Jean-Luc Bannalec Bretonisches Leuchten. Kommissar Dupins sechster Fall

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Inhaltsangabe zu „Bretonisches Leuchten. Kommissar Dupins sechster Fall“ von Jean-Luc Bannalec

Am Strand liegen, nichts tun – zwei Wochen lang? Für Commissaire Dupin eine unerträgliche Vorstellung. Zum Glück, muss man fast sagen, verschwindet eine Frau vor den Augen der Hotelgäste spurlos und auf eine Abgeordnete, die im Clinch mit den örtlichen Landwirten liegt, wird ein Anschlag verübt. Wenig später erschüttert der Fund einer Leiche den Küstenort Trégastel. Heimlich nimmt Dupin mithilfe der Dorfbewohner die Ermittlungen auf, schließlich dürfen seine Freundin Claire und die Kollegen aus Concarneau, die ihm strengstens Erholung verordnet haben, nichts mitbekommen. Ungekürzte Lesung mit Gerd Wameling 7 CDs | ca. 9 h 14 min

Leider nicht mehr viel Neues unter der bretonischen Sonne...

— Caillean79
Caillean79

Zieht sich wie Gummi, banaler Fall, groteske Wendungen, zu viel erklärt, wenig spannend, überladen m. Lanschafts&Co. Beschreibungen.😳

— Wedma
Wedma

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    Bretonisches Leuchten. Kommissar Dupins sechster Fall
    Caillean79

    Caillean79

    30. July 2017 um 17:33

    Dupin in seinem sechsten Fall… der eigentlich gar keiner sein dürfte, da der Kommissar Urlaub macht. Seine Lebensgefährtin Claire hat ihn zu einer 14 tägigen Auszeit überredet – aber als im Urlaubsort ein Diebstahl in einer Kirche begangen wird, frohlockt Dupin innerlich. Endlich kein Strand mehr! Endlich was zu tun! Glücklicherweise (zumindest für Dupin) verschwindet auch noch eine Dame aus seinem Hotel spurlos. Nun kommt der Kommissar außer Dienst erst so richtig in Fahrt – natürlich heimlich, denn Claire würde ihm was husten, wenn sie von seinen Eskapaden erführe. Nun ja – was soll man sich auch immer für Fälle ausdenken? Früher oder später wird ja fast jeder Kommissar einer Krimi-Reihe mal in den Urlaub verfrachtet (und darf dort mehr oder weniger offiziell ermitteln). Dort lässt sich vielleicht einfacher etwas Neues konstruieren als im altbekannten Umfeld. Dennoch – mir erschien der Kommissar nicht in Höchstform. Vielleicht hätte er besser daran getan, tatsächlich mal Urlaub zu machen… Und auch der Fall (bzw. die Fälle) erschienen mir ein wenig wie eine zusammengestückelte Patchworkdecke – deren Nähte nicht immer ganz glatt saßen. Es war zwar grundsätzlich eine entspannte Lektüre, die auch der Krimileser gut im Urlaub verwenden kann. Aber ich hätte mir trotzdem irgendwie mehr erwartet… Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf – vielleicht ist ja der nächste Fall für Dupin wieder richtig interessant. Ich würde es mir wünschen.

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  • Langeweile statt Spannung. Kopfschütteln statt Urlaubsfeeling.

    Bretonisches Leuchten. Kommissar Dupins sechster Fall
    Wedma

    Wedma

    12. July 2017 um 14:40

    Hörbuch, ungekürzte Ausgabe, Spieldauer: 9 Stunden und 12 Minuten. Gelesen von Gerd Wameling. Kommissar Dupin wurde zum Urlaubmachen verdonnert. Dafür kann er sich gar nicht begeistern. Er fährt an die Côte de Granit Rose mit seiner Freundin Claire und wohnt in einem guten Hotel in Trégastel. Zunächst gibt es einzelne Vorfälle, die Dupin vom Hotelinhaber herangetragen werden. Da ist eine uralte Mariastatue aus der örtlichen Kirche verschwunden, dann wurde die lokale Abgeordnete schwer verletzt, weil jemand einen Stein ins Fenster ihres Büros geworfen hat, dann gibt es noch lautstarke Proteste der lokalen Bauern, weil sie gegen die zu niedrigen Preise für ihre Arbeit etwas tun wollen. Dupin darf nicht ermitteln, alles, was er darf, ist Ferienmachen, was im Klartext heißt, neben Claire auf dem Tuch am Strand liegen, sich schon am frühen Vormittag mit Rosé und leckeren Snacks volllaufen lassen und abends mit viel gutem Wein fein speisen. Das kann er beim besten Willen nicht und versucht heimlich, gegen alle Wiederstände, auch die vom zuständigen lokalen Kommissar, der ihm mit seinen Drohungen stets auf die Nerven fällt, doch noch den Vorfällen auf den Grund zu gehen. Als auch eine Frau aus dem Hotel verschwindet, gibt es keinen Halt mehr. Mit den nötigen Informationen wird er vom Hotelbesitzer und den Leuten aus dem Ort versorgt. Aber offiziell darf Dupin nichts tun, bloß nur Gespräche führen und sich von Claire in der Hinsicht verstecken. Leider konnte mich diese Geschichte für sich kaum gewinnen. Zu konstruiert, zu gewollt ist das Ganze: All diese Versteckspielchen, kleinen Lügen und Halbwahrheiten. Claire kocht ihr eigenes Süppchen, tut aber, als ob sie nur am Strand liegt. Dupin tut ähnliche Dinge: Ermitteln, ja, aber bloß, dass Claire nichts davon mitbekommt. Nolvenn, Dupins rechte Hand im Kommissariat Concarneau, macht das Gleiche und versucht, sich von Dupin und ihren Kollegen in der Hinsicht zu verstecken. Aber am Telefon ist die Scheinheiligkeit in Person und befiehlt Dupon, er soll Urlaub und nichts als Urlaub machen. Alle sind der Meinung, sie hätten Macht über ihn und können sein Tun ganz selbstverständlich bestimmen. Ermüdend sind diese aus dem Finger gezogenen Konflikte. Der Fall ist insg. zu aufgebauscht. Bezug zur lokalen Politik und Umweltschutz „musste“ ja auch unbedingt rein, denn so etwas gibt es in jedem Dupin Fall, darf also auch hier nicht fehlen. Aber wenn man hinter diese Schaumschlägerei und viel hieße Luft schaut, ist er banal und schon zig Mal woanders und besser erzählt worden. Diese Art zu erzählen hat mich am Meisten verzweifeln lassen. Kaum hat eine Figur einen Schritt getan, schon stoppt die Handlung und man wird mit ausführlichen Erklärungen zugeschüttet, warum diese Figur es getan hat, warum war es ein Schritt nach links und nicht nach rechts, und was gewesen wäre, wenn es doch ein Schritt nach rechts geworden wäre, und welche Konsequenzen, etc. pp. Kopfschüttel. Auf der gesamten Länge gibt es diesen stop and go. Kein Wunder, dass man eher früher als später den Eindruck gewinnt, das sich das Ganze wie Kaugummi zieht und nicht zu Ende kommen will, was man schon recht früh herbeisehnt. Hinzukommen die Landschaftsbeschreibungen und lokale Sehenswürdigkeiten samt Speisen und Getränken, die einem ebenfalls viel Geduld abverlangen. Zum einen sind sie zu viele: Mir kam vor, ich würde einen Reiseführer über die Region lesen, zum anderen sind sie gnadenlos überzeichnet. Es trieft vor Superlativen. Ergebnis: all die Mühe völlig umsonst. Am Ziel komplett vorbei. Keine der Landschaften mochte so recht vor meinem inneren Auge klare Konturen einnehmen. Bei losen Worten ist es geblieben, ohne dass die Bilder und das Gefühl da gewesen zu sein, entstehen konnten. Quantität geht nicht in die Qualität über, viel hilft eher wenig, musste ich oft dabei denken. Gerd Wameling hat sehr gut gelesen. Alle Figuren waren klar herauszuhören. Auch Frauenrollen gelangen ihm mühelos. Er hat dieser duftigen Geschichte Leben eingehaucht, was mich zu Ende hören ließ. Wenn ich das Buch selbst lesen müsste, hätte ich schon früh abgebrochen. Fazit: Kopfschütteln vor lauter Verzweiflung statt Urlaubsfeeling. Langeweile statt Spannung. Der Plot ist zu konstruiert, stellenweise grotesk und wenig glaubwürdig, was dem Autor selbst nicht entgangen ist, er rechtfertigt sich aber ganz simpel: so war es eben. Klar. Ich höre sehr gerne Regio-Krimis. Es gibt nur wenige, die ich noch nicht gehört habe, sofern sie als Hörbuch zu haben sind. Dieses hier gehört kaum zu denen, die ich gern weiterempfehlen würde. Zu viel gewollt, deutlich weniger gekonnt, wenig gute Ideen gehabt. Ich vergebe drei Sterne, mit viel Wohlwollen, hpts. weil das Buch sehr gut gelesen wurde.

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