Jean-Luc Fromental

 4,3 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor*in von 365 Pinguine, Simenon, Warten auf Maigret und weiteren Büchern.

Lebenslauf

wurde 1950 in Tunis geboren. Er ist Journalist und Drehbuchautor und hat sowohl Romane als auch Kinderbücher geschrieben. Bei CARLSEN ist zuletzt »Oups!« und das Pop-up-Buch »10 kleine Pinguine« erschienen.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Simenon, Warten auf Maigret (ISBN: 9783551806383)

Simenon, Warten auf Maigret

(2)
Neu erschienen am 28.04.2026 als Gebundenes Buch bei Carlsen.

Alle Bücher von Jean-Luc Fromental

Cover des Buches 365 Pinguine (ISBN: 9783848901579)

365 Pinguine

(5)
Erschienen am 28.09.2018
Cover des Buches Der Schnee war schmutzig (ISBN: 9783551806376)

Der Schnee war schmutzig

(3)
Erschienen am 09.01.2026
Cover des Buches 10 kleine Pinguine (ISBN: 9783848900275)

10 kleine Pinguine

(2)
Erschienen am 07.01.2013
Cover des Buches Simenon, Warten auf Maigret (ISBN: 9783551806383)

Simenon, Warten auf Maigret

(2)
Erschienen am 28.04.2026

Neue Rezensionen zu Jean-Luc Fromental

Cover des Buches Simenon, Warten auf Maigret (ISBN: 9783551806383)
Flaventuss avatar

Rezension zu "Simenon, Warten auf Maigret" von Jean-Luc Fromental

Flaventus
Eine zu knappe biografische Darstellung

Georges Simenon war ein belgischer Schriftsteller, der mit den Kriminalromanen um die Figur des Kommissars Maigret weltweiten Ruhm einheimste. Er wurde 1903 in Lüttich geboren und starb 1989 in Lausanne. Die Biografie über ihn startet nicht mit seiner Geburt, sondern mit der ersten Hochzeit im Jahre 1923. Von da an begleitet die Graphic Novel den sehr umtriebigen Schriftsteller bis ins Jahr 1931.

Dieser Zeitraum ist von Jean-Luc Fromental nicht zufällig gewählt, denn hier entwickelte der Autor seine literarische Figur. Simenon war sehr unstet und konnte kaum an einem Ort verharren. Gleichzeitig lebte er in einer sehr bewegten Zeit, die auch in der Kunst wiederzufinden war. Vielleicht sollte es eine Ode an diese Epoche sein, dass die Graphic Novel sehr expressionistisch gezeichnet wurde. Ein Zeichenstil, den die Leserschaft mögen muss.

Dadurch, dass es sich nur um einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben des Autors handelt, der hier gezeigt wird, muss der Leser schon sehr geneigt sein, sich dieser kurzen Lebensphase Simenons zu widmen. Ich muss schon sagen, dass diese Art der Darstellung sehr speziell ist, wodurch dieses Buch nicht jedermanns Sache sein dürfte. Vielleicht finden die Fans von Maigret sogar mehr Gefallen an dieser Graphic Novel als die Freunde des Autors. Ich empfehle aber in jedem Fall, einen kurzen Blick in die Leseprobe zu werfen.

Cover des Buches Simenon, Warten auf Maigret (ISBN: 9783551806383)
Doppel_Zehs avatar

Rezension zu "Simenon, Warten auf Maigret" von Jean-Luc Fromental

Doppel_Zeh
Georges Simenon einer der erfolgreichsten Autoren des 20. Jahrhundert

Eine Biografie des belgischen Schriftsteller Georges Simenon in Comicform. Die wichtigsten Phasen im Leben von Simenon kurz zusammengefasst. Die Biografie endet jedoch in den 30er Jahre, also vor dem Zweiten Weltkrieg und der deutschen Besatzung von Belgien und Frankreich, wo Simenon Kollaboration vorgeworfen wurde.

Spannend seine, Simenons, Aufnahme in die Pariser kulturelle Szene und die Ablehnung de „Trivialautors“. Simenon war einer der auflagenstärksten Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Kommissar Maigret ist fast jedem bekannt, auch denen die keines der seiner 75 Romane von Maigret gelesen zu haben. Gerade diese Romane machen ihn zu einem der wichtigsten Autoren der Unterhaltungsliteratur. 

Der Comickünstler Jacques Loustal, der dieses Buch gezeichnet hat, hat einen ganz eigenen Stil. Der Stil ist beeinflusst von einer reduzierten Linienführung, klaren Konturen und ausgeprägten Farbflächen. Der Comic hat drei Autoren José-Louis Bocquet, Jean-Luc Fromental und Georges Simenons Sohn John.

Der Comics ist unbedingt denen zu empfehlen die den Stil von Loustal mögen, der hier hervorragend aussieht. Zugleich ist der Comic ein Muss für jene die, die Bücher von Georges Simenon und seinem Kommissar Maigret lieben.

Cover des Buches Der Schnee war schmutzig (ISBN: 9783551806376)
Flaventuss avatar

Rezension zu "Der Schnee war schmutzig" von Georges Simenon

Flaventus
Diese Graphic-Novel-Adaption ist alles andere als einfach.

Der Roman „Der Schnee war schmutzig“ aus dem Jahre 1948 gilt als eines der düstersten und bedeutendsten Werke von Georges Simenons. Bei diesem Roman (und somit auch bei der Graphic Novel Adaption) handelt es sich um einen existenzialistischen Noir-Krimi. Darunter versteht man eine Mischung aus der düsteren Ästhetik und pessimistischen Stimmung einem Film Noir und der philosophischen Fragestellung, die dem Existenzialismus innewohnen. Nach Beendigung dieser Lektüre dürfte jeder das Buch zuklappen und sich fragen, was er da gerade gelesen hat.

Die Antwort auf diese Frage ist alles andere als einfach und für das Medium der „Graphic Novel“ sehr selten und ebenso ungewöhnlich. Die Graphic Novel erzählt von der achtzehnjährigen Hauptfigur Frank Friedmaier, der ohne Not aus einer tiefen inneren Leere heraus Gewaltverbrechen begeht. Er raubt und mordet und verrät das Mädchen, das er eigentlich liebt. Die Motivation der Hauptfigur ist kaum nachvollziehbar und entbehrt jeglicher Sympathie.

Der „schmutzige“ Schnee ist in diesem Kontext metaphorisch zu verstehen und steht für die Verunreinigung sowohl der Stadt und der Umgebung wie auch für Franks Seelenzustand. Die Handlung spielt irgendwo in der Nachkriegszeit in einem Land, das von mehreren Besatzern in unterschiedlichen Zonen unterteilt ist. Das klingt sehr nach einem Nachkriegsdeutschland, aber der Autor hat sich sehr bewusst dafür entschieden, dies nicht näher zu erläutern. Es ist egal, wo die Handlung angesiedelt ist und wer die Besatzer und die Besetzten sind.

Die Hauptfigur wird sich erst dann seiner selbst und seiner Taten bewusst, als es schon längst zu spät ist. Erst in Gefangenschaft und unter Folter kann er selbstreflektorisch erkennen, was er bisher getan hat. Weshalb er sich dafür entscheidet, durch totale Erniedrigung seinen absoluten Nullpunkt zu erreichen, der in dem Wunsch mündet, erlöst zu werden.

Wie es sich für einen „Film Noir“ gehört, hat sich der Zeichner Yslaire für eine sehr düstere Darstellung entschieden, die nur hin und wieder mit Farbklecksen auf besondere Figuren aufmerksam macht. Die Figuren sind sehr expressionistisch und etwas übertrieben dargestellt. Eine Darstellung, die der Betrachter mögen muss.

Fazit

Diese Graphic-Novel-Adaption ist alles andere als einfach. Viele Fragen bleiben offen und die Motivationen verschleiert. Es ist sicherlich keine simple Geschichte und die Graphic Novel scheint den Zeitgeist des Romans (den ich nicht kenne) sehr gut einzufangen. Diese Graphic Novel ist ein weiterer Beweis dafür, dass dieses Medium sehr wohl komplexe, philosophische und nachdenkliche Geschichten transportieren kann.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks