Bretonische Flut

von Jean-Luc Bannalec 
3,8 Sterne bei68 Bewertungen
Bretonische Flut
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Positiv (44):
W

Die Bücher finde ich wirklich toll - über die Verfilmungen sprechen wir ja nicht.

Kritisch (6):
Stephan59s avatar

Bretonische Mythen und Fischer – aber doch eher ein Reiseführer

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Inhaltsangabe zu "Bretonische Flut"

Hochseefischer, Delfinforscher, Schmuggler und eine sagenumwobene Insel mitten im rauen Atlantik
Nie wieder wollte Kommissar Dupin auf dem Meer ermitteln. Doch in seinem neuen Fall verschlägt es ihn vor die äußerste Westküste der Bretagne. Auf die einzigartige Île de Sein, wo mehr Kaninchen als Menschen leben, der Frisör per Boot kommt und einst mächtige Hexen und sogar der Teufel persönlich hausten. Am Tag nach der keltischen Sommersonnenwende, nur zwei Tage vor dem 75. Geburtstag seiner Mutter steht Kommissar Dupin bis zu den Knöcheln in Fischabfällen. In der Auktionshalle von Douarnenez liegt die Leiche einer Fischerin. Ihr wurde die Kehle durchtrennt. Schnell klärt sich: die junge Frau stammte von der Île de Sein, kämpfte gegen die Zerstörung der Meere und mächtige Hochseepiraten. Von ihrer Heimatinsel erreicht Dupin noch am selben Morgen ein Hilferuf: Eine zweite Leiche wurde entdeckt. Der Kommissar und seine Inspektoren ermitteln unter Hochdruck. Die stolzen Menschen des Meeres sind eine eingeschworene Gemeinschaft, und die Spuren führen in viele Richtungen. Werden die alten Schmugglerrouten des Archipels wieder befahren? Gab es Beweise für illegale Aktivitäten im Parc Iroise, dem unvergleichlichen maritimen Naturschutzgebiet, in dem Delphine und Wale zu Hause sind? Und was ist vom Mythos der versunkenen Stadt zu halten, von dem die Insulaner erzählen?
Vor beeindruckender Kulisse – zwischen den Inseln Molène, Ouessant und Sein – ermittelt Kommissar Dupin in einem rätselhaften Fall, der ihm alles abverlangt, auch das Überschreiten der eigenen Grenzen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462049374
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:28.06.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.08.2016 bei Der Audio Verlag erschienen.

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    Stephan59s avatar
    Stephan59vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bretonische Mythen und Fischer – aber doch eher ein Reiseführer
    Bretonische Mythen und Fischer – aber doch eher ein Reiseführer

    Vor allem die ersten drei Fälle des Kommissars Dupon konnten mich faszinieren. Die Landschaft, die Menschen und ein Kommissar aus Paris, der sich in der Lebensart der Bretonen erst einfühlen muss, wunderbare Bücher, voller Lebendigkeit – und dazu knifflige Mordermittlungen in diesem spezifischen Milieu. Dieser Band konnte mich leider nicht fesseln. Auch hier war die thematische Mischung aus bretonischen Mythen, hier um die versunkene goldene Stadt Ys, eine ermordete Delphinforscherin und reichlich Verstrickungen und mögliche Motive, gut. Aber mir fehlte der Biss in der Umsetzung. Dupon erlebte ich mehr als Anweisungen gebenden, spazierengehenden, Espresso trinkenden und lecker essenden Protagonisten anstelle einer handelnden Hauptperson. Da stehen die Beschreibungen von Insel, Strand und Meer, das andere wichtige Element der Romanserie auf einmal viel zu sehr im Vordergrund, weil die Handlung nicht wirklich weiterzugehen scheint. Und am Ende… war ich enttäuscht.

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor einem Jahr
    Zu viel Mythisches, zu wenig Krimi

    Broschiert: 448 Seiten
    Verlag: KiWi-Paperback (28. Juni 2016)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-13: 978-3462049374
    Preis: 14,99€
    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Zu viel Mythisches, zu wenig Krimi

    Dies ist der 5. Band der Reihe. Vorkenntnisse sind aber nicht erforderlich.

    Inhalt:
    Innerhalb weniger Stunden bekommt Dupin es mit drei Leichen zu tun. Hängen die Fälle irgendwie zusammen? Die Polizei tappt im Dunkeln. Zwar gibt es viele Verdächtige, aber keine Beweise. Geht es um Zigarettenschmuggel oder um illegalen Fischfang? Auch bezüglich des Motivs sind Dupin und sein Team ahnungslos. Und zu allem Überfluss sitzt dem Kommissar auch noch seine Mutter im Nacken, die auf seinem Erscheinen anlässlich ihrer Geburtstagsfeier besteht.

    Meine Meinung:
    Leider konnte Jean-Luc Bannalec mich mit dem 5. Band dieser Reihe nicht begeistern. Obwohl es schon gleich zu Anfang Tote hagelt, kommt der Krimi nur schleppend in Gang. Viele Charaktere verwirren ein bisschen, bretonische Mythen und Historisches rücken zu sehr in den Vordergrund und lenken von den Mordermittlungen ab. Die ausführlichen Landschaftsbeschreibungen machen zwar wieder mal Lust, den nächsten Urlaub in der Bretagne auf den Spuren Dupins zu verbringen, tragen aber wenig zur Handlung bei.

    Nach einem langatmigen Anfang kommt schließlich im letzten Viertel etwas Spannung auf. Schade, dass dies nicht schon vorher passiert. Leider konnte mich auch die Auflösung bzw. der Schluss nicht überzeugen. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, dem Autor wollte hier einfach nichts Brauchbares einfallen und er musste sich irgendwie aus der Affäre ziehen. Mir ist das alles viel zu offen gehalten.

    Fazit:
    Wie immer wunderbare Beschreibungen der bretonischen Landschaft, der Leute und der Kultur. Bannalec schafft eine tolle Atmosphäre. Der Kriminalfall ist allerdings meiner Meinung nach recht unbefriedigend. Zuerst fehlt es an Spannung, dann an einer zufrieden stellenden Auflösung. Für Fans der Reihe und/oder der Bretagne trotz allem lesenswert.

    Die Reihe:
    1. Bretonische Verhältnisse
    2. Bretonische Brandung
    3. Bretonisches Gold
    4. Bretonischer Stolz
    5. Bretonische Flut

    Außerdem gibt es auch ein Bretonisches Kochbuch mit Kommissar Dupins Lieblingsgerichten.

    ★★★☆☆

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    Keksisbabys avatar
    Keksisbabyvor 2 Jahren
    der alte Mann und das Meer

    Noch vor dem Aufstehen wird die erste Leiche mit aufgeschnittener Kehle gefunden. Kommissar Dupin schätzt so etwas gar nicht vor dem ersten Kaffee, aber als bereits wenige Stunden später eine zweite Leiche gefunden wird, ahnt er dass er es nicht zum Geburtstag seiner Mutter nach Paris schaffen wird. Bei den beiden Leichen handelt es sich um eine Fischerin und eine Meeresbiologin, ein Schuldiger scheint auch schnell bei der Hand zu sein. Ein Geschäftsmann der es mit der Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien nicht so genau zu nehmen scheint. Dumm nur das genau dieser auch auf eigene Faust ermittelt. Als dann noch eine dritte Leiche auftaucht, wird der Fall erst recht mysteriös und irgendwie scheint der Professor, dem die Kehle aufgeschnitten wurde in keine bisherige Theorie zu den Morden zu passen. Zu Dupins Unglück finden all diese Verbrechen auf Inseln statt und so heißt es mehr als einmal eine ungeliebte Bootstour für den Ermittler.

    So langsam werde ich Dupin-Fan. Diese Bücher sind nichts für eingefleischte Krimifans, denn die Charaktere und die Verdächtigen sind doch recht flach gehalten und Emotionen kommen bei Kommissar Dupin nur auf wenn es um Kaffee oder ums Essen geht. Nein vielmehr sind diese Bücher eine Liebeserklärung an die Bretagne und an die Eigenheiten ihrer Bewohner. Die Morde bieten nur den Grund das Land im Norden Frankreichs näher zu beleuchten. Mit den ersten Büchern hatte ich so meine Schwierigkeiten und doch ist da etwas an den Geschichten, die mich jedes Buch sehnsüchtig erwarten lassen. Meine Lieblingscharaktere sind Nolwenn und Riwal. Nolwenn ist ein allwissendes Faktotum, was nebenbei die Welt retten kann und dennoch immer ein Auge auf Dupin haben kann und immer genau weiß, welche Information er in welchem Augenblick braucht. Riwal verfügt über einen unerschöpflichen Fundus an bretonischer Historie und Geschichten. Eigentlich scheint die ganze Gegend aus gelebter Geschichte zu bestehen. Schön zu sehen ist, dass Dupin so langsam bretonisiert wird, denn mit dem vermeintlichen Sehen des goldenen Kreuzes, dass die Auferstehung der legendären versunkenen Stadt Ys angeht, ist er aufgenommen in die Mythenwelt die dieses Völkchen so eigen macht. Dabei treten die Fälle immer in den Hintergrund. Diesmal war es eine Schatzsuche vor der tückischen Küste und der Schutz der Meere, die Dupin beschäftigen, wo es im letzten Teil noch um Austern und Sandraub ging.

    Ich bin gespannt auf den nächsten Fall von Kommissar Dupin, zumal zwischen den Zeilen angedeutet wurde, dass es meinem Lieblingsermittler nicht mehr so belastbar ist, wie noch zu Beginn. Ich hoffe nur dass dies keine Einleitung zum finalen Fall sein wird. Das fände ich Schade, wo ich mich doch an diese Landschaftsbeschreibungen mit Kriminalfällen so gewöhnt habe.

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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Malerische Kulisse an der bretonischen Küste und ein typscher "Bannalec"
    Dupins 5. Fall

    In aller Frühe wird Inspektor Dupin in die Fischauktionshalle gerufen. Eine Tote wird kopfüber in einem Fass mit Fischabfällen gefunden. Die junge Frau behauptete sich als Fischerin und war mit ihrem Engagement für den Nationalpark und ihrer Freundschaft zu einer Delphinforscherin nicht gerade beliebt. Nun hat Dupin schon wieder ein Fall, ausgerechnet kurz vor einem geplanten Parisbesuch und bevor er seinen ersten Kaffee hatte!
    Kurz darauf wird er zur Isle de Sein gerufen, eine zweite Tote ist aufgetaucht. Es ist die Ozeanographin, die Freundin der ersten Toten.
    Wie immer bei Bannalecs Krimis ist der örtliche Hintergrund ein besonders malerisches Stück der bretonischen Küste und wie immer muss Dupin ungeliebte Schiffsfahrten auf bewegtem Meer unternehmen. Er findet tolle Restaurants und hat doch immer nur Zeit auf einen schnellen Kaffee. Die Beschreibungen nehmen ein prägnanten Teil im Buch ein und wirken fast wie eine Auftragsarbeit des bretonischen Tourismusverbands .Die Handlung wirkt etwas arg konstruiert, aber routiniert aufgebaut. Gekonnt werden Spuren gelegt, der Krimi ist spannend, die Auswahl an Verdächtigen gewaltig. Das bekannte Personal der vorangegangen Bücher tritt wieder auf und auch dieses Mal ist Assistentin Nolwenn sein ganz persönliches Wikepedia. Weil der Fall auch stark von bretonischen Sagen und Mythen beeinflusst ist, werden auch Nolwenns Kenntnisse der alten Überlieferungen wichtig.
    Das ist nun der 5. Band der Serie und ich finde dieses Buch zwar wieder besser, als das letzte, aber es bleibt der Eindruck der Beliebigkeit. Mir scheint, Bannalec variiert sein Grundthema und das beginnt mich zu langweilen.



     

    Kommentare: 1
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    Yolandes avatar
    Yolandevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Lesenswerter Krimi in prächtiger Kulisse
    Lesenswert

    Bretonische Flut von Jean-Luc Bannalec ist für mich das erste Buch in der Reihe um Kommissar Dupin. Man muss allerdings keine Vorkenntnisse haben, jeder Fall scheint in sich abgeschlossen und das Privatleben des Kommissars ist keine so aktive Nebenhandlung, dass man unbedingt alle Bücher der Reihe lesen muss.
    Der Autor ist ein großer Kenner und Liebhaber der Bretagne, das merkt man in jeder Ortsbeschreibung. Man bekommt richtig Lust, sich die ganzen Schauplätze anzusehen.
    Mir hat gut gefallen, dass man als Leser immer auf dem Stand des Kommissars ist. Man ist sozusagen die ganze Zeit an seiner Seite und hat also auch keinen Wissensvorsprung. Eine interessante Idee, die ich noch nicht so häufig in Krimis erlebt habe.
    Der Fall selbst war gut durchdacht und auch schlüssig, leider war das Ende etwas unbefriedigend, deshalb von mir auch nur 4 Sterne.
    Ein lesenswerter Krimi in prächtiger Kulisse mit einem sympathischen Kommissar.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der bisher stimmungsvollste Krimi, jedoch ohne wirklichen Erfolg für den sympathischen Kommissar
    "So ein Scheiß!" diesmal hat Comm. Dupin keinen echten Erfolg ...

    Der fünfte Fall für Kommissar Dupin beginnt mit seinem üblichen „So ein Scheiß!“ Diesmal wird weniger geflucht als üblich, obwohl er guten Grund dazu hätte. 


    Er muss sich um drei Todesfälle kümmern, die augenscheinlich zusammenhängen. Allerdings weiß Dupin noch nicht wie. Die Ermittlungen gestalten sich als zäh, da die wortkargen Bretonen noch weniger sagen wollen als sonst. 

    Dafür wird der Leser durch die Vielfalt der Sagen und Mythen, der lukullischen Genüsse und der Beschreibung der traumhaften Landschaft entschädigt.

    Commissaire Dupin steht als Pariser dem Meer skeptisch gegenüber und empfindet es als persönliche Beleidigung, wenn er zu seinen Amtshandlungen in ein Boot steigen muss. 

    Diesmal ist es nicht der lästige Präfekt, der ihm das Leben schwer macht, sondern Mr. Morin, der in der gesamten Bretagne als „Fischerkönig“ bekannt ist. Jeder weiß, dass er an kriminellen Machenschaften beteiligt oder sogar der Drahtzieher derselben ist, doch bislang konnte man ihm nie etwas nachweisen.

    Das muss auch Dupin zähneknirschend zu Kenntnis nehmen. Für uns Leser birgt dieser Umstand Hoffnung auf den Fall Nummer 6. Dann wäre das halbe Dutzend voll.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 2 Jahren
    Zähe Mordermittlungen in der Bretagne

    Ein denkbar schlechter Tagesanfang für Kommissar Dupin, der bereits am frühen Morgen zum Hafen gerufen wird. Die Tote im Abfallcontainer auf nüchternen Magen ist schon eine besondere Herausforderung. Und dann erreicht ihn wenig später die Meldung, dass auf Île de Sein eine weitere Fraueneiche gefunden wurde. Dupin der das Meer über alles liebt, solange er es vom sicheren Festland aus betrachten kann, sieht sich gezwungen gemeinsam mit Inspektor Riwal auf die Insel überzusetzen. Die Insulaner sind ein eigenartiges Völkchen. Geprägt von Aberglauben und Legenden, herrscht auf Sein eine ganz besondere Atmosphäre der er sich nur schwer entziehen kann. Riwal, der sich bestens in der bretonischen Geschichte auskennt, läßt keine Gelegenheit ungenutzt dieses Wissen mitzuteilen und trägt damit einen entscheidenden Teil dazu bei dem Fall etwas mystisches zu verleihen.
    Beide Frauen haben auf Seins gelebt und obwohl sie miteinander befreundet waren, läßt sich keine brauchbare Erklärung zu Täter und Motiv finden. Als es zu einem dritten Mord kommt, wird der Fall zunehmend rätselhafter. Da sie auf der Suche nach einem Tatmotiv nicht weiterkommen, konzentrieren sie sich darauf das enge Zeitfenster in dem die Taten verübt wurden. Dies reduziert zwar die Anzahl der möglichen Täter erheblich, bringt sie aber keinen entscheidenden Schritt weiter. Die Ermittlungsarbeiten arten immer mehr in eine ständiges Hin- und Her zwischen Insel und Festland aus, das letztendlich in einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd endet. Trotz der Ermittlung des Täters bleibt der Fall eigentlich ungeklärt, denn das Motiv für die Taten bleibt genauso ungeklärt wie die zahlreichen Mysterien der Bretagne.

    Fazit
    Eindrucksvolle Landschaftsbeschreibungen mit kulinarischen Highlights lassen den Kriminalfall fast vollständig in den Hintergrund treten. Für Krimifans eine Enttäuschung, für Bretagnefreunde ein interessanter Reise- und Geschichtsführer.

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    UteSeiberths avatar
    UteSeiberthvor 2 Jahren
    Mythische Bretagne

    Dieser 5. Fall des Kommissars Dupin ist der erste Band ,den ich aus dieser Serie gelesen habe und er hat mir sehr gut gefallen!
    Kommissar Dupin muss 3 Todesfälle aufklären,die vermutlich etwas miteinander zu tun haben. Da die Morde auf einer kleineren Insel der Bretagne passieren,erfährt mal auch viel über die Sagen.- und Mythenwelt der Bretagne.Der Autor erzählt ruhig,holt aber manchmal für meine Begriffe etwas sehr weit aus und dafür braucht man schon etwas Geduld.Aber die Lektüre hat sich für mich gelohnt!

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 2 Jahren
    ‚Die Unendlichkeit war blau. Alles war blau.'

    ‚Die Unendlichkeit war blau. Alles war blau. Saphirblau, türkisblau, cyanblau, lichtblau, azurblau, nahe der Insel immer dunkler, violett- und schwarzblau bis zum fliehenden Horizont, im Himmel dann umgekehrt: zuerst die tieferen Blautöne, nach oben hin die helleren, leichteren.‘

    Inhalt:
    In der Auktionshalle in Douarnenez wird die Leiche einer jungen Fischerin von der Île de Sein gefunden - inmitten von Fischabfällen und mit durchgeschnittener Kehle. Nur wenige Stunden später wird eine weitere Tote entdeckt - eine Delfinforscherin vom Parc Iroise, auch sie mit durchgeschnittener Kehle.

    Kommissar Dupin ist sofort klar, dass es sich um ein und denselben Fall handelt, und die Suche nach dem Täter beginnt.

    Mein Eindruck:
    Ich habe alle Vorgängerbände mit viel Vergnügen gelesen, und empfand ‚Bretonische Flut‘ als sehr atmosphärischen Krimi und als einen der besten Bände der Reihe, so dass ich die viel geäußerte Kritik am fünften Buch der Reihe nicht recht nachvollziehen kann.

    Besonders gelungen fand ich, dass man beim Lesen einen tiefen Einblick in das Leben in der Bretagne bekommt. Bannalec verwebt dabei auf geschickte Art und Weise die spannenden Mordfälle mit Beschreibungen der Landschaft, des Wetters und des Essens sowie berichtet von Sagen und Legenden der Region. Das Ergebnis ist ein stimmungsvoller Roman, der sich unterhaltsam liest und es ermöglicht, dass man sich beim Lesen in die Bretagne versetzt fühlt, dass man sie riecht, schmeckt, hört und vor sich sieht.

    Was mir an der Reihe allgemein sehr gut gefällt, ist, dass Bannalec stets einen anderen Fokus auf ein ausgewähltes Bretagne-Thema setzt und die Bände in verschiedenen Gegenden der Bretagne spielen, so dass sie einerseits sehr abwechslungsreich sind und andererseits jedes Mal neue Einblicke in die Bretagne bieten.

    Mein Resümee:
    Eine tolle Reihe und ein gelungener fünfter Band. Ich freue mich schon auf das sechste Buch.

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    Lovingreaders avatar
    Lovingreadervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: ausbaufähig, aber okay
    ausbaufähig, aber okay

    Es erwartet die Leser wieder ein neuer Roman eines bekannten deutschen Schriftstellers, der aus Jux und Dollerei ein Pseudonym angenommen hat? Die Handlung - so herrlich vertraut - ist so fiktiv gar nicht und voller Freude vertieft man sich in die Bretagne, bzw. der Autor in die Beschreibung des Wetters, der Gefühle des Kommissars Dupin angesichts des Wetters. Wer die anderen vier Romane noch nicht gelesen hat, dem wird dieses Buch tendenziell gefallen. MIch stört aber der immer und immerwiederkehrende Verlass des Autors auf die immergleiche Rahmenhandlung. Ich stelle mir gerade vor, wie der Autor im Urlaub durch Bannalec fahrend eine Mind Map erschuf - und dies erlese ich nun immer wieder in neuen Konstellationen. Der erste Krimi war toll - nun bin ich einfach sehr traurig, gibt es denn kein anderes Land, inn dem sich der Protagonist , mit anderem Beruf, anderen Süchten und Umständen uns treue Leser unterhalten kann? Warum ist Claire eigentlich zur Randfigur verdammt ?

    Das alles ist insofern bedauerlich, als dass der Autor doch völlig geschützt dank Pseydonym hätte sich auch gerne etwas anderes einfallen lassen können, zumal bei SEINEN Möglichkeiten- " Harry fahr schon mal den Wagen vor" auf bretonisch, alles so herrlich vertraut, man wird quasi fast schon zum Kenner der Bretagne, aber natürlich nur erlesernermassen... Welcher französische Autor kommt eigentlich auf die Idee, einen deutschen Krimi unter einem deutschen Pseudonym zu schreiben. Sie reihen sich alle ein, Frau Bonnet, Herr Martin, Herr Lagrange....

    Ich sehe keinen Grund darin, wenn Schriftsteller ein Pseudonym zu benutzen. Entweder möchte man seine geschaffene "Marke" nicht angreifen, sie schützen auch aus finanziellen Gründen oder sich schützen, weil man als Verleger oder bedeutende Person im Verlags- und Buchwesen weiterhin auf anderem Gebiet tätig sein möchte, so als möchte man mit Stempeln des Erfolges leben aber es sollen nur die sein, die in ds Konzept passen... Warum dürfen sich die Leser nicht mit der Person auseinandersetzen? Heutzutage ist doch alles möglich

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