, wie es im Text heißt. Der Leser erfährt, wie der Dunst auf hoher See die Luft verändert, wie das einfallende Licht das Spektrum des Sichtbaren auszuloten weiß und tritt mit dem Kommissar in eine fremdartige Welt, in der vom Vollmond, gespiegelt vom quecksilbrigen Meer, neuartige Farben erzeugt werden. Die angesprochene Insel-Topologie kommt dem Autor auch zugute, wenn es darum geht, einen unliebsamen Anachronismus zu cachieren. Kann es sich ein Ermittler dieser Tage kaum noch leisten, auf Smartphones und DNA-Analysen zu verzichten, so soll gerade das Aussparen CSI-artiger Methoden in der Bretagne für Entschleunigung - und somit Urlaubsgefühl - sorgen. Indem nun das launenhafte Wetter immer wieder den Handyempfang stört, gegen Ende ein Unwetter sogar die Inseln vom Festland abschneidet, wird ein Mikrokosmos erzeugt, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Hier können nun bei stürmischem Inselzauber alte Detektivtugenden beschworen und zuweilen sogar eine Agatha Christie-artie Stimmung erzeugt werden. Als Sprecher der gekürzten Hörbuchfassung fungiert der deutsche Schauspieler Gerd Wameling, der in freundlich-onkelhaftem Tonfall perfekt den gemächlichen Charakter des Buches einzufangen versteht. Die Herausforderung an seine Zunft - die Aussprache der bretonischen Eigennamen - meistert er bravourös, allein die einzelnen Figuren lassen zuweilen an akustischer Individualität vermissen. Lediglich Inspecteur Riwal ist unmittelbar am bärenhaft-brummigen Timbre erkennbar. Fazit: Ein hedonistischer Kommissar, eine malerische Inselwelt mit herbem Charme und eine als notwendiges Übel konstruierte Rahmenhandlung, die vom kunstvollen Spiel mit dem Fernweh gnadenlos in den Hintergrund gedrängt wird, lassen rasch erkennen, worum es sich bei "Bretonische Brandung" handelt: mehr ein nervenschonendes appetitanregendes Wortgemälde mit Leichen als fein gesponnene Mördersuche mit Weltschmerz. Also sommerliche Lektüre für's Gemüt. Bon appétit.

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  • Unaufgeregter Kriminalroman mit viel Charme und viel Lokalkolorit

    Bretonische Brandung
    Lilli33

    Lilli33

    01. July 2013 um 08:31

    „Bretonische Brandung“ ist der zweite Kriminalroman um Kommissar Georges Dupin. Man muss den ersten, „Bretonische Verhältnisse“, nicht kennen, sondern kann die Bücher unabhängig voneinander lesen oder hören, ohne weiteres auch in umgekehrter Reihenfolge.  Der aus Paris ins Finisterre versetzte Dupin ermittelt hier auf einem kleinen Archipel vor der Südküste der Bretagne, den Îles de Glénan. Drei Männer wurden auf einer der Inseln tot aufgefunden. Dupins Einsatz führt ihn nicht nur mitten in die Verstrickungen der Inselbewohner, sondern auch in ein landschaftlich wunderschönes Kleinod mit fast karibischem Flair.  Die Beschreibungen der Inseln, des Meeres, der Bewohner, des Sturms sind dem Autor absolut gut gelungen! Ich habe die Îles de Glénan selbst schon in natura erlebt und habe mich mit Dupin über die Vielfalt der Flora und Fauna gefreut, habe mit ihm gelitten, wenn er eine Fahrt mit dem Schnellboot ertragen musste, und wurde an den Sturm erinnert, den ich selbst dort erlebt habe.   Der Kriminalfall entwickelt sich scheinbar gemächlich, doch vergehen insgesamt nur drei Tage: Auf den Inseln scheint die Zeit still zu stehen. Sie sind einfach eine kleine Welt für sich, oft genug auch von der Außenwelt abgeschnitten. Bannalec serviert dem Leser etliche Verdächtige und einige Motive, sodass man bis zum Schluss nicht wirklich weiß, in welcher Richtung die Lösung zu suchen ist. Es wird schließlich alles logisch und nachvollziehbar aufgeklärt.   Das Hörbuch wird von Gerd Wameling gesprochen, der seine Sache ganz gut macht. Durch Verstellen seiner Stimme haucht er den verschiedenen Personen Leben ein. Man kann sie so meistens gut unterscheiden. Allerdings hören sich die Stimmen der Frauen doch etwas seltsam männlich gekünstelt an, das kriegt ein Mann wohl nicht so gut hin. Ein bisschen, aber wirklich nur ein bisschen, gestört hat es mich, wenn französische Ausdrücke falsch ausgesprochen wurden, was ein paarmal vorkam. Ansonsten fand ich die Stimme von Wameling sehr angenehm zu hören, auch über längere Zeit hinweg kann man gut folgen. Er spricht weder zu langsam noch zu schnell und betont gut.   Das Hörbuch ist etwas gekürzt, was ich ein bisschen schade finde, da auch ganz nette Passagen weggelassen wurden (ich habe parallel das Buch gelesen). Es fehlt aber nichts, was für die Handlung relevant ist.

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  • Leichen im Urlaubsparadies: Kommissar Dupin ermittelt wieder in der Bretagne

    Bretonische Brandung
    Talitha

    Talitha

    27. June 2013 um 14:17

    An die Küste eine der Glénan-Inseln werden drei Leichen angespült, alle angesehene Leute der Gegend. Kommissar Dupin ermittelt bei den Einwohnern der Inseln und findet raus, dass die anfängliche Idylle im Natur- und Ferienparadies nur oberflächlich ist und es stattdessen unter der Oberfläche heftig brodelt. Unterschiedliche Interessen stoßen aufeinander und es geht mal wieder letzendlich ums Geld. So sind schließlich fast alle Einwohner irgendwie verdächtig... Gerd Wameling macht seine Sache als Sprecher sehr gut. Seine Stimme ist sehr angenehm und die Sprechgeschwindigkeit genau richtig, nicht zu schnell oder zu langsam, so dass man der Geschichte gut folgen kann. Auch die Stimmen der Figuren gestaltet er sehr passend.  Daher kann ich das Hörbuch sehr empfehlen. 

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