Bretonische Verhältnisse

von Jean-Luc Bannalec 
3,8 Sterne bei485 Bewertungen
Bretonische Verhältnisse
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (321):
J

Spannend geschrieben, ein Komissar mit Eigenheiten und die Liebe zur Bretange wird entfacht !

Kritisch (30):
engineerwifes avatar

Wurde nicht warm mit Herrn Dupin ...

Alle 485 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Bretonische Verhältnisse"

Hochsaison in der Bretagne: Im malerischen Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der hochbetagte Besitzer des berühmtesten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden. Kommissar Dupin, eingefleischter Pariser und zwangsversetzt ans Ende der Welt, übernimmt den Fall und stößt in der bretonischen Sommeridylle auf ungeahnte Abgründe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442479276
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:19.08.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.04.2012 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Buchling001vor einem Monat
    Kurzmeinung: Geschichte kommt erst ab der Hälfte in Fahrt, trotzdem ein Auftakt der mehr verspricht.
    Wenn man Lust auf Urlaub hat...

    Zum Inhalt: In der malerischen Künstlerstadt Pont Aven in der Bretagne wird die Leiche eines rennomierten Hoteliers gefunden. Kommissar Dupin, gerade von Paris in die Bretagne strafversetzt, wird dieser Fall zugeteilt. Da der Hotelbesitzer einen ehrenwerten Stellenrang in der Gesellschaft hatte, ist Kommissar Dupin während seiner Ermittlungen politischen Druck ausgesetzt. Bei den Ermittlungen stößt er auf ein Familiengeheimnis und persönliche Abgründe. Meine Meinung: Der Auftakt der Serie um Kommissar Dupin begann für mich erst nach etwa 100 Seiten, ungefähr die Hälfte des Buches. Vorher plätschert die Geschichte nur vor sich hin und kommt nicht richtig in Fahrt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass auf den ersten 100 Seiten der Fokus mehr auf die Beschreibung der Landschaft, die wirklich gut skizziert ist und ein Urlaubsgefühlt vermittelt, liegt. Wenn man jedoch, wie ich, bei Krimis mehr Wert auf die eigentliche Handlung legt, musste man sich auf den ersten 100 Seiten ein wenig abmühen, da kein richtiger Spannungsbogen aufgebaut wird. Als die Ermittlungen dann (endlich) ab der Hälfte des Buches endlich richtig begannen, wird die Handlung schnell spannend. Die Kriminalhandlung an sich ist aus meiner Sicht nichts Außergewöhnliches, mehr oder weniger ein Familiendrama. Trotzdem ist dieses Buch eine gute Unterhaltung für zwischendurch, wenn man sich ein wenig nach Urlaub sehnt. Das dieses Buch das erste Buch in der Kommissar-Dupin-Reihe ist, bin ich gespannt, wie sich der Schreibstil und die Charaktere in den nächsten Büchern weiterentwickeln. Die nächsten drei Fälle von Dupin liegen schon auf meinem Nachttisch.

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    scarlett59s avatar
    scarlett59vor 4 Monaten
    Solider Krimi

    Zum Inhalt:
    Kommissar Dupin lebt noch nicht lange in der Bretagne, als er den Mord an einem über 90-jährigen Hotelbesitzer im Künstlerdorf Pont Aven aufklären soll. Die Anwohner und Hotelangestellten sind mit Auskünften nicht gerade großzügig. Dann gibt es noch eine zweite Leiche und der Druck auf den Kommissar wächst.

    Meine Meinung:
    Ich empfand den Schreibstil als ein wenig anstrengend zu lesen, denn
    - es gibt viele Landschaftsbeschreibungen
    - sowie viele Gespräche, aber kaum Handlung
    - die Gespräche sind sehr ausschweifend und dabei teilweise nichtssagend
    - die sehr detaillierten Beschreibungen führen u.a. dazu, dass ein Tag auf 96 Seiten beschrieben wird
    - so umfasst die Geschichte lediglich 4 Tage, in denen der Fall jedoch gelöst wird
    Ich habe das Buch beendet, da ich wissen wollte, wer der Mörder ist und welches Motiv er hatte. Andererseits musste ich manchmal mit mir kämpfen, um nicht einfach ein paar Seiten vorzublättern.
    Es ist ein solider Krimi, aber ich bin nicht richtig mit warm geworden und werde mir ganz sicher nicht die Folgebände zulegen.

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    markus1708s avatar
    markus1708vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Der erste Fall von Kommissar Dupin: Zwei Tote, ein unbekannter Gauguins und ganz viel bretonischer Lokalkolorit.
    Kommissar Dupins erster Fall um einen ermordeten Hotelier und ein streng gehütetes Familiengeheimnis

    Kommissar Dupin ist vor drei Jahren aus Paris in die Bretagne versetzt worden. Manchmal fremdelt er noch, ist noch nicht so richtig angekommen und wird von den Einheimischen immer noch misstrauisch beäugt. Seine Kollegen halten ihn für verschroben, seine Methoden sind ihnen zu unkonventionell. Sein Ruf eilt ihm voraus: Kaffee und Pinguine sind seine großen Leidenschaften. Dies ist der erste Roman mit ihm als Ermittler: Im Hotel Central in Port Aven haben schon Gauguin und weitere berühmte Maler genächtigt und damit den Ruf der Bretagne als Künstlerheimat begründet. Jetzt liegt der 91jährige Besitzer ermordet in seinem Haus. Dupin beginnt mit seinen Ermittlungen und hat Schwierigkeiten, die zahlreichen Mauern des Schweigens zu überwinden – alle die er befragt, haben ihre Gründe, zu schweigen oder zu lügen. Schon ist eine zweite Person tot und ein spektakulärer Fund wird gemacht. Uralte Familiengeheimnisse werden ans Tageslicht gezerrt, die Öffentlichkeit und seine Vorgesetzten wollen rasche Ergebnisse sehen. Am Ende fällt ihm ein, was er lange übersehen hat, jetzt muss er nur noch die Falle zuschnappen lassen und seine Beweise für sich sprechen lassen.

    Mein Fazit: Die Geschichte ist geschickt konstruiert, die Spannung hält sich bis zum Schluss, man rätselt mit dem Kommissar und folgt ihm auf seinen Ermittlungswegen. Dazu gibt es sehr viel Lokalkolorit und liebenswerte, manchmal verschrobene Charaktere. Mir hat das lesen sehr viel Freude bereitet und für mich sind vier von fünf Sternen gerechtfertigt.

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    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Gar nicht übel
    Gar nicht übel

    Zum Inhalt:

    Im malerischen Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der hochbetagte Besitzer des berühmtesten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden.
    Meine Meinung:
    Ich mag Bücher, die in Frankreich spielen oftmals nicht. Dieser hat mich echt überrascht. Ich fand ihn erstaunlich gut, auch wenn es nicht für die volle Punktzahl gereicht hat. Die Story ist nicht schlecht, der Schreibstil ist gut lesbar, der Kommissar sympathisch. Hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Keine große Krimistory, aber solide Krimikost. 
    Fazit:
    Gar nicht übel

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    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor 5 Monaten
    Viel idyllische Bretagne – wenig Krimi …

    Seit Kommissar Georges Dupin vor beinahe drei Jahren von Paris in die Bretagne strafversetzt wurde, ist es ihm zur lieben Gewohnheit geworden, sein Frühstück in der Bar des Admiral in Concarneau einzunehmen. Heute wird er dabei durch einen Anruf gestört - im Nachbarort Pont Aven wurde der 91jährige Besitzer des Hotel Central, Pierre-Louis Pennec, brutal erstochen in seinem Hotel aufgefunden. Zusammen mit seinen Mitarbeitern Kadeg und Riwal nimmt Dupin die Ermittlungen auf. Wer konnte den natürlichen Tod des alten, bereits schwer kranken Mannes nicht erwarten, und warum? Verdächtige gibt es zuhauf: Pierre-Louis’ Sohn Loic Pennec und dessen Frau Catherine, der Halbbruder des Ermordeten André Pennec, die Leiterin des Hotels Francine Lajoux, der Besitzer des örtlichen Kunstmuseums Frédéric Beauvois oder gar Monsieur Charles Sauré, der Leiter des Musée d’Orsay. Sie alle konnten erhoffen im Testament bedacht zu sein, das, wie Dupin herausfindet, der Ermordete am kommenden Tag bei seiner Notarin ändern wollte.

    Während die Ermittlungen gerade anlaufen wird in der Bar des Hotels ein Fenster eingeschlagen. Die Wände in diesem Raum sind mit zahllosen Kopien von Werken bekannter Maler, die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Bretagne gelebt hatten, verziert – doch offensichtlich wurde nichts gestohlen und nichts verändert. Warum also der Einbruch? Dupin muss nachdenken, und das kann er am besten bei einem langen Spaziergang zu den malerischen Klippen am Meer. Dort wird am nächsten Tag eine weitere Leiche gefunden …

    Jean-Luc Bannalec ist ein Pseudonym des Autors, der in Deutschland und in der Bretagne im Finistère zu Hause ist. „Bretonische Verhältnisse“ ist der erste Band einer Serie um Kommissar Dupin, deren Bücher in zahlreiche Sprachen übersetzt und für das Fernsehen verfilmt wurden. Der siebte Band „Bretonische Geheimnisse“ wird am 26. Juni 2018 beim Verlag Kiepenheuer & Witsch erscheinen. Für seine Verdienste um die Region Bretagne erhielt der Autor 2016 die Auszeichnung »Mécène de Bretagne« verliehen.

    Der Protagonist Kommissar Georges Dupin hat das Zeug zur Kultfigur. Zunächst erscheint er kauzig, grantig und misslaunig, doch je näher man ihn kennenlernt, desto sympathischer wird er. Er braucht zum Denken Kaffee, viel Kaffee, und lange Spaziergänge an frischer Luft. Er liebt das gute Essen und die Spezialitäten der Bretagne. Sehr gerne arbeitet er alleine und hasst es, wenn er beim Denken gestört wird. Gerne vergisst er, gewollt oder ungewollt, seine Kollegen über den Fortgang der Ermittlungen zu informieren. Seine Fälle löst er mehr intuitiv als durch sachlich fundierte Polizeiarbeit.

    Dupin dominiert in diesem Krimi, die anderen Personen sind mehr oder weniger nur Staffage in einer ansonsten wenig spannenden Geschichte. Man hat den Eindruck, dem Autor ginge es hauptsächlich darum, die Bretagne in Szene zu setzen - und dies ist ihm außerordentlich gut gelungen. So gut, dass man als Leser liebend gerne sofort die Koffer packen möchte, um diese schöne Gegend kennen zu lernen, das Essen zu genießen, im Meer zu baden, die Museen zu besuchen und Land und Leute zu treffen. Sehr erfreulich war für mich, dass der Krimi ohne blutiges Gemetzel auskommt. Es gibt zwar zwei Leichen, aber der Autor erspart uns eine detaillierte Beschreibung ihres Zustandes und überlässt dies unserer Phantasie.

    Fazit: Eine Liebeserklärung an eine Landschaft, verpackt in einen erfreulich unblutigen Krimi mit einem interessanten Fall, der hauptsächlich von der Persönlichkeit des Kommissar Dupin lebt. Das Buch macht Hoffnung auf eine Steigerung in seinem 2.Fall.

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    Ulenfluchts avatar
    Ulenfluchtvor 7 Monaten
    Ein großer atlantischer Wurf

    „Es war ein fabelhafter Sommertag, dieser 7. Juli. Einer dieser großen atlantischen Tage.“ Nach zwei Sätzen in diesem Buch ist klar, was es ist und warum man es lieben wird: Eine Liebeserklärung an die Bretagne. Jean-Luc Bannalec legt einen Regionalkrimi vor, der nichts weniger als die Definition des Regionalkrimis schlechthin ist. Hier stimmen Geschichte, Atmosphäre, Figuren perfekt.


    Kommissar Dupin wurde ans Ende der Welt versetzt, in die Bretagne. Die Handlung setzt einige Jahre danach ein, also als er sich schon etwas eingelebt hat. Dem Buch tut das gut, denn diese Zeit hat der Kommissar ganz klar genutzt, um sich in seine neue Heimat zu verlieben. In das Essen, die Landschaft, die Menschen. Da ist es nur natürlich, dass seine Arbeit ihm manchmal vorkommt wie eine Störung, die er dann folgerichtig mit „So ein Scheiß“ kommentiert. So auch diesmal: Ein sterbender Greis brutal erstochen. Und ein Restaurant voller Nachbildungen von Gaugin-Malereien im bildschönen Pont-Aven. Nachbildungen, wirklich?


    Kommissar Dupin ist kein gebrochener Exot, er ist beinahe ziemlich normal, mit einer Schwäche für gutes Essen und mit einem Schuss unerklärlicher Genialität. Er ist auf beinahe angenehme und männliche Art und Weise arrogant und er hat einen Sinn für Gerechtigkeit, die ihn auch mal selber an den Rand der Legalität treibt, wenn es der Sache dient. Er hasst Autoritäten, ist selber aber gerne eine. Manchmal ist er beinahe süß, in seiner Liebe zu Pinguinen etwa und diesen vielen kleine Schrullen, die zu unmöglichsten Zeitpunkten durchkommen. Es ist ein bisschen schwer, diesen Kommissar zu charakterisieren und das macht den Reiz des Buches aus, denn ein Typ ist er auf alle Fälle.


    Hin und wieder scheint der Autor vergessen zu haben, dass er eigentlich einen Krimi schreibt. Denn Spannung im klassischen Sinn kommt nur manchmal auf, manchmal versteckt sie sich gar hinter den ausufernden Gesprächen und Telefonaten, der Fahrerei und der lukullischen Genüsse. Dem Bretagne-Fan ist das sehr recht, dem Krimi-Fan sicher nicht.


    Ein grandioser Auftakt der Buch-Reihe ist es dennoch. Ein Meilenstein der Regionalkrimis und voller Liebe für die Bretagne. Für die „großen atlantischen Tage“. Wer noch nie in der Bretagne war, wird spätestens nach der Lektüre dieses Krimis hinreisen wollen.

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ganz nett... Aber letzten Endes doch eher langweilig
    Ganz nett...Aber letzten Endes doch eher langweilig

    Dies ist ein typischer Kriminalroman, der dem gleichen Schema F folgt, wie die alten Romane von Christie oder Wallace. Allerdings fehlt dem Buch dann wirklich der nötige Charme, die Aufklärung des Falles ist vorhersehbar und der Hauptprotagonist ist relativ unsympathisch. Er handelt weder logisch noch verantwortungsbewusst und beim gefühlt 10. Mal, als über Hunger klagt hätte ich das Buch gern in die Ecke geworfen. 
    Dazu noch die vielen ähnlichen Namen...


    Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht 

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 10 Monaten
    Immer dreht sich alles um die Erbschaft

    Kommissar Dupin kann ohne einen starken Kaffee den Tag nicht überstehen. Während er gerade noch gemütlich den anbrechenden Tag beginnt muss er auch schon zu einem Tatort eilen. Dabei ist es gar nicht sein Ermittlungsgebiet. Der zuständige Kommissar ist derzeit auf Reisen. 

    Das legendäre Hotel Central hat einen Toten zu beklagen. Ausgerechnet den Seniorchef, der allerdings schon 91 Jahre alt war. Wer ermordet denn einen alten Mann auf so brutale Weise? Akribisch müssen die letzten Tage des Ermordeten rekonstruiert werden. Was sich als äußerst zeitraubend erweisen wird. Als dann ausgerechnet eine weitere Leiche auftaucht, da erkennt Kommissar Dupin das Ausmaß des komplizierten Falles. Die Familie des Hotelchefs ist auch nicht gerade hilfreich bei der Aufklärung. Jeder hält so seine Informationen zurück. 

    Es war der erste Band einer Krimiserie, die in der Bretagne angesiedelt ist. Man erfährt nicht sehr viel privates über Kommissar Dupin. Dabei möchte ich als Leser eigentlich immer gerne im Bilde sein, mit welchem Ermittler ich es zu tun habe. Es fehlte mir hier ein gewisses Maß an Hintergrundinformation. Der ganze Fall in Bretonische Verhältnisse war ein wenig langatmig und ging nur sehr schleppend voran. Bis der Krimi dann in Fahrt kam, dauerte es dann doch. Die Landschaft und ihre Ortschaften wurden recht gut beschrieben. Man erfährt so einiges über die Künstlerkolonie des kleinen Orts Pont Aven, deren berühmte Künstler des vorigen Jahrhunderts sich dort getummelt haben. Nach der Hälfte kam dann doch noch etwas Spannung auf, aber die Umsetzung kann mit anderen Krimis nicht so recht mithalten.

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    thesmallnobles avatar
    thesmallnoblevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die französische Antwort auf Inspector Brunetti!
    Die französische Antwort auf Inspector Brunetti!

    In diesem Buch ticken die Uhren etwas langsamer als sonst. Man erlebt ein wenig Beschaulichkeit in dieser landschaftlich schönen Region und begleitet Dupin auf seinem Ermittlungsweg. Dabei wird schnell klar, dieser Kommissar ist anders, kauzig, eigenbrötlerisch, halt ein richtiger Einzelgänger. Er geht bei seinen Befragungen systematisch vor, untersucht genau, am liebsten ganz allein, dann kann er sich dem Fall richtig nähern und kommt der Sache am besten auf die Spur. Doch er ist durchaus sympathisch, seine Vorliebe für Café und seine Probleme mit Vorgesetzten zu kommunizieren machen ihn sehr menschlich. Seine Vorliebe für Spaziergänge in der bretonischen Natur bringen ihn auf die besten Ideen, behauptet Dupin.
    Neue Erkenntnisse im Fall gibt er höchstens telefonisch an Kollegen weiter, sie fungieren nur als Handlanger. Doch seine Sekretärin Nolwenn unterstützt ihn, denn sie weiß, wie geschickt er in Verhören taktiert. Dort findet Dupin immer die richtigen Fragen, die sein Gegenüber in die Enge treiben.

    Der Fall ist eine Mischung aus Familiengeheimnis, Einblick in die Mentalität der sturen Bretonen und die Kunstszene von Pont Aven, speziell die des Künstlers Gauguin. Für Kunstliebhaber ein tolles Thema und auf jeden Fall eine echte Liebeserklärung an die Bretagne.
    Besonders erwähnen möchte ich noch die im Roman erwähnte Schule von Pont-Aven zum Ende des 19. Jahrhunderts.
    Diese Künstlergruppierung um Paul Gauguin waren allesamt sogenannte "Freilichtmaler", deren Werke sich durch reine und leuchtende Farben auszeichneten. Die erwähnten Gemälde machen Lust auf einen Museumsbesuch. Den roten Faden bildet aber hier im Krimi der unbekannte verschwundene Gauguin.

    Die Handlung ist wunderbar eingebettet in herrliche Landschaftsschilderungen. Die Beschreibung des Meeres und der Geruch von Algen in der warmen Sommerluft wird fast spürbar.

    Es ist ein sommerlicher Urlaubskrimi, der bis zum Schluss spannend geschrieben ist und den Leser mitraten lässt. Allerdings nehmen die Verhöre einen Hauptteil des Buches ein.

    Ein kurzweiliger, bedächtiger Krimi, der Einblicke in die wunderschöne Landschaft der Bretagne und in die Kunstwelt des 19. Jahrhunderts gibt.

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    Maki7s avatar
    Maki7vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Geeignete Reisebroschüre, langweiliger Krimi
    Enttäuschend


    Ich hatte wohl zu hohe Erwartungen an das Buch. Einerseits durch den Klapptext und andererseits durch die vielen Bewertungen und weil es eine Zeitlang wirklich omnipräsent war.

    Der Schreibstil ist flüssig, aber es kamen wir zu viele Namen/Ort darin vor. Ich hab es bis zum Schluss nicht hingekriegt, alles einzuordnen.
    Die Kriminalgeschichte ist gut durchdacht, allerdings wird die Spannung jedesmal unterbrochen. Die französische Küche, die Umgebung und alles ist sicher interessant, aber wenn man sich in einem Krimi permanent damit auseinandersetzen muss, nervt es mit der Zeit. Ausserdem hab ich keine Ahnung, wie Dupin aussieht. Auch sonst erfährt man relativ wenig von ihm, was es schwer macht, einen Bezug aufzubauen.
     
    Es lenkt auch ab, wenn der Klapptext "Sturm" verspricht, der einfach nie eintreffen will und dann am Ende kommt ein "laues Lüftchen".

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    kassandra1010s avatar
    Passend zu unserer Bretagne-Reise verlose ich mein Oktoberpaket.

    Verlost wird 1 Set, bestehend aus

    • Jean-Luc Bannalec - Bretonische Verhältnisse (1. Teil von Kommissar Dupin) als Taschenbuch
    • 1 Glas creme caramelle hier vom lokalen Bauernmarkt

    Bitte beantwortet die Gewinnspielfrage bis zum 21.10.2016 um 23:59 Uhr auf meinem Blog, hinterlasst dazu einfach einen Kommentar mit Eurer Antwort.

    Gerne könnt Ihr auch Eure Lösung hier direkt posten.

    Die Gewinnspielfrage lautet: In welchem Département liegt der Mont St-Michel?

    Ich drücke Euch die Daumen! Bonne chance!


    tardys avatar
    Letzter Beitrag von  tardyvor 2 Jahren
    Dankeschön!
    Zur Buchverlosung
    silkedbs avatar
    Seit einigen Monaten gibt es in meinem Blog jede Woche eine Verlosung zu einem anderen Buch.

    Mitmachen kann man per Kommentar (nur im Blogeintrag zur Verlosung) oder per E-Mail an die hinterlegte Adresse in meinem Blog "S.D. blogt Buch und Test": http://esdeh.blogspot.de/

    Diese Woche gibt es den Krimi "Bretonische Verhältnisse" von Jean- Luc Bannalec als Taschenbuch aus dem KiWi Verlag zu gewinnen.

    Hier eine kurze Inhaltsangabe:
    "Im malerischen Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der Besitzer des berühmtesten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden. Kommissar Dupin, eingefleischter Pariser und zwangsversetzt ans Ende der Welt, übernimmt den Fall und stößt in der bretonischen Sommeridylle auf ungeahnte Abgründe ... "


    Hat Euch das neugierig gemacht? Dann versucht Euer Glück und springt in den Lostopf (Bitte oben nochmal nachlesen, wie ihr mitmachen könnt!). Wichtig ist noch, dass der Einsendeschluss am letzten Tag jeweils schon um 20 Uhr ist und nicht erst um Mitternacht! Der Gewinner wird am nächsten Tag bekannt gegeben.
    Wer seine E-Mail Adresse nicht mit angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
    Teilnehmen können aus Kostengründen leider nur Personen mit einer Adresse in Deutschland.
    silkedbs avatar
    Letzter Beitrag von  silkedbvor 5 Jahren
    Zur Buchverlosung
    Klappentext:
    Im malerischen Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der Besitzer des berühmtesten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden. Kommissar Dupin, eingefleischter Pariser und zwangsversetzt ans Ende der Welt, übernimmt den Fall und stößt in der bretonischen Sommeridylle auf ungeahnte Abgründe...






    Es gibt auch ein paar Regeln, aber das kennt ihr ja sicher schon:

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    Und hier ist die Liste:

    verschickt am 10.04.
    1. JackJackson
    2. anyways
    3. Themistokeles
    4.
    rumble-bee
    5. Anett_Kraeuter

    6. Pashtun Valley Leader Commander
    7. 28horseshoe
    8. MelE
    9. Bücherwurm <-- Buch ist hier
    10. chatty68
    -> danach zurück zu mir

    Ich wünsche schon mal allen viel Spaß beim Lesen. =)
    ChattysBuecherblogs avatar
    Letzter Beitrag von  ChattysBuecherblogvor 6 Jahren
    Das Buch kann nun wieder nach Hause wandern.
    Zum Thema

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