Bretonische Geheimnisse. Kommissar Dupins siebter Fall

von Jean-Luc Bannalec 
4,0 Sterne bei3 Bewertungen
Bretonische Geheimnisse. Kommissar Dupins siebter Fall
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Ein nettes Wiedersehen mit Dupin und seinen Kollegen. Bretonische Geheimnisse samt Urlaubsfeeling sind garantiert.

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Inhaltsangabe zu "Bretonische Geheimnisse. Kommissar Dupins siebter Fall"

Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen ist das letzte verbliebene Feenreich – glaubt man den Bretonen. Unzählige Legenden sind hier verortet. Auch die von König Artus und seiner Tafelrunde. Welche Gegend wäre geeigneter für einen Betriebsausflug von Kommissar Dupin und seinem Team? Doch ein ermordeter Artus-Forscher macht dem Kommissar einen Strich durch die Rechnung. Gegen seinen Willen wird Dupin kurzerhand zum Sonderermittler ernannt in einem brutalen Fall, der schon bald weitere Opfer fordert. Geheimnisvoll, raffiniert und spannend – Kommissar Dupin ermittelt im Herzen der Bretagne.

Ungekürzte Lesung mit Gerd Wameling
9 CDs | ca. 10 h 54 min

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783742404770
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Der Audio Verlag
Erscheinungsdatum:22.06.2018

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    WinfriedStanzickvor 2 Monaten
    Warmherzigen Interpretation der Charaktere von Dupins Team



    Eine neue literarische Stimme macht sich seit einigen Jahren erfolgreich auf dem hart umkämpften deutschen Krimimarkt bemerkbar. Während viele Jahre lang erfolgreiche Serien wie etwa Donna Leons Romane um den Commissario Brunetti aus Venedig schon seit langem an Langeweile und immer mehr von dem Gleichen nicht zu überbieten sind, hat der in Deutschland und in Frankreich lebende Autor unter dem Pseudonym Jean Luc Bannalec mit seinen bisher schon sechs Romanen um seinen im Finstere lebenden Kommissar Dupin auch bei der etablierten Literaturkritik erhebliche Beachtung gefunden.

    Schon in allen bisherigen Romanen hat Bannalec, vor allem vermittelt durch Dupins Kollegen Riwal eine Menge bretonischer Geschichte und Mythen eingewoben. Doch in seinem neuen Werk geht es fast ausschließlich darum. Für Leser, die sich vor allem für die Artuslegende interessieren, ist das toll, für andere möglicherweise stellenweise etwas langweilig und langatmig.

    Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen und Schlössern ist das letzte verbliebene Feenreich – glaubt man den Bretonen. Unzählige Legenden aus mehreren Jahrtausenden sind hier verortet. Auch die von König Artus und seiner Tafelrunde. Welche Gegend wäre geeigneter für den längst überfälligen Betriebsausflug von Kommissar Dupin und seinem Team in diesen bretonischen Spätsommertagen, zumal sich mit Riwal ein absolut kundiger Kollege anbietet mit detaillierten Informationen und Führungen.
    Als Dupin zu Beginn des mehrtätigen Betriebsausflug noch mit einem berühmten Artus-Forscher in einer anderen Angelegenheit en Gespräch führen will, findet er diesen ermordet vor. Schnell ist Dupin von Paris aus zum nationalen Sonderermittler ernannt mit allen Befugnissen und macht sich mit seinem Team auf die Suche nach dem Täter. Wichtig ist dabei eine Gruppe von an diesem Ort versammelten Wissenschaftlern mit zunächst undurchschaubaren Beziehungen untereinander, die, so findet Dupin bald heraus, von Konkurrenz und Stellenneid geprägt sind.

    Aus dieser Gruppe sind bald weitere Opfer zu beklagen. Und Dupin dämmert de Erkenntnis, dass jeder aus dieser Gruppe sowohl das nächste Opfer als auch der nächste Täter sein kann.

    Unter dem zeitlichen Druck seiner Partnerin Claire, die nach dem Ausflug die neue gemeinsame Wohnung einrichten will, ermittelt Dupin mit seinen Kollegen fieberhaft. Dabei wächst Nolwenn wieder einmal über sich hinaus, indem sie wie ein menschlicher Computer alle Infos bündelt und die ganze, dieses Mal außerordentlich gefährliche Ermittlung koordiniert.

    Als zwischenzeitlich Kadeg und Riwal spurlos verschwunden sind, scheint sich ein Fiasko anzubahnen. Mit sehr gelungenem Spannungsbogen und psychologischer Raffinesse bei der Beschreibung der Beziehungen innerhalb der mysteriösen Wissenschaftlergruppe gelingt es Bannalec, den Leser in dem, wie ich finde, bisher besten seiner Bücher, den Leser bis zur letzten Seite zu fesseln  und ihn gleichzeitig mit einer Menge an interessanten historischen Informationen zu füttern.

    Ein hervorragender Kriminalroman mit tiefen Einblicken in die Abgründe des Wissenschaftsbetriebs und die bretonische Mythologie.

    In der vorliegenden ungekürzten Hörbuchfassung  gelingt es Gerd Wameling ganz hervorragend, die Stimmung des Buches einzufangen, mit seiner Stimme die Spannung des Buch noch zu verstärken und der warmherzigen Interpretation der Charaktere von Dupins Team eine ganz persönliche Note zu geben.




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    Wedmavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein nettes Wiedersehen mit Dupin und seinen Kollegen. Bretonische Geheimnisse samt Urlaubsfeeling sind garantiert.
    Ein mystisches, recht spannendes Wiedersehen mit Dupin& Co.

    Den 7.ten Fall mit Dupin fand ich ganz gut. Wer Mythen und Legenden um Artus &Co. und sonst Mystisches in Krimis mag, ist hier ganz gut aufgehoben. Insofern erscheint der Titel hier passend.

    Klappentext beschreibt den Fall ganz gut. Dupin und Kollegen holen den Betriebsausflug nach. Kaum den mystischen Wald betreten, schon entdeckt Dupin die erste Leiche. Etwas später gibt es noch eine weitere. Eine Frau wird verletzt usw.

    Es geht so ziemlich Schlag auf Schlag. Kaum wurden die Ermittlungen begonnen, die Dupin absolut nicht übernehmen wollte, schon sind seine zwei Kollegen verschwunden. Sie haben sich näher im Schloss umgesehen, das sich beim malerischen See im Wald versteckt. Insofern passt das Cover zum Inhalt auch sehr gut.

    Nolwenn ist wieder in ihrem Element und lässt ihre Talente und Verbindungen spielen, um Dupin zu helfen, möglichst rasch die Situation zu entwirren. Eigentlich ist Dupin mit seiner Lebensgefährtin Claire verabredet und will sein Versprechen auch einhalten. Sie wollen in gemeinsames Haus ziehen. Dupin will Claire nicht allein vor all den Kartons stehenlassen. Claire kommt hier nicht oft vor, aber so ganz anders als im vorigen Fall. Da hat sie eine ziemliche Schreckschraube abgegeben.

    Dupin ermittelt im Wissenschaftler-Millieu, die, wie es ihm scheint, etwas Wichtiges zu verbergen suchen.

    Bretagne mit ihrem vielfältigen Wesen spielt in dieser Folge eine große Rolle. Mythen und Legenden gibt es reichlich. Damit fängt der Krimi an, so endet er auch. Die Artus mit dem Heiligen Gral fehlt keineswegs. Hier fand ich die suggerierte umgekehrte Parallele interessant: zwischen dem ehrenhaften Zusammenhalt der Artus Runde und dem Verhalten der heutigen Wissenschaftler, die eigentlich als Team eine tolle Leistung erbracht und ein altes Rätsel gelöst haben, aber wenn es darum ging, den Ruhm und die entspr. Beförderungen zu verteilen, da wurde ein Verhalten an den Tag gelegt, dass Dupin & Co. einschreiten mussten.

    Der Fall ähnelte stellenweise den Krimis von Agatha Christie, wenn die Beteiligten zum Schluss in einem Raum in einem Schloss sitzen und Dupin a lá Hercule Poirot seine Reden schwingt, wer was warum etwas getan oder unterlasen hatte.

    Viele Landschaftsbeschreibungen gibt es hier. Mystisch sind nicht nur der Wald bei Brocéliande und das Schloss samt seinen geheimen Gängen und vergessenen Räumen. Auch Dupins Strang, all die Geschehnisse um ihn, muten ebenfalls mystisch an: Das mit dem weißen Tier, das Dupin hin und wieder mal im Wald huschen sieht und dessen Bedeutung, was zum Schluss erklärt wurde, verlieh der Geschichte noch mehr Mystik.

    Urlaubsfeeling stellt sich recht früh ein und erst dann zu Ende, wenn die letzte Minute verklungen ist.

    Bis zum Schluss kann man rätseln, wer es war und warum. Wobei man schon paar gute Tipps ab etwa der Mitte hat, die sich dann auch bestätigen.

    Was zum Sterneabzug geführt hat: Die Handlung war mir etwas zu konstruiert, manchmal bis recht oft gar abstrus, was dem Autor auch klar war, aber er machte es wie in den Fällen zuvor: Kurz die Tatsache ansprechen und schön genauso weitermachen. Und diese unsägliche Art, alles ins Kleinste zu erklären, auch das, was nicht geschah, aber hätte geschehen können. Das geht auf Kosten der Spannung, die in den Keller rutscht und die Handlung schon wieder stocken lässt, die Geschichte insg. aufbläht und einen schon mal das Ende herbeisehnen lässt, abgesehen davon, dass diese Art zu erzählen unnötig umständlich ist und mir, wie üblich, den letzten Nerv raubt. Aber gut, das weiß man vorher, wenn man sich den nächsten Fall aus der Feder von Bannalec holt.

    Erfreulicherweise konnte ich auch sehen, dass hier versucht wurde, mal andere Wege anzuschlagen, die Figuren etwas anders als gewohnt agieren zu lassen und ähnl., was bei mir auch sehr gut ankam.

    Der Erzähler Gerd Wameling hat wie immer ganz gut gelesen. Fast alle Figuren konnte ich heraushören. Bei manchen gab es Verwechslungsgefahr, aber alles insg. war es in Ordnung.

    Fazit: Ein nettes Wiedersehen mit Dupin und seinen Kollegen. Bretonische Geheimnisse samt Urlaubsfeeling sind garantiert. Ich vergebe hier vier Sterne und bleibe auf den nächsten Fall mit Dupin &Co. gespannt.

    Hörbuch, 10 St. 53 Min. Ungekürzt.

    Kommentare: 1
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    lisamvor 2 Monaten

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