Androiden. Band 2

von Jean-Luc Istin 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Androiden. Band 2
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Lässt sich die Grenze zwischen Mensch und Maschine tatsächlich nur auf technische Aspekte reduzieren?

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Inhaltsangabe zu "Androiden. Band 2"

Roboter, künstliche Maschinenwesen, haben die Fantasie von Künstlern, Autoren, Filmregisseuren immer wieder beflügelt. Manchmal steht dabei die Faszination im Vordergrund, mitunter die Furcht, meist geht es aber um beides. Androiden sind nicht zuletzt aufgrund ihrer Menschenähnlichkeit eine beständige Erinnerung an die Grenzen des Menschlichen. Zugleich werden solche Trennlinien zunehmend verwischt, unabhängig davon, ob Roboter nun von elektrischen Schafen träumen oder nicht. Grund genug, in einer Mini-Konzeptserie von zunächst vier Bänden sich einmal aus verschiedenen Blickwinkeln dieses Themas anzunehmen. In »Androiden« erscheinen Roboter darum mal als Bedrohung, mal als Retter der Menschheit, wenn nicht gelegentlich gar als die wahren Hüter der Menschlichkeit. Oder eben einfach als Roboter – Elektrische Schafe hin oder her.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958395695
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:52 Seiten
Verlag:Splitter-Verlag
Erscheinungsdatum:22.02.2018

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    Elmar Hubers avatar
    Elmar Hubervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Lässt sich die Grenze zwischen Mensch und Maschine tatsächlich nur auf technische Aspekte reduzieren?
    Androiden 2: Glücklich wie Odysseus

    STORY
    Im Jahr 2426 verlässt die ISS Oxygen mit einer Besatzung von 3600 Personen die Erde, um als Generationenschiff in einer 600 Jahre dauernden Reise die benachbarten Sonnensysteme zu besuchen. Während der Großteil der Mannschaft im Kälteschlaf liegt, in dem die Menschen pro 10 Jahre Reisezeit nur 1 Jahr altern, wird das Schiff von einer kleinen, wechselnden Crew betreut. Relativ schnell entwickelt dieser Mikrokosmos eine eigene Dynamik und an Bord wird ein Kind geboren, das den Namen Odysseus erhält. Als ein Meteoritenschauer nicht nur erhebliche Beschädigungen am Schiff, sondern auch den Tod von 97% der Passagiere verursacht, ist das Schicksal der ISS Oxygen besiegelt. Eine Rückkehr nach Hause mit eingeschränktem Antrieb dauert mehrere 100 Jahre, so dass theoretisch Odysseus als Einziger in der Lage wäre, die Erde zu erreichen. Man entschließt sich für eine Rückkehr der ISS Oxygen zur Erde und überlässt Odysseus‘ Wohl dem Erziehungsandroiden AC7+ und der Schiffsintelligenz Isabella.

    Über 900 Jahre später landet die ISS Oxygen tatsächlich wieder auf der Erde. Eine Erde, auf der ein Großteil der Menschheit von einer Krankheit ausgerottet wurde, die nur einige Kinder überlebt haben, so dass sich der Entwicklungsstand der Menschheit rapide zurück entwickelt hat. Diejenigen, die die Landung des Raumschiffs beobachtet haben, halten AC7+ für einen Gott, dem sie wohlgesonnen sind. Doch es gibt auch noch einen Clan feindlicher Krieger, der von einem beschädigten Kriegsandroiden angeführt wird und der ebenfalls die Landung der ISS Oxygen beobachtet hat.

    MEINUNG
    Olivier Perus ANDROIDEN-Beitrag GLÜCKLICH WIE ODYSSEUS geht in eine unverkennbar andere Richtung als der BLADE RUNNER-artige Vorgänger von Jean-Luc Istin. Und doch bezieht auch ODYSSEUS seine größte Stärke daraus, dass die Maschinen auf einer emotionalen Ebene menschlich handeln und sogar das „Menschsein“ erst ermöglichen. So kristallisiert sich erst allmählich der Android AC7+, den man zunächst als Nebenrolle abstempelt, als die eigentliche Hauptfigur der Erzählung heraus. Paradox mutet dabei die Tatsache an, dass nur eine Maschine in der Lage ist, nach 1000 Jahren die Erde wiederzusehen und dass den einzigen echten Menschen an Bord gar nichts mit der Erde verbindet. So wird ein künstlich geschaffenes Wesen zum Erzieher und Beschützer eines seiner Erschaffer und später sogar zum „Entwicklungshelfer“ einer neuen Menschheit. Ein Rollentausch und eine philosophische Ebene, die glücklicherweise nicht überstrapaziert, sondern des Öfteren durch die Kabbeleien zwischen AC7+ und der eher nüchtern geprägten Bordintelligenz Isabella gebrochen wird. Auch die menschlich gestaltete Mimik von AC7+ trägt dazu bei, dass man den Androiden mehr und mehr als Mensch wahrnimmt.

    Nachdem die ISS Oxygen wieder auf der Erde gelandet ist, wendet sich das Szenario in eine Richtung, die deutlich abgegriffener wirkt. Die Auseinandersetzung der beiden der beiden Menschenstämme wirkt reichlich unmotiviert und ist auch recht schnell wieder vom Tisch.

    Die Zeichungen von Geyser (42 – INTERGALAKTISCHE AGENTEN) gehen ok, ein Wow-Effekt bleibt aus. Auch Farbgebung ist sehr flach geraten.

    FAZIT
    Auch Folge 2 der Anthologie-Serie lebt von der Frage, ob sich die Grenze zwischen Mensch und Maschine tatsächlich nur auf technische Aspekte reduzieren lässt.

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    Emma.Woodhouses avatar
    Emma.Woodhousevor 3 Monaten
    Eine tolle Geschichte die in sich rund ist

    Inhalt: 
    Die größte und längste Reise der Menschheit steht an. Es geht 600 Jahre in Richtung Sterne und natürlich braucht man für ein solches Großprojekt Roboter die nicht nur alles überwachen. Die Menschen überdauern diese Reise in Tiefschlafbehältern die den Alterungsprozess verlangsamen aber nicht verhindern können. 300 Jahre läuft alles Reibungslos doch dann wird das Schiff von einem Meteoritenschauer getroffen. Da der Hauptreaktor getroffen wurde, verringert sich ihre Reisegeschwindigkeit zurück zur Erde. Erst nach 1.000 Jahren wären sie wieder daheim.
    Und dennoch treffen sie nach vielen Hunderten von Jahren wieder auf der Erde ein, doch nichts ist mehr so wie sie diese verlassen haben.
    Ein Überlebender und ein Droide machen sich auf den Weg herauszufinden, was auf der Erde in den Jahrhunderten passiert ist.

    Meinung:
    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und das nicht nur weil die Reise schief gelaufen ist.
    Der 2. Teil der Androiden-Reihe beschäftigt sich mit der Entdeckung der "neuen" Erde, die sich stark verändert hat.
    Und das alles mit einem tollen Hauptcharakter AC7+, ein Roboter der den drei Gesetzen der Robotik untersteht. Diese Gesetze muss man verinnerlichen um auch seine Entscheidungen zu verstehen, die für den Leser alles andere als logisch erscheinen weil der Mensch mit dem Herzen denkt.
    Das soll nicht heißen, das AC7+ kein Herz hat aber die Gesetze der Robotik stehen über seinem eigenen Wohl. 
    Was gleich auffällt sind die Zeichnungen. Sie sind klasse und machen Freude dieses Buch aufzuschlagen. Aber es fällt auch gleich auf, das der Stil ein anderer ist als beim 1. Band. Die Zeichnungen sind weicher und der Roboter hat etwas kindliches an sich. Das passt perfekt! So taucht man in eine Welt ein die voller Technik und Logik ist aber auch voller Gefühl. Der Roboter bekommt hier so viel Emotionalität, wie ich es nicht erwartet hätte. Und dennoch endet dieses Buch, wie dieses Buch enden muss ...
    Ich mag die Androiden-Reihe wirklich sehr vielleicht auch weil ich Roboter einfach nur klasse finde. Natürlich finde ich sie in der Realität spannend aber auch beängstigend. Doch "Was wäre wenn" ist eine schöner Gedankengang der hier zum tragen kommt.
    An der Reihe ist aber auch außergewöhnlich das es verschiedene Autoren und Zeichner sind, die in einer Reihe gebündelt werden. Ein Thema und unterschiedliche Storys, Gedanken. Eine großartige Idee, die wirklich spannend umgesetzt wird. Wobei ich persönlich den 2. Band sogar noch runder und stimmiger in sich fand als den 1.
    Also schaut euch auch den 2. Teil der Androiden an. Er liefert euch wieder eine tolle Geschichte!

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