Georges Simenon war ein belgischer Schriftsteller, der mit den Kriminalromanen um die Figur des Kommissars Maigret weltweiten Ruhm einheimste. Er wurde 1903 in Lüttich geboren und starb 1989 in Lausanne. Die Biografie über ihn startet nicht mit seiner Geburt, sondern mit der ersten Hochzeit im Jahre 1923. Von da an begleitet die Graphic Novel den sehr umtriebigen Schriftsteller bis ins Jahr 1931.
Dieser Zeitraum ist von Jean-Luc Fromental nicht zufällig gewählt, denn hier entwickelte der Autor seine literarische Figur. Simenon war sehr unstet und konnte kaum an einem Ort verharren. Gleichzeitig lebte er in einer sehr bewegten Zeit, die auch in der Kunst wiederzufinden war. Vielleicht sollte es eine Ode an diese Epoche sein, dass die Graphic Novel sehr expressionistisch gezeichnet wurde. Ein Zeichenstil, den die Leserschaft mögen muss.
Dadurch, dass es sich nur um einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben des Autors handelt, der hier gezeigt wird, muss der Leser schon sehr geneigt sein, sich dieser kurzen Lebensphase Simenons zu widmen. Ich muss schon sagen, dass diese Art der Darstellung sehr speziell ist, wodurch dieses Buch nicht jedermanns Sache sein dürfte. Vielleicht finden die Fans von Maigret sogar mehr Gefallen an dieser Graphic Novel als die Freunde des Autors. Ich empfehle aber in jedem Fall, einen kurzen Blick in die Leseprobe zu werfen.




















