Bretonische Geheimnisse

von Jean-Luc Bannalec 
4,1 Sterne bei31 Bewertungen
Bretonische Geheimnisse
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (23):
JessSouls avatar

Grandios wie immer...mystisch, kauzig (Dupin), lehrreich, grausam und trotzdem wild romantisch. Klare Empfehlung!

Kritisch (2):
chiara2018s avatar

Erster Dupin, der mich mehr frustriert als erfreut hat und den ich nicht zu Ende gelesen habe. Zwei Sterne dennoch für die Idee.

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Inhaltsangabe zu "Bretonische Geheimnisse"

Bretonischer Spätsommer im sagenumwobenen Artus-Wald und verschrobene Wissenschaftler auf der Jagd nach ewigem Ruhm.
Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen und Schlössern ist das letzte verbliebene Feenreich – glaubt man den Bretonen. Unzählige Legenden aus mehreren Jahrtausenden sind hier verortet. Auch die von König Artus und seiner Tafelrunde. Welche Gegend wäre geeigneter für den längst überfälligen Betriebsausflug von Kommissar Dupin und seinem Team in diesen bretonischen Spätsommertagen? Doch ein ermordeter Artus-Forscher macht dem Kommissar einen Strich durch die Rechnung. Gegen seinen Willen wird Dupin kurzerhand zum Sonderermittler ernannt in einem brutalen Fall, der schon bald weitere Opfer fordert. Was wissen die versammelten Wissenschaftler über die jüngsten Ausgrabungen in der Gegend? Wie stehen sie zu dem Vorhaben, Teile des Waldes in einen Vergnügungspark umzuwandeln? Und warum rückt keiner von ihnen mit der Sprache raus? Schon bald ist selbst Nolwenn, Dupins sonst so unerschütterliche Assistentin, in Sorge – und das will wirklich etwas heißen.
Geheimnisvoll, raffiniert und spannend – im siebten Fall der Erfolgsserie von Jean-Luc Bannalec ermitteln Commissaire Dupin und seine Inspektoren im Herzen der Bretagne.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462052015
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:26.06.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    Muschelvor einem Monat
    Kurzmeinung: Lesehighlight
    Klasse

    Was soll ich sagen.....ein ganz toller Bannalec: eine ganz eigene Welt, diesmal verwunschen, verzaubernd, dramatisch uns spannend. Absolut gelungen!

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    B
    Bookishvor 2 Monaten
    Leider erneut ein schwacher "Dupin"

    Obwohl kein großer Krimi-Leser, haben mich Band 1-5 doch begeistert. Der eigensinnige Dupin und die ur-bretonische Nolwenn, das wunderbar beschriebene Essen, das "Gemüt" der Bretagne und die verzaubernden Landschaften - das war richtig klasse.

    Leider war schon Band 6 schlechter, Band 7 ist noch einmal ein ganzes Stück darunter.
    Ein für mich kritischer Punkt auch bei den früheren Bänden war schon das immer gleiche Strickmuster (viele Morde, eskalative Handlung) und einzelne Handlungen Dupins, die schwer nachzuvollziehen waren, weil sie schlicht Fehler darstellten und Menschenleben gefährdeten. Dennoch waren die Bücher insgesamt immer sehr gut.

    In Band 7 wird jedoch genau dieses Strickmuster wirklich zum Problem. Der Autor scheint dadurch inzwischen dazu zu neigen, die Handlung überwiegend ins hintere Drittel des Buches zu verlagern. Zwei Drittel des Buches wartet man im Prinzip darauf, dass die eigentliche Geschichte endlich mal anfängt. Sprich: Worum geht es überhaupt? Warum die Morde?

    Die ersten zwei Drittel passieren zwar schon ein paar Sachen, man dreht sich aber mit Kommissar Dupin im Kreis und wird zunehmend ungeduldig. Es passiert nämlich recht wenig, es scheint zu wenig verschiedene Hypothesen für die Lösung des Falles zu geben und denen wird teilweise auch nur halbherzig nachgegangen. Etwas unglaubwürdig wirkt es auch, als seine zwei Ermittler spurlos verschwinden ohne jegliche Nachricht, die Story hinter dem Verschwinden ist ebenfalls nicht die glaubwürdigste.

    Das bretonische Thema (diesmal: Artussage), das Essen und auch die Landschaften spielen diesmal eine untergeordnete Rolle, was dem Charme dieser Buchreihe schwer zusetzt. Außerdem ging es diesmal deutlich zu hektisch zu, der Kommissar hatte kaum Zeit zum Essen und der Lese kaum Zeit, in Gedanken an diese fabelhaften Gerichte zu schwelgen. All das ging schon mal besser! Ein paar liebenswerte Aspekte sind diesmal hinzugefügt worden, die mir gut gefallen haben (neues Verhältnis des Ermittler untereinander, Citroen-Anleitung).

    Insgesamt diesmal nicht gelungen, was möglicherweise auch der Kommerzialisierung geschuldet ist.

    Wirklich schade!

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    Ulenfluchts avatar
    Ulenfluchtvor 2 Monaten
    Facettenreiche Bretagne, ganz netter Fall

    Die Legende des guten König Artus hat die europäische Literatur geprägt wie kaum eine andere. Die größten Dichter des Mittelalters haben sie in der ein oder anderen Form aufgegriffen und nur noch legendärer gemacht. Diesen Mythos greift nun auch Jean-Luc Bannalec in seinem siebten Dupin-Fall auf.


    Das Vorgeplänkel dauert nicht lange, wie immer. Kaum ist die Bande vom Kommissariat in Concarneau zu ihrem Betriebsausflug aufgebrochen, fällt Dupin auch schon wieder eine Leiche vor die Füße. Der Ton ist durchaus heiter und man merkt auch den Charakteren an, dass der Autor sich immer mehr an den Verfilmungen orientiert. Somit ist der Grad zwischen Klamauk und ernsthaftem Krimi schmal. Doch die Balance gelingt, was durchaus als Analogie zur Geschichte aufgefasst werden kann.


    Denn Dupin stolpert in einen Fall, der viel Mysteriöses birgt. Alles dreht sich um eine im magischen Brocéliande-Wald tagende Forschergruppe, die Verdächtigungen kreisen, der Kommissar hat Mühe, das Puzzle zusammenzufügen, immer wieder dreht er sich im Kreis und kann nur zusehen, wie einer nach dem anderen umgebracht wird oder verschwindet. Sein eigenes Team gerät ebenfalls in Gefahr. Wie immer ist es eine Reihe von Zufällen und ein Schuss Genialität, die am Ende zur Lösung führen.


    Was bietet dieser Krimi Neues? Einer der Inspektoren tut sich besonders hervor und Dupin erhält ein verlockendes Angebot, das irgendwie alles in Frage stellt. Der heitere Ton ist auf den Anfang beschränkt, anschließend dominiert die Düsterheit, die sich aus dem Zauberwald auf den Roman überträgt und eine beklemmende Stimmung hinterlässt. Der Leser ist unsicher, ob er das gut finden soll, denn Bannalecs Bretagne-Krimis verhießen bisher trotz dunkler Verstrickungen wenigstens landschaftliche Pracht und viel Licht. Nun nimmt der Autor sich hier selber sein wichtigstes Merkmal.


    Zurück bleibt eine interessante Behandlung des Artus-Themas, an dem Literaturwissenschaftler ihren Spaß haben werden. Ansonsten ist es ein vergnüglicher, gut gemachter Krimi, jedoch nicht der beste der Reihe.

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    W
    WinfriedStanzickvor 2 Monaten
    Ein hervorragender Kriminalroman


     

    Eine neue literarische Stimme macht sich seit einigen Jahren erfolgreich auf dem hart umkämpften deutschen Krimimarkt bemerkbar. Während viele Jahre lang erfolgreiche Serien wie etwa Donna Leons Romane um den Commissario Brunetti aus Venedig schon seit langem an Langeweile und immer mehr von dem Gleichen nicht zu überbieten sind, hat der in Deutschland und in Frankreich lebende Autor unter dem Pseudonym Jean Luc Bannalec mit seinen bisher schon sechs Romanen um seinen im Finstere lebenden Kommissar Dupin auch bei der etablierten Literaturkritik erhebliche Beachtung gefunden.

     

    Schon in allen bisherigen Romanen hat Bannalec, vor allem vermittelt durch Dupins Kollegen Riwal eine Menge bretonischer Geschichte und Mythen eingewoben. Doch in seinem neuen Werk geht es fast ausschließlich darum. Für Leser, die sich vor allem für die Artuslegende interessieren, ist das toll, für andere möglicherweise stellenweise etwas langweilig und langatmig.

     

    Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen und Schlössern ist das letzte verbliebene Feenreich – glaubt man den Bretonen. Unzählige Legenden aus mehreren Jahrtausenden sind hier verortet. Auch die von König Artus und seiner Tafelrunde. Welche Gegend wäre geeigneter für den längst überfälligen Betriebsausflug von Kommissar Dupin und seinem Team in diesen bretonischen Spätsommertagen, zumal sich mit Riwal ein absolut kundiger Kollege anbietet mit detaillierten Informationen und Führungen.

    Als Dupin zu Beginn des mehrtätigen Betriebsausflug noch mit einem berühmten Artus-Forscher in einer anderen Angelegenheit en Gespräch führen will, findet er diesen ermordet vor. Schnell ist Dupin von Paris aus zum nationalen Sonderermittler ernannt mit allen Befugnissen und macht sich mit seinem Team auf die Suche nach dem Täter. Wichtig ist dabei eine Gruppe von an diesem Ort versammelten Wissenschaftlern mit zunächst undurchschaubaren Beziehungen untereinander, die, so findet Dupin bald heraus, von Konkurrenz und Stellenneid geprägt sind.

     

    Aus dieser Gruppe sind bald weitere Opfer zu beklagen. Und Dupin dämmert de Erkenntnis, dass jeder aus dieser Gruppe sowohl das nächste Opfer als auch der nächste Täter sein kann.

     

    Unter dem zeitlichen Druck seiner Partnerin Claire, die nach dem Ausflug die neue gemeinsame Wohnung einrichten will, ermittelt Dupin mit seinen Kollegen fieberhaft. Dabei wächst Nolwenn wieder einmal über sich hinaus, indem sie wie ein menschlicher Computer alle Infos bündelt und die ganze, dieses Mal außerordentlich gefährliche Ermittlung koordiniert.

     

    Als zwischenzeitlich Kadeg und Riwal spurlos verschwunden sind, scheint sich ein Fiasko anzubahnen. Mit sehr gelungenem Spannungsbogen und psychologischer Raffinesse bei der Beschreibung der Beziehungen innerhalb der mysteriösen Wissenschaftlergruppe gelingt es Bannalec, den Leser in dem, wie ich finde, bisher besten seiner Bücher, den Leser bis zur letzten Seite zu fesseln  und ihn gleichzeitig mit einer Menge an interessanten historischen Informationen zu füttern.

     

    Ein hervorragender Kriminalroman mit tiefen Einblicken in die Abgründe des Wissenschaftsbetriebs und die bretonische Mythologie.

     

     

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 3 Monaten
    Commissaire Dupin, Sonderermittler im verwunschenen Herzen der Bretagne

    Broschiert: 400 Seiten

    Verlag: KiWi-Paperback (26. Juni 2018)

    ISBN-13: 978-3462052015

    Preis: 16,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Commissaire Dupin, Sonderermittler im verwunschenen Herzen der Bretagne


    Inhalt:

    Eigentlich wollten Georges Dupin und seine Mitarbeiter Nolwenn, Kadeg und Riwal einen gemütlichen Betriebsausflug machen, als just an ihrem Ziel ein Mord geschieht, der mit Dupins früheren Ermittlungen zu tun haben könnte. Paris ernennt Dupin zum Sonderermittler in diesem Fall. Unter Zeitdruck arbeitet sich Dupin durch eine Zahl von Verdächtigen, Wissenschaftlern, die sich mit der Artus-Sage beschäftigen. Und schon bald gibt es den nächsten Toten …


    Meine Meinung:

    Ich mag die atmosphärischen Krimis um den ein wenig kauzigen bretonischen Kommissar (ja, er ist nun ein Bretone!) sehr gern. Auch seine gewitzte Assistentin Nolwenn und seine Inspektoren Kadeg und Riwal habe ich ins Herz geschlossen. Die vier sind ein unschlagbares Team. 


    Der aktuelle Fall ist recht undurchsichtig. Die Wissenschaftler mauern, was das Zeug hält. Es ist für die Polizei sehr schwer, hinter ihre Geheimnisse zu kommen. Zwar hatte ich schon recht früh den richtigen Verdacht, was den Täter angeht, aber keinen Beweis. Spannend war der weitere Verlauf trotzdem, denn die Zeit drängt und man weiß nie, wann der Täter erneut zuschlägt. So arbeitet Dupin Tag und Nacht. Es geht Schlag auf Schlag, man kommt praktisch nicht zum Verschnaufen. Trotz der gewohnten Landschaftsbeschreibungen und Einbindung der Artus-Sage steht der Kriminalfall hier eindeutig im Vordergrund, was mir sehr gut gefallen hat.


    „Bretonische Geheimnisse“ ist bereits der 7. Band der Reihe und kann theoretisch auch für sich allein gelesen werden. Schöner ist es natürlich, die Entwicklung der Protagonisten von Anfang an zu begleiten.


    Die Reihe:

    1. Bretonische Verhältnisse

    2. Bretonische Brandung

    3. Bretonisches Gold

    4. Bretonischer Stolz

    5. Bretonische Flut

    6. Bretonisches Leuchten

    7. Bretonische Geheimnisse


    ★★★★☆


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    AUSGEbuchT-PetraMolitors avatar
    AUSGEbuchT-PetraMolitorvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Aller guten Dinge sind SIEBEN - mir hat "Bretonische Geheimnisse" sehr gut gefallen.
    Magisch bretonisch: Der sagenumwobene Märchenwald als Schauplatz eines spannenden Krimis

    Magisch bretonisch: Der sagenumwobene Märchenwald als Schauplatz eines spannenden Krimis

    Die Fakten:

    „Bretonische Geheimnisse“ ist der siebte Teil der Kommissar Dupin-Reihe von Jean-Luc Bannalec.  Das Taschenbuch mit 400 Seiten ist Ende Juni 2018 zum Preis von 16,00 Euro bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Ebenfalls erhältlich sind das E-Book, das Hörbuch und die Audio-CD-Fassung.

    Jean-Luc Bannalec ist das Pseudonym eines Autors, der in Deutschland und im südlichen Finistère zu Hause ist. Die ersten sechs Bände der Krimireihe mit Kommissar Dupin waren allesamt Bestseller im Cosy-Krimi-Genre, wurden für das Fernsehen verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2016 wurde Jean-Luc Bannalec von der Region Bretagne mit dem Titel »Mécène de Bretagne« ausgezeichnet.

    Wie es aussieht:

    Rein optisch ist das Buch – natürlich – den Vorgängerbänden angeglichen. Was ich auch gut finde, denn der Wiedererkennungswert ist dadurch extrem hoch. Ich finde die eher schlichte Covergestaltung mit Bretagne-typischen Szenerien sehr gelungen und ausdrucksstark. Auch die verwendeten Farben in der Gestaltung der Bücher passen perfekt zum Gesamteindruck. Blau und grün verdeutlichen für mich das Meer und die Landschaft, in der die Geschichten spielen.

    Um was es geht (Klappentext des Verlages):

    Bretonischer Spätsommer im sagenumwobenen Artus-Wald und verschrobene Wissenschaftler auf der Jagd nach ewigem Ruhm.

    Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen und Schlössern ist das letzte verbliebene Feenreich – glaubt man den Bretonen. Unzählige Legenden aus mehreren Jahrtausenden sind hier verortet. Auch die von König Artus und seiner Tafelrunde. Welche Gegend wäre geeigneter für den längst überfälligen Betriebsausflug von Kommissar Dupin und seinem Team in diesen bretonischen Spätsommertagen? Doch ein ermordeter Artus-Forscher macht dem Kommissar einen Strich durch die Rechnung. Gegen seinen Willen wird Dupin kurzerhand zum Sonderermittler ernannt in einem brutalen Fall, der schon bald weitere Opfer fordert. Was wissen die versammelten Wissenschaftler über die jüngsten Ausgrabungen in der Gegend? Wie stehen sie zu dem Vorhaben, Teile des Waldes in einen Vergnügungspark umzuwandeln? Und warum rückt keiner von ihnen mit der Sprache raus? Schon bald ist selbst Nolwenn, Dupins sonst so unerschütterliche Assistentin, in Sorge – und das will wirklich etwas heißen.

    Wie es mir gefallen hat:

    Ich habe die Dupin-Romane immer schon gerne gelesen. Als ich den Teaser zu seinem neusten Fall las, war klar, dass auch „Bretonische Geheimnisse“ für mich ein must-read ist. Dies liegt unter anderem daran, dass ich den Forêt de Brocéliande vor einigen Jahren im Rahmen eines Bretagne-Urlaubs selbst besuchen durfte. Auch ich war sofort von dem Wald und seiner legendären Geschichte begeistert und verzaubert. Durch das eigene Erleben konnte ich die Schilderungen des Autors sehr gut nachvollziehen und muss sagen, dass Jean-Luc Bannalec die Atmosphäre unglaublich gut eingefangen und wiedergegeben hat. Ich fühlte mich durch seine Ausführungen sofort zurückversetzt, nicht nur an den Ort, sondern auch in die Zeit, als ich dort vor Ort war.

    Die alten Mythen um Artus, die Tafelrunde oder Merlin haben mich bereits von klein auf in ihren Bann gezogen. Auf jemanden, der sich nicht dafür interessiert, mögen die Schilderungen im Buch vielleicht an einigen Stellen zu ausführlich und langatmig wirken, mir hingegen hat es sehr gut gefallen, mir noch unbekannte Aspekte kennenzulernen. Das Buch war für mich daher nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr informativ.

    Ich mag den Schreibstil des Autors, der sich sehr flüssig liest und eine durchgängig konstante Spannung aufrechterhält. Die überraschenden Irrungen und Wirrungen waren gekonnt miteinander verknüpft und auch das Finale war tatsächlich für mich nochmal eine Überraschung. Selbstverständlich werde ich der Reihe weiter treu bleiben und freue mich schon jetzt auf Neues von Jean-Luc Bannalec.

    Ich vergebe 5 von 5 Sternen und kann das Buch für Frankreich- und Historieninteressierte uneingeschränkt weiterempfehlen – ebenso wie einen Urlaub in der Bretagne übrigens.

    PS: Offen gesagt gefallen mir die Bücher deutlich besser als die TV-Verfilmungen.


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    Bibbeys avatar
    Bibbeyvor 3 Monaten
    Nicht mein Favorit, aber lesenswert

    INHALT

    Der Artus-Wald ist das letzte verbliebene Feenreich – immerhin, wenn es nach den Bretonen geht. Was eignet sich besser für einen Betriebsausflug von Dupin und seinem Team als dieser sagenumwobene Wald? Als jedoch ein Artus-Forscher ermordet aufgefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse und Dupin wird kurzerhand zum Sonderermittler benannt. Schnell findet er sich in einem Lügengeflecht wieder, das die anderen Wissenschaftler mit einbezieht und das es nun aufzuklären gilt. Und plötzlich gibt es weitere Opfer, weitere Überfälle. Unter widrigen und gefährlichen Umständen ermitteln das Team weiter – vom so entspannt angedachten Ausflug ist schnell nichts mehr übrig.


    MEINUNG

    Schon der siebte Fall für Kommissar Dupin! Dieses Mal führt es den kultigen Ermittler in einen mysteriösen Wald – und damit wieder an einen Schauplatz, der sich sehen lassen kann. Und nicht nur das Setting, auch der Schreibstil konnte sich wieder sehen lassen. Oder vielmehr lesen lassen. J Mit viel Humor und einfach sehr ansprechend verpackt hat diese Geschichte wieder viel Spaß gemacht.

    Die Charaktere sind gewohnt gelungen, auch, wenn es das Team bei diesem Fall unter widrigen Umständen auseinander reißt. Vor allem Nolwenn, die sonst ja eher im Hintergrund agiert, war dieses Mal präsent und ist mir dabei noch ein Stück mehr ans Herz gewachsen. Die unterschiedlichen Figuren passen vermeintlich kaum zueinander und haben doch in keinem anderen Teil der Krimireihe so gut harmoniert.

    Die Idee, die hinter dem Plot steckt, finde ich großartig. Den verwunschenen Feenwald, die Geheimnisse, die hinter den Ecken lauern. Leider hat mich die Geschichte dennoch nicht ganz abholen können. Irgendwie ist der sprichwörtliche Funke nicht übergesprungen um mich ganz in den Bann zu ziehen, der sonst bei Dupin-Krimis eigentlich vorprogrammiert ist. Der Kommissar war mir teilweise sogar etwas abwesend, obwohl ich ihn sonst so gerne bei seinen Fällen begleite. Ich bin trotz des tollen Schreibstils immer wieder abgeschweift. Dennoch war das Buch sehr spannend. Es wurde gerade zum Ende hin noch einmal ordentlich rasant und ich fand auch den Fall an sich sehr außergewöhnlich und interessant zu verfolgen.

    FAZIT

    Nicht mein liebster Teil dieser sonst so hervorragenden Krimi-Reihe. Alles in allem zwar ein gelungener siebter Teil, aber leider mit einigen kleinen Schwächen, die dazu geführt haben, dass ich immer wieder abgeschweift bin. Schade.

    3 VON 5 BUCHHERZEN ♥♥♥

    DANKE AN DEN KIWI-VERLAG FÜR DAS BEREITSTELLEN DES REZENSIONSEXEMPLARS!

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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein bisschen zu viel bretonischer Stolz
    Mythen und Mord

    Eigentlich bin ich ein Fan der Reihe um den Commissaire Dupin, doch dieses Mal bin ich leicht enttäuscht. Der Fall um eine Mordserie an Artus-Forschern, in die Dupin eher zufällig hineingerät, ist mir einerseits etwas zu dick aufgetragen, andererseits nervt das penetrant dargestellte Mystische des Waldes von Brocéliande, in dem die Handlung beheimatet ist. Dazu kommen einige Erzählstränge, die die Handlung unnötig in die Länge ziehen (Stichwort verschwundene Inspektoren) und das erbsenzählerische Protokollieren der durch Dupin getrunkenen Tassen Kaffee. Doch damit nicht genug, der Roman weist viele Satzbaufehler auf, die ich keinem meiner Studierenden durchgehen lassen würde. Als eines von leider zahlreichen Beispielen hier das auf Seite 312: "Es hatte aufgehört zu regnen. In den dickbäuchigen finsteren Wolken waren vereinzelte Löcher zu sehen. Durch die ein Bündel dramatischer Sonnenstrahlen (ziemlich schräges Bild, wie mir gerade beim Abtippen auffällt) fiel, das die übernasse Welt grell silbern aufblitzen lies. Vor allem das Straßenpflaster". Warum nur werden Nebensätze nicht durch ein Komma, sondern durch einen Punkt vom Hauptsatz abgetrennt? Und warum geht das bei Lektoren durch?


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    Naburas avatar
    Naburavor 4 Monaten
    Eine Sonderermittlung für Dupin

    Kommissar Dupin reist in den Forêt de Brocéliande, denn er schuldet seinem Freund und Pariser Kollegen Jean Odinot noch einen Gefallen. Doch er ist nicht allein unterwegs. Die Fahrt wurde von Nolwenn kurzerhand zum Betriebsausflug erklärt, und so fahren die beiden gemeinsam mit den Inspektoren Riwal und Kadeg gen Tréhorenteuc. Dupin muss nur kurz seinen Termin mit Fabien Cadiou wahrnehmen, einem der weltweit führenden Artus-Forscher. Danach können sie gemeinsam die mythischen Orte erkunden, die mit zahlreichen keltisch-bretonischen Legenden und insbesondere der Artussage verknüpft sind. Doch als Dupin bei Cadiou eintrifft, liegt der erschossen in seiner Wohnküche. Im Nu findet sich Dupin als Sonderermittler in einem neuen Fall wieder.

    Schon der letzte Fall hat Dupin urlaubsbedingt ein gutes Stück von Concarneau weggeführt. Auch diesmal verlässt er die heimischen Gefilde, allerdings gemeinsam mit seinem Team. Und im Gegensatz zu seinen Nachforschungen an der Côte de Granit Rose muss er sich nach dem Totenfund nicht mit Zuständigkeiten auseinandersetzen. Denn sein Pariser Kollege macht ihn im Handumdrehen und gegen seinen Willen zum Sonderermittler, während der ortsansässige Kommissar sich zufrieden verabschiedet, um den Geburtstag seiner Schwägerin zu feiern.

    Dupin hat seine Kollegen praktischerweise schon vor Ort, und so stürzen sie sich gemeinsam in die Ermittlungen. Während er noch die Erkenntnis sacken lässt, dass es einen Mörder zu finden gilt, wird ihm ein zweiter Toter gemeldet: Einer der Forscherkollegen Cadious, die für eine Artus-Konferenz angereist sind, liegt erstochen im Wald. Und eigentlich sollte Dupin Cadiou auf den Zahn fühlen, ob bei dem Tod von dessen im Frühsommer verstorbenen Kollegen, welcher der Bruder des Innenministers war, keine Fremdeinwirkung im Spiel war. Hat er es etwa mit drei Morden zu tun? Was steckt dahinter? Etwa die Suche um den Heiligen Gral? Die fünf ebenfalls zur Konferenz angereisten Wissenschaftler wollen nichts ungewöhnliches bemerkt haben.

    Dupins neuer Fall weist schnell eine gewisse Komplexität auf, bei der es den Überblick zu wahren gilt. Unter der Oberfläche brodelt so einiges, doch alle Artus-Forscher erweisen sich als höchst verschlossen. Auch aus der Frau des ersten Opfers und des örtlichen Erzählers, der das zweite Opfer gefunden hat, ist kaum etwas herauszubekommen. Gleichzeitig steht Dupin unter Zeitdruck, denn er will schnellstmöglich nach Hause zurück. Die unfreiwillige Ermittlung bietet auch einige Szenen, die mich zum Schmunzeln bringen konnten, zum Beispiel hat er kein Clairefontaine für seine Notizen dabei und muss mit den freien Stellen in der Bedienungsanleitung seines Citroën vorlieb nehmen.

    Die Situation vor Ort spitzt sich immer weiter zu, denn irgendjemand scheint noch immer eine Rechnung offen zu haben. Dupin befragt systematisch die Kollegen und Bekannten der Opfer und lässt sich auch mal von einem Geistesblitz leiten. Immer wieder gibt es neue Hinweise und unerwartete Zwischenfälle, die mich neugierig weiterlesen ließen. Vor der Kulisse der geheimnisvollen Artus-Orte kommt es zu spannenden Szenen und einem spektakulären Showdown. Die Motivation hinter den Taten fand ich jedoch nicht so plausibel. Trotzdem konnte „Bretonische Geheimnisse“ mich mit neuen Abenteuern für die liebgewonnen Charaktere und dramatischen Wendungen sehr gut unterhalten.

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    bkns avatar
    bknvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr spannend und atmosphärisch dicht, nicht nur für Bretagne-Fans.
    Bretonisches Lese-Highlight

    Kommissar Georges Dupin und sein Team aus Concarneau, Nolwenn, Riwal und Kadeg, sind zu einem lange überfälligen Betriebsausflug aufgebrochen. Dieser soll sie in die Brocéliande führen, über die Nolwenn und Riwal natürlich viele Geschichten kennen. Ein Ausflug, der natürlich auch dazu gedacht ist, weiter an der Einbürgerung Dupins in der Bretagne zu arbeiten.

    Bevor es aber an den gemütlichen Teil geht, muss Dupin noch eine kurze Befragung erledigen, die er einem früheren Kollegen aus Paris, Jean Odinot, zugesagt hat. Allerdings wird daraus nichts, denn Fabien Cadiou liegt erschossen in seinem Haus, als Dupin dort ankommt. „So ein Scheiß“, um mal Dupin zu zitieren, denn so ganz offiziell ist er natürlich nicht dort. Doch Odinot nutzt Beziehungen und dreht die Situation: Dupin wird spontan zum Sonderermittler im Auftrag der Pariser Polizei ernannt. Dieser Status macht alles möglich, wie es scheint – sogar eine geradezu schleimige Freundlichkeit von Präfekt Locmariaquer …

    Fabien Cadiou war Wissenschaftler, eine Koryphäe der Artus-Forschung, der sich gerade mit anderen illustren Kollegen zu einer jährlichen Konferenz treffen sollte. Doch während Dupin noch mit der frisch gebackenen Witwe Blanche Cadiou spricht, wird ein weiterer dieser Wissenschaftler erstochen aufgefunden: Paul Picard. Die rasante Entwicklung des Falles lässt Dupin keine Zeit, die Ermittlungen systematisch anzugehen. Er hat nicht einmal Zeit, sich ein neues Notizheft zu kaufen, sondern muss die Betriebsanleitung seines Autos für seine Notizen verwenden.

    Die renommierten Wissenschaftler mauern und erzählen kaum das Nötigste, ohne Nolwenns Recherchen ginge wie immer gar nichts voran. Riwal und Kadeg gehen eigenen Spuren nach und sind auf einmal verschwunden. Und es gibt weitere Opfer … doch der Kreis der Verdächtigen ist überschaubar. Die rasante Entwicklung des Falles hält jedenfalls Dupin, sein eigenes Team, alle lokalen Polizeistellen und den Leser in Atem.

    Als Bretagne-Fan und Liebhaber dieser Serie habe ich diesen Band wieder sehnsüchtig erwartet und ich wurde kein bisschen enttäuscht. Vom ersten Satz an ist man als Leser mitten im Geschehen, sitzt mit Riwal und Kadeg auf der Rückbank in Dupins altem Citroen auf dem Weg in den Betriebsausflug und lauscht Riwal, der ein wenig besserwisserisch von den Sagen der Brocéliande berichtet …

    Die Geschichte ist so dicht erzählt, so nah, dass man immer das Gefühl hat, unmittelbar dabei zu sein. Auch die Stimmung des Waldes, dessen geheimnisvolle Eigenarten auch den Skeptiker Dupin berühren, scheint man unmittelbar zu spüren. Meine Liebe zur Bretagne legt eine positive Basis, der Schreibstil des Autors liegt mir wohl einfach besonders und dann ist auch noch der Fall sehr spannend – ein absolutes Lese-Highlight!

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    andy123vor 4 Monaten
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