Bretonisches Leuchten

von Jean-Luc Bannalec 
4,2 Sterne bei55 Bewertungen
Bretonisches Leuchten
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Positiv (48):
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Vielschichtiger spannender Krimi mit Commissaire Dupin im Bestform trotz Urlaub. Herrlich amüsant und mit tollem Bretagneflair.

Kritisch (1):

Für mich das schwächste Buch der Reihe bisher.

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Inhaltsangabe zu "Bretonisches Leuchten"

Bretonische Ferien und ein perfides Verbrechen
Zwischen den rosa Granitfelsen der Côte d‘Armor steht Commissaire Dupin vor einer unlösbaren Aufgabe: Es ist Hochsommer, und er soll Ferien machen. Am Strand liegen, die milde Süße des Lebens auskosten – zwei Wochen lang. Für Dupin eine unerträgliche Vorstellung. Zum Glück, muss man da fast sagen, verschwindet vor seinen Augen eine Frau. Und ein Verbrechen ungeahnten Ausmaßes erschüttert das malerische Örtchen Trégastel.
Während Claire die Ruhe zu genießen scheint, nutzt Dupin jede Gelegenheit, das Strandhandtuch zu verlassen. Das fabelhafte Abendessen auf der Terrasse und die Gerüchte über eine geklaute Heiligenstatue gehören zu den wenigen spannenden Momenten seiner Tage. Doch dann verschwindet eine Frau vor den Augen der Hotelgäste spurlos und es wird ein Anschlag auf eine Abgeordnete verübt, die im Clinch mit den Landwirten liegt. Wenig später erschüttert der Fund einer Leiche den Küstenort. Heimlich nimmt Dupin mithilfe der Dorfbewohner die Ermittlungen auf, schließlich dürfen Claire und seine Kollegen aus Concarneau nichts mitbekommen, sie haben ihm strengste Erholung verordnet.
Zwischen verwunschenen Tälern, traumhaften Stränden und einer leuchtend bizarren Felslandschaft entwickelt sich ein abgründiger Fall.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462050561
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:27.06.2017

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    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Nicht ganz so schön wie die anderen, aber trotzdem unterhaltsam.
    Verurteilt zum Sommerurlaub

    Kommissar Dupin ist verzweifelt. Seine Geliebte Claire hat ihn zu einem Strandurlaub mitgeschleppt und all seine Kollegen und Freunde darauf eingeschworen, ihn nicht mit Ermittlungsfragen zu behelligen. Dupin versucht dem Sonnenbaden mit Kurzspaziergängen zu entkommen. Dann wird eine Leiche gefunden und aus den arrangierten Fluchten wird eine heimliche Ermittlung: hinter Claires Rücken und hinter dem Rücken der örtlichen Polizei, die von Dupins Einmischung nicht begeistert ist.

    Für mich der bisher schwächste Band der Reihe. Die Verzweiflung Dupins ist zwar zu Anfang ganz amüsant wird dann aber anstrengend. Abgesehen von seinem Gejammer passiert seitenweise gar nichts. Die Ermittlungsarbeit besteht hauptsächlich aus Klatsch und Tratsch, der wenig überzeugend ausschließlich Dupin und nicht den ermittelnden Beamten mitgeteilt wird. Die Landschaftsbeschreibungen und das Flair retten die Geschichte zwar, aber der Kriminalfall ist äußerst schwach und am Ende auch etwas überfrachtet.

    Schade, dass die sonst so schöne Sommergeschichte nicht so gut gelungen ist. Als Fan der Reihe ist aber auch dieser Band ein Muss.

    Kommentare: 1
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    Igelas avatar
    Igelavor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Endlich von meinem SuB befreit! Ich mag den Ermittler sehr!
    Monsieur Dupin macht Urlaub!

    Commissaire Georges Dupin und seine Freundin, Claire Lannoy, machen Urlaub im Norden der Bretagne. Strandurlaub wie von Claire gewünscht….und das zwei Wochen lang! Dupin mag prinzipiell keinen Urlaub und Strandurlaub erst recht nicht. Doch er hat Claire versprochen, nur auszuspannen, den Beruf mal zu vergessen. Da verschwindet ein Gast, Madame Durant ,eines nachts aus dem Hotel und bleibt spurlos verschwunden. Kurz darauf wird eine Tote gefunden und Ines Marchesi von der Gendarmerie de Trégastel bittet Dupin um Hilfe. Der beginnt hinter dem Rücken von Claire und mit Feuereifer zu ermitteln. Endlich ist etwas los und die Ferien gestalten sich weitaus interessanter als gedacht!


    Dies ist der sechste Fall von Commissaire Dupin, ist jedoch in sich abgeschlossen und man kann dieses Buch bedenkenlos ohne Vorwissen lesen. Etwas, was in Reihen mit demselben Ermittler keineswegs immer der Fall ist. Ich habe schon ein, zwei Bücher mit dem skurrilen Commissaire  gelesen, die direkten Vorbände jedoch nicht und konnte bedenkenlos folgen.

    Wie auch schon in den bereits gelesenen Büchern, hat mir Commissaire Dupin immer wieder mal ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Die Figur ist hervorragend charakterisiert und ich mag den bedächtigen und witzigen Commissaire unheimlich gerne. Zu Beginn langweilt er sich beim Strandurlaub so sehr, dass er eine Liste mit Ausreden um vom Strandtuch weg zu kommen, anfertigt. Das abendliche Nachtessen im Hotel ein Highlight, endlich wieder ein Urlaubstag durch. Ein Tag weniger, der ihn von seiner heissgeliebten Arbeit trennt! Ich sehe ihn vor mir, wie er am Strand herumeiert und Ausreden sucht um von dort weg zu kommen! Die Nahrungsaufnahme ist ein wichtiger Punkt in Dupins (Urlaubs) Leben, und so werden allerhand Köstlichkeiten von der Bretagne beschrieben.

    Zeitweise ist dieses Buch fast ein Reiseführer. Nicht nur die verschiedenen Gerichte, sondern auch die Fauna und Flora werden manchmal etwas langatmig beschrieben. Gerade die Details zu den berühmten Gesteinen der Bretagne waren mir zu ausführlich. 

    Dieser Krimi benötigt einige Anlaufzeit bis er in die Gänge kommt, wird gegen Mitte spannend und ist sehr komplex.

    Der Schreibstil liest sich gut und flüssig . Die französische Lebensart, die zahlreichen Cafés und die Gerüchte in dem kleinen Ort, die sich sehr schnell verbreiten, sehr authentisch.

    Punkto Fall und Ermittlungen war das Ganze unvorhersehbar und schlüssig. Ich muss gestehen, dass ich einen anderen Täter im Visier hatte!

    Kommentare: 2
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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 9 Monaten
    Fast mehr Reiseführer als Krimi, aber trotzdem sehr unterhaltsam

    Broschiert: 312 Seiten
    Verlag: KiWi-Paperback (27. Juni 2017)
    ISBN-13: 978-3462050561
    Preis: 14,99€
    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich 

     

    Fast mehr Reiseführer als Krimi, aber trotzdem sehr unterhaltsam


    Dies ist der 6. Band der Reihe um Commissaire Georges Dupin, den es aus Paris in den Süden der Bretagne, nach Concarneau, verschlagen hat. Man muss aber keine Vorkenntnisse haben, um der Handlung folgen zu können.


    Inhalt:
    Dupin und seine Freundin Claire müssen mal dringend ausspannen. Kurzerhand reisen sie in den Norden der Bretagne, um in Trégastel am Strand zwei erholsame Wochen zu verbringen. Doch für Dupin ist das Nichtstun reines Gift.


    Da kommt es in dem beschaulichen Örtchen zu allerlei Vorkommnissen: Eine Heiligenstatue wird gestohlen, eine Abgeordnete wird bei einem Anschlag schwer verletzt, ein Gast aus dem Hotel verschwindet spurlos, und eine Leiche wird gefunden. Doch Dupin sind die Hände gebunden. Eigentlich. Es ist nicht seine Zuständigkeit, und Claire und seine Assistentin Nolwenn haben ihm jede ermittlerische Tätigkeit untersagt …


    Meine Meinung:
    Auch wenn der Kriminalfall bzw. die Fälle an sich nicht so wahnsinnig spannend sind, habe ich mich doch herrlich amüsiert. Dupin greift zu allerlei Tricks und Finten, um Claire abzulenken und hinters Licht zu führen und nebenbei mit Hilfe u.a. des Hotelier-Ehepaars und des Frisörs die Fakten zusammenzutragen.


    Da Dupin im Urlaub ist, ist es nicht verwunderlich, dass die Landschaftsbeschreibungen, Hotel- und Restaurantempfehlungen dieses Mal noch üppiger ausfallen als sonst. Schließlich muss er ja mit Claire auch ein bisschen Urlaubsprogramm abspulen und kann nicht nur Verbrecher jagen. Ich fand diese Beschreibungen auf jeden Fall wieder sehr gelungen. Beim Lesen steigt mein Fernweh nach der Bretagne unweigerlich an, bietet aber gleichzeitig auch schon ein wenig Erholung vom Alltag.


    Die Reihe:
    1. Bretonische Verhältnisse
    2. Bretonische Brandung
    3. Bretonisches Gold
    4. Bretonischer Stolz
    5. Bretonische Flut
    6. Bretonisches Leuchten


    ★★★★☆

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Comm. Dupin als Urlauber - kaum vorstellbar. Diesmal ein echt ruhiger Krimi.
    Nichts ist Dupin unerträglicher als Müßiggang

    George Dupin ist auf Anraten des Arztes, seiner Freundin Claire und der Kollegen für zwei Wochen zu einem Urlaub verdonnert. Doch
    „Nichts war Dupin unerträglicher als Müßiggang.“ (S.10) der umtriebige Inspektor hält es kaum auf dem Strandtuch seiner Liebsten aus.

    Doch er wäre nicht George Dupin, wenn er nicht einen Ausweg aus diesem Dilemma fände. Denn als sein Beruf offenkundig wird, erzählt man ihm von allerlei Ungereimtheiten wie z.B. dem Dienstahl einer Heiligenfigur, dem Anschlag auf eine Politikerin mittels Stein und, dann gibt es plötzlich eine echte Tote. Ermitteln streng verboten!
    Die Bretonen, allesamt irgendwie miteinander verwandt oder zumindest verschwägert, versorgen Dupin allerdings mit Nachrichten und Infos, so dass er heimlich doch ermitteln und den Fall lösen kann.

    Meine Meinung:

    Mir gefällt die ruhige Art dieser Krimi-Reihe. Es muss nicht immer hektische Verfolgungsjagden und/oder Schießereien geben.

    Gut gelungen ist das Herumlavieren des Zwangsurlaubers, um seine heimlichen Tätigkeiten zu verbergen. Als er dann draufkommt, dass seine Claire via Mobiltelefon Arbeitsanweisungen in ihrer Klinik gibt, musste ich herzlich schmunzeln.

    Ein bisschen haben mir seine Mitarbeite Riwal, Kadeg und vor allem Nolwenn gefehlt. Diese Personen bereichern durch ihre unterschiedlichen Charaktere die Krimis.

    Fazit:

    Ein Urlaubskrimi, der durch die Beschreibung von Land und Leuten so richtig Lust auf die Bretagne macht. 

    Kommentare: 2
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    Ally91s avatar
    Ally91vor einem Jahr
    Kurzmeinung: (Zu)Ruhiger Urlaubskrimi
    Entspannte Atmosphäre, unaufgeregter Fall

    Der Kommissar muss Urlaub machen und nimmt den Leser mal wieder zu einem traumhaften Ort in der Bretagne mit. Diese Mischung passt auch perfekt zum eigenen Urlaub...der neue Fall von Dupin liest sich entspannt, beruhigt und zeichnet wieder einmal perfekte Vorstellungen von den wohl schönsten Orten in Frankreich. Trotz der malerischen Umschreibungen ist es für mich der bisher schwächste Fall und somit auch der schwächste Band der Buchreihe. Am Strand und in der Sonne mag sich der Krimi gut lesen, aber bei diesem verregnetem Sommer und auch zu Hause bringt er einfach keine Spannung auf. Es fehlt stets der Wow-Moment, den ich bisher von den Dupin-Ermittlungen kenne. Die Umstände des Falles spielen eine absolute Nebenrolle und das macht den Fall und auch die Geschichte langweilig. Klar, der Kommisar hat Urlaub und ein Ermittlungsverbot....aber mehr Pepp hätte dem neuen Teil echt gut getan!

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    TanyBees avatar
    TanyBeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich liebe die Krimis mit Georges Dupin! Auch der sechste Teil war wieder ganz wunderbar. Ich muss schnell eine Reise in die Bretagne buchen
    Wunderbar wie immer!

    Im sechsten Band der Georges Dupin Reihe soll Dupin sich endlich einmal entspannen, Urlaub machen. Er fährt mit seiner Freundin Claire an die rosa Granitküste in den Ort Tregastel. Alle haben sich gegen ihn verbündet: Riwal, Kadeg und Nolwenn wimmeln ihn am Telefon ab und Claire möchte am liebsten den ganzen Tag am Strand liegen. Doch Dupin findet trotzdem einen Fall, indem er heimlich ermitteln kann.

    Ich liebe die Reihe mit Kommissar Dupin! Aus folgenden Gründen: es sind klassische Krimis, ohne allzu viel Grausamkeiten oder Actionszenen. Dupin hat genau den richtigen Grad an liebenswerter Verschrobenheit. Die Beschreibungen der Bretagne und des Essens dort sind einfach wunderbar!

    Auch der sechste Band hat mich nicht enttäuscht, im Gegenteil: Der Leser lernt wieder eine neue Gegend der Bretagne kennen (ich will da sofort hin!!) und diesmal habe ich mich sogar besonders amüsiert, da Dupin sich innerlich gegen den Urlaub wehrt und seine Ermittlungen geheim durchführt, was mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht hat. Riwal, Kadeg und Nolwenn haben mir etwas gefehlt, da sie nur kleinere Auftritte hatten, aber beim nächsten Mal sind sie sicher wieder dabei. Die Dorfbewohner haben das wettgemacht. Der Autor schafft hat herrliche Charaktere erschaffen, die einem richtig ans Herz wachsen.

    Der Kriminalfall war auch nach meinem Geschmack: man hätte als Leser durchaus darauf kommen können, aber es war sehr knifflig und mir ist es nicht gelungen. Es blieb bis zum Ende spannend!
    Nach der Lektüre eines Dupin Krimis habe ich immer furchtbar Fernweh und würde lieber heute als morgen in die Bretagne fahren. Wie gut, dass hinten im Buch gleich Internetadresse angegeben sind, bei denen man seine Reise buchen kann.

    „Bretonisches Leuchten“ ist ein perfekter Krimi für mich. Der einzige Nachteil: nun muss ich auf den nächsten Teil warten und das wird wohl noch ein bisschen dauern. Hoffentlich folgen noch viele Bände!

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    Keksisbabys avatar
    Keksisbabyvor einem Jahr
    If we took a holiday

    Das unglaubliche geschieht, Commissaire Dupin macht Ferien mit seiner Freundin zwischen rosa Felsen an der Cote d’Amor. Während Claire sich jedoch in der Sonne auf dem Handtuch am Strand aalt, überfällt den Commissaire eine Unruhe. Rastlos lässt er sich immer wieder nichtige Ausreden einfallen um der Langeweile zu entfliehen. Just als hätte das Schicksal diesen Wink verstanden, verschwindet eine Frau aus dem Hotel und in einem Steinbruch wird eine Tote entdeckt. Natürlich entgeht keinem Bretonen etwas, auch nicht das der berühmte Commissaire Dupin bei ihnen Urlaub macht. Daher wird kurz mal die lokale Staatsmacht übergangen und le Commissaire ermittelt, wenn auch zunächst nicht ganz freiwillig. Doch immer mehr findet er Gefallen an der Abwechslung und fühlt sich wieder wie ein Fisch im Wasser. Nur der hiesige Kommissar findet diesen Umstand wenig amüsant und droht Dupin eine Disziplinarstrafe an.

    Irgendwie haben die Romane um den Kaffee- und genusssüchtigen Kommissar mich in ihren Bann gezogen. Sein sechster Fall bisher ist einer der Besten. Er ist etwas leichter, was daher kommt, dass der Leser ja mit dem Ermittler in die Ferien reist. Und wieder einmal lernte ich etwas über eine wunderschöne Landschaft in der Bretagne und seine kauzigen Einwohner dazu. Witzig ist, dass Dupin beginnt ein Doppelleben zu führen, um heimlich seinen Ermittlungen nachzugehen. Dies tut er nur zu gern, da er der Tristesse des Strandurlaubs entfliehen will. Noch lustiger ist jedoch, dass auch Claire anscheinend nicht von ihrer Arbeit lassen kann und die Ausreden ihres Liebsten nur zu bereitwillig glaubt, um sich selbst Freiräume zu schaffen. Ein bisschen vermisst habe ich in diesem Band Nolwenn, aber auch die patente Sekretärin ist Verlass. Gegen Ende trägt sie mit ihren unkonventionellen Methoden zur Klärung des Falles auf. Dafür lernt der Leser in diesem Buch andere liebenswerte Charaktere kennen. Wie den gutunterrichteten Frisör, eine umsichtige Kioskbesitzerin und ein hobbyermittelnden Hotelbesitzer. Einer putziger als der andere und typisch bretonisch trocken. Mit der Auflösung hätte ich so nie gerechnet. Und der perfide Plan hätte auch aufgehen können, wenn Le Commissaire nicht ausgerechnet da Urlaub gemacht hätte.

    Ich habe dieses Buch in meinem Urlaub gelesen und war sofort so entspannt, als würde ich selbst am Strand liegen. Ich hoffe Commissaire Dupin bleibt mir noch lange erhalten, denn nirgendwo sonst lässt sich scheinbar so schön morden wie in der Bretagne.

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    Annette69vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nette kleine Geschichte, witzige Dialoge vor herrlicher Kulisse - die perfekte Urlaubslektüre?
    Verdeckte Ermittlungen im Urlaub

    Apropros Urlaub. Es scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass man im Urlaub etwas Leichtes lesen sollte, zum Abspannen. Zum Beispiel über einen Kommissar und eine Ärztin, die nicht so richtig ausspannen können. Warum im Urlaub nicht mal die grauen Zellen mit etwas füttern, für dessen Verarbeitung im Alltag nicht viel Zeit bleibt?


    Nein, ich kann mich diesmal nicht in die Begeisterung über den neuen Krimi von Jean-Luc Bannalec einreihen. Er schreibt schöne Dialoge, hat witzige Charaktere im Angebot. Aber die Geschichte ist mir insgesamt zu dünn: ermitteln,die Landschaft preisen, gut essen, exquisit logieren. Und nein, ich möchte nicht, dass der Autor einen Fremdenführer herausgibt, mit dem ich dann alle die Bannalec-Orte erkunden kann. 


    Ich habe nach der Lektüre Sehnsucht - nach den guten alten Agatha-Christie-Krimis. Erinnert sich noch jemand an "Das Böse unter der Sonne"? 

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    Wuestentraums avatar
    Wuestentraumvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ruhiger Krimi mit tollen Landschaftsbeschreibungen
    Bretonisches Leuchten

    Commissaire Dupin macht mit seiner Freundin Claire bretonische Ferien zwischen rosa Granitfelsen der Côte d’Armor, Sandstrand und Meer. Claire möchte am Strand liegen, faulenzen und alle fünfe gerade sein lassen. Doch Dupin dreht schon bei dem Gedanken durch, nur rumzuliegen und nichts zu tun. Wie praktisch, dass zeitgleich in dem malerischen Örtchen Tregastel, in dem er und Claire urlauben, zuerst eine Frau verschwindet, die auch Gast im gleichen Hotel war wie sie, dann ein Anschlag auf eine regionale Abgeordnete durchgeführt wird und dann noch zwei Morde geschehen. Dupin ist hocherfreut, endlich gibt es etwas zu tun. Dumm nur, dass Claire ihm strikte Urlaubsruhe verschrieben hat. Und auch seine Mitarbeiter aus Concarneau weigern sich strikt, ihm zu helfen, da er sich dringend erholen soll.

    Also macht sich der Commissaire heimlich auf Tätersuche und ermittelt mit Hilfe einiger Leute aus dem Dorf, wie z.B. dem Hotelehepaar, der Inhaberin des Presseladens, dem Friseur sowie der Gendarmin aus Tregastel. Der ermittelnde leitende Kommissar aus Lannion bekommt mit, dass Dupin sich einmischen will und will sich direkt bei Dupins Vorgesetzten beschweren und ihm Ärger machen. So macht sich Dupin also auf, Indizien zu sammeln und kauft sich erstmal ein schönes Notizbuch, um alles zu dokumentieren. Im Glauben, Claire würde nichts mitbekommen, wird es für ihn nicht einfach, alle Befragungen und Ortsbesichtigungen der Taten zu koordinieren, denn es ist wirklich viel los zur fraglichen Zeit in Tregastel, was alle aufkommenden Ereignisse betrifft. Zwischen verwunschenen Tälern, traumhaften Stränden und einer leuchtend bizarren Felslandschaft entwickelt sich ein abgründiger Fall.

    Humorvoll hauptsächlich in diesem Fall ist, wie Dupin aber auch Claire versuchen, ihre jeweilige Arbeit vor dem anderen zu verheimlichen. Anscheinend kommen beide auch im Urlaub nicht ohne ihre Tätigkeiten aus und so verbringen sie jede freie Minute ohneeinander damit, sich um ihre beruflichen Tätigkeiten zu kümmern, und gehen fest davon aus, dass der andere davon nichts mitbekommt.
    Bretonisches Leuchten ist bereits Dupins sechster Fall, aber leider erst mein erster Fall mit Commissaire Dupin. Er war mir auf Anhieb sympathisch, genauso wie fast alle beschriebenen Charaktere in diesem Fall. Auch die Landschaftsbeschreibungen und Köstlichkeiten der Region waren gekonnt mit eingefügt und man bekam sofort Lust, an genau diesen Ort sofort reisen zu wollen.
    Fazit:

    Ein ruhig dahinfließender Krimi, die Spannung ließ zwar etwas auf sich warten, aber der gelungene Schreibstil sowie der einfließende Humor machten diesen Krimi zu einem tollen Lesespaß.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bunter Mix aus Bretagne-Reiseführer, Krimi und guter Unterhaltung um einen auch in den Ferien ermittelnden Dupin!
    Wie Urlaub an der französischen Küste der Bretagne

    Der Krimi "Bretonisches Leuchten" ist Jean-Luc Bannalecs sechster Fall um Kommissar Dupin. Die Reihe erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.

    Es sind Sommerferien und George Dupin reist mit seiner Freundin Claire nach Trégastel an die berühmte Rosa Granitküste. Zwei Wochen ausspannen, die Seele baumeln lassen, beide haben Urlaub dringend nötig. Es ist dort wunderschön, das Wetter ist herrlich warm und dennoch kann Dupin nicht den ganzen Tag am Strand liegen. Als eine Frau vermisst wird und kurz darauf auch noch eine Tote entdeckt wird, bekommt Dupin wieder gute Laune, denn damit ergeben sich jede Menge Möglichkeiten für aufregende Ermittlungen.


    "Der "Weiße Strand" galt als einer der schönsten Strände der Bretagne. An beiden Seiten des Zipfels flaches, klares, helles Meer in karibischen Farbabstufungen: kristallines Hellblau zunächst, dann Smaragdgrün, später Türkis, allmählich Grünblau und dann ...Tiefblau. Zitat Seite 163


    Genau für diese Beschreibungen liebe ich dieses Buch. Aber auch die logisch aufgebaute Krimihandlung muss sich nicht verstecken. Es geht zwar recht ruhig zu, aber es ist ja auch Hochsommer und Urlaub und da kommt man auch mit Ruhe ans Ziel. Dupins Ermittlungen machen Spaß, überall hat er seine geheimen Quellen, die ihn auf den neuesten Stand der offiziellen Ermittlungen bringen. Selbst der Gastwirt und der Frisör mischen mit. 

    George Dupin macht Urlaub und soll nur faul am Strand liegen, nein, das Nichtstun liegt ihm einfach nicht. Er braucht Abwechslung und da kommen die beiden Fälle, die mit dem Steinbruch zusammen hängen, ja genau im richtigen Moment, um dem Urlaub doch noch ein wenig Abenteuer zu verleihen. Ein neues Clairefontaine muss her, für seine Notizen aus den Befragungen. Der ansässige Kommissar und Nolwenn ahnen seine Aktivität und versuchen Dupin an den Ermittlungen zu hindern.


    Was mir besonders ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte, sind die Versuche von George und Claire, ihre geheime Arbeit in den Ferien voreinander geheim zu halten. Es ist sehr amüsant, wie sie jede erdenkliche Möglichkeit für berufliche Dinge nutzen und die Arbeit scheinbar brauchen.

    Nebenbei liegen sie zusammen am Strand, bestaunen die Felsformationen, unternehmen Spaziergänge am Meer und geniessen ihr gemeinsames Abendessen: stets gibt es ein mehrgängiges Menue aus der bretonischen Küche mit dem passendem Wein. Da kommt man schon mal ins Träumen und auch die wunderschönen, etwas ausschweifenden Landschaftsbeschreibungen gehören zwar nicht in einen Spannungsroman, hier in diesem Ferien-Krimi jedoch passen sie ganz wunderbar. Sie bringen regelrecht Urlaubsgefühle mit und runden die Geschichte stimmig ab.



    Bannalec hat mir mit diesem Krimi schöne, unterhaltsam fesselnde Lesestunden geschenkt und ich habe von der Bretagne geträumt. Mehr geht nicht, daher gibt es von mir 5 Sterne.


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